Conon, S. (4)

[656] 4S. Conon, (5. al. 6. März), ein Gärtner und Martyrer, war aus Nazareth gebürtig, schlug aber seine Wohnung in Pamphylien auf, an einem Orte, der Karmel hieß, und nährte sich von seinem Garten, den er daselbst angelegt hatte. In der Verfolgung des Decius wurde er gefangen gesetzt und grausam gemartert. Es wurden ihm nämlich eiserne Nägel durch die Füße geschlagen, und er so lange genöthigt, vor einem Wagen herzulaufen, bis er zu Boden fiel und seinen Geist aufgab. Im Mart. Rom. kommt sein Name am 6. März vor, und wird daselbst gesagt, daß er in Cypern getödtet worden. Wie aus seinen Anmerkungen zum Mart. Rom. hervorgeht, stützte sich der Verfasser derselben, Cardinal Baronius, bei jener Angabe auf die griechischen Menäen, wo του κυπρίου zu lesen ist; allein die Bollandisten bemerken, es sei του κηπουρο oder κηπωρο d.h. Gärtner zu lesen und sein Marterort nach Pamphylien in Kleinasien zu verlegen.


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 1. Augsburg 1858, S. 656.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika