Genovefaner

[50] Genovefaner, heißen die Augustiner-Chorherren der Kirche Ste. Geneviève zu Paris, die seit 1148 Häuser in ganz Frankreich erwarben, 1622 reformirt werden mußten und deren Kirche zur Zeit des Directoriums Sitzungsort der Jakobiner war. – G.inen, gestiftet 1636 von Franziska de Bloßet (st. 1642) für Krankenpflege u. Erziehung armer Mädchen, vereiniget 1661 mit der »hl. Familie« oder den »Miramionen« der Marie Bonneau, verehelichten Miramion. Erziehung von verwaisten Mädchen, Krankenpflege im Hotel Dieu, Bekehrung von Freudenmädchen, Errichtung von Kinderschulen wurden die Zwecke des neuen Ordens, in welchem auch ehrbare Frauen Aufnahme fanden, der 1665 Bestätigung erhielt, bald über 100 Schulen zählte und von der Revolution verfolgt aber nicht vernichtet wurde.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1855, Band 3, S. 50.
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