Illidius et Leogontius, SS.

[32] SS. Illidius et Leogontius, Epp. (5. Juni, al. 7. Juli). Der hl. Illidius, auch Hillidius, franz. St-Allyre, blühte im 4. Jahrhundert, und ward wegen seiner vorzüglichen Heiligkeit auf den bischöflichen Stuhl von Clermont-Ferrand in der Auvergne erhoben. Er ist in der Reihe der Bischöfe dieser Stadt der vierte. Durch sein heiliges Leben und seine vielen Wunder erlangte er eine solche Berühmtheit, daß ihn Kaiser Maximus nach Trier kommen ließ, um seine von einem bösen Geiste geplagte Tochter zu heilen, was auch geschah. Auf dem Rückwege befiel ihn ein heftiges Fieber, das ihm am 5. Juni 385 den Tod brachte. Bei Zedler (VI. 386) ist jedoch das Jahr 370 angegeben. Im Mart. Rom. ist sein Name irrig auf den 7. Juli gesetzt. Seine Reliquien wurden in der Abtei St. Alyre (Alire)21 aufbewahrt, die in der ebenso genannten Vorstadt von Clermont lag. Eine Erhebung und Uebertragung derselben hatte am 9. Dec. 1311 statt. Mit dem hl. Illidius wird auch sein Vorgänger im bischöflichen Amte, der hl. Leogontius, verehrt, welcher, gleichfalls berühmt durch die Gabe der Wunder, um das J. 336 starb. Sein Nachfolger war gleichfalls ein Heiliger, nämlich S. Nepotianus. Wenn in einem Verzeichnisse nach dem hl. Illidius ein hl. Bischof Isicius sich findet, der sein Fest am 5. Juni, seine Translation am 15. Dec. hat, so mag er nach des Bollandisten Bossue Meinung (Oct. IX. 613) entweder Chorepiskopus, d.i. Landbischof, Regionarbischof gewesen seyn, [32] oder es ist vielleicht Isicius und Illidius ein und dieselbe Person. Daß Einige den hl. Illidius am 7. Juli erwähnen, kommt von dem Irrthume ad Nonas Julii (7. Juli) statt ad Nonas Junii (5. Juni) her, eine Unrichtigkeit, die sich auch im Mart. Rom. findet. S. auch S. Hillidius. (I. 423.)


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 3. Augsburg 1869, S. 32-33.
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