Indaletius, S.

[38] S. Indaletius, Ep. (30. April, al. 15. Mai). Dieser Heilige soll nach (übrigens unhistorischen, aller Glaubwürdigkeit entbehrenden) Nachrichten des Tamajus in Spanien von jüdischen Eltern geboren, darauf nach Jerusalem geschickt, daselbst von dem hl. Petrus bekehrt und unter die Zahl der 72 Jünger aufgenommen worden seyn. Es läßt sich nur so viel behaupten, daß er zu Rom von dem Apostelfürsten zum Bischofe geweiht und mit sechs Gefährten nach Spanien geschickt worden ist. Zu Guadix (Acci, urbs Accitana in der Provinz Granada) stieg er ans Land, entkam seinen Verfolgern durch das Wunder eines Brückeneinsturzes, bekehrte viele Heiden und hielt sich meistens an einem Orte, Namens Urgi (bei dem heutigen Almeria) auf, da wo jetzt das Städtchen Purchena und in dieses Städtchens Nähe ein Flecken »Urracal« liegt. Er starb noch im ersten Jahrhundert. Seine Reliquien wurden am 9. April 1080 wieder aufgefunden und in die Klosterkirche San Juan de la Penna (Pinnatense monasterium, Fanum S. Johannis de Rupe) in Aragonien gebracht, wo sie Wunder wirkten und sehr in Ehren gehalten wurden. Die Umwohner pflegten ihn als Patron bei Regenmangel zu verehren. Am 15. Mai (III. 442) geben die Bollandisten eine Abhandlung über die Ankunft unsers Heiligen in Spanien und nennen als seine sechs hhl. Gefährten Torquatus, Ctesiphon, Secundus, Cäcilius1, Hesichius (S. Hesychius1) und Euphrasius4. Auch das Mart. Rom. hat sie am 15. Mai mit Angabe der verschiedenen Orte ihrer Ruhestätte. S. S. Torquatus.


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 3. Augsburg 1869, S. 38.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien: