Anthimus, SS. (4)

[241] 4SS. Anthimus, Presb. et Soc. MM. (11. Mai). Die hhl. Anthimus, der ein Priester, und Sisinnius, der ein Diakon war, lebten zur Zeit des Kaisers Diocletian zu Rom, und bekehrten unter Andern den hl. Faltonus Pinianus und seine Hausfrau, die hl. Anicia Lucina, die noch dem Heidenthum ergeben waren, sammt ihrem ganzen Hause zum Christenthume. Endlich aber wurde der hl. Anthimus gefangen genommen und zugleich mit den hhl. Maximus, Bassus und Fabius außerhalb Rom auf der salarischen Straße gegen das Sabinergebiet hin enthauptet, der hl. Diakon Sisinnius aber mit den hhl. Diocletianus (oder Diocletius) und Florentius gesteinigt, und ihre Leichname mit dem des hl. Maximus in das Gebiet von Ancona gebracht. Der hl. Faltonus Pinianus dagegen starb im Frieden, während die hl. Anicia Lucina nach seinem Tode sehr gottesfürchtig lebte, die Leichname der hhl. Martyrer begrub, bis sie in ihrem 95. Lebensjahre ebenfalls starb. Im röm. Mart. findet sich am 11. Mai der Name des hl. Priesters Anthimus, aber getrennt von seinen Gefährten, die übrigens gleichfalls an demselben Tage, mit Ausnahme der letzten zwei, darin vorkommen.


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 1. Augsburg 1858, S. 241.
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