Deutsche Autobiographien

Autobiographien

Nicht erst mit Goethes »Dichtung und Wahrheit« wird die Autobiographie neben Brief und Tagebuch zur wichtigsten literarischen Form der Selbstbestimmung. Hier finden sich Autobiographien vom Ende des 17. bis in das erste Drittel des 20. Jahrhunderts. Neben Schriftstellern kommen dabei Forscher, Ingenieure, Schauspieler, Künstler, Musiker, Industrielle und Politiker zu Wort, deren Lebensläufe Einblicke ins Private gewähren und zugleich wichtige Zeugnisse der Zeitgeschichte sind.


A:
Anonym, Albrecht Adam, Peter Altenberg, Heinrich Anschütz, Ernst Moritz Arndt, Louise Aston


B:
Ottilie Baader, August Bebel, Carl Friedrich Benz, Franz Bergg, Adam Bernd, Mieze Biedenbach, Charitas Bischoff, Hedwig von Bismarck, Otto von Bismarck, Karl Blaas, Wilhelm Joseph Blos, Wilhelm von Bode, Stephan Born, Ida Boy-Ed, Ulrich Bräker, Lily Braun, Barthold Heinrich Brockes, Moritz Theodor William Bromme, Heinrich Brugsch, Karl Friedrich Burdach, Heinrich Adolph Busch, Wilhelm Busch


C:
Carl Gustav Carus, Helmina von Chézy, Lena Christ, Lovis Corinth


D:
Paul Deussen, Eugen Diederichs, Karl Ditters von Dittersdorf


E:
Georg Ebers, Marie von Ebner-Eschenbach, Johann Christian Edelmann, Joseph von Eichendorff


F:
Emil Fischer, Theodor Fontane, Friedrich de la Motte Fouqué, August Hermann Francke, Johann Peter Frank, Gustav Freytag


G:
Ludwig Ganghofer, Carl Gegenbaur, Eduard Genast, Georg Gottfried Gervinus, Johann Wolfgang von Goethe, Paul Göhre, Karl Goldmark, Franz Grillparzer, Jacob Grimm, Wilhelm Grimm, Friedrich Wilhelm Gubitz, Karl Gutzkow


H:
Carl Hagenbeck, Ida Gräfin von Hahn-Hahn, Johann Georg Hamann, Joseph Freiherr von Hammer-Purgstall, Eduard Hanslick, Heinrich Heine, Henriette Herz, Paul Heyse, Ferdinand Hiller, Marie Hoff, August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Friedrich Wilhelm von Hoven, Christoph Wilhelm Hufeland, Friedrich Hurter


I:
August Wilhelm Iffland, Karl Immermann


J:
Karoline Jagemann, Jean Paul, Johann Heinrich Jung-Stilling, August Junkermann


K:
Anna Louisa Karsch, Gottfried Keller, Justinus Kerner, Karoline von Klencke, Adolph Freiherr von Knigge, Gotthard Ludwig Kosegarten, August von Kotzebue, Wilhelm Kügelgen, Adolf Kussmaul


L:
Johann Kaspar Lavater, Lilli Lehmann, Fanny Lewald, Wilhelm Liebknecht, Adda Freifrau von Liliencron, Johann Christian Lobe


M:
Salomon Maimon, Fritz Mauthner, Karl May, Malwida Freiin von Meysenbug, Johann David Michaelis, Eduard Mörike, Clara Müller-Jahnke


N:
Joachim Nettelbeck, Friedrich Nietzsche


O:
Wilhelm Ostwald, Franz Overbeck


P:
Oskar Panizza, Friedrich Paulsen, Johann Heinrich Pestalozzi, Carl Peters, Johanna Eleonora Petersen, Karoline Pichler, Peter Prosch, Johann Ladislaus Pyrker


R:
Leopold von Ranke, Franz Rehbein, Ludwig Richter, Karl Rosenkranz


S:
Leopold von Sacher-Masoch, Wanda von Sacher-Masoch, Johann Christoph Sachse, Johann George Scheffner, Carl Ludwig Schleich, Heinrich Schliemann, Arthur Schnitzler, Hermann Schöne, Johanna Schopenhauer, Amalia Schoppe, Daniel Paul Schreber, Christian Friedrich Daniel Schubart, Ernst Schuchardt, Karoline Schulze-Kummerfeld, Johann Gottfried Seume, Werner von Siemens, Ludwig Louis Spohr, Anton Springer, Rudolf Steiner, Hermann Sudermann, Johann George Sulzer, Bertha von Suttner


T:
Georg Philipp Telemann, Hans Thoma, Heinrich Wilhelm Tischbein, Friedrich Freiherr von der Trenck


V:
Karl August Varnhagen von Ense, Doris Viersbeck, Wilhelm Voigt, Ernst Voß


W:
Richard Wagner, Siegfried Wagner, Ernst Wichert, Luise Wiedemann, Wilhelm Wien, Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, Adolf von Wilbrandt, Anton Wildgans, Alois Wohlmuth, Christian Wolff, Wilhelm Wundt


Z:
Carl Friedrich Zelter.


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Die Serapionsbrüder

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Als Hoffmanns Verleger Reimer ihn 1818 zu einem dritten Erzählzyklus - nach den Fantasie- und den Nachtstücken - animiert, entscheidet sich der Autor, die Sammlung in eine Rahmenhandlung zu kleiden, die seiner Lebenswelt entlehnt ist. In den Jahren von 1814 bis 1818 traf sich E.T.A. Hoffmann regelmäßig mit literarischen Freunden, zu denen u.a. Fouqué und Chamisso gehörten, zu sogenannten Seraphinen-Abenden. Daraus entwickelt er die Serapionsbrüder, die sich gegenseitig als vermeintliche Autoren ihre Erzählungen vortragen und dabei dem serapiontischen Prinzip folgen, jede Form von Nachahmungspoetik und jeden sogenannten Realismus zu unterlassen, sondern allein das im Inneren des Künstlers geschaute Bild durch die Kunst der Poesie der Außenwelt zu zeigen. Der Zyklus enthält unter anderen diese Erzählungen: Rat Krespel, Die Fermate, Der Dichter und der Komponist, Ein Fragment aus dem Leben dreier Freunde, Der Artushof, Die Bergwerke zu Falun, Nußknacker und Mausekönig, Der Kampf der Sänger, Die Automate, Doge und Dogaresse, Meister Martin der Küfner und seine Gesellen, Das fremde Kind, Der unheimliche Gast, Das Fräulein von Scuderi, Spieler-Glück, Der Baron von B., Signor Formica

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