Kurdistan

[676] Kurdistan, Kurdenland, auf der südl. und südöstl. Seite des armenischen Gebirges, auf der nordwestl. des Zagros, erstreckt sich vom Euphrat bis Tigris u. dessen Zuflüssen und wird von etwa 600000 räuberischen, trotzigen, kaum zu bändigenden Nomaden, den Nachkommen der Karduchen, bewohnt. Ein Theil hat sich in neuester Zeit der Pforte unterwerfen müssen, der weitaus größere ist aber unabhängig. Hauptstadt des türk. K. ist Bedlis, südl. vom See Wan, des pers. Kirmanschah.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1855, Band 3, S. 676.
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