Jerubbaal

[154] Jerubbaal (Jerobaal) ist nach Richt. 6, 32 ein Beiname des Richters Gedeon, welcher zu Ophra in der Nacht das bei dem Hause seines Vaters stehende Götzenbild des Baal und den herum gepflanzten Hain auf Befehl Gottes zerstört hat. Als sein Vater Joas hierüber zur Rede gestellt wurde, erwiderte er: »Baal räche sich« etc., und daher erhielt nun Gedeon den diesen Sinn ausdrückenden Beinamen Jerubbaal, oder nach der Vulgata Jerobaal, den er auch 2. Kön. (Sam.) 11, 21 trägt, wo von seinem Sohne Abimelech die Rede ist, wo jedoch der hebr. Text Jerubbescheth (d.h. »der Götze räche sich«) hat. Beim Propheten Osee (10, 14) wird gesagt, daß Salmana verwüstet worden sei von dem Hause des Gedeon, und da heißt er im Hebr. kurzweg Arbel, d.h. »der den Baal gerichtet hat«, während die Vugata dieses wörtlich gibt. Hierüber sprechen auch die Bollandisten am 1. Sept. (I. 78. nr. 5) im Leben des S. Gedeon1.


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 3. Augsburg 1869, S. 154.
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