[154] Anacardium, Anakardien-Herznuß, Malacka-Nuß

[154] Die Frucht des (zu der Araber Zeiten auf dem Aetna in Sicilien) jetzt in dürren Waldungen Ostindiens wachsenden hohen Baums (Avicennia tomentosa, semecarpus Anacardium) enthält zwischen der äußern, schwarzglänzenden, herzförmigen, harten Schale und dem mit einem dünnen braun-röthlichen Häutchen bekleideten, süßen Kerne, in einem Zell-Gewebe einen dicklichen schwärzlichten Saft, womit die Indianer ihre Wäsche unauslöschlich bezeichnen, und von einer Schärfe, daß Muttermäler damit weggebeizt werden können. Selten bekommen wir diese Früchte noch so frisch, daß dieser Saft noch etwas flüssig, von Honig-Weiche darin befindlich wäre; gewöhnlich ist er trocken. Von diesem wird zur homöopathischen Arznei-Bereitung ein Gran genommen und wie andre trockne Gewächs-Stoffe durch dreistündiges Reiben mit dreimal 100 Gran Milchzucker zur millionfachen Pulver-Verdünnung gebracht und von da weiter durch Auflösen, Verdünnen und Schütteln dessen Arzneikraft entwickelt und potenzirt.

Diese Frucht, so wie der Baum, der sie trägt, ist wohl von einem, der einen ähnlichen Namen, Anacardium occidentale, führt, zu unterscheiden, dessen Frucht nierenförmig ist, und den Arabern unbekannt war, die uns auf die Arzneikräfte jener herzförmig gestalteten Frucht zuerst aufmerksam machten, welche von ihnen Balador genannt ward.

Die letzten tausend Jahre war dieser so kräftige und heilsame Arzneistoff in gänzliche Vergessenheit gerathen, so wie mehre andre, deren das aufmerksamere Alterthum sich mit Nutzen bedient hatte.

Unter den Arabern führt die meisten Schriftsteller über den Nutzen des Anakardien-Saftes Serapio im Buche de[155] simplicibus, C. 346. (enthalten in Practica Serapionis, Venet. fol. 1550.) an; aus Aben Mesuai: est bonus corruptioni sensus et memoriae – aus Alchalahamen: proprietas ejus est, conferre relaxationi nervorum (Lähmung) – aus Bedigoras: removet oblivionem et acuit sensum – aus Abugerig: est bonus paralyticis et eis, quibus timetur adventus ejus. Letzterer räth auch Behutsamkeit bei seinem Gebrauche: commovet – baras et lepram et a postemata et fortassis occidit – (nocivus) juvenibus et cholericis.

Fand sich bei der Wahl des Anacardiums nach dessen eigenthümlichen Symptomen auch ein oder der andere folgender Zustände, so war man der Richtigkeit seiner Wahl desto gewisser.

Hypochondrische, unheitere Stimmung; Muthlosigkeit; Menschenscheu; Aengstlichkeit; Befürchtung nahen Todes; Mangel an moralischem Gefühle (Verruchtheit, Gottlosigkeit, Ummenschlichkeit, Hartherzigkeit); Zustand, als habe er zwei Willen, von denen der eine rückgängig macht, wozu ihn der andere treibt; Gefühl, als sey der Geist ohne Zusammenhang mit dem Körper; Wüstheit des Kopfes; Pressender Kopfschmerz von der Schläfe nach dem Augen zu; Kopfschmerz im Hinterhaupte, von Fehltritten und starkem Geräusche; Schwäche und Trübheit der Augen; Netze und dunkle Flecken vor den Augen; Geschwulst, schmerzhafte, des äußeren Ohres; Jücken in den Ohren; Auslaufen der Ohren; Ohr-Brummen; Brausen in den Ohren; Taubhörigkeit; Nasenbluten; Mund-Gestank, ohne daß er es selbst merkt; Wasserzusammenlaufen im Munde; Mund-Geschmack stinkig; Arger Durst; Mangel an Appetit; Früh-Uebelkeit; Schwäche des Magens, schwere Verdauung; Druck in der Herzgrube, früh, beim Erwachen; Drücken in der Leber; Härte des Unterleibes; Blut beim Stuhle; Blutaderknoten am After, auch schmerzhafte; Jücken am After; Feuchten aus dem Mastdarme; Brennen in der Eichel, bei und nach dem Harnen; Unwillkürliche Erektionen bei Tage; Mangel an Genuß beim Beischlafe; Weißfluß mit Jücken und Wundheit; Trockenheits-Empfindung in der Nase; Verstopfung der Nase; Langwieriger Schnupfen und Schleim-Ausfluß aus der Nase; Husten-Auswurf; Röcheln in der Luftröhre, beim Liegen auf der Seite; Stechen und Schwere im Vorder-Arme; Spann-Schmerz und Schwäche im Arme; Zittern der rechten Hand;[156] Brennen in den Fußsohlen; Liegen in den Gliedern, besonders in den Knieen; Zittrige Mattigkeit; Unreizbarkeit der Haut, durch Harze zum Jücken und Nässen erregt zu werden; Empfindlichkeit gegen Kälte und Zugluft; Leicht-Verkältlichkeit; Spät-Einschlafen; Aengstliche Träume; Frostigkeit; Schweiß im Sitzen.

Kampher und ätherischer Salpeter-Geist scheinen wenig antidotisch; dagegen ist Riechen an rohen Kaffee kräftig wirksam gegen den Zorn und die Heftigkeit von Anacardium.

Diejenigen Aerzte, welche außer mir zu nachstehenden reinen Wirkungen des Anacardiums ihre Beobachtungen beigetragen, sind: Br. = Dr. Becher; Fz. = Dr. Franz; Gr. = Dr. Groß; Htn. = Dr. Hartmann; Hrm. = Dr. Herrmann; Lgh. = Dr. Langhammer; St. = Dr. Stapf.[157]

Anacardium

Traurigkeit.

Angst und Gefühl, wie von bevorstehendem Unglück (Br.).

Aengstlichkeit und Besorgniß, Abends, nach Heiterkeit am Tage (Lgh.).

Innerliche Angst, die ihn nicht ruhen ließ, er machte sich Gedanken über jede Kleinigkeit, als wenn ein großer Nachtheil daraus entspränge, mit Bekümmerniß über die Zukunft.

5 Beim Spazierengehen, im Stehen, Aengstlichkeit, als wenn Jemand hinter ihm käme; Alles um ihn her kam ihm verdächtig vor.

Aengstlich bei allen Handlungen; er sieht Alles ängstlicher und fürchterlicher an, glaubt immer von Feinden umgeben zu seyn, dann wird's ihm warm, und das Blut scheint in der Brust zu kochen (n. 7, 8 T.).

Aengstliche Besorgniß und tiefe Gedanken, beim Nachsinnen über sein jetziges und künftiges Schicksal (Lgh.).

Die Zukunft scheint ihm ganz gefährlich, als wenn ihm nichts, als Unglück und Gefahr drohe; Mißtrauen auf seine Kraft, und Verzagtheit.

Er ist mit der ganzen Welt entzwei und hat so wenig Vertrauen zu sich, daß er verzweifelt, das leisten zu können, was man von ihm verlangt.

10 Vormittags äußerst hypochondrisch, muthlos und verzagt, mit läppischem, unbeholfenen Wesen; alle Bewegungen sind äußerst ungeschickt und träge (n. 3 T.) (Fz.).

Aengstliche Bänglichkeit und Verdrießlichkeit (Gr.).

Aeußerst verdrießlich und übellaunig (St.).

Den ganzen Tag verdrießliche Laune; Alles, was ihn umgab, machte einen widrigen Eindruck auf ihn (Lgh.).

Düstere, ärgerliche Stimmung, mit Drang, in's Freie zu gehen (Br.).[158]

15 Sehr verdrießlich und unaufgelegt, mit großer Empfindlichkeit gegen alle Beleidigungen.

Er nimmt Alles übel und wird heftig.

Hitzig und widersprechend (Gr.).

Auf geringe Beleidigung, jähzornig, in Thätlichkeit ausbrechend.

Unlust zu Allem.

20 Arbeitscheu; es graut ihm, das Geringste vorzunehmen, er hat an Nichts Gefallen (St.).

Nachmittags ist ihm besser zu Muthe, als Vormittags; er ist munterer und aufgelegter zur Arbeit, sobald die Schläfrigkeit nach Tische vorüber ist (n. 38 St.) (Fz.).

Sehr gleichgültig und gefühllos; weder angenehme noch unangenehme Gegenstände erregen seine Theilnahme; 8 Tage lang.

Allzu heitere Aufgeregtheit.

Er lacht, wenn er ernsthaft seyn soll.

25 Wird von einem Kitzel unter der Herzgrube bei sehr ernsthaften Gegenständen zum Lachen genöthigt; bei lächerlichen Dingen kann er sich dessen enthalten.

Die Gedanken vergehen ihm (St.).

Große Gedächtnis-Schwäche; er wußte sich nicht mit der Sprache zu helfen.

Große Gedächtnis-Schwäche; er kann nichts behalten, und es entfällt ihm alles sogleich.

Schwer-Besinnlichkeit; es bleibt ihm gar nichts im Gedächtnisse, er hat zu wenig Gedanken und verliert seinen Gegenstand bald und unvermerkt (Fz.).

30 Das Gedächtniß ist früh ganz untauglich, besonders für einzelne Namen (Fz.).

Nachmittags Abnahme der Phantasie und des Gedächtnisses; er kann sich gar nicht besinnen (n. 5, 6 St.) (Fz.).

Nachmittags ist das Gedächtniß besser, als Vormittags, obschon es erst später giebt, was es sogleich geben sollte; doch wird ihm das Verstehen des Gelesenen sehr leicht, wenn er es auch nicht ganz behält (n. 3, 4. T.) (Fz.).

Vermehrung, Schärfung des Gedächtnisses; es fallen ihm die kleinsten Umstände aus längst vergangenen Zeiten bei, ohne Veranlassung, auch würde er jetzt gut auswendig lernen können, wenn ihn nicht andere zudringende Gedanken[159] zerstreuten, die er jedoch mit leichter Mühe fesseln kann (n. 11/2 St.) (Fz.).

Anacardium wirkt schwächend auf den Verstand (Matthiolus, in Commentar, in Dioscorid. M.M.L.V. Cap. V p. 985.).

35 Stumpfsinnigkeit mit Aengstlichkeit; er bemerkt kaum, was um ihn herum vorgeht.

Geist sehr befangen, als wenn Schnupfen kommen wollte.

Er kann nur über einen gegebenen Gegenstand nachdenken; aber von selbst fällt ihm nichts ein; er kann nicht frei von selbst auf etwas kommen.

Alles Geistige fällt ihm schwer, wie in einer Art Gedankenlosigkeit (St.).

Stumpfsinnigkeit, mit Eingenommenheit des Kopfes und Hinfälligkeit (St.).

40 Früh, nach gutem Schlafe, kann er nicht das Mindeste auffassen, er ist ganz wüst und leer im Kopfe (Fz.).

Vermehrte Phantasie; es fällt ihm immer etwas Anderes ein, dem zu folgen er genöthigt ist.

Abends, von 9-10 Uhr, Anfangs ungemein aufgeregte Phantasie und viel projektirende Ideen; er ist nicht im Stande, seine Aufmerksamkeit zu zügeln; aber nach und nach wird das Geistesorgan gänzlich abgestumpft, so daß er gar nichts mehr denkt (n. 16 St.) (Fz.).

Der Geist ist viel lebhafter, als vorher; er geht gern in scharfe Untersuchungen ein; aber jede Anstrengung dieser Art verursacht ihm reißend drückenden Kopfschmerz in der Stirn, den Schläfen und im Hinterhaupte (Fz.).

Einige Anstrengung des Geistes verursacht ihm gleich Zerschlagenheits-Gefühl im Gehirne.

45 Phantasie-Täuschung; es war ihm, als wenn er seinen Namen rufen hörte von der Stimme seiner (weit entfernten) Mutter und Schwester; dabei Unglück ahnendes Gefühl und Angst (Br.).

Melancholische Täuschung und Einbildung, als stände in der Nebenstube eine Bahre, worauf ein Freund oder er selbst liege.

Er verwechselt die Gegenwart mit der Zukunft.

Eingenommenheit, erst der linken und dann der rechten Kopfseite (Gr.).

Schmerzhaft dumpfe Kopf-Eingenommenheit, bei unrechter Lage im Bette (Br.).[160]

50 Dumpfe, schmerzliche Eingenommenheit der Stirn bis zur Nasenwurzel herab (Gr.).

Früh, nach dem Aufstehen ist der Kopf so eingenommen und schwer, daß er ihn kaum tragen konnte; er mußte sich wieder legen.

Der Kopf ist ihm den ganzen Tag sehr schwer.

Düselig im Kopfe, wie nach geistigen Getränken.

Drehend im Kopfe (Gr.).

55 Schwindel, beim Bücken, wie ein Herumdrehen im Kreise (n. 13 St.) (Lgh.).

Schwindel, mit Schwarzwerden vor den Augen (Gr.).

Nach Spazierengehen, Nachmittags, starker Schwindel.

Im Gehen, Schwindel, als wären alle Gegenstände zu weit entfernt.

Schwindel, als schwankten alle Gegenstände, oder er selbst; er muß sich anhalten (d. 1. T.).

60 Schwindel, daß er beinahe hinfiel.

Betäubender, Schwindel erregender, drückender Schmerz am ganzen Kopfe, vorzüglich in der Stirn; er wollte während des Sitzens auf die linke Seite hinfallen (n. 2, 21/2 St.) (Lgh.).

Drücken im Kopfe von Zeit zu Zeit.

Druck rechts im Hinterhaupte (n. 3 St.) (Hrm.).

Jedesmal früh, beim Erwachen, Drücken in der Stirn, beim Gehen ärger, als würde das Gehirn erschüttert.

65 Mitten in der Stirn ein stumpfer Druck, der in langsamen, tiefer gehenden Absätzen sich vermehrt, und allmählig den ganzen Vorderkopf einnimmt, Abends (Gr.).

Starkes Pressen auf der rechten Seite der Stirn, nach außen zu (Htn.).

Heftiges Drücken in der rechten Schläfe-Gegend (Htn. – Hrm.).

Dumpfes Drücken aus dem rechten Stirnhügel heraus (Gr.).

Stumpfer Druck, wie von einem Pflocke, auf der linken Seite des Scheitels (Gr.).

70 Einwärts-Drücken an der linken Schläfe (Gr.).

Stumpfes Einwärts-Drücken hie und da, an kleinen Stellen des Kopfes (Gr.).

Einwärts-Drücken und Pressen in beiden Schläfen, mit anhaltender Zusammenschnürung des Oberhauptes, gegen Abend vergehend (Gr.).[161]

Zusammen-Pressen und stumpfes Drücken unter dem linken Stirnhügel (Gr.).

Zusammen-Pressen in beiden Schläfen zugleich (Gr.).

75 Einschnürendes Kopfweh in der Stirn, bei höchst verdrießlicher Laune, von Stunde zu Stunde steigend, mit heftigem Wühlen, das durch starken Druck auf die Stirn auf Augenblicke gemildert wird; zuletzt nimmt der Schmerz den ganzen Kopf ein, mit schmerzhaftem Gefühle, als ginge ein straff gezogenes Band vom Nacken nach beiden Ohren hin; er muß sich legen, und die Schmerzen dauern von Nachmittag 5 Uhr bis zum nächsten Morgen (Gr.).

Heftiger Schmerz, wie eingeklemmt, in der rechten Stirnseite, besonders am äußern Augenhöhl-Rande (Gr.).

Drückend klemmendes Kopfweh im vordern Theile des Kopfes, mit einzelnen Rissen nach der Stirn (n. 24 St.) (Br.).

Reißender Druck in der linken Schläfe (Hrm. Gr.).

Reißende Kopfschmerzen bei angestrengter Arbeit (n. 4 T.) (Fz.).

80 Reißender Schmerz im Gehirn, gleich über der rechten Schläfe (Hrm.).

Reißen, das sich ganz unten, rechts im Hinterhaupte anfängt und bis zur Stirn fortsetzt (n. 35 St.) (Hrm.).

Wiederholtes Reißen in der rechten Seite des Kopfes, Gesichtes und Halses, und darauf sogleich Sausen vor dem linken Ohre (Gr.).

Wiederholtes Reißen im ganzen Kopfe, bei allgemeinem Schüttelfroste, Mißmuth und Unruhe, die sie an keinem Orte bleiben läßt; immer um den 3ten Tag zurückkehrend (Gr.).

Reißender Kopfschmerz im Hinterhaupte, in einzelnen, deutlich absetzenden Rissen, die sich bis in die eine Schläfe erstrecken (n. 1/2 St.) (Fz.).

85 Ruckweise Risse und reißende Schmerzen im Hinterhaupte und den Schläfen, am meisten beim Hinterbeugen des Kopfes (n. 2 St.) (Fz.).

Jählinge, scharfe, durchdringende und beißende Risse in der Schläfe, bis in's Gehirn (n. 3 St.) (Fz.).

Scharfe, drückende Risse in der linken Schläfe (Fz.).

Reißendes Stechen in der Stirne über dem rechten Auge (Hrm.).[162]

Stechend zuckendes Reißen in der linken Schläfe (Fz.).

90 Scharfe Stiche durch die linke Kopfseite, bis tief in's Gehirn (Gr.).

Stumpfe, zitternde Stiche auf der linken Seite des Oberhauptes, als wenn es nur ansetzte und nicht dazu kommen könnte (Gr.).

Durch starke Stiche unterbrochnes Drücken in der rechten Seite des Kopfes (n. 3/4 St.) (Htn.).

Kopfweh mit Stichen, in der linken Schläfe.

Mehrmals beim Einathmen ein langziehender Stich von der Schläfe bis an die Stirn (n 51/2 St.) (Htn.).

95 Zieh-Schmerz an der linken Kopf-Seite.

Ziehender Schmerz in der Stirne, im linken Scheitel und im Hinterhaupte (Hrm.).

Zucken in der linken Kopf-Seite, dicht vor dem Ohre herab, oft wiederholt (Gr.).

Einzelne, heftige Rucke, daß er laut schreien möchte, von hinten über die linke Seite des Oberkopfes und der Stirne (n. 1/2 St.) (Gr.).

Wühlender heftiger Kopfschmerz, Abends.

100 Schmerzliches, während starken äußeren Druckes (und während des Essens) gemildertes Wühlen in der rechten Hälfte des Vorderhauptes, besonders am Augenhöhl-Rande, mit unerträglichem Schmerz, als wäre ein lastender Körper darin eingezwängt; Abends im Bette, beim Liegen auf dem Arme mit der schmerzhaften Stelle nachlassend, und beim Einschlafen ganz vergehend (Gr.).

Klopfender Kopfschmerz.

Hitze im Kopfe.

Die Kopfschmerzen sind am ärgsten bei Bewegung (Fz.).

Aeußerliches Drücken an der Stirn, über dem linken Augenbrau-Bogen (n. 2 St.) (Lgh.).

105 Harter Druck in dem Winkel zwischen Stirn- und Nasenbeine (n. 3 T.) (Hrm.).

Auf dem Haarkopfe, heftiges Jücken.

Jücken an der Stirne.

Viele linsengroße Beulchen auf dem Haarkopfe, mit Wund-Schmerz beim Befühlen und Kratzen (Lgh.).

Unschmerzhafte Blüthchen mit rothem Hofe, oben an der linken Schläfe (n. 9 St.) (Lgh.).

110 Augen-Schmerzen, ohne Röthe.[163]

In den Augen, Gefühl, als wenn zwischen dem Augapfel und dem oberen Lide etwas wäre, das eine Reibung verursachte (Hrm.).

Es scheint etwas zu reiben zwischen dem Augapfel und dem unteren Lide (Gr.).

Druck auf den Augäpfeln, von vorn nach hinten, oder von oben nach unten (Hrm.).

Druck unter dem linken äußern Augenwinkel (n. 2 St.) (Hrm.).

115 Druck, wie bei einem Gerstenkorne, im rechten innern Augenwinkel und den in der Nähe liegenden Augenlid-Knorpeln (Hrm.).

Starkes Drücken auf den Augen, besonders auf dem linken und im äußern Winkel desselben, bei langem Sehen auf einen Gegenstand (n. 1/2 St.) (Hrm.).

Stumpfer Druck, wie mit einem Pflocke, auf dem Rande der rechten obern Augenhöhle, bis in das Gehirn dringend, mit Betäubung der ganzen Kopfseite (Gr.).

Schmerz, als würde ein Pflock unter dem obern Rande der Augenhöhlen eingedrückt und berührte den Augapfel (Gr.).

Rheumatisch reißender Schmerz im linken Auge (mehr in den Lidern), der sich bis in die Schläfe erstreckt (Fz.).

120 Früh, beim Gehen, Reißen in den Augäpfeln und Augenhöhlen (n. 24 St.) (Fz.).

Zucken in den Augenlidern, daß es ihm deuchtet, man müsse es sehen (Gr.).

Große Empfindlichkeit der Augen für das Licht.

Das Licht scheint Abends einen Hof um sich zu haben.

Die Flamme des Lichtes schien ihm zu flackern, und das Licht bald dunkler, bald heller zu brennen; bei starker Anstrengung des Gesichtes sah er aber, daß es ruhig brannte.

125 Oft Flimmern vor den Augen.

Verengerung der Pupillen (n. 14 St.) (Lgh.).

Die Pupille des rechten Auges verkleinerte sich auf kurze Zeit (n. 48 St.) (Br.).

Große Erweiterung der Pupillen (n. 13. 14. 19. St. Wechselwirkung) (Lgh.).

Kurzsichtigkeit; er kann in der Ferne gar nichts deutlich erkennen, während er alles deutlich sieht, was ihm nahe an das Gesicht gehalten wird (Fz.).[164]

130 Sehr verminderte Kurzsichtigkeit (n. 48 St. Heilwirkung.) (Lgh.).

Trübheit der Augen, als wenn sie voll Wasser wären, was zum öfteren Blinken nöthigt, Abends (n. 16 St.) (Htn.).

Ohrenzwang im rechten Ohrgange (Gr.).

Krampfhaft klammartiger Schmerz im äußern Gehörgange (Htn.).

Krampfhaft klammartiges Zusammenzieh-Gefühl in der linken Ohrmuschel (n. 1/2 St.) (Htn.).

135 Krampfhaft klammartiges Zusammenziehen im linken Gehörgange, mit Druck gegen das Trommelfell (Fz.).

Druck-Schmerz auf das äußere Ohr.

Stöße, langsame, stumpfe, von beiden Seiten der Ohren und in ihren Höhlen, als wollten zwei eindringende stumpfe Pflöcke sich in der Mitte begegnen (Gr.).

Zucken im linken Ohrgange, in kurzen Absätzen und sehr empfindlich, als würde ein Nerv angezogen, oder wie elektrische Schläge (Gr.).

Zucken am äußeren Ohre.

140 Zieh-Schmerz hinter dem linken Ohre.

Schmerzhaftes Ziehen im linken innern Gehörgange (n. 3/4 St.) (Hrm.).

Reißen im linken Ohre, den Backen herab.

Starkes Reißen am obern Rande des rechten Ohr-Knorpels (Gr.).

Reißend stechende, stumpfe Schmerzen in der Spitze der hintern Klappe des linken Ohres (Gr.).

145 Ungeheures stechendes Reißen im linken äußern Ohre (n. 24 St.) (Gr.).

Heftige Stiche im linken Ohre.

Geschwür-Schmerz im Ohre, am meisten beim Schlingen.

Beim Zusammenbeißen der Zähne Schmerz im Ohre, wie von einem Geschwüre.

Im Ohrknorpel und dem innern Ohre, drückendes Reißen und Pochen, als ob etwas geschwürig werden wollte; beim Hineinbohren mit dem Finger ist es noch ärger und es entsteht ein Gefühl, als wenn sich im Gehörgange etwas vorgesetzt hätte (n. 10 St.) (Fz.).

150 Jücken in den Ohren und Auslaufen bräunlicher Materie.

Gefühl hinter den Ohren, als wollte es wund werden; er muß reiben (Gr.).[165]

Brausen vor dem Ohre.

Sausen in den Ohren.

Klingen im rechten Ohre (Gr.).

155 Verstopftheits-Gefühl im linken Ohre, wie von Baumwolle; auch hörte er nicht so gut darauf, als auf dem andern (n. 1/2 St.) (Hrm.).

Er hörte zuweilen so schwach, daß er nicht bemerkte, wenn Jemand mit Geräusch die Thür öffnete; oft aber auch so scharf, daß er den Gang der Leute auf dem Vorsaale durch doppelte Thüren vernahm (n. 54 St.) (Br.).

In der Nase, ein kurzer Schmerz, wie von allzu großer Kälte zu entstehen pflegt, so daß ihm die Augen thränen.

Zusammenziehender Schmerz im vordern Theile der Nase, wie von großer Kälte, unter Thränen der Augen.

Zerschlagenheits-Gefühl in der linken Seite der Nase, wie im Knochen (Gr.).

160 Eiterblüthchen mit rothem Hofe am Winkel des rechten Nasenflügels (Lgh.).

Rothe Eiter-Pustel an der Scheidewand im rechten Nasenloche, mit Wund-Schmerz bei Berührung (Hrm.).

Bluten aus der Nase, nach starkem Schnauben.

Geruchs-Täuschung, als röche er angezündeten Schwamm, früh beim Aufstehen.

Steter Geruch vor der Nase, wie Tauben- oder Hühner-Mist, vorzüglich wenn er seine Kleider oder seinen Körper anriecht (n. 2 St.) (Fz.).

165 Der Geruch scheint fast ganz verschwunden zu seyn, obgleich die Nase nicht verstopft ist (n. 5 St.) (Hrm.).

Im Gesichte, in der Mitte der Wangen, stumpfes Drücken, als wäre die Stelle mit einer Zange gefaßt (Gr.).

Tauber Druck auf dem linken Wangenbeine (Gr.).

Ziehender Schmerz am rechten Wangenbeine (Hrm.).

Angegriffenes, hohläugiges Aussehn, mit blauen Rändern um die Augen, mehre Tage hindurch (bald n.d. Einnehmen.) (St.).

170 Blässe des Gesichtes, ohne Kälte (sogleich.) (Br.).

Große Blässe des Gesichtes bald nach dem Einnehmen (St.).

Blasse, kranke, elende Gesichtsfarbe, ohne daß sie sich übrigens übel befindet.

Trockne Hitze im Gesichte und am ganzen Kopfe, mit Eingenommenheit[166] des Kopfes und blassem Aussehen; er ist dabei heiß anzufühlen, was er jedoch selbst nicht findet (St.).

Weißschuppige Flechte am rechten Backen, nahe bei der Oberlippe (n. 4 St.) (Lgh.).

175 Jücken an der Stirne.

Harte, rothe Eiter-Blüthchen an der Stirn und im Winkel des linken Nasenflügels, mit wundartigem Schmerz, mehre Wochen lang (St.).

Um den Mund, rauhe, schabige, flechtenartige Haut mit kriebelndem Jucken (Gr.).

An den Lippen und Mundwinkeln, Trockenheit.

Brennende Trockenheit der äußern Lippen-Ränder, fast wie von Pfeffer (St.).

180 Am Kinne, äußerlich, Brennen, und an der linken Seite desselben von unter her, ein stumpfes Drücken (Gr.).

Brennen zwischen Unterlippe und Kinn, wie nach Schaben mit einem stumpfen Rasir-Messer (Gr.).

Eiterung und Schmerzhaftigkeit einer Stelle unter dem Kinne, wo vor 2 Jahren ein Blutschwär war (Gr.).

Im Unterkiefer, öfterer Zieh-Schmerz, besonders Abends.

Reißen im rechten Aste des Unterkiefers, öfters wiederholt (Gr.).

185 Einzelne Risse im Kiefer-Gelenke (n. 42 St.) (Fz.).

Zahnfleisch-Geschwulst.

Bluten des Zahnfleisches bei geringem Reiben.

Zahn-Schmerz in einem unteren Spitzzahne, als wenn man darin gestochert hätte, durch Berührung mit der Zunge und die freie Luft verschlimmert (d. 2. T.) (Br.).

Zahn-Schmerz, wenn er etwas Warmes in den Mund nimmt, einzelne Rucke darin, übrigens mehr drückend als ziehend.

190 Zieh-Schmerz im Zahnfleische und den Wurzeln der untern linken Backzähne (Hrm.).

Klammartiges Ziehen in der rechten untern Zahnreihe, bis an das Ohr hinauf (bald n.d. Einnehmen.) (Gr.).

Spannender Zieh-Schmerz in einem hohlen Backzahne, bis gegen das Ohr hinauf, mehre Tage, Abends 10 Uhr (St.).

Reißen in allen Zähnen, in Absätzen wiederkehrend (Gr.).

Im Munde schmerzhafte Bläschen.

195 Die Zunge ist weiß und rauh, wie ein Reibeisen (n. 3 St.) (Lgh.).[167]

Schwere der Zunge, und Gefühl, wie geschwollen, daß er nicht weiter reden kann.

Beim Sprechen fallen ihm manche Worte so schwer, gleich als wenn die Zunge zu schwer wäre.

Die Sprache ist Nachmittags derber und fester, als Vormittags.

Der Hals deuchtet ihm roh und wund.

200 Scharrig im Halse (Gr. – St.).

Drücken im Hals-Grübchen (Gr.).

Trockenheit im Halse, die durch Essen vergeht, Vormittags (Fz.).

Schleim, der fest und zäh ist, kömmt in den Rachen, und legt sich zugleich vor die hintern Nasen-Oeffnungen (n. 1 St.) (Fz.).

Bittere Trockenheit im Munde und Halse.

205 Bitterer Mund-Geschmack nach dem Tabak-Rauchen.

Der Rauchtabak beißt nur und schmeckt nicht.

Es schmeckt ihm Alles wie Heringslake.

Fader, fauler Geschmack der Speisen, auch im Munde für sich.

Schaler Geschmack des Bieres.

210 Ekel gegen mehre sonst willkommene Speisen, daß er sich hätte erbrechen mögen.

Das Mittags-Mahl genießt er nur, weil es eben Essens-Zeit ist, ohne eben hungrig zu seyn, mit vielem Wohlgeschmacke, doch ist das Brod ihm etwas bitter (Fz.).

Steter Durst; doch benimmt es ihm den Athem beim Schlingen des Getränkes, und er muß daher beim Trinken immer absetzen.

Zuweilen heftiger Hunger, zuweilen gar kein Appetit zum Essen.

Starker Appetit, und nach dem Essen, Drücken und Brechübelkeit im Magen, selbst ohne Bewegung.

215 Während des Mittag-Essens verschwinden fast alle Beschwerden; 2 Stunden nachher beginnen sie von neuem (Gr.).

Nach dem Mittag-Essen, Hitze im Gesichte, mit Zusammenfluß süßlichen Speichels im Munde und heftigem Durste (Fz.).

Nach dem Essen, Hitze im Gesichte und Hinfälligkeit (St.).

Jedesmal nach dem Essen, Schüttern in der Herzgrube, bei jedem Tritte.[168]

Nach dem Essen, Drücken und Spannen in der Herzgrube, jedes Mal.

220 Während des Essens, absetzendes stumpfes Drücken über und neben der Herzgrube (Gr.).

Nach dem Essen, Drücken am Magen.

Nach dem Essen, Drücken im Magen, mit Gefühl von äußerster Ermattung und Hinfälligkeit, bei großem Durste (n. 31/2 St.) (Fz.).

Nach geringem Frühstücke, Druck in der Magengegend, nach dem Unterleibe zu, als hätte er zu viel gegessen.

Gleich nach dem Mittag-Essen, Aufgetriebenheit des Leibes, als hätte er zu viel gegessen (Gr.).

225 Nach dem Essen, Umgehn im Leibe, wie von einer Purganz.

Nach dem Essen, Drängen zum Stuhl und Noththun, mehr in den obern Därmen.

Nach dem Essen, hypochondrische Niedergeschlagenheit; es preßt im Unterleibe heran und er fühlt sich äußerst schwach am Körper und Geiste (n. 6 St.) (Fz. – St.).

Nach Tische, während des Stehens, ganz hinfällig in den Knieen, dabei schläfrig und unaufgelegt zu jeder Verrichtung (Fz.).

Nach dem Essen, schläfrig und unaufgelegt zur Arbeit.

230 Nach dem Mittag-Essen, unwiderstehlicher Hang zum Schlafen (Htn.).

Nach Tische Hüsteln, das den Hals angreift, als wenn er roh wäre (n. 31/2 T.) (Fz.).

Nach dem Essen, Rauhheit im Halse, mit tiefem Tone der Stimme (Fz.).

Nach dem Essen, Aufstoßen, welches im Halse brennt.

Aufstoßen, nach Getränken und flüssigen Genüssen.

235 Leeres Aufstoßen, früh (Gr.).

Aufstoßen mit krampfhaftem Schmerze m Magen.

Schlucksen (Fz.).

Aufsteigen von Feuchtigkeit in den Mund, an der er sich verschlückert, öfters wiederholt (Gr.).

Es kömmt ihm eine Menge Flüssigkeit in den Mund und Rachen, welche ein Uebelkeits-Gefühl auf der Brust verursachte (Fz.).

240 Sood-Brennen, nach Suppe, wie saure Luft im Schlunde, zusammenziehender Empfindung.[169]

Heraufbrennen aus dem Magen, bis in den Hals.

Uebelkeit, früh, mit Nüchternheits-Gefühl im Magen.

Früh, starke Uebelkeit.

Gegen Abend, starke Uebelkeit, beständiges Wasserzusammenlaufen im Munde, und endlich Erbrechen, mit nachfolgender starker Säure im Munde.

245 Uebelkeit (mit Brechwürgen) im Schlunde, nach Trinken kalten Wassers bald wieder zurückkehrend, mit Erbrechen desselben unter Schmerz, als würde der Schlund durch einen großen Ball auseinandergepreßt.

Sehr wabblicht in der Herzgrube, außer der Essens-Zeit, mit Bangigkeit, wie von Verrenkung, doch ohne eigentliche Brech-Uebelkeit, bei gutem Mund-Geschmacke und guter Eßlust.

Erst, wie nüchtern in der Herzgrube, dann Drücken im Magen den ganzen Tag, und (wie verhinderter) Abgang von Blähungen von oben nach unten, bei Mangel an Appetit.

Magen-Drücken von Nachdenken und Kopf-Anstrengung.

Langsam absetzendes, empfindliches stumpfes Drücken in der Herzgrube (Gr.).

250 Drückend ziehender Schmerz unter der Herzgrube, im Gehen (n. 101/2 St.) (Fz.).

Beim Gehen im Freien, weicher Druck mit Ziehen in der Herzgrube, welcher nach dem Essen verschwindet (n. 12 St.) (Fz.).

Zusammenziehender heftiger Magen-Schmerz, durch Bücken erleichtert, durch Heben des Armes aber und beim Wenden des Körpers sehr verschlimmert.

Stechen in der Herzgruben-Gegend, links, beim Einathmen und Gehen vermehrt, und bei erneutem Gehen wieder beginnend (Gr.).

Scharfe Stiche in der Herzgruben-Gegend, und wie von da nach dem Kreuze durch (Gr.).

255 Beim Einathmen starke Stiche in der Herzgrube.

Beim Ein- und Ausathmen, zusammenpressende, schmerzhafte Nadelstiche in der Herzgrube, in keiner Lage, noch durch Berührung vergehend (n. 4 St.) (Lgh.).

Schneiden in der Herzgruben-Gegend (Gr.).

Gluckern und Gähren in der Herzgrube (Gr.).

In den Hypochondern, bald rechts, bald links, Stechen beim Einathmen (Gr.).[170]

260 Im linken Hypochonder, Stiche.

Stumpfe Stiche in der Milz-Gegend, theils wie in der Brust, theils wie in der Bauchhöhle (Hrm.).

In der Leber-Gegend, Drücken, eine Stunde nach dem Essen.

Um den Nabel, Schmerz, als würde ein stumpfer Pflock in die Eingeweide eingedrückt (Gr.).

Stumpfer Druck gleich unterhalb des Nabels, beim Aufdrücken und Einathmen verschlimmert, bald nach dem Essen (Gr.).

265 Drücken in der Nabel-Gegend, als wenn sich da etwas Hartes gebildet hätte, mit Gefühl beim Athmen und Sprechen, und besonders beim Husten, als wollte der Bauch zerspringen; beim Darauffühlen schmerzte es, wie Drücken und Spannen.

Harter Druck auf einer kleinen Stelle über und unter dem Nabel, und in der linken Bauchseite (Hrm.).

Stöße, wie von einem stumpfen Werkzeuge, rechts neben dem Nabel (n. 6 St.) (Gr.).

Stiche, die sehr empfindlich und stumpf sind, links neben dem Nabel (Gr.).

Absetzende, stumpfe Stiche auf dem Nabel (Gr.).

270 Stumpfe Stiche in der Bauchhöhle, unweit des Nabels (Hrm.).

Stumpfe, tiefdrückende Stiche an den linken Spitzen der Darmbeine (Gr.).

Empfindliches, scharfes Stechen, daß er zusammenfährt, rechts über dem Nabel (Gr.).

Einzelne starke Stiche an den linken Spitzen im Unterbauche.

Es zuckt ihm plötzlich wellenförmig, wie ein Blitz in den Unterleib herab (Gr.).

275 Ein schneller Schnitt, rechts im Unterleibe.

Schneidendes Kneipen im Unterleibe, wie von Blähungen, oder von Verkältung, mit Stuhldrang (n. 4 u. 22 St.) (Lgh.).

Mehr schneidende, als kneipende Kolik-Anfälle, wenn Blähungen sich im Unterleibe versetzen.

Kneipen und Klemmen im Unterleibe (n. 12 St.) (Fz.).

Klemmender Schmerz im Unterbauche, wie in den Gedärmen (n. 7 St.) (Hrm.).

280 Kneipendes Zusammenziehen auf einer kleinen Stelle links neben dem Nabel, beim Einathmen (n. 1/2 St.) (Htn.).

Schmerz, als wenn sich im Unterleibe etwas zusammenwickelte, mit Pressen darnach (n. 32 St.) (Lgh.).[171]

Die Eingeweide schmerzen, wie krampfhaft verkürzt, beim Zurückbiegen, Vormittags.

Aeußerlich, an der rechten Bauchseite, unter den kurzen Ribben, taktmäßiges, brennendes Nadelstechen (Gr.).

In den Muskeln der linken Bauchseite, gleich unter den kurzen Ribben, flüchtige, kurze Stiche (Gr.).

285 Im Schaamberge, Reißen.

Ueber dem Bauchringe, absetzendes, dumpfes, Herausdrücken (Gr.).

Immerwährendes Knurren im Unterleibe, besonders in der Nabelgegend.

Immerwährendes Knurren und Kneipen im Bauche (Gr. – Hrm.).

Stuhl-Drang, öfters des Tages, ohne daß er etwas los werden kann, viele Tage.

290 Anregung zum Stuhle, täglich 3 mal; es that ihm Noth, und wenn er sich dazu setzte, war stets der Trieb weg; der Mastdarm that seine Schuldigkeit nicht, und er mußte, so weich auch der Koth war, doch sehr drücken.

Nöthigung zum Stuhle, ohne daß er etwas verrichten kann; es ist ihm, als wäre im Mastdarm alles eingepfropft (Fz.).

Steter Drang zum Stuhle, und, da die Ausleerung nicht gleich erfolgt, ein schmerzhaftes Drehen und Winden in den Gedärmen, quer durch den Unterleib (Htn.).

Täglich 2, 3 Stühle gewöhnlicher Art, die aber jedes Mal schwierig abgingen.

Er mußte oft zu Stuhle, es ging aber immer wenig auf einmal; erst weicher, dann harter Koth.

295 Stuhl von ganz blasser Farbe (n. 48 St.).

Durchfall wässerichten Stuhles, oft und doch mit viel Anstrengung.

Beim Stuhlgange, Kneipen im Unterbauche (n. 1/2 St.) (Hrm.).

Bei und besonders nach der Stuhl-Ausleerung, stumpfer, durch Einathmen vermehrter Druck in den Bauch-Muskeln, gleich unterhalb des Nabels (Gr.).

Nach dem Stuhlgange, Gähnen und Aufstoßen.

300 Im After, öfteres Jücken.

Die Aderknoten am After werden kleiner und schmerzen nicht mehr, außer beim Anfange des Gehens wund (Heilwirkung.).

In der Harnröhre Jücken.[172]

Steter Reiz zum Harnen.

Oefteres Drängen zum Harnen und wenig Urin-Abgang (d. ersten 4 St.) (Lgh.).

305 Er muß Nachts zum Harnen aufstehen, und kann zur gewohnten Zeit doch wieder harnen (Gr.).

Früh, nüchtern, öfteres Lassen wasserhellen Urins (Gr.).

Oefteres Lassen wasserhellen Harnes in geringerer Menge (St.).

Der Harn ist gleich beim Lassen trübe, setzt einen schmuzigen Satz ab und bekömmt beim Umschütteln Lehmfarbe (Hrm.).

Längs der Ruthe, Schmerz, wie ein Schnitt.

310 Am Hodensacke anhaltendes wohllüstiges Jücken, das den Geschlechtstrieb erregt (n. 2 St.).

Geschlechtstrieb, früh nach dem Erwachen, mit Anschwellung der Ruthe (Htn.).

Arger Geschlechtstrieb.

Unaufregbarkeit des Geschlechtstriebes (d. ersten 10 Tage.).

Ausfluß von Vorsteherdrüsen-Saft bei schwerem Stuhlgange.

315 Bei gutem Stuhle, Abgang von Prostata-Saft.

Abgang von Vorsteherdrüsen-Saft nach Harnen.

Samenergießung, Nachts, ohne geile Träume (n. 27 St.) (Lgh.).

Nach Beischlaf, Jücken am After.

Niesen (Gr.).

320 Verstopfung hinten in der Nase, wie durch vielen Schleim (Fz.).

Stock-Schnupfen.

Heftiger Schnupfen, von vierwöchentlicher Dauer.

Starker Schnupfen, Abends (n. 48 St.) (Fz.).

Arger Schnupfen, mit Schnupfen-Fieber; sie konnte sich nicht erwärmen, bei Hitze im Kopfe und Eiskälte der Hände und Füße, im warmen Zimmer; darauf trockne Hitze, Flechsen der Beine wie zu kurz, Wadenklamm und Unruhe am Herzen (d. 8. T.).

325 Nach öfterem Niesen, heftigster Fließ-Schnupfen, mit Augen-Thränen.

Rauh im Halse.[173]

Rauh im Halse, nach dem Essen, mit tiefem Tone der Stimme (Fz.).

Hüsteln nach dem Essen, das den Hals angreift, als wenn er roh wäre (n. 3 T.) (Fz.).

Arger Husten nach dem Essen, mit Wegbrechen des Genossenen.

330 Husten, fast bloß die Nacht, und stärker am Tage.

Mehre Nächte, stärkerer Husten, als am Tage.

Nacht-Husten, mit Kratzen im Halse.

Früh-Husten.

Schon früh um 4 Uhr, und sonst mehrmals des Tages, angreifende Husten-Schauer, Stunden lang (n. 14 T.).

335 Abends, im Bette, angreifender Husten, der das Blut nach dem Kopfe treibt.

Husten, mit Schmerz im Hinterkopfe.

Husten, bei dem es in der Stirn oder in der Kopfseite sticht.

Beim Husten und tief Athmen, Druckschmerz oben auf dem Scheitel.

Husten, mit Gähnen nach dem Anfalle.

340 Husten, mit (meist vergeblichem) Reiz zum Niesen.

Husten, der mit Kriebeln in der Luftröhre und mit Erstickung anfangt.

Periodische Husten-Anfälle, doch nur am Tage, daß er ganz außer Athem kömmt; alle 3, 4 Stunden.

Erschütternde Husten-Anfälle, wie von Keichhusten, von jedem Sprechen erregt.

Erschütternder Husten, der ihn (Nachts) nicht schlafen läßt.

345 Kurzer Husten, meist Nachmittags, mit Auswurf einer aneinanderhängenden graugelben Masse.

Kurzer Husten mit Eiter-Auswurf.

Er hustet Blut aus (d. 4. T.).

Athem kurz; es dämpft ihn in der Gegend des Brustbeins.

Kurz-Aethmigkeit, vorzüglich nach dem Essen und auch im Sitzen.

350 Engbrüstigkeit, Brustbeengung (n. 10 St.).

Brust-Beklemmung mit Weinen, das dieselbe erleichtert.

Beklemmung auf der Brust, mit innerlicher Angst und Hitze.

Beängstigung in der Gegend des Brustbeins, ohne Schmerz, als wenn er nicht im Zimmer bleiben könnte, sondern hinaus in die freie Luft und sehr thätig seyn müßte.

Unruhe in der Brust, wie am Herzen, vorzüglich Vormittags (d. 4. T.).[174]

355 Beklemmung auf der Brust beim Ausathmen, mit Drücken vorn auf dem Brustbeine (n. 11/2 St.) (Fz.).

Drücken auf der Brust, wie Beklemmung, nach der Gegend der Achselhöhlen hin, mit erschwertem Athem (n. 24 St.) (Hrm.).

Vorzüglich im Sitzen, Drücken auf der Brust, mit Vollheit, dessen er sich gern durch Erbrechen entledigen möchte (n. 10 St.) (Hrm.).

Druck über der rechten Brustwarze, nach innen zu (Hrm.).

Schneller Druck auf dem Brustbeine, wie von einem Schlage, beim Einschlummern am Tage.

360 Plötzlicher schneller Druck in der rechten Brustseite, nah an der Achsel, den er zugleich auf der entgegengesetzten Seite am Rücken fühlt, ohne Bezug auf das Athmen.

Stumpfes Drücken, oben am rechten Rande des Brustbeines (Gr.).

Dumpfes Drücken, wie von einem Pflocke, in der rechten Brustseite (Gr.).

Wellenförmiges Ziehen in der linken Brustseite (Gr.).

Wundheits- und Rohheits-Gefühl in der Brust, durch Einathmen vermehrt (sogleich.) (Gr.).

365 Empfindung eines wunden Fleckes in der Brust, unterm Brustbeine.

Reißen, mit etwas Drücken, an der linken Brustseite bis gegen das Herz herauf, als wollte es die ganze Seite zertrümmern, besonders beim Gebücktsitzen (n. 10 St.) (Fz.).

Einzelne starke Stiche in der Brust.

Arges Stechen, oben in der linken Brust, wovor sie lange nicht vom Sitze aufstehen konnte; darauf wie eine drückende Last an der Stelle.

Stumpfe Stiche in der linken Brustseite, eine Hand breit unter der Achselhöhle (Gr.).

370 Scharfe, pulsirende Stiche in der Brust, oberhalb des Herzens (n. 80 St.) (Gr.).

In der Herz-Gegend, ein Stich, Nachts, beim Einathmen.

Durch und durch fahrende Stiche am Herzen, jedes Mal zwei kurz auf einander folgende (Fz.).

In den Muskeln der Brust, Zieh-Schmerz.

Zuckende Empfindung im Brustmuskel, bei Bewegung des Armes.[175]

375 Aeußerlich, an den linken falschen Ribben, ein zuschnürender Nadelstich (n. 4 St.) (Lgh.).

Fressend jückende Nadelstiche an der letzten falschen Ribbe (Hrm.).

Jücken auf der Brust.

Im Kreuze, grobes Stechen (Gr.).

Im Rücken, beim Aufrichten im Sitzen, Steifheits-Schmerz, der beim Krummsitzen vergeht.

380 Rechts neben dem Rückgrate, im Schulterblatte, Schmerz, wie von anhaltendem Krummsitzen (Gr.).

Klammartiger Druck unter und neben den Schulterblättern, nach innen zu (n. 1/2 St.) (Hrm.).

Starker, stechender Druck dicht unter dem linken Schulterblatte, ohne Bezug auf Athmen (n. 11/2 St.) (Htn.).

Scharfes Stechen in der äußern Seite des linken Schulterblattes (Gr.).

Reißende Stiche neben dem rechten Schulterblatte, nach außen (Hrm.).

385 Stumpfe Stiche im linken Schulterblatte, die langsam wiederkehren und ein Reißen nach allen Seiten hin verbreiten (Gr.).

Schmerzhaftes Reißen zwischen den Schulterblättern (Htn.).

Kriebeln in den Schulterblättern, wie von Eingeschlafenheit oder von Ameisen (Gr.).

Zerschlagenheits-Schmerz, öfters, im rechten Schulterblatte und Oberarme, daß sie den Arm kaum heben kann (Gr.).

Aeußerliche feine und stumpfe Stöße, in kurzen Absätzen, an der rechten äußern Fläche des linken Schulterblattes (Gr.).

390 Knacken im Schulterblatte, beim Heben des Armes.

In den Nacken-Wirbeln, Knacken, beim Bücken.

Steifheit des Genickes.

Steifigkeit in den Nacken-Muskeln, mit dehnendem Schmerze, vorzüglich beim schnellen Bewegen des Kopfes nach Stillhalten desselben; bei steter Bewegung weniger (n. 52 St.) (Br.).

Zwei Tage nach einander, früh beim Erwachen, Steifigkeits-Schmerz des Nackens auf der rechten Seite, wo er gelegen hatte, bei der mindesten Bewegung, und vorzüglich beim Drehen des Kopfes nach der schmerzhaften Seite (n. 4, 5 T.) (Htn.).[176]

395 Beim Erwachen, Steifheit und drückendes Spannen im Nacken, im Hinterkopfe und zwischen den Schulterblättern, in Ruhe und Bewegung.

Auf der linken Seite des Nackens, dicht am Hinterhaupte, klemmender Steifheits-Schmerz, in der Ruhe, und die Bewegung des Kopfes nicht hindernd, noch dadurch vermehrt (n. 2 St.) (Htn.).

Stumpfes, absetzendes Drücken, wie von einer schweren Last, auf der rechten Seite des Nackens und auf der linken Schulter-Höhe, wie im Knochen (Gr.).

Rheumatisches Ziehen über den Nacken herab (Fz.).

Am Halse, zu beiden Seiten neben dem Kehlkopfe, harter Druck, der zuweilen das Schlingen erschwert (n. 2 St.) (Hrm.).

400 Schneller, stumpfer Druck, wie von einer Last, an der linken Seite des Halses (Gr.).

Langsam absetzendes Drücken in dem Winkel zwischen dem Halse und der Schulter-Höhe der linken Seite (Gr.).

Stechen, wie mit Nadeln, äußerlich, bald hie, bald da, am Halse (Gr.).

Absetzende, pochende Nadelstiche nahe am Halse und an der linken Brustseite (n. 31/2 St.) (Lgh.).

Oefteres Jücken am Halse (Fz.).

405 In beiden Achselgruben, kitzelndes Jücken, das zum Reiben nöthigt (n. 1/4 St.) (Gr.).

Kitzelndes Stechen, wie von Nadeln, unter den Achseln; von Reiben vergehend (Gr.).

In den Armen, beim Ausstrecken und Dehnen, empfindliches, schneidendes Spannen von den Gelenken an, die Muskeln der Beuge-Seiten herab, und beim Zurückbiegen derselben, in den Gelenken, besonders den Achseln, ein Knacken, mit Schmerz, als wären die Arme ausgerenkt (Gr.).

Einschlafen des linken Armes (Gr.).

Druck im rechten Arme, wie in den Muskeln und Knochen zugleich, mit Müdigkeit darin (Hrm.).

410 Reißen und Ziehen im linken Arme.

Im rechten Oberarme, von der Achsel bis zur Ellenbogenbeuge, rheumatisch ziehender Schmerz, mit Steifheits-Gefühl im Arme (Fz.).

(Krampfhaft) drückender Schmerz in den Muskeln der Ober-Arme,[177] beim Gehen im Freien und Abends im Sitzen (Lgh.).

Stumpfes Drücken, wie Mucken, am linken Oberarme, fast wie in der Knochenröhre, sehr empfindlich und absetzend (Gr.).

Schmerzliches Rucken am linken Oberarme, oberhalb der Ellenbogenbeuge (Gr.).

415 Schläge, wie mit einem schweren Körper, sehr empfindlich, auf der Mitte des linken Oberarmes (sogleich.) (Gr.).

Blüthchen mit rothem Hofe und Eiter an der Spitze, unten am Oberarme, mit schmerzhaftem, zum Kratzen reizenden Jücken bei Bewegung des Armes (n. 12 St.) (Lgh.).

In der Ellenbogen-Beuge des linken Armes, Drücken, welches den Arm wie schwer herabzieht, und die Bewegung desselben erschwert, beim Gehen im Freien (n. 13 St.) (Fz.).

In den Vorderarmen, bald hier, bald da, kurzes, schmerzliches Einwärtsdrücken (alsobald) (Gr.).

Drückender Schmerz in den Muskeln des rechten Vorder-Armes, beim Schreiben (n. 13 St.) (Lgh.).

420 Drückendes Kratzen auf dem Vorderarm-Knochen, in der Ruhe (Fz.).

Klammartiger Druck am linken Vorderarme, bei Berührung heftiger, und bei Bewegung zu reißendem Drucke erhöht (Hrm.).

Drückendes Ziehen auf der obern Fläche des linken Vorder-Armes (alsobald.) (Gr.).

Klammartiges Ziehen im rechten Vorderarme, vom Handgelenke nach dem Ellenbogen hin (Gr.).

Klammartiges Zucken im ganzen Umfange des Vorderarmes, eine Hand breit über dem linken Handgelenke (sogleich.).

425 Klammähnlicher heftiger Schmerz im linken Vorderarme und dem Handrücken, ohne Bezug auf Bewegung, Nachts im Bette (Gr.).

In der Handwurzel, Zucken in den Beuge-Flechsen.

In der Handfläche, einfacher Schmerz bei Bewegung derselben (Gr.).

Klamm-Schmerz in den Gelenken der rechten Hand, wo sich die Mittelhand-Knochen an die Fingerglieder anfügen (n. 1/2 St.) (Hrm.).[178]

Klamm-Schmerz in den Gelenken der linken Hand, wo der Zeigefinger mit dem Mittelhand-Knochen sich vereint (Gr.).

430 Klammartiges Ziehen in der Hand, in der Gegend des Mittelhandknochens des kleinen Fingers (Hrm.).

Klammartig zuckender, stumpfer Schmerz in den vordern Enden der Mittelhand-Knochen, ohne Bezug auf Bewegung (Gr.).

Absetzender, stumpfstechender Klamm-Schmerz auf dem äußern Rande der linken Hand, wo sich der kleine Finger mit seinem Mittelhand-Knochen verbindet (Gr.).

Krampfhaftes Zusammenziehen in der linken Hand, daß sie die Finger nicht gerade machen kann (Gr.).

Verrenkungs-Schmerz im Mittelhand-Knochen des kleinen rechten Fingers.

435 Schmerzliches Mucken zwischen dem Mittelhand-Knochen des linken Zeige- und Mittelfingers, gleich hinter den Knöcheln (Gr.).

Starkes Schneiden am Mittelhand-Knochen des rechten Zeigefingers (Htn.).

Ein drückend krampfhafter Schmerz in den Muskeln quer über den Rücken der linken Hand (n. 1/2 St.) (Lgh.).

Drückendes Reißen auf dem Handrücken (n. 9 St.) (Fz.).

Nadelstechen auf dem linken Handrücken (Gr.).

440 Ein starker, langer, schmerzhaft reißender Stich im Ballen der rechten Hand (Htn.).

Scharfes, brennendes Stechen auf dem äußern Rande der linken Hand, wo sich der kleine Finger mit dem Mittelhand-Knochen vereint (n. 36 St.) (Gr.).

Starkes Trockenheits-Gefühl der Hände.

Trockne, heiße Hände.

Jückendes Stechen am äußern Knöchel der rechten Hand, das erst nach längerem, starken Rothkratzen vergeht (Gr.).

445 Nach nächtlichem Jücken in der hohlen Hand und zwischen den Fingern, wogegen starkes Reiben wohlthat, ohne es zu mindern, entsteht ein Blüthchen an der Seite des linken Zeigefingers, das sich den folgenden Tag öffnet und dann vergeht (Gr.).

Warzen über die ganzen Hände, selbst in den Handtellern.

In den Fingern der linken Hand, klammartiges Zucken nach dem Takte des Pulses, in den hintersten Gliedern (Gr.).[179]

Absetzender Klamm-Schmerz in den hintersten Gelenken des rechten Daumens und Zeigefingers (Hrm.).

Zusammenziehender Stich-Schmerz in den Muskeln des linken Daumens, durch Bewegung und Berührung vergehend (n. 2 St.) (Lgh.).

450 Reißen im kleinen Finger, öfters wiederholt (Gr.).

Wiederholtes Reißen im rechten Daumen, bis zum Ellenbogen herauf, wie bei Entstehung eines Finger-Geschwüres.

Taubheit der Finger.

Trockenheits-Empfindung an den Fingern und Händen.

Kitzelndes Jücken im kleinen Finger, Abends nach dem Niederlegen, nur durch starkes Reiben und Drücken gemäßigt, indem es nicht im Muskel-Fleische, sondern tiefer zu sitzen scheint (Gr.).

455 Eiterblüthchen am Zeigefinger mit rothem Hofe und stechendem, wohllüstigen Jücken, das sich in die ganze hohle Hand verbreitet; nach Drücken und Pressen, wozu das Jücken nöthigt, rothe und weiße Lymphe, und später entsteht ein Schorf, unter dem sich ein Eiterpfropf bildet; Abends entsteht ziehender Wundheits-Schmerz daran, und das Geschwür dauert 8 Tage (Gr.).

Im Hüft-Gelenke des rechten Beines, bei einer Bewegung im Sitzen, lautes Knacken (Gr.).

Verrenkungs- und Zerschlagenheits-Schmerz über der rechten Hüfte, beim Aufstehen vom Sitze, und anhaltend; auch beim Bewegen des Rumpfes im Sitzen; das Aufstehen ist dann unerträglich und er muß vorwärts gebückt gehen.

In den Beinen, hier und da, nach einem Spaziergange, Ziehen, Druck und Schwere-Gefühl, welches letztere durch Ausstrecken des Fußes sich mindert (Hrm.).

Unruhe in den Beinen, beim Sitzen, hinab und herauflaufend, an einzelnen Stellen schmerzliche Eindrücke machend, beim Gehen verschwindend und beim Sitzen wiederkehrend (sogleich.) ( Gr.).

460 In den Oberschenkeln empfindliches (spitzig) stumpfes Drücken, zuweilen in taktmäßigen Absätzen (Gr.).

Stumpfer Druck, wie von einem Pflocke, in den Gesäß-Muskeln des linken Oberschenkels (Gr.).

Klammartiger Druck im linken Oberschenkel, vorn und hinten (Hrm.).[180]

Heftiger Druck in der Mitte der äußern Seite des rechten Oberschenkels, bei jedem Pulsschlage, und stets mit einem starken Stiche (n. 101/2 St.) (Htn.).

Zuckendes Drücken an der Inseite des rechten Oberschenkels (Gr.).

465 Leises Zucken und Ziehen in den Oberschenkeln, besonders um die Kniee und in denselben, wie nach einer weiten Fußreise, mit schmerzlicher Unruhe, gleich einem zitternden Beben, im Sitzen (n. 3/4 St.) (Gr.).

Zieh-Schmerz an der äußern Seite des rechten Oberschenkels herab (Gr.).

Reißendes Zusammenziehen (Klemmen) an der Außenseite des linken Oberschenkels auf einer kleinen Stelle, mit nachfolgendem Unterköthigkeits-Schmerze (n. 11 St.) (Fz.).

Dumpfer Schmerz im linken Oberschenkel, gleich über dem Knie (Gr.).

Bohrender Stich in den Muskeln des rechten Oberschenkels, vorn unten (n. 10 St.) (Lgh.).

470 Brennendes Jücken an den Oberschenkeln, Abends.

Brennendes Nadelstechen, das zum Kratzen reizt, hie und da in den Muskeln der Oberschenkel (Gr.).

Jückendes Stechen am linken Oberschenkel, das nach Reiben vergeht (Gr.).

In den Knieen, so wie in den Muskeln ober- und unterhalb derselben, die heftigste Schmerzhaftigkeit nach langem Bücken (Gr.).

Im Knie, an der innern Seite, Drücken, beim Gehen (Fz.).

475 Drücken und Ziehen an der Inseite des Kniees, beim Gehen (Fz.).

Stumpfdrückendes Ziehen an der innern Fläche des rechten Kniees, beim Sitzen (Gr.).

Zieh-Schmerz im rechten Knie, wie unter der Kniescheibe, durch keine Lage verändert (n. 11/2 St.) (Htn.).

Schmerzliches Ziehen im linken Knie, beim Biegen desselben (im Sitzen); beim Ausstrecken vergehend (Gr.).

Zieh-Schmerz oberhalb der Kniee, im Sitzen, was im Gehen sich als bloße Schwäche zeigt (n. 1/2 St.) (Gr.).

480 Grobes Stechen im rechten Knie (Gr.).

Stumpfe Stiche oder Stöße, gleich unterhalb des rechten Kniees, beim Auftreten mit dem Fuße (Gr.).

Wund brennender Schmerz, wie geschabt, an der Außenseite des linken Kniees (Gr.).[181]

Stumpfer Wund-Schmerz oberhalb des Kniees beim Hochheben der Füße, mit schmerzlichem Schwäche-Gefühl um die Kniee, und klammartigem Schwäche-Gefühl um die Kniee, und klammartigem Kneipen zwischen der Kniekehle und Wade (Gr.).

Schmerzloses Schwäche-Gefühl oberhalb der Kniee, im Gehen, mit schmerzlichem Wehthun im Sitzen, wie nach starker Ermüdung der Beine (n. 1/2 St.) (Gr.).

485 Schmerzliche Unruhe um die Kniee, mit Gefühl von Steifheit, als wären diese Theile umwickelt oder eingespannt, im Sitzen (Gr.).

Wie Lähmung in den Knieen, mit Steifheit und großer Mattigkeit, daß er kaum gehen kann.

Jückender Ausschlag um die Kniee, bis zu den Waden.

In den Unterschenkeln, im Sitzen, Unruhe, als wäre alles lebendig darin und bewegte sich drehend in die Füße herab, die ihm schwer schienen und fast, als wenn sie einschlafen wollten (Gr.).

Schwere in den Unterschenkeln.

490 Ziehen in den Unterschenkeln herab, sehr oft, im Sitzen (Gr.).

Stumpfes, taubes Ziehen in den Unterschenkeln (Gr.).

Schmerzhaftes Ziehen in der Schienbein-Röhre (n. 3/4 St.) (Hrm.).

Rheumatisch ziehendes Drücken am Unterschenkel, quer über das Schienbein, bloß im Gehen, beim Strecken des Schenkels (Fz.).

Drückend stichartiger Schmerz, zuweilen mit Bohren in der Schienbein-Röhre und in den Unterschenkel-Muskeln (Lgh.).

495 Drückender Schmerz auf der linken Schienbein-Röhre im Sitzen, mit Unruhe des ganzen Gliedes, welche beim Heranziehen des Schenkels nachläßt (Fz.).

Reißender Druck an der vorden Fläche des Schienbeines, gleich über dem Fuß-Gelenke (Gr.).

Klammartiger Druck an beiden Waden, mehr nach außen, nach dem Schienbeine hin (n. 3 T.) (Hrm.).

Waden-Klamm, beim Gehen.

Schmerzliches Strammen in der linken Wade (Gr.).

500 Spann-Schmerz in der Wade, beim Gehen, als wären die Muskeln zu kurz, auch im Liegen, Nachts, bei Schlaflosigkeit.

[182] Klammartiges, absetzendes Ziehen in den Unterschenkeln von den Fersen bis in die Waden hinauf (Hrm.).

Zucken, höchst empfindlich und kurz absetzend, wie elektrische Schläge, im linken Schienbeine, gleich über dem Fußknöchel (Gr.).

Wellenförmiges Zucken hie und da in den Unterschenkeln (im Sitzen) (Gr.).

Oefteres Pulsiren und Zucken in den Muskeln der Unterschenkel (Fz.).

505 Stumpfe Stiche, die sehr empfindlich sind, ganz oberflächlich am Schienbeine, über dem Gelenke des rechten Fußes (Gr.).

Wund brennender Schmerz im Unterschenkel, oberhalb der Ferse (Gr.).

Brennschmerz auf einer kleinen Stelle in der Mitte des Unterschenkels, vorn und mehr nach außen zu (Gr.).

Brennen, wie von glühenden Funken, an den Unterschenkeln.

Im Fuß-Gelenke des linken Beines, Schmerz beim Auftreten, als hätte sie sich den Fuß vertreten.

510 Ziehschmerz im Fuß-Gelenke, wenn er sich setzt (n. 32 St.) (Fz.).

Ziehen über die äußern Knöchel herab, im Stehen, mit Schmerzhaftigkeit der Fußsohlen, daß ihm das Stehen sehr sauer wird (Gr.).

Krampfhaftes Krummziehen der rechten Fußsohle (Gr.).

Stumpfes absetzendes Drücken am innern Rande der Fußsohle (Gr.).

Klammartiger Druck an der linken Ferse (n. 30 St.) (Hrm.).

515 Reißend wühlender Schmerz in der Ferse, früh im Bette.

Schmerzliches inneres Rucken auf dem Rücken des Fußes (Gr.).

Stechen, wie mit Nadeln, auf dem linken Fußrücken (Gr.).

Brennen auf den Fußsohlen beim Sitzen (Gr.).

Kälte der Füße, früh.

520 Beim Gehen werden die vorher warmen Füße empfindlich kalt, und die kalten Füße noch kälter.

Kratziges Jücken, als würde er mit einem wollenen Tuche gerieben, auf dem Fußrücken (n. 6 St.) ( Fz.).

Von den Zehen bis an den Fußrücken, krampfhaft ziehende und reißende Schmerzen (Fz.).[183]

Reißen, während des Stehens, quer durch die Wurzeln der Zehen, bei Bewegung derselben vergehend (n. 5 St.) (Fz.).

Wiederholtes Reißen in der großen Zehe (Gr.).

525 Empfindliches, absetzendes Rucken in der rechten großen Zehe (Gr.).

Die Haut des Körpers ist unempfindlich gegen jückende Reize.

Allgemeines wohllüstiges Jücken über den ganzen Körper, das sich durch Kratzen immer weiter verbreitet.

Hie und da, an mehren Stellen, ein nicht jückender Reiz zum Kratzen, der hierauf sogleich verschwindet (Gr.).

Fressend stechendes Jücken, hie und da am Körper, besonders auf dem Rücken und den Oberschenkeln, mit Reiz zum Kratzen, wonach es nur auf kurze Zeit vergeht (Hrm.).

530 Brenn-Gefühl, hie und da auf der Haut, das zum Kratzen reizt und dadurch vergeht (Gr.).

Abends im Bette, Hitze in der Haut des ganzen Körpers, mit brennendem Jücken und Gereiztheit der Haut, wie durch vieles Kratzen entsteht; nach demselben brennt es noch ärger.

Brennendes Jücken an den leidenden Stellen, durch Kratzen verschlimmert.

Brennen und Stechen an der ehedem jückenden Schwinde.

Schmerz, wie Blutschwär, in den leidenden Theilen; er darf nicht daran rühren.

535 Stiche, äußerlich an mehren Stellen des Körpers, z.B. an den Brustmuskeln, der Stirn, der Handwurzel u.s.w.

Ziehende und drückende Schmerzen, fast in allen Theilen des Körpers.

(Jeder Theil, den er unbewegt liegen läßt, schläft ihm ein.)

Die Zufälle setzen immer 1, 2 Tage aus, und halten dann wieder ein paar Tage an, so daß in ihrem Verlaufe etwas Periodisches nicht zu verkennen ist (Gr.).

Im Sitzen ist es ihm wohl, aber Stehen verursacht ein unruhiges Wesen in den Untergliedern, als wenn sie herangezogen werden müßten, mit Aengstlichkeit (Fz.).

540 Bei ruhigem Sitzen fühlt er in den locker aufliegenden Armen, ja im ganzen Körper, das Schlagen des Pulses (nach einiger körperlicher Anstrengung) (Gr.).

Allgemeines Weh im Innern des ganzen Körpers.

Alle Flechsen des Körpers thun so weh, daß er nicht gehen kann, und beim Auftreten zusammensinken muß.[184]

Früh im Bette, beim ruhig Liegen, Zerschlagenheit aller Gelenke, mit Steifigkeit des Nackens und des Kreuzes, und Kopfweh in der Stirn und den Schläfen, was sich alles beim Aufstehen mindert.

In Absätzen wiederholtes Reißen durch Arme und Beine zugleich (Gr.).

545 Schwere im linken Arme und Beine, beim Gehen.

Von Klavier-Spielen wird es ihm schwer und voll im Körper.

Sie wird mager, ohne sich unwohl zu befinden.

Matt und hinfällig; das Gehen wird ihm Anfangs sauer und die Füße sind schwer; bei fortgesetztem Gehen mindert sich dieß Mattigkeits-Gefühl und es wird ihm wohler (St.).

Mattigkeit im Körper; er will sich immer legen oder setzen.

550 Höchste Mattigkeit, daß er kaum die Hände bewegen kann; er zittert bei jeder Bewegung.

Sehr matt beim Treppensteigen.

Auf einer kleinen Fußreise wird er so hinfällig, daß er kaum fort kann, und sich lange nachher (im Sitzen) nicht wieder zu erholen vermag (Gr.).

Nach einem kleinen Fußgange, der ihm sehr sauer wurde, so hinfällig, müde und abgespannt, daß er sich gleich sitzen muß und lieber liegen möchte, wobei ihm Auflegen des Kopfes und Schließen der Augen sehr wohl deuchtet (Gr.).

Alle Bewegungen verrichtet er mit größerem Nachdruck und stärkerer Ausdauer; die Muskeln ziehen sich weit kräftiger zusammen, aber die Bewegungen sind wie bei allzustraffen Fasern, oder wie aus Mangel an Feuchtigkeit in den Gelenken (n. 1 St.) (Fz.).

555 Lähmung an einzelnen Theilen (Matthiolus, a.a.O. – Dacosta, a.a.O.).

Lechzender, schmachtender Zustand, wie Lähmung, als sollte er zusammensinken, nach einer kleinen Fußreise, Nachmittags; Abends fühlt er in starkem Gehen, wobei er schwitzt, nichts von Müdigkeit (d. 6. T.) (Gr.).

Beim Stehen, Haltlosigkeit in den Beinen; beim Sitzen schmerzliche Schwäche in den Füßen (Gr.).

Müdigkeit der Glieder, wie von vielem Gehen, und Schläfrigkeit, wie von großer Schwäche (n. 9 St.) (Lgh.).

Abends zeitiger, als sonst, müde und schläfrig, und früh[185] möchte er immer schlafen und nicht aus dem Bette; auch nach dem Mittagessen treibt es ihn zum Schlafe (Gr.).

560 Nachmittags, beim Sitzen und Lesen, Schläfrigkeit und Mattigkeit, als ob er sich durch Geistes- oder Körper-Arbeiten allzusehr angestrengt hätte (n. 3 St.) (Lgh.).

Nach dem Mittags-Schlafe, anhaltende Trägheit; er kann kaum die Glieder bewegen und es verdrießt ihn, zu sprechen (Htn.).

Schlaf, Nachts, unruhig, mit öfterem Umherwerfen; er lag mit dem Kopfe bald zu hoch, bald zu tief, was ihm eine dumpfe Eingenommenheit des Kopfes verursachte (Br.).

Vor Unruhe kann er kaum eine Nacht um die andere etwas schlafen.

Nachts, schlaflos, bis früh 2 Uhr; er mußte sich stets rum und num wenden (d. 2te Nacht.).

565 Leiser Schlaf, mit öfterem Erwachen.

Er wacht Nachts zu halben Stunden, und schläft in den Zwischenzeiten gut und erquickend.

Fester Schlaf bis Vormittags 9 Uhr (d. 1ste Nacht.).

Nachts, sehr fester, tiefer Schlaf, und früh kaum zu ermuntern.

Schlummer, Tag und Nacht, bei großer Hitze und Durst, mit heiß anzufühlender Haut und Murren und Wimmern im Schlafe.

570 Er liegt stets in betäubtem Schlummer ohne Träume, und ist nach dem Erwachen ganz dumm, oft heiß anzufühlen, mit rothen Backen und kalter Stirne, obschon er über Hitze im Kopfe klagt; dabei arger Durst und wund schmerzende Trockenheit im Halse.

Er liegt Tag und Nacht, ohne zu schlafen, bloß in Träumen, voll ängstlich zu besorgender Tages-Geschäfte.

Traum, er solle predigen, ohne memorirt zu haben, daher ängstliches Nachsinnen, ohne mit der Sache zu Stande kommen zu können (Gr.).

Sehr lebhafte Träume voll Besonnenheit und Anstrengung des Geistes, daher beim Erwachen Zerschlagenheits-Kopfschmerz.

Lebhafte Träume, Nachts, die ihm im Tage vorkamen, als wäre es ihm wirklich im Wachen geschehen; die ersten Tage, als wäre es längst, die folgenden aber, als wäre es erst kurz zuvor geschehen.[186]

575 Lebhafte Träume von alten Begebenheiten.

Die Träume sind Nachts mit Gegenständen seiner projektirenden Ideen gemischt (Fz.).

Träume von Feuer, bei sonst gutem Schlummer (Gr.).

Aengstliche Träume von Feuersbrunst (Br.).

Traum, er röche Schwamm- und Schwefel-Geruch, und beim Erwachen fortdauernde Täuschung, als röche er denselben wirklich.

580 Er träumt, im Gesichte voll weißer, häßlicher Blattern zu seyn (n. 21 St.) (Lgh.).

Sie träumt von ekelhaften Krankheiten Anderer.

Träume von Leichen, von einer nahen Gruft oder einem jähen Abhange.

Aengstliche Träume voll Gefahr.

Er schreit ängstlich im Schlafe.

585 Abends im Bette, während des Wachens, Zusammenfahren, wie durch Schreck (n. 15, 16 St.) (Lgh.).

Früh, nach dem Erwachen, treibt ihn Aengstlichkeit aus dem Bette.

Nachts, im Bette, Verlängerung der Zähne mit drückendem Schmerze.

Arges Ziehen im Unterleibe und den Gliedern, mit Brennen hinterher, dann beim Befühlen Schmerz in den Knochen, daß sie davor nicht schlafen konnte.

Durchfall Nachts, und darauf Leib-Verstopfung.

590 Er kann Nachts nicht lange auf einer Seite liegen, weil ihn dann die Arme wie zerschlagen schmerzen (Gr.).

Wadenklamm, Nachts.

Zucken mit Mund und Fingern im Schlafe.

Nach dem Mittags-Schlafe, mehrminütlicher Frost (d. 1. T.).

Oft, augenblickliches Gefühl, als wollte ihn frieren (Gr.).

595 Anhaltendes Frieren, selbst in der warmen Stube (Gr.).

Die freie Luft ist ihm zuwider und zu rauh.

Frostigkeit mit Appetitlosigkeit (Gr.).

Früh, ein paar Stunden, Frieren in den Gliedern, daß er zittert (Gr.).

Frost-Zittern am ganzen Körper, nur in der Sonne ist ihm warm (Gr.).

600 Es überläuft sie zu wiederholten Malen eiskalt (Gr.).

Frost-Gefühl an Händen und Füßen (Fz.).[187]

Frost-Schauder über den ganzen Körper, als hätte er sich im Nassen erkältet (Lgh.).

Fieberschauder am ganzen Körper, mit Hitze im Gesichte, ohne Durst, in allen Lagen (n. 11/2 St.) (Lgh.).

Fieberschauder über den ganzen Rücken, wie von Begießung mit kaltem Wasser (Lgh.).

605 Nachmittags, große fieberhafte Unruhe, wie beim Schnupfen, und Mattigkeit, mit Zittrigkeit in den Gliedern (Fz.).

Hitz-Gefühl und Hitze im Gesichte und den Handtellern, ohne Durst (Fz.).

Nachmittags schnell vorübergehende Hitze im Gesichte und dem Gehirne, mit Backenröthe (n. 8 St.) (Fz.).

Alle Nachmittage um 4 Uhr, Gesichtshitze, mit Uebelkeit und Schwere im ganzen Körper; sie muß sich legen; von Essen wird es besser.

Er klagt große Hitze, ohne daß er heiß anzufühlen ist (n. 10 T.).

610 Sehr heiß am ganzen Leibe, und doch klagt er über Frost.

Heiße Handflächen, bei kalten Handrücken.

Abends, nach dem Essen, schnell über das Gesicht sich verbreitende Hitze, ohne Durst und ohne Frost (n. 12 St.), nach einer halben Stunde mit Durst (Lgh.).

Aeußere Hitze mit großem Durste und dürren verbrannten Lippen.

Vorzüglich die Nacht große Hitze mit heftigem Durste, ohne Schweiß, daß er es nicht aushalten kann.

615 Am Obertheile des Körpers, große Hitze, mit Durst und Schweiß, bei ganz heißem Athem; doch klagt er über Frost, und es schüttelt ihn; die ehemals schweißigen Füße sind kalt.

Abends, zweistündige innere Hitze, mit kühlem Schweiße über und über, vorzüglich am Kopfe, bei kurzem Athem, Durst, und Mattigkeit im Unterleibe und in den Knieen, zum Umsinken.

Bei offenen Fenstern duftet er über den ganzen Körper, bei Durst nach Milch (Htn.).

Abends, bei offenen Fenstern, warmer Schweiß über den Bauch, den Rücken und die Stirne, bei mäßiger Wärme über den übrigen Körper (n. 12 St.) (Htn.).[188]

Klebriger Schweiß in den Handtellern, am stärksten in der linken Hand (Htn.).

620 Oefteres Erwachen aus dem Schlafe, mit allgemeinem Schweiße (n. 19 St.) (Lgh.).

Nacht-Schweiße.

Er schwitzt Nachts auf der Brust und dem Unterleibe.

Quelle:
Samuel Hahnemann: Die chronischen Krankheiten. 5 Bände, Bd. 2, Dresden, Leipzig 21835, S. 154-189.
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