Thomas Kempensis, B. (25)

[538] 25B. Thomas Kempensis (25. Juli al. 13. Aug.), ein Priester aus dem Orden der regulirten Canoniker. Er war im J. 1380 in dem Städtchen Kempen oder Kampen, woher er seinen Namen hat, geboren. Sein Vater Johann Hämmerken (Hämmerlein, Malleolus) genannt, ein armer Handwerker, ließ ihn seiner Talente wegen nach Deventer (Ober-Yssel) in die Schule gehen. Er machte gute Forschritte und trat im J. 1399 als Novize in das Kloster des Canonicats auf dem Berge St. Agnes bei Swoll. Er war beständig beschäftigt mit Lesen, Schreiben, Singen, Beten und Arbeiten. Man sagt, sein Lieblingsspruch sei gewesen: »Overal heb ik ruste gesoekt, maer nergends gevonden, behalven in een Hoexken met een Boexken.« (Ich habe überall Ruhe gesucht, aber nirgends gefunden, als in einem Winkelchen mit einem Büchelchen). Auf die Streitfrage, ob er das Büchelchen »von der Nachfolge Christi« verfaßt habe, lassen wir uns nicht ein. Genug, daß ihn Zeitgenossen und Späterlebende dazu für befähigt hielten. Er starb am 25. Juli 1471. (VI. 3.)


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 5. Augsburg 1882, S. 538.
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