Gaugericus, S.

[359] S. Gaugericus, Ep. (11. Aug.) Der hl. Gaugericus, frz. St-Géry, wurde zu Yvoy, im Luxemburgischen, geboren. Seine Eltern ließen ihn unter ihren Augen in den Wissenschaften und in den Uebungen der Tugend bilden. Durch eine sorgfältige Erziehung hat er den kostbaren Schatz seiner Unschuld unversehrt bewahrt. Frühzeitig gewöhnte er sich an Nachtwachen und Gebet, und zeigte von Kindheit an eine besondere Liebe zu den Armen. Der hl. Bischof Magnericus von Trier weihte ihn zum Diakon, in welchem Amte er vorzüglich den Unterricht der Gläubigen sich angelegen seyn ließ. Seit dem J. 580 (nach Migne 589) finden wir den hl. Gaugericus als Bischof von Arras (Atrebatum) und Cambray (Cameracum), welche bischöfliche Sitze beinahe sechs Jahrhunderte lang vereinigt waren. Als solcher gründete er die Abtei St. Medardus (später St. Géry). Er hatte noch mancherlei Ueberbleibsel des Heidenthums zu tilgen, was ihn um so mehr antrieb, nach möglichster Reinheit des Lebens zu trachten. Gott verlieh ihm bei Lebzeiten die Wundergabe. Ein Aussätziger, den er zu Yvoy taufte, wurde plötzlich gesund. Er starb am 11. Aug. 619. Sein Name findet sich an diesem Tage auch im Mart. Rom. (II. 664.)


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Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 2. Augsburg 1861, S. 359-360.
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