Silvester, S. (8)

[298] 8S. Silvester, (Sylvester) (20. al. 28. Nov.), ein Bischof von Chalon (Cabillo) an der Saone, welcher um das J. 490 den Hirtenstuhl bestieg. Er legte dem hl. Cäsarius3 von Arles die Hände auf. Im J. 517 wohnte er dem Concilium von Epaon bei; sein Name steht in den Unterschriften nach dem hl. Avitus3 von Vienne und dem heil. Viventius (Viventiolus) von Lyon, woraus man schließen muß, er sei einer der ältesten Bischöfe gewesen. Nach der Angabe des hl. Gregorius von Tours starb er, an Verdiensten nicht weniger reich als an Lebensjahren, nachdem er 42 Jahre lang seiner Kirche heilig vorgestanden war. Derselbe Schriftsteller berichtet auch, daß die Kranken sich gerne auf die aus Stricken geflochtene Lagerstätte des Heiligen legten, und dadurch ihre Gesundheit erhielten. Um das J. 878 fand der Bischof Girbold von Chalon den Leib des Heiligen mit jenem des hl. Agricola2 in der St. Marcelluskirche und erhob ihn feierlich. Einen Theil seiner Reliquien stellte man bei dieser Gelegenheit mit dem ganzen Leib des hl. Agricola auf den St. Petersaltar, den Rest ließ man in dem aufgefundenen Marmorgrabe zurück. Die Verehrung dieses hl. Bischofs wurde durch den Papst Johannes VIII. bestätiget. Sein Name steht auch im Mart. Rom. Im Bisthume Autun begeht man sein Andenken am 28. Nov. (But.)


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 5. Augsburg 1882, S. 298.
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