[324] Weiss-Niesswurzel.

[324] (Die geistige Tinctur der Wurzel des Veratrum album.)


So viel auch die nachfolgenden Symptome andeuten, wie mächtig dieser Arzneistoff auf das Menschenbefinden eingreift, wie mächtig er es umändert, folglich wie viel Grosses wir von seiner richtigen Anwendung zu erwarten haben, so viel fehlt doch noch an einer vollständigen Ausforschung aller seiner Arzneisymptome, so dass Beigehendes nur als ein Theil seines Reichthums anzusehen ist.

Indess wollte ich doch wenigstens, so viel ich davon bis jetzt in Erfahrung habe bringen können, der Welt mittheilen, weil doch auch diess schon brauchbar ist.

Ich hätte wohl die von den ältern griechischen Schriftstellern aufgezeichneten Symptome zur Bestätigung der meinigen mit anführen können; ich vermied es aber, um den Schein, als wolle ich mit Literatur glänzen, zu vermeiden.

Indess ist so viel gewiss, dass die Alten nicht so viel Ruhm mit ihren Weissniesswurzel-Curen zu Anticyra und anderwärts in Griechenland hätten einerndten können, wenn sie nicht sehr viel damit ausgerichtet und nicht sehr viele Kranke mit diesem Arzneigewächse zur Gesundheit gebracht hätten.[325]

Unsre heutigen Aerzte wissen keinen guten Gebrauch von dieser so hülfreichen Arznei zu machen, und brauchen sie überhaupt nicht, da sie von ihr keine justam dosin, d.i. sie nicht Quentchen- und Lothweise geben können, ohne um's Leben zu bringen.

Und so müssen sie denn auch die Krankheiten, welche ohne diese Wurzel nicht geheilt werden können, ungeheilt lassen.

Welche Kraft diese Arznei zur Beförderung der Heilung fast eines Drittels von den Wahnsinnigen in den Irrenhäusern (wenigstens als homöopathisches Zwischenmittel) besitze, ahneten die Aerzte nicht, da ihnen unbekannt blieb, welcher besondern Art von Wahnsinn diese Wurzel entgegenzusetzen, und in welcher Gabe sie wirksam und doch ohne Nachtheil anzuwenden sei.

Da es keine schnelle und dauerhafte Heilung dynamischer Krankheiten, wie ich schon oft genug dargethan habe, geben kann, als durch die dynamische Kraft ähnliche Krankheitzustände selbst erzeugender Arzneisubstanzen, so darf man sich nur, unter Rücksicht auf die übrigen Symptome, vorzüglich mit den Wahnsinnsarten beifolgender Beobachtungen bekannt machen, um zu erfahren, bei welchen unter den Manieen die Weissniesswurzel mit gutem Erfolge homöopathisch anzuwenden sey.

In der Gabe dürfen wir die Alten nicht nachahmen. Es wurden zwar viele von ihren Kranken geheilt, es starben aber auch nicht wenige unter ihren ungeheuern Gaben. Denn schon damals, wie noch bis heutigen Tag, herrschte in der Arzneikunst der Wahn, dass den Krankheiten eine krankmachende Materie im Körper zum Grunde liege, sie folglich ohne Ausfegung dieses (eingebildeten)[326] Krankheitstoffs nicht geheilt werden könnten. Desshalb gaben die Alten ihre Weissniesswurzel zur Cur langwieriger Uebel fast nur in solchen Gaben (ein Quentchen und mehr in grobkörnigem, gesiebtem Pulver), welche ungeheures Erbrechen und zuletzt auch Purgiren von unten erregen konnten, und gelangten (geblendet durch jene Theorie) selbst durch die Fälle, wo die Kranken, auch ohne Erbrechen oder Purgiren von der Niesswurzel zu erleiden, dennoch von ihrer Krankheit genassen, immer nicht zu der Ueberzeugung, dass die Heilungen überhaupt auf eine ganz andre Weise zugingen, als mittels Ausführung von oben und unten.

So ist es auch ganz unwahr, dass die Gemüths- und Geistes-Kranken überhaupt ungeheuere Arzneigaben brauchten und vertrügen, wie sich noch jetzt unsre Aerzte einbilden. Die allopathisch und unpassend gewählten Arzneien scheinen zwar, auch in grossen Gaben, den gröbern Theil des Organisms und die allgemeine Gesundheit solcher Kranken wenig anzugreifen. In solchen Krankheiten leidet aber auch die allgemeine Gesundheit überhaupt am wenigsten, und die Personen sind von dieser Seite oft sehr robust; grösstentheils hat sich das Uebel auf die feinen, unsichtbaren, durch keine Anatomie zu entdeckenden Geistes- und Gemüths-Organe (die der bloss geistigen Seele zum Medium dienen, den gröbern Körper zu regieren) geworfen. Diese feinen Organe leiden am meisten in diesen Krankheiten, diese sind am krankhaftesten verstimmt.

Wurden nun solchen Kranken unpassende, unhomöopathische (allopathische) Arzneien in grossen Gaben eingegeben, so litt freilich der massivere Körper davon wenig (man sahe oft von 20 Gran Brechweinstein kein Erbrechen u.s.w. erfolgen), aber dagegen[327] (was unsre Aerzte nicht bemerkten, wie sie denn überhaupt wenig zu bemerken pflegen) wurden die Geistes- und Gemüths-Organe desto stärker angegriffen: die Kranken verschlimmerten sich durch solche heftige, unpassende Mittel in ihrer Manie oder Melancholie auffallend, zuweilen bis zur Unheilbarkeit.

Dagegen ist es unwidersprechlich wahr, was bisher niemand ahnete, dass solche Geistes- und Gemüths-Kranke durch eben so kleine Gaben, als in andern, unpsychischen Uebeln gnügen, durch ganz kleine Gaben, aber nur des passend und völlig homöopathisch gewählten Arzneimittels, gar bald zur Gesundheit ihrer Geistes- und Gemüths-Organe, das ist, zur völligen Genesung und zur völligen Vernunft gelangen.

Ich habe von einer so weit verdünnten Weissniesswurzel-Tinctur, dass ein Tropfen ein Quadrilliontel eines Grans Kraft von dieser Wurzel enthielt, nie mehr, als einen einzigen Tropfen, oft nur einen sehr kleinen Theil eines solchen Tropfens zur Gabe nöthig gehabt, den man dem Kranken, wo nöthig, ihm unwissend, in seinem gewöhnlichen Getränke beibringen konnte – also ohne die mindeste Gewalt, die hier immer schadet, nöthig zu haben; vorausgesetzt, dass die übrige Lebensordnung so eingerichtet war, dass alle Bedingungen, die überhaupt zum gesunden Leben erfordert werden, dabei in Anwendung gebracht, und alle Störungen der Heilung von den fremdartigen, arzneihaft wirkenden Genüssen an bis zu den moralischen und psychischen Hinderungen auf das Sorgfältigste dabei vermieden wurden, wovon weitläufiger zu handeln, hier der Ort nicht ist.

Solche Paroxysmen von Schmerzen, welche die Weissniesswurzel in Aehnlichkeit selbst erzeugen[328] kann, und die den Kranken jedesmal auf kurze Zeit zu einer Art Delirium und Wahnsinn brachten, wichen oft der kleinsten Gabe der gedachten Auflösung.

Auch in Wechselfiebern, welche blos aus äusserer Kälte bestehen, oder doch nur mit bloss innerer Hitze und dunklem Harne vergesellschaftet sind, wird diese Wurzel oft nützlich angewendet, vorzüglich wo kalter Schweiss des Körpers oder doch der Stirne zugegen ist.

In mehren hypochondrischen Uebeln, so wie in gewissen Arten von Leistenbrüchen ist sie wenigstens als Zwischenmittel sehr brauchbar.

Jählinge, schlimme Zufälle von Weissniesswurzel nehmen einige Tassen starken Kaffees am sichersten weg. Sind aber drückendes Kopfweh mit Körperkälte und unbesinnlichem Schlummer die Hauptzustände, so ist Kampfer das Gegenmittel.

Ist ein ängstliches Aussersichseyn, mit Körperkälte, oder auch wohl brennender Empfindung im Gehirne begleitet, zugegen, dann dient Sturmhut. Die von Weissniesswurzel-Missbrauch übrigen langwierigen Uebel, z.B. das tägliche Vormitternacht-Fieber, tilgt die Chinarinde in kleinen Gaben am besten.

Unter den hier folgenden Symptomen der Weissniesswurzel scheinen einige der Nachwirkung (d.i. dem nach erfolgter Primärwirkung sich im Organism hervorthuenden entgegengesetzten Zustande) anzugehören, welches jedoch nur wiederholte Beobachtungen in's Licht setzen können.

Ich habe die positiven Wirkungen dieser Wurzel, selbst in kleinern Gaben, fünf und mehre Tage anhalten sehen.[329]

Weissniesswurzel.

Schwindel: es geht alles mit ihm um den Ring (n. 31/2 St.).

Ideenmangel.

Der Verstand verlässt ihn.

Düselig, es ist ihm, als wäre nichts Festes im Kopfe.

5. Früh, sehr düselig.

Seine Besinnung ist nur wie im Traum.

Mildes Delirium: kalt am ganzen Körper, bei offenen Augen, mit heiterm, zuweilen lächelndem Gesichte, schwatzt er von religiösen Dingen und von zu erfüllenden Gelübden, betet, und glaubt anderswo, als zu Hause, zu seyn (n. 1 St.).

Düselig, unausgesetzt, drei Tage lang.

Das Gedächtniss verlässt ihn.

10. Abgesetzt klopfendes Kopfweh (n. 6 St.).

Klopfendes Kopfweh über dem linken Auge, eine Viertelstunde lang (n. 1 St.).

Drückend klopfender Kopfschmerz.

Früh nach dem Erwachen, stumpfes Drücken im Wirbel des Hauptes.

Drückendes halbseitiges Kopfweh, zugleich mit Magenschmerz (n. 4 St.).

15. Kopfweh, als wenn das Gehirn zerbrochen wäre.

Anfallweise, hie und da im Gehirn[330] Schmerz, aus Zerschlagenheit und Drücken zusammengesetzt.

Zusammenschnürendes Kopfweh, mit zuschnürendem Schmerze im Schlunde.

Das Blut dringt stark nach dem Kopfe beim Bücken (n. 8 St.).

(Empfindung an der Schläfe herab, als ob ihm ein Tropfen Wasser dran herabliefe, doch nicht wie eine Kühlung).

20. Gefühl von Wärme und Kälte zugleich auf dem Kopfe, wobei ihm die Haare empfindlich sind.

Es friert ihn auf dem Wirbel des Kopfs und zugleich an den Füssen (n. 1 St.).

Jücken an der Stirne.

Kalter Stirnschweiss.

Die Pupillen sind geneigt, sich zu verengen.

25. Verengerung der Pupillen (n. 11/4 St.) mit fortwährendem zusammendrückendem Schmerze in den Augen.

Erweiterte Pupillen.

Sehr erweiterte Pupillen (n. 4 St.).

Gefühl von Schwäche in den Augen.

Mattes Ansehn der Augen mit blauen Ringen darum.

30. Verdrehte, hervorgequollene Augen.

Doppelsehen.

Eine Art Lähmung der Augenlider, sie deuchteten zu schwer, er konnte sie mit aller Anstrengung kaum aufheben.

Empfindung von Trockenheit der Augenlider.

Die Augenlider sind trocken, vorzüglich wenn er geschlafen hat; schmerzen, als wenn sie wund gerieben wären; sind starr und zusammengeklebt.

35. Aeusserste Trockenheit der Augenlider.

Heftiges Wasserauslaufen aus den Augen und schneidende Schmerzen, zugleich mit Trockenheitsgefühl und Hitze darin (n. 1/2 St.).

Lang anhaltendes, starkes Hitzgefühl in den Augen.

Die Augenlider kleben im Schlafe zusammen (n. 2 St.).[331]

Hitze in den Augen und dem Gesichte mit Backenröthe, wie von Anwehen eines heissen Dampfes.

40. Schmerzhafte Augenentzündung mit ungeheurem Kopfweh, wovor er die Nächte nicht schlafen kann (n. 6 Tagen).

Augenentzündung mit reissendem Schmerze.

Entzündung des Weissen im Auge mit reissendem Schmerze darin.

Kaltes, entstelltes Todtengesicht.

Blauliche Gesichtsfarbe.

45. (Zuckend kneipende Empfindung in den muskeligen Theilen des Gesichts) (n. 3 St.).

Ziehender und spannender Schmerz über die ganze rechte Seite des Gesichts und das rechte Ohr.

(Schweiss im Gesichte und in den Achselhöhlen beim Gehen).

Früh, ein Pressen im rechten Ohre (n. 2 Tagen).

Ohrenklingen.

50. Brausen in den Ohren, wie Wind und Sturm.

Gefühl, als wäre ein Fell über das Ohr gespannt.

Taubhörigkeit; das eine oder das andre Ohr ist verstopft.

Drückender Schmerz im Gehörgange.

Reissen im Ohrläppchen.

55. Scharfe Stiche dicht hinter dem linken Ohre und dem Kinnbacken.

Es riecht ihm vor der Nase wie Mist (n. 16 St.).

Empfindung, als wenn die Nase inwendig allzutrocken wäre, wie der Staub trockner Wege in der Nase hervor zu bringen pflegt (n. 3 St.).

(Nasenbluten im Schlafe, die Nacht).

Gefühl, als wenn die Nase inwendig geschwürig wäre.

60. Gefühl, wie von Zusammendrückung und Eindrückung des Nasenbeins.

Die Haut der Lippen springt auf.

Ein Brennen am Rothen der Oberlippe und etwas drüber.

Ausschlagsblüthe unweit des Mundwinkels, an der[332] Grenze des Rothen, welche schon für sich, noch mehr aber bei Berührung schmerzte.

Schaum vor dem Munde.

65. Er kann nicht reden.

Verschlossene Kinnbacken.

Stumpfes Drücken in den linken Kinnbackenmuskeln, wie ein starker Druck mit einem stumpfspitzigen Holze.

Schmerz der Unterkieferdrüsen, als wenn sie geknippen würden (n. 3 St.).

Wackeln der Zähne.

70. Krampfhafte Zusammenschnürung und Würgen im Schlunde, als wenn man eine unreife oder wilde Birne gegessen hätte.

Verengerung des Schlundes, wie von einer drückenden Geschwulst.

Brennen im Halse.

Scharrig im Halse.

Rauh im Halse.

75. Eine taube Empfindung am Gaumen, als wenn eine verbrannte Stelle geheilt und mit dicker Oberhaut bedeckt, oder als wenn der Gaumen mit einem Pfleumenhäutchen überzogen wäre.

Trockenheit im Halse, welche sich mit Getränken nicht tilgen lässt (n. 6 St.).

Abneigung vor warmen Speisen, und da er davon ass, schmeckte es ihm nicht, ob er gleich lange nicht gegessen hatte; dagegen Verlangen auf Obst.

Appetit auf Obst.

Verlangen auf Citronensäure.

80. Verlangen auf säuerliche Dinge.

Verminderter Geschmack; ein breiichter Geschmack im Munde (n. 1/4 St.).

(Beständig saurer Geschmack im Munde mit vielem wässerigen Speichelzusammenfluss).

Unschmackhafter Speichel, Geschmacklosigkeit im Munde.

Geschmack und Kühle im Munde und Halse, wie von Pfeffermünzkügelchen.[333]

85. Fauler, kräuterartiger Geschmack im Munde, fast wie Pestwurzel1 (n. 3 St.).

Beissender Pfeffermünzgeschmack im Halse, mit Gefühl, wie von aufsteigender Hitze aus dem Schlunde in den Mund, welche anhält und mit brecherlicher Uebelkeit sich vergesellschaftet.

Fauler Geschmack, wie Mist, im Munde.

Leeres Aufstossen (sogleich).

(Aufstossen, selbst nüchtern; saures Aufstossen Nachmittags).

90. Bittres Aufstossen.

Leeres Aufstossen, Abends nach dem Niederlegen im Bette, und drauf eine kratzige, scharrige Empfindung am Kehlkopfe, fast wie nach Soodbrennen (n. 12 St.).

(Aufstossen mit Geschmack des Genossenen).

Speichel läuft ununterbrochen aus dem Munde, wie Würmerbeseigen.

Während des Essens, Uebelkeit mit Hunger und Drücken in der Magengegend, welches gleich nach dem Essen verschwindet.

95. Auf das Frühstück entstand Brecherlichkeit, die nach Fleischessen Mittags verging (n. 12 St.).

Grosse Uebelkeit vor dem Erbrechen.

Brecherlichkeit mit galligem Geschmacke im Munde.

Erbrechen in zwei Anfällen, jeder zu drei bis viermaligen Erbrechen; auch in den halbviertelstündigen, freien Zwischenräumen zwischen den Brechanfällen dauerten die Uebelkeiten fort; das Gebrochne roch sauer2.

Erst Erbrechen von Galle, dann sehr zähen Schleimes.

100. Vor dem Erbrechen jedesmal Schauder über den ganzen Körper.[334]

Schon beim Anfange des Erbrechens muss er sich niederlegen, und nach Beendigung desselben ist er so entkräftet, dass die Oberschenkelknochen aus dem Hüftgelenke entweichen zu wollen scheinen.

Schlucksen.

Schlucksen, früh, bei gewohntem Tabacksrauchen (n. 24 St.).

Herzdrücken.

105. Klemmender Schmerz in der Herzgrube, mehr beim Gehen.

Magenschmerz, wie von Heisshunger.

(Gefühl von Schwäche des Magens mit innerlicher Kälte in der Magengegend und schwachem Drucke).

Heftiges Drücken in der Herzgrube, welches sich bis in's Brustbein, die Unterribbengegend und bis zu den Darmbeinen er streckt (n. 8 St.).

Nach mässiger Mahlzeit, beim Gehen, Stechen in der Gegend der Milz (n. 24 St.).

110. Spannender Schmerz in den Hypochondern, wie von Blähungen.

Um die Herzgrube, drückende und ziehende Schmerzen.

Schmerz in den Hypochondern und in der Brust wegen Mangel an Abgang von Blähungen.

Bald hie, bald da Schmerz im Unterleibe, als wenn es mit Messern darin schnitte (sogleich).

Minuten lang ziehend reissender Schmerz tief im Unterbauche, am meisten über dem Schaambeine (n. 1 St.)

115. Schneidende Bauchschmerzen (n. 12 St.).

Ganz in der Frühe (um 4 Uhr), schneidende Bauchschmerzen mit Durchfall.

Blähungskolik, welche bald hie, bald da die Gedärme und den ganzen Unterleib angreift; je später die Winde abgehen, desto schwieriger gehen sie fort (v. 6 bis 12 St.).

Die Därme thun wie zerschlagen weh, da sich die Blähungen weigern abzugehen.[335]

Schmerzlicher Druck in der Blinddarmgegend, wie von einer krampfhaft eingesperrten Blähung (n. 1 St.).

120. Häufiger Abgang von Blähungen (die ersten Stunden).

Die Winde gehen mit Gewalt von oben und unten fort.

Zucken in den Bauchmuskeln mit nicht unangenehmer Wärme in der Brust (n. 1/2 St.).

Vor dem Stuhlgange, eine Empfindung tief im Unterbauche, wie von einer bevorstehenden Ohnmacht.

Vor dem Stuhlgange ein Winden im Unterleibe und Rücken, und grosse Mattigkeit vorher, nach dem Stuhlgange kräftiger und leichter.

125. Bei der Ausleerung durch Stuhlgang eine Aengstlichkeit, mit Furcht vor einem Schlagflusse.

Mit Blähungen geht unvermerkt etwas dünner Stuhlgang ab (n. 4, 16 St.).

Schnelle, öftere weiche Stuhlgänge (die ersten St.).

Nach dem Mittagsessen gehen Blähungen ab, unvermerkt, mit flüssigem Stuhlgange; dann Durchfall scharfen Kothes mit Stuhlzwang (n. 1 St.).

Die Excremente sind scharf (n. 12 St.).

130. Brennen im After beim Stuhlgange (n. 12 St.).

Hartleibigkeit, Leibverstopfung wegen Härte und Dicke des Kothes (n. 3, 14 St.).

Ein Noththun und Nöthigen zum Stuhlgange im Oberbauche, und dennoch erfolgt der Stuhl nur schwierig oder gar nicht, gleichsam wegen einer Unthätigkeit des Mastdarms und als ob er an der wurmförmigen Bewegung der übrigen Därme keinen Theil nähme (n. 4, 15 St.).

Dumpfes Bauchweh von Auftreibung und Spannung des Unterleibes durch Blähungen, als wenn der Leib verstopft wäre, mit Unruhe.

Alle Ausleerungen sind unterdrückt3.

135. Durchfall mit Schmerzen während und nach dem Stuhlgange.

Anstösse von einem Leistenbruche.[336]

Bewegung, als wenn ein Bruch sich einklemmen wollte.

Beim Husten entstehen Stiche, welche aus dem Unterleibe, längs des Saamenstrangs, durch den Bauchring herausfahren (n. 3 St.).

Pressen gegen den After, mit blinden Hämorrhoiden.

140. Blinde Hämorrhoiden (n. 10 St.).

Harnbrennen.

Der wenige Harn ist gelb und trübe schon beim Lassen (n. 24 St.).

Schärfe des Urins.

Stich in der Mündung der Harnröhre, nach dem Harnen.

145. Kneipender Schmerz in der Harnröhre, ausser dem Uriniren.

Schmerz in der Harnröhre, als wäre sie hinter der Eichel zugeschnürt, mit vergeblichem Harndrange verbunden, da die Blase leer war (n. 24 St.).

Wundheit der Vorhaut.

Ziehender Schmerz in den Hoden.

Steifigkeiten des männlichen Gliedes.

150. Grössere Empfindung und Empfindlichkeit der Geschlechtstheile (n. 12, 15 St.).

Die lang unterdrückte Monatreinigung kommt zum Neumonde wieder.

Beim Flusse des (sechs Wochen ausgebliebenen) Menstruums, Kopfweh (Reissen?), vorzüglich früh, mit Brecherlichkeit; Abends vermindert sich das Kopfweh.


Schnupfen (n. 8 St.).

Katarrh auf der Brust, ohne eigentlichen (unwillkührlichen) Husten; der zähe Schleim muss durch Kotzen herausgebracht werden (n. 8 St.).

155. Im Halse ist es scharrig, wie Katarrh.

Kitzeln ganz unten in den Luftröhrästen zum Husten, mit leichtem Auswurfe (n. 1, 6 St.).[337]

Trocknes Hüsteln, von einem Kitzel in der untersten Gegend des Brustbeins erregt (sogleich).

Kitzel ganz unten in den Luftröhrästen zum Husten, ohne Auswurf (n. 24 St.).

Beim Husten, Beklemmung auf der Brust.

160. Bei der geringsten Bewegung, selbst zu Hause, kurzer Athem (eine Art Brustbeklemmung), welcher sich nur verliert, wenn man ganz still und ruhig sitzt.

Krampfhafte Zusammenschnürung der Kehle, bei verengerter Pupille.

Anfälle von Zuschnürung der Kehle, Erstickungsanfälle, mit hervorgequollenen Augen (n. 1/2 St.).

Es versetzt ihm den Athem.

Fast ganz verloschener, unmerklicher Athem.

165. Krampfhafte Zusammenziehung der Zwischen-Ribbenmuskeln nach der linken Seite zu, die den Athem hemmt (n. 3 St.).

Schmerzhafte Zusammenschnürung der Brust.

In der linken Brust wie Klamm zusammenziehender Schmerz, periodisch wiederkehrend (sogleich).

Viele Beklemmungen auf der Brust, und beim Athemholen ein Schmerz in der Seite, besonders früh beim Aufstehen (n. 5 Tagen).

Mehr nach dem Trinken, als nach dem Essen, klemmender Schmerz in der Gegend des Brustbeins.

170. Ein drückender Schmerz in der Gegend des Brustbeins nach Essen und Trinken.

Drücken in der Gegend des Brustbeins (n. 2 St.).

In Stich sich endigender Druck unter der letzten rechten Ribbe, am schlimmsten beim Athemholen (n. 24 St.).

Schneidender Schmerz in der Brust (n. 15 St.).

Schmerz unter den Ribben, vorzüglich beim Ausathmen.

175. Einige Anfälle des Tags von stechendem Schmerze in der rechten Brust, der das Athmen unterbricht.

In der linken Brust, auf einer kleinen Stelle, ein fein stechend klopfender Schmerz (n. 5 St.).

[338] Höchste Angst, die den Athem benimmt.

Heftiges Klopfen des Herzens, welches die Ribben hervortreibt; das Herz schlägt sehr hoch hervor und treibt die Hand weg – ohne Schmerz.

Schwere des Kopfs im Genicke; die Halsmuskeln wollen den Kopf nicht mehr halten.

180. Die Muskeln des Genicks sind wie gelähmt.

Rheumatische Steifigkeit des Genicks, welche, vorzüglich bei der Bewegung, Schwindel hervorbringt.

Rings um den Hals und an der Brust, ein Feinstechen, wie von Brennnesseln, welches beim Streichen mit der Hand sich lindert (mit Röthe und frieselartigen Erhebungen der Haut, die blos beim Befühlen für die Hand bemerkbar waren).

Schmerz äusserlich am Halse, als wäre da die Haut wund.

Es liegt ihm zwischen den Schulterblättern, auch im Sitzen; beim Wenden wird der Schmerz bedeutend zerrend.

185. Bei Bewegung fühlbarer, rheumatischer Schmerz zwischen den Schulterblättern und vom Genick bis zum Kreuze, welcher sich besonders beim Zustuhlegehen hervorthut.

Heftiger Druck auf den Schulterblättern, als wären sie zerschlagen und zerquetscht.

Nach dem Aufstehen vom Sitzen, bei der Bewegung, ein lähmiger und Zerschlagenheitsschmerz im Gelenke des Kreuzes und des Kniees.

Schmerz im Kreuze beim Gehen auf dem Ebenen hin, beim Sitzen nicht (früh).

Beim Bücken entstand im Kreuze ein Stich, welcher lange fortdauerte.

190. Beim Stehen, ein drückender Schmerz im Kreuze.

Auf der Achsel, ein schneidender Schmerz, wie ein einziger Schnitt.

Gichtartiger Schmerz in den dreieckigen Muskeln des Oberarms und im Kniee.

Die Arme sind lähmig schmerzhaft, wie zerschlagen, nur mit Schmerz und Anstrengung kann er sie aufheben und aufrecht erhalten.[339]

Lähmiger Zerschlagenheitsschmerz des linken Oberarms beim Ausstrecken.

195. Gefühl von Kälte der Arme beim Aufheben derselben.

Empfindung im Arme, als wenn er zu voll und geschwollen wäre.

Schmerz in der Mitte des linken Vorderarms, als würde der Knochen gedrückt.

Zittern im Arme, wenn man mit der Hand etwas fasset.

Zucken in der rechten Handwurzel und weiter nach dem Ellbogen zu.

200. (Eine trockne Schwinde auf der Hand zwischen Daumen und Zeigefinger).

Ein fressendes Jücken auf der innern Seite der Handwurzel (n. 24 St.).

Kriebeln in den Händen und Fingern.

Kriebeln in der Hand, als wäre sie eingeschlafen gewesen.

Aengstlichkeit erregendes Kriebeln in den Fingern.

205. Abgestorbenheit, Eingeschlafenheit der Finger (n. 1 St.).

Die zweite Reihe der Knochenröhren der Finger ist schmerzhaft beim Angreifen (n. 20 St.).

Rothe, unschmerzhafte Knötchen auf dem Rücken der Finger zwischen dem zweiten und dritten Gelenke (n. 20 St.).

Spannender Schmerz im Mittelfinger bei der Bewegung (n. 20 St.).

Schmerz, wie verrenkt, im Daumengelenke.

210. Brennend jückender Schmerz im ersten Gliede des kleinen Fingers, als wenn es erfroren wäre.

Schmerzhafte Lähmung, wie von allzu grosser Strapaze, in den Ober und Untergliedmassen, bloss bei Bewegung; er kann sich kaum fortschleppen.

Sehr beschwerliches Gehen, wie eine Lähmung, erst des rechten, dann auch des linken Hüftgelenkes.

Die Oberschenkel und Hüften wollen zusammenbrechen und thun weh, wie gelähmt.

Mattigkeit fast blos in den Oberschenkeln und Knieen.[340]

215. Schwankender Gang.

Knarren am Kniee.

Ein schneidender Schmerz, wie mit einem Messer, am Knie, überhingehend, als ein einziger Schnitt.

(Stechen im Knie und Fussknöchel) (n. 5 Tagen).

In den Knieen zieht's zuweilen im Stehen, Gehen und Sitzen.

220. Spannung in den Kniekehlen beim Stehen und Gehen, als wenn sie zu kurz wären.

Zerschlagenheitsschmerz in den Knieen beim Absteigen der Treppen (n. 4 St.).

Schmerzhaftes Zucken im rechten Knie.

Einzelnes, sichtbares, hohes Aufheben des Kniees im Sitzen (Nachmittags), alle viertel und halbe Stunden einmal, ohne Schmerzen; doch erschrak sie jedesmal dabei; Abends nach dem Niederlegen hörte es auf.

Gleichsam elektrische Erschütterungen, mit drauf folgendem Zerschlagenheitsschmerz im Knie und Ellbogen.

225. Schmerzen in den Füssen, besonders den Knieen, wie von grosser Ermüdung, als wenn grosse Steine daran gebunden wären; er muss sie der Erleichterung wegen bald dahin, bald dorthin legen (n. 48 St.).

Schmerz beim Auftreten gleich unter dem Knie im Knochen, als wäre er zerbrochen gewesen und noch nicht recht haltbar.

Schwerheitsschmerz der Unterschenkel, wie von Müdigkeit.

Schmerz in den Waden und dem Schienbein, als wollten sie zusammenbrechen.

Ein Kriebeln in den Unterschenkeln bis zum Knie; es wimmelt darin schmerzhaft.

230. Schwerheitsschmerz der Unterschenkel, als wenn ihnen eine Lähmung bevorstände, früh.

Ein abwärts reissender Schmerz im Schienbeine.

Klamm in den Waden.

Schnell schwellen die Füsse an und werden nach einigen Stunden wieder dünn.

Ein schnell hintereinander folgendes Zucken im[341] schwachen Fusse beim Stehen, aber nicht beim Gehen (n. 3 Tagen).

235. Kälte in den Füssen, als wenn kaltes Wasser in ihnen herumliefe, mit Zittern.

Beim Gehen, ein spannender Schmerz in den Ausstreckesennen der Zehen.

Ein Brennen im Fussknöchel.

In der grossen Zehe stechende Schmerzen (n. 5 St.).

Bringt das Podagra wieder hervor.

240. Fast brennendes Jücken unten in der linken Ferse, tief darin (n. 2 St.).

Fressendes Jücken in der Haut (n. 12 St.).

Hautausschläge, wie Krätze.

In einzelnen Stellen (Flecken) zusammengehäufte, schmerzhafte Blütchen.

Frieselausschlag, welcher, wenn man warm wird, auch bei Tage jückt (blos in der Gegend der Gelenke?); nach dem Kratzen brennen die Stellen, und es fahren Quaddeln auf, wie von Brennnesseln.

245. Ein Jücken, der Empfindung nach, in den Knochen drin.

Schmerz in den muskeligen Theilen des Körpers aus Drücken und Zerschlagenheit zusammengesetzt.

Empfindung in den Knochen, als wenn sie zerschlagen wären (n. 2 St.).

Flüchtige Stiche hie und da im Körper.

Ziehender Schmerz in den Gliedern.

250. Beim Starkgehen, ziehender Schmerz in den Gliedern, welcher beim Weitergehen verschwindet.

Beim Sitzen, reissender Schmerz in den Ausstreckemuskeln.

(Schmerz in den Gliedern, auf denen man liegt, als wenn das Lager steinhart wäre).

Drücken am Fussknöchel, als wenn der Knochen unmittelbar berührt und gedrückt würde, augenblicklich (n. 8 Tagen).

Steifigkeit der Glieder, vorzüglich Vormittags und nach dem Stehen.

255. Eingeschlafenheit der Glieder.

[342] Schmerz aller Glieder, als wenn sie durch allzu grosse Ermüdung erschöpft wären.

Langwierige Schwäche.

Die freie Luft greift ihn an, wie dem von einer acuten Krankheit Genesenden die freie Luft auffällt und beschwerlich ist.

Schwitzt leicht bei jeder Bewegung.

260. Ermattung, wie von allzu grosser Hitze der Luft.

Ohnmacht.

Langsame Bewegung des Körpers.

Schlaffheit der Muskeln.

Höchste Schwäche4.

265. An Kräften erschöpft, sinkt er zusammen.

Lähmungsartiges Sinken der Kräfte.

Schnelles Sinken aller Kräfte, welches zum Schlafen einladet, Vormittags.

Mattigkeit in allen Gliedern.

Hang, sich zu legen.

270. Früh, schläfrige Mattigkeit, welche ihn hindert, aus dem Bette aufzustehen.

Schlafbetäubung, wachende Schlummersucht.

Wachende Schlummersucht; das eine Auge steht offen, das andere ist zu oder halb zu, und er fährt öfters zusammen, als wenn er erschreckte (n. 1/2 St.).

(Nach dem Schlafengehen, Abends, bis fast Mitternacht, Aengstlichkeit und, bei wachender Schlummersucht, ziehende Bewegungen im Unterleibe, welche Sausen im Kopfe erregen.)

Schläfrigkeit mit schreckhaftem Zusammenfahren, welches ihn am Schlafe hindert; nachgehends fieberhafte Zufälle.

275. Abends, wenn er einschlafen will, Schweiss über und über.

Früh, etwas Schweiss, vorzüglich im Gesichte; auch am Tage zu Gesichtsschweisse geneigt.

Abends im Bette, gleich Hitze und Schweiss, doch mehr Hitze.[343]

Während des Schlafes legt er die Arme über den Kopf (die ersten St.).

Wimmern im Schlafe.

280. Lebhaft ängstliche Träume von Räubern; er wachte mit Schreck auf und glaubte dann noch, dass der Traum wahr wäre.

Traum, als wenn er heftig gejagt würde.

(Allzu tiefer Schlaf).

Gähnen.

(Nachts, Aufwachen mit vielem frostigen Zittern im rechten Arme).

285. Fieberhafte Bewegungen.

Der Puls sehr langsam und fast verschwunden (n. 4 und mehren St.).

Schauder, Griesseln in der Haut, z.B. des Gesichts (n. 2 St.).

Kalter Schweiss.

Kälte des ganzen Körpers.

290. Fieber5, mehre Tage wiederkehrend, zuweilen lange Zeit.

Tägliches Fieber, vor Mitternacht.

Abends, Hitze und Röthe im Gesichte (und Schauder am Körper), auch früh im Bette, Gesichtshitze.

Im Vorderkopfe und in der Stirne, Hitze, welche in erst warmen, dann anhaltenden kalten Stirnschweiss übergeht.

Röthe und Hitze des Gesichts mit leisem Fieberschauder.

295. Hitze und Röthe im Gesichte und Hitze der Hände, mit sorglosem, nur die nächsten Dinge um ihn herum achtenden Gemüthe, bei Schreckhaftigkeit (n. 1 St.).

Stillschweigen.

Er redet nicht, ausser wenn er gereizt wird, dann schimpft er.

Aergerlichkeit bei Veranlassungen (n. 4 St.).

Er sucht die Fehler an Andern auf (und rückt sie ihnen vor.)[344]

300. Drang und Lust zur Arbeit.

Geschäftige Unruhe.

Thätigkeit und Beweglichkeit, bei Verminderung der Schmerzen und Leidenschaften.

Ueberempfindlichkeit; erhöhete Geisteskraft.

Er ist übermunter, excentrisch, ausgelassen.

305. Zittern am ganzen Körper.

Furcht.

Muthlosigkeit, Verzweiflung.

Melancholie, mit Froste, als wenn er mit kaltem Wasser beschüttet würde, und öfterer Brecherlichkeit.

Betrübniss, Niedergeschlagenheit, Wehmüthigkeit, mit unwillkührlichem Weinen und Thränen der Augen und Neigung, den Kopf zu hängen.

310. Ueber das eingebildete Unglück ist sie untröstlich, läuft heulend und schreiend in der Stube herum, mit dem Blick auf die Erde gerichtet, oder sitzt sinnend in einem Winkel, jammernd und untröstlich weinend; Abends am schlimmsten; Schlaf nur bis 2 Uhr.

Er stöhnt, ist ausser sich, weiss sich nicht zu lassen (n. 2, 3 St.).

Angst, wie von bösem Gewissen, als wenn er etwas Böses begangen hätte.

Angst, als wenn er ein Unglück ahnete, als wenn ihm etwas Böses bevorstände.

Empfindung in seinem ganzen Wesen, als müsste es mit ihm nach und nach zu Ende gehen, doch mit Gelassenheit.

315. Sanft wehmüthige Stimmung bis zum Weinen (n. 24 St.).[345]

Beobachtungen Andrer.

Schwindel (Smyth, in Medical Communications, Vol. I.S. 107. – S. Ledelius, in Misc. Nat. Cur. Dec. III. ann. I. obs. 65.).

Schwindel: es geht alles mit ihm um den Ring im Kopfe (Greding, vermischte Schriften, S. 87.).

Ungeheurer Schwindel (Reimann, in Bresl. Samml. 1724. S. 535.).

Geistige Arbeiten wollen in der Dauer nicht vorwärts; es tritt bald ein Ideenmangel ein (E. Stapf, in einem Briefe).

(5) Rausch und Taumel (n. 24 St.) (Fr. Hahnemann).

Bis zum Taumel vermehrt sich das Kopfweh im Gehen, lässt aber beim Sitzen wieder nach (n. 2 St.) (J. Chr. Teuthorn, in einem Aufsatze).

Fast ganz vernichtetes Gedächtniss: er vergisst das Wort im Munde (Greding, a.a.O.).

Fast gänzliche Verschwindung der Sinne (Vicat, Plantes venen. de la Suisse, S. 167.).

Dumm im Kopfe mit Uebelkeit, zwei Tage lang (Fr. Hahnemann).

(10) Kopfweh (Ledelius, a.a.O.).

Kopfweh mit einiger Steifigkeit (Greding, a.a.O.S. 45.).

Kopfweh mit Erbrechen grünen Schleims (Greding, a.a.O.).

Kopfweh und Rückenschmerz mit Bauchweh und Brecherlichkeit (Greding, a.a.O.S. 85.).

Schmerzhafte Eingenommenheit des Kopfs, mit spannendem Drücken bald in den Schläfen, bald mehr im Scheitel, beim Geradesitzen und Stehen am heftigsten, beim Vorbücken aber, so wie beim Liegen auf dem Rücken, vermindert, mit mehr verengten Pupillen (Stapf, a.a.O.).

(15) Dumpf drückender Kopfschmerz, der sich von den Schläfen nach der Stirne zieht, durch Vorwärtsliegen vermehrt wird, durch Rückwärtsbeugen aber und äusseres Daraufdrücken vergeht, hingegen wiederkommt nach dem Aufrichten (n. 3 St.) (Teuthorn, a.a.O.).

[346] Plattdrückender Kopfschmerz im Scheitel, der bei Bewegung klopfend ward (Huld. Becher, in einem Aufsatze).

Innerliches Schneiden im Scheitel (n. 4 St.) (Carl Franz, in einem Aufsatze).

Einzelne Stiche in der Stirne, selbst im Sitzen (n. 4 St.) (Teuthorn, a.a.O.).

Der Kopf ist ihm so schwer, und es drehet sich darin alles in einem Kreise herum (Ledelius, a.a.O.).

(20) Brummen und Summen vorn in der Stirne, mit dumpfem, innerm Kopfschmerze (n. 4 St.) (Franz, a.a.O.).

Ziehender Schmerz im Kopfe und Kreuze (Greding, a.a.O.S. 87.).

Heftiges Kopfweh, mit Harnflusse (Greding, a.a.O.S. 80.).

Ungeheurer Kopfschmerz, welcher bei Erscheinung des Monatlichen verschwindet (Greding, a.a.O.S. 81.).

Erschütterung im Kopfe und Zucken im linken Arme, mit Blässe der Finger (Greding, a.a.O.S. 59.).

(25) Jückend fressender, anhaltender Stich auf dem Haarkopfe, der zum Kratzen zwingt (n. 101/2 St.) (Franz, a.a.O.).

Gefühl in den Haaren der rechten Kopfseite, als würde ein Büschel derselben elektrisirt, ein Kriebeln darin und wie Emporstreben derselben, mit einem leisen Schauder, der Haut unter diesen Haaren (n. 5 St. und ferner) (Stapf, a.a.O.).

Beim Kopfweh, eine schmerzhafte Steifigkeit im Nacken (Stapf, a.a.O.).

Zusammengezogene Pupillen (sogleich und n. 6 St.) (Becher, a.a.O.).

Sehr verengerte Pupillen, in den ersten sechs Stunden (Stapf, a.a.O.).

(30) Sehr erweiterte Pupillen (n. 4 St.) (Teuthorn, a.a.O.).[347]

Ungeheuer erweiterte Pupillen mit sehr merklicher Schwachsichtigkeit; er erkennt selbst nahe stehende Personen nicht, oder nur sehr langsam (Abends 7 Uhr) (n. 8 St.) (Stapf, a.a.O.).

Schmerz in den Augen (Greding, a.a.O.S. 34.).

Klagt Schmerz in beiden Augen und bewegt die Hände über den Kopf (Greding, a.a.O.S. 62.).

Drückender Schmerz im Auge, mit Mangel an Appetite6 (Greding, a.a.O.S. 58.).

(35) Nach kurzem Mittagsschlafe, Drücken in den Augenlidern, wie von allzu grosser Trockenheit derselben; darauf Wässern der Augen (n. 61/2 St.) (Stapf, a.a.O.).

Empfindliches Trockenheitsgefühl im obern Augenlide, als wäre Salz zwischen ihm und dem Augapfel, ohne bedeutende Röthe im Auge, Mittags nach Tische (Stapf, a.a.O.).

Schmerzhaftes, drückendes Stechen im obern Augenlide, am äussern Winkel (n. 10 St.) (Franz, a.a.O.).

Feine, scharfe Stiche in den Augenwinkeln (Franz, a.a.O.).

Innerlich in den Augenbedeckungen, ein feinstechendes Jücken (n. 2 St.) (Franz, a.a.O.).

(40) Der rechte Augapfel schmerzt am äussern Augenwinkel wie zerschlagen, in wiederholten Anfällen; beim Draufdrücken hört er auf, weh zu thun (n. 3 St.) (Franz, a.a.O.).

Oft Thränen der Augen, mit Röthe derselben, wie beim Schnupfen (n. 6 St.) (Becher, a.a.O.).

Hitze in den Augen mit Kopfweh (Greding, a.a.O.S. 63.).

Röthe des Weissen im rechten Auge (Greding, a.a.O.S. 39.).

Entzündung des rechten Auges (Greding, a.a.O.S. 58.).[348]

(45) Entzündung des rechten Auges, mit Fieberhitze (Greding, a.a.O.S. 36.).

Starke Augenentzündung (Greding, a.a.O.S. 63.).

Augen von wässerigem Ansehn, als wären sie mit Eiweiss überzogen (Teuthorn, a.a.O.).

Bläue des linken Auges mit öfterm Aufstossen (Greding, a.a.O.S. 62.).

Rückwärtsdrehung der Augen, so dass bloss das Weisse davon zu sehen ist, eine Stunde lang (Borrichius, Acta Hafn. VI. S. 145.).

(50) Funkeln vor den Augen (Greding, a.a.O.S. 35.).

Wenn er vom Sitze aufsteht, kommen schwarze Flecke und Funkeln vor die Augen; er konnte desshalb acht Stunden lang davor nicht aufstehen, sondern musste entweder sitzen oder liegen (n. 3 St.) (Teuthorn, a.a.O.).

Das Gesicht vergeht ihm; er kann nicht sehen (Borrichius, a.a.O.).

Gesichtsblässe (Greding, a.a.O.S. 63.).

Dunkelrothes, heisses Gesicht (Greding, a.a.O.S. 41. und 64.).

(55) Gesichtsröthe mit grossem Durste und Harnflusse (Greding, a.a.O.S. 42.).

Ausserordentliche Röthe und Hitze des Gesichts (Greding, a.a.O.S. 80.).

Brennen im Gesichte und am Kopfe (Conr. Gesneri, Epist. med. S. 69.).

Ein Jücken hie und da im Gesichte und hinter den Ohren, als wenn Blütchen da entstehen wollten (ohne sichtbare Röthe), mit Wundheitsgefühl hinter den Ohren (n. 28 St.) (Stapf, a.a.O.).

Kriebelndes (grieselndes) Jücken an verschiedenen Stellen im Gesichte, mehr beissend als stechend, worauf kleine rothe Blütchen hervordringen, mit rothem, hartem, erhabenem Rande und einem braunen, nachgehends gelbeiterigem Köpfchen, welche Anfangs unschmerzhaft sind, bei ihrer Reife aber wie wund bei Berührung schmerzen. (Franz, a.a.O.).[349]

(60) Dichter Frieselausschlag auf der Backe, mit Schmerz im Gesichte (Greding, a.a.O.S. 64.).

Kupferrother Ausschlag im Gesichte, um den Mund und das Kinn (Greding, a.a.O.S. 81.).

Mehrtägige Gesichtsgeschwulst (Greding, a.a.O.S. 49.).

Mittags, Zucken in der Wange, Funkeln vor dem linken Auge, Gesichtsblässe und Ohnmacht, dann Erbrechen einer Menge weissen Schaums – ein drei Tage lang wiederkehrender Unfall (Greding, a.a.O.S. 60.).

Stiche in der rechten Backe und der rechten Brust, bei Speichelflusse (Greding, a.a.O.S. 35.).

(65) Einzelne Stiche tief im linken Ohre (Teuthorn, a.a.O.).

Im rechten Ohre erst Gefühl, wie von einem kalten Hauche, hierauf grosses Hitzgefühl darin, dann wieder Kältegefühl, und so einige Mal abwechselnd (n. 26 St.) (Stapf, a.a.O.).

Wenn er vom Sitze aufsteht, so bekommt er gleich Sausen und Brausen vor den Ohren, und es ist ihm, als sähe er lauter Feuer vor den Augen, acht Stunden lang (n. 4 St.) (Teuthorn, a.a.O.).

Er klagt über Taubheit und Brustschmerz (Greding, a.a.O.S. 43.).

Unter dem rechten Ohrläppchen, beissendes Kriebeln und Jücken (Franz, a.a.O.).

(70) Auf der Nase, rothe Flecke (Greding, a.a.O.S. 38.).

Auf der Nase, dicht bei einander stehende Bläschen (Greding, a.a.O.S. 38.).

Blutfluss aus dem rechten Nasenloche (Greding, a.a.O.S. 58.).

Am linken Winkel des Mundes, Bläschenausschlag (Greding, a.a.O.S. 41.).

Rother Ausschlag um den Mund und am Kinne (Greding, a.a.O.S. 52.).

(75) Abends, trockne Lippen und Mund, nicht ohne Durst (n. 13 St.) (Franz, a.a.O.).

Bei Oeffnung der Kinnladen, stechender Schmerz[350] im Kinnbackengelenke, der ihn hindert, den Unterkiefer gehörig herabzuziehen (n. 4 St.) (Teuthorn, a.a.O.).

Beim Essen thun ihm alle Muskeln des Unterkiefers weh, wie zerschlagen, so dass er aufhören muss, zu kauen (Teuthorn, a.a.O.).

Im Unterkiefer, ein schmerzhaftes Knötchen, welches bei Berührung erst einen zusammenziehenden Schmerz verursacht, dann aber zu einem Eiterblütchen mit entzündetem Rande wird (Franz, a.a.O.).

Vorn am Unterkiefer, ein schründender Schmerz für sich (n. 9 St.) (Franz, a.a.O.).

(80) Die Drüsen des linken Unterkiefers schwellen an; zu gleicher Zeit innerliches Halsweh, besonders linker Seite, welches beim Schlingen eine Art Wurgen und Zusammenschnüren der Kehle verursacht, das auch kurze Zeit nach dem Schlingen fortdauert (n. 1 St.) (Becher, a.a.O.).

Ziehen und Drücken an der linken Seite des Halses (Franz, a.a.O.).

Zähneknirschen (Greding, a.a.O.S. 61.).

Geschwulst des Zahnfleisches und des Unterkiefers (Greding, a.a.O.S. 56.).

Grosser Zahn- und Kopfschmerz (Greding, a.a.O.S. 69.).

(85) Erst Zahnschmerz, dann geschwollenes, rothes Gesicht (Greding, a.a.O.S. 63.).

Bei Zahnschmerz und Entzündung der Mandeln, grosse Schwäche (Greding, a.a.O.S. 69.).

In den obern linken Backzähnen, Zahnschmerz, aus Drücken und Schwere zusammengesetzt, als wären sie mit Blei ausgegossen (Franz, a.a.O.).

Zahnschmerz erst drückend, dann beim Kauen sich endend in ein in die Zahnwurzel strahlendes Ziehen, selbst wenn er nur etwas Weiches zwischen die Zähne nimmt (Franz, a.a.O.).

Stammeln (S. Grassius, Misc. Nat. Cur. Dec. I. ann. 4. S. 93.).

(90) Sprachlosigkeit (Rödder in Alberti, Med. leg. Obs. 15.).[351]

Brennen auf der Zunge und im Schlunde (Gesner, a.a.O.).

Im Munde brennt's, als wäre er mit Pfeffer ausgerieben, doch ist er nicht trocken (n. 1 St.) (Stapf, a.a.O.).

Brennen im Halse (Bergius, Mat. med. S. 872.).

Entzündung im innern Munde (Greding, a.a.O.S. 36.).

(95) Hinten im Munde und Rachen, eine wärmliche Empfindung (Franz, a.a.O.).

Nach der Uebelkeit, erst Schmerz im Munde, dann starke Entzündung im Munde, zuletzt sehr rothe, geschwollene Zunge (Greding, a.a.O.S. 31.).

Trockenheit im Munde, am Gaumen, und Durst nach Wasser (Becher, a.a.O.).

Klebrig und Trocken im Munde, ohne besondern Durst (Stapf, a.a.O.).

Früh, nach dem Erwachen und Aufstehen, eine Stunde lang höchst lästiges Gefühl von Trockenheit im Munde und Klebrigkeit, ohne Durst, welches selbst nach dem Ausspülen des Mundes sich nur wenig mindert (n. 20 St.) (Stapf, a.a.O.).

(100) Mit Trockenheit und Klebrigkeit im Munde abwechselnde Wässerigkeit (n. 24 St.) (Stapf, a.a.O.).

Es läuft ihm viel geschmackloses Wasser im Munde zusammen (Stapf, a.a.O.).

Speichelfluss (Greding, a.a.O.S. 35. und 45.).

Zäher Speichelfluss (Greding, a.a.O.S. 40.).

In den Hals kommt jähling eine Menge Wasser (Würmerbeseigen), die er nicht geschwind genug hinunter schlingen kann, und woran er, da es in die Luftröhre gerathen will, sich öfters wie verschlückert (n. 121/2 St.) (Franz, a.a.O.).

(105) Es kommt ihm im Schlunde so kalt herauf (auch eine Stelle tief im Gaumen ist so kalt), worauf bald eine Menge sehr warmer, süsslichsalzig schmeckender, schleimiger Feuchtigkeit herauf schwulkt (Würmerbeseigen), worauf die Kälte[352] im Schlunde und Gaumen einige Augenblicke nachlässt, aber wiederkommt (n. 24 St.) (Stapf, a.a.O.).

Erhöheter Speichelfluss mit scharfem, salzigem Geschmacke im Munde und auf der Zunge und grosser Hitze in der flachen Hand und in der Herzgrube (Greding, a.a.O.S. 82.).

Schleimausfluss aus dem Munde, gegen Mittag (Greding, a.a.O.S. 71.).

Ziehender Schmerz im Halse, Durst und Bauchweh (Greding, a.a.O.S. 87.).

Auftreibung des Schlundes (Reimann, a.a.O.).

(110) Auftreibung des Schlundes mit Gefühl, als wenn er ersticken sollte (Gesner, a.a.O.).

Schlucksen (Smyth, a.a.O. – J. de Muralto, Misc. Nat. Cur. Dec. II. ann. 2. S. 240.).

Schlucksen, eine halbe Stunde lang (Gesner, a.a.O.).

Lang anhaltender Schlucksen (Greding, a.a.O.S. 43.).

In der Brust ist's ihm so voll, dass er immer aufstossen möchte, ohne Uebelkeit (Franz, a.a.O.).

(115) Oeftere Bewegung zum Aufstossen (Greding, a.a.O.S. 31.).

Gewaltsames Aufstossen, meist von Luft (n. 63/4 St.) (Stapf, a.a.O.).

Nach dem Essen, leeres Aufstossen von Luft (Teuthorn, a.a.O.).

Nach öfterm Aufstossen, häufiges Schleimauswerfen (Greding, a.a.O.S. 49.).

Immerwährendes, brecherliches Aufstossen mit ungeheurem Husten (Greding, a.a.O.S. 86.).

(120) Gefrässigkeit (Greding, a.a.O.S. 36.).

Gefrässigkeit, ohne Durst (Greding, a.a.O.S. 69.).

Bei Hunger, grosser Durst (Greding, a.a.O. S 39. und 69.).

Mittags kein Appetit zu warmen Speisen, aber desto mehr zu Obst (Becher, a.a.O.).

Verlangen bloss auf kalte Genüsse, Hering, Sardellen, Obst (Becher, a.a.O.).

(125) Anhaltendes, sehr gieriges Verlangen nach sauern Gurken (Fr. Hahnemann).[353]

Kein Appetit und kein Hunger; wenn er ass, so schmeckte es ihm nicht (Teuthorn, a.a.O.).

Auf Trinken folgt Schauder und Gänsehaut (Franz, a.a.O.).

Unter Hunger und Durst, Harnfluss (Greding, a.a.O.S. 45.).

Es ist ihm so weichlich, er möchte gern etwas essen und hat doch keinen Appetit dazu (Stapf, a.a.O.).

(130) Er isst viel, beklagt sich aber doch über Hunger und Leerheit des Magens (Greding, a.a.O.S. 76.).

Weichlichkeit in der Herzgrube (Stapf, a.a.O.).

Uebelkeit (Smyth, a.a.O.).

Immerwährende Uebelkeit und Speichelfluss, bei gutem Appetite und Durste (Greding, a.a.O.S. 66.).

Starke Brechübelkeit, mit grossem Durste (Greding, a.a.O.S. 63.).

(135) Grosse Uebelkeit mit starkem Speichelflusse (Greding, a.a.O.S. 54, 55, 56, 59, 63.).

Uebelkeit mit grossem Durste und Harnflusse, drei Tage lang (Greding, a.a.O.S. 63.).

Grosse Uebelkeit, mit rothem, schweissigem Gesichte (Greding, a.a.O.S. 56.).

Brecherlichkeit und Heiserkeit, viel Husten (Greding, a.a.O.S. 85.).

Brecherlichkeit, wobei ihm Schaum aus dem Munde läuft (Greding, a.a.O.S. 80.).

(140) Brecherlichkeit bei Kinnbackenverschliessung (Mundsperre) (Greding, a.a.O.S. 82.).

Brecherlichkeit und Speichelfluss bei Kinnbackenverschliessung (Greding, a.a.O.S. 83.).

Ungeheurer Brechreiz bis zur Ohnmacht (Greding, a.a.O.S. 68.).

Erbrechen (Smyth, a.a.O. – Muralto, a.a.O. – Greding, a.a.O. – (sogleich) Ledelius, a.a.O.).

Erbrechen des Genossenen (Greding, a.a.O.S. 39.).

(145) Erbrechen des Genossenen mit grünem Schleime (Greding, a.a.O.S. 34.).

Erbrechen aller Speisen und langer Schlaf (Greding, a.a.O.S. 77.).[354]

Erbrechen des Genossenen mit Schleim und grünem Wesen (Greding, a.a.O.S. 32.).

Erbrechen grünen Schleims (Greding, a.a.O.S. 37.).

Erbrechen grünen Schleims und dann häufigen Schaums (Greding, a.a.O.S. 59.).

(150) Erbrechen grünen Schleims, dann Frost (Greding, a.a.O.S. 72.).

Erst Schaumerbrechen, dann Erbrechen gelbgrünen, sauer riechenden Schleims (Greding, a.a.O.S. 60.).

Nächtliches Erbrechen sehr zähen Schleims (Greding, a.a.O.S. 56.).

Erbrechen weissen Schleims, die Nacht (Greding, a.a.O.S. 76.).

Erbrechen weissen Schleims, bei gutem Appetite (Greding, a.a.O.S. 68.).

(155) Bei Erbrechen dunkelgrünen Schleims und Durchfalle hat er Appetit zum Essen und Trinken (Greding, a.a.O.S. 80.).

Erbrechen vielen Schleims mit höchster Schwäche (Greding, a.a.O.S. 83.).

Erbrechen schwarzgrünen Schleims (Greding, a.a.O.S. 40.).

Schwarzes Erbrechen (Alston, Lectures on the materia med.).

Er erbricht erst Galle und Schleim, hierauf schwarze Galle, endlich Blut (Benivenius bei Schenk, VIII. obs. 174.).

(160) Cholera (Cl. Galenus, Comment. V. Aphor. 1. – P. Forestus, XVIII. obs. 44. – Reimann, a.a.O.).

Gewaltsamstes, ungeheures Erbrechen (Ettmüller, Op. Tom. II. P. II. p. 435. – Vicat, a.a.O. – Forestus, a.a.O. – Lorry, de Melanch. II. p. 312. – Lentilius, Misc. Nat. Cur. Dec. III. ann. 1. App.).

Vor dem Brechen, kalte Hände; nach dem Erbrechen heisse Hände, mit Wallung des Blutes (Greding, a.a.O.S. 83.).

Erbrechen mit Hitze des Körpers (Greding, a.a.O.S. 40.).

Auftreibung des Unterleibes (Reimann, a.a.O.).[355]

(165) Auftreibung des Unterleibes, mit Speichelfluss (Greding, a.a.O.S. 82.).

Bauchgeschwulst mit Bauchweh und Blähungsabgang (Greding, a.a.O.S. 85.).

Lautes Kollern im Leibe (Greding, a.a.O.S. 50. und 56.).

Leibweh mit lautem Kollern (Greding, a.a.O.S. 39.).

Schmerzloses Knurren im Unterleibe, wie von Blähungen (n. 3/4 St.) (Stapf, a.a.O.).

(170) Im Unterleibe, blähungsartiges Knurren und Kneipen; es gehen auch, jedoch selten und wenige Blähungen ab (Stapf, a.a.O.).

Blähung-Abgang (n. 7 St.) (Stapf, a.a.O.).

Kollern im Unterleibe, als wenn er Durchfall hätte, wobei öfters Winde abgehen (n. 6 St.) (Teuthorn, a.a.O.).

Kardialgie (Reimann, a.a.O.).

Herzdrücken (Greding, a.a.O.S. 71. und 78.).

(175) Brennen (incendium) in der Herzgrubengegend (Muralto, a.a.O.).

Klagt über Magenweh, und isst und trinkt und schläft doch viel (Greding, a.a.O.S. 78.).

Magen- und Darmschmerzen (Lorry, a.a.O.).

Nachmittags, kurz nach dem Essen, Leibkneipen bald unter, bald über dem Nabel, welches beim Sitzen auf eine andre Stelle trat, als es beim Gehen war, und umgekehrt (Becher, a.a.O.).

Leibweh, Durst und Harnfluss (Greding, a.a.O.S. 63.).

(180) Nächtliches Bauchweh mit Schlaflosigkeit (Greding, a.a.O.S. 54.).

Bauchweh in der Nabelgegend (Greding, a.a.O.S. 44. und 77.).

Bald auf's Essen schneidend stechender Schmerz im Unterbauche (n. 29 St.) (Franz, a.a.O.).

Schneidende Bauchschmerzen in der Nabelgegend, mit Harnfluss und Durst (Greding, a.a.O.S. 70.).

Theils stechendes Bauchweh, theils stechende Schmerzen hie und da am Körper, bei einem pfefferartigen Beissen im Halse (Bergius, a.a.O.).

(185) Den ganzen Morgen hindurch in den Eingeweiden der Schaambeingegend, ein drückender, stumpfer[356] Schmerz, wie von Zerschlagenheit, dabei im linken Schoosse ein Gefühl, als sollte da ein Leistenbruch entstehen, am meisten beim Sitzen (Stapf, a.a.O.).

Ohne bedeutende Spannung des Unterleibes oder Schmerz beim Befühlen, Leibweh um den Nabel herum, wie von Blähungen (n. 6 St.) (Stapf, a.a.O.).

Kneipen im Unterleibe, wie bei Durchfall, doch ohne Drang zum Stuhle (n. 2 St.) (Teuthorn, a.a.O.).

Abends im Gehen, ziehend drückendes Bauchweh (Franz, a.a.O.).

Bauchweh vom Rücken her nach dem Nabel zu (Greding, a.a.O.S. 50.).

(190) Auf ziehend kneipendes Bauchweh erfolgt eine Blähung und Stuhlgang zähen Kothes, der sich sehr an den Mastdarm anhängt (Franz, a.a.O.).

Oefteres Gefühl im Unterleibe, als sollte Durchfall kommen, doch ohne Drängen zum Stuhle; nur so eine Weichlichkeit und Kollern im Unterleibe (Stapf, a.a.O.).

Früh nach dem Erwachen, im Bette, plötzliches (kneipendes?) Leibweh, und gleich darauf Ausleerungsdrang; er leerte unter dem Leibweh gelbgrünen, breiichten Koth aus, dessen letzter Theil zur Hälfte aus Schleim bestand; auch nach der Ausleerung blieb Drängen, worauf noch etwas fast blosser Schleim erfolgte; zurück blieb ein Gefühl in den Därmen über den Schaambeinen, als wären sie zerschlagen, und eine wabbliche Empfindung in der Herzgrube (n. 20 St.) (Stapf, a.a.O.).

Uebermässige Ausleerungen (Rödder, a.a.O.).

Sehr häufiger und schmerzhafter Bauchfluss (Ledelius, a.a.O.).

(195) Oeftere und heftige Durchfallstühle (sogleich) (Benivenius, a.a.O.).

Allzu weicher Stuhl (Fr. Hahnemann).

Durchfall (Lentilius, a.a.O.).

Durchfall, mit starkem Schweisse (Greding, a.a.O.S. 56.).

Bei öftern Stuhlgängen, Frost und Schauder (Greding, a.a.O.S. 60.).[357]

(200) Beim Zustuhlegehen ausnehmende Mattigkeit (Greding, a.a.O.S. 44.).

Er wird blass im Gesichte beim Stuhlgange (Greding, a.a.O.S. 40.).

Bei Durchfall, Appetit zum Essen und Trinken (Greding, a.a.O.S. 76.).

Heftiger, blutiger Durchfall (Ettmüller, a.a.O. – Dessenius, Composit. medicam. lib. X.p. 422.).

Ein durchfälliger Stuhl (n. 12 St.) (Becher, a.a.O.).

(205) Stuhlgang, dessen erster Theil dick geformt, der folgende aber in dünn gezogenen Striemen, obwohl von gehöriger Festigkeit und Farbe, abgeht (Stapf, a.a.O.).

Den ersten Tag, Leibverstopfung (Teuthorn, a.a.O.).

Bei Hartleibigkeit, Harnfluss (Greding, a.a.O.S.28.).

Bei Hartleibigkeit, Hitze und Schmerz im Kopfe (Greding, a.a.O.S. 44.).

Langwierige Leibverstopfung (Greding, a.a.O.S. 76.).

(210) Bei Ausleerungen, kalter, häufiger Schweiss an der Stirne (Alberti, Jurisp. med. T. VI. S.718.).

Ein Brennen im After beim Stuhlgange (Greding, a.a.O.S. 36.).

(Im After schründender Schmerz) (Stapf, a.a.O.).

Drückender Schmerz in der Blase und Brennen beim Harnen (Greding, a.a.O.S. 55.).

Brennen vorne in der Harnröhre während des Urinirens (n. 3 St.) (Teuthorn, a.a.O.).

(215) Unwillkührliches Harnen (Greding, a.a.O.S. 31.).

Bei Harnflusse, lautes Kollern im Bauche (Greding, a.a.O.S. 51.).

Harnfluss (Kalm, Nordameric. resa, III. p. 49.).

Harnfluss mit starkem Schnupfen (Greding, a.a.O.S. 85.).

Reichliche Monatreinigung (Greding, a.a.O.S. 45.).

(220) Viele Jahre unterdrückte Monatreinigung erscheint wieder (Greding, a.a.O.S. 51. und 80.).

Vor der Monatreinigung Nasenbluten (Greding, a.a.O.S. 59.).

Monatreinigung kommt allzu zeitig, wohl den dreizehnten und neunten Tag wieder (Greding, a.a.O.).

Blütchen an der rechten Schaamlippe vor der Monatreinigung (Greding, a.a.O.).[358]

Vor der Monatreinigung (gegen Mittag) Schwindel und (die Nacht) Schweiss (Greding, a.a.O.S. 70.).

(225) Bei der Monatreinigung, Ohrensausen, Schmerz in allen Gliedern und grosser Durst (Greding, a.a.O.S. 81.).

Gegen das Ende der Monatreinigung, Zähneknirschen und bläuliches Gesicht (Greding, a.a.O.S. 61.).


Es wird ihm in der Nase so trocken und heiss, wie bei Stockschnupfen (n. 6 St.) (Stapf, a.a.O.).

Starkes, sehr häufiges Niesen (Muralto, a.a.O.).

Herzklopfen mit Aengstlichkeit und schnellerem, hörbarem Athem (Becher, a.a.O.).

(230) Brustbeklemmung nach einem Brennen im Halse und einem nagenden Magenschmerze (Bergius, a.a.O.).

Engbrüstigkeit und erschwertes Athemholen selbst im Sitzen, und zugleich Kopfschmerz (Becher, a.a.O.).

Engbrüstigkeit: er kann nicht genug Athem einziehen wegen Verengerung der Luftröhre durch zähen, festen Schleim (n. 41/2 St.) (Franz, a.a.O.).

Höchst mühsames und beschwerliches Athemholen (Benivenius, a.a.O.).

Weiches Drücken auf der Brust, im Stehen, und Brustengigkeit (n. 111/2 St.) (Franz, a.a.O.).

(235) Im Gehen, Brustbeengung und Pressen darin, wie von Vollheit, so dass es ihm an Athem fehlt (Franz, a.a.O.).

Es versetzt ihm den Athem (Forest, a.a.O.).

Sie schwebten in der Gefahr des Erstickens, so beengt war ihr Athem (L. Scholzius bei Schenk lib. VIII. obs. 178.).

Zuschnüren der Kehle (Muralto, a.a.O. – Winter, in Breslauer Sammlung 1724. p. 267.).

Erstickendes Zuschnüren der Kehle (Reimann, a.a.O. – Lorry, a.a.O.).

(240) Pulsartiges Drücken, wie mit einer stumpfen Spitze, auf der linken Brustseite, in der Gegend[359] der vierten Ribbe; bei Berührung schmerzte die Stelle wundartig und wie unterköthig (Franz, a.a.O.).

Anfallsweise Angst am Herzen, welches dann sehr stark schlägt und mit einer Empfindung, als wenn es selbst sehr warm wäre (n. 4 St.) (Teuthorn, a.a.O.).

Stiche in der rechten Seite (Greding, a.a.O.S. 32.).

Schmerz in der Seite, mit Schmerzen in der Magengegend (Greding, a.a.O.S. 53.).

Schmerz an allen Ribben (Greding, a.a.O.S. 31.).

(245) Schmerz in der Seite, in den Brüsten und den Oberschenkeln (Greding, a.a.O.S. 54.).

Scharfe, langsame Stiche neben der Brustwarze, die zuletzt jücken (Franz, a.a.O.).

Schmerz in der linken Brust, dann im Rücken (Greding, a.a.O.S. 54.).

Oft wiederkehrende Brustschmerzen (Greding, a.a.O.S. 44.).

Ein schmerzhaftes, taktweises Drücken im obern Theile des Brustbeins (Becher, a.a.O.).

(250) Greifender Schmerz in der rechten Brust (n. 20 St.) (Fr. Hahnemann).

Brustschmerz bei trocknem Husten (Greding, a.a.O.S. 42.).

Bei fast trocknem Husten, Schmerz in der Seite und Kopfweh (Greding, a.a.O.S. 85.).

Bei Husten, Schmerz in der linken Seite, bei Schwäche und Schweräthmigkeit (Greding, a.a.O.S. 35.).

Abends, tiefer, hohler Husten von 3, 4 Stössen jedesmal, der aus dem Unterleibe zu kommen schien (Becher, a.a.O.).

(255) Hohler Husten mit langen Stössen, bei schneidendem Schmerze im Unterleibe (n. 6 St.) (Becher, a.a.O.).

Kitzel auf der Brust, wie zum Husten, in der Mitte des Brustbeins (n. 1/2 u. 1 St.) (Becher, a.a.O.).

Abends, starker Husten, drei Stunden lang, mit Speichelflusse (Greding, a.a.O.S. 42.).

Die Nacht, heisser, trockner Husten (Greding, a.a.O.S. 61.).[360]

Die Nacht und früh, starker, trockner Husten (Greding, a.a.O.S. 43.).

(260) Nach trocknem Husten, öfterer Auswurf (Greding, a.a.O.S. 43.).

Husten und viel Auswurf, mit Bläue des Gesichts und unwillkührlichem Harnen (Greding, a.a.O.S. 85.).

Brennen in der Gegend der Schulterblätter (Gesner, a.a.O.).

Schmerz von den Schulterblättern bis über den ganzen Rücken, bei Harnflusse, Durst und Hartleibigkeit (Greding, a.a.O.S. 53.).

Nach Rückenschmerzen, Bauchweh in der Nabelgegend (Greding, a.a.O.S. 80.).

(265) Beim Bücken und Aufrichten, Schmerz im Rücken, drückend schmerzhaft und als wäre er zerbrochen, früh (Franz, a.a.O.).

Das Rückgrat schmerzt im Gehen und nach demselben ziehend drückend, wie zerschlagen; durch Draufdrücken vergeht dieser Schmerz (n. 11 St.) (Franz, a.a.O.).

Lendenschmerzen (Greding, a.a.O.S. 54.).

Lendenweh und gichtartig reissende Schmerzen in den Untergliedmassen (Greding, a.a.O.S. 49.).

Beim Bücken sowohl, als Aufrichten schmerzt das Kreuz auf der linken Seite wie zerschlagen (Franz, a.a.O.).

(270) Absetzende Stiche am Steissbeine, im Stehen, mehr jückend, als stechend (Franz, a.a.O.).

Einzelne Stiche im linken Schultergelenke, selbst in der Ruhe (n. 4 St.) (Teuthorn, a.a.O.).

In der rechten Achselhöhle, ein leiser, unbeschreiblicher Schmerz (Stapf, a.a.O.).

Zuckungen in beiden Armen (Greding, a.a.O.S. 71.).

In der Mitte des linken Oberarmknochens ein herabziehender, aufliegender Schmerz (n. 1/2 St.) (Franz, a.a.O.).

(275) Beim Heranbringen des Ellbogens ziehender Schmerz in der Beuge; es deuchtet ihm darin geschwollen zu seyn und als könne er sie deshalb nicht vollkommen heranbiegen; dabei zugleich ein Lähmungsgefühl im Arme (n. 15 St.) (Franz, a.a.O.).[361]

Oben in den Gesässmuskeln ein klammartiges Ziehen beim Stehen (Franz, a.a.O.).

Sichtbar pulsirendes Zucken des grossen, äussern Oberschenkelmuskels im Sitzen und Stehen; unschmerzhaft hob sich pulsmässig der äussere grosse Schenkelmuskel und senkte sich in gleichem Takte, welches nach dem Gehen sogleich wiederkehrte (n. 9 St.) (Franz, a.a.O.).

In den Muskeln des Oberschenkels rheumatisch ziehender Schmerz im Stehen (n. 3 St.) (Franz, a.a.O.).

Klammartig drückender Schmerz im Oberschenkel oder in der Wade, wenn er sich beim Stehen weniger auf diesen Fuss stützet (n. 31/2 St.) ( Franz, a.a.O.).

(280) Die Oberschenkel schmerzen beim Sitzen wie zerbrochen (n. 8 St.) (Franz, a.a.O.).

Im Stehen krampfhaft heranziehender Schmerz von der Kniekehle aus im rechten Oberschenkel heran (n. 12 St.) (Franz, a.a.O.).

Aussen am Kniegelenke eine kalte, schründende Empfindung (Franz, a.a.O.).

Die Schienbeine brennen ihn Abends, als wenn sie aus einer grossen Kälte kämen (n. 14 St.) (Franz, a.a.O.).

In der Wade beissend jückende und kriebelnde Empfindung im Stehen (n. 4 St.) (Franz, a.a.O.).

(285) Schmerzhaftes Ziehen quer durch die Gelenke des Unterfusses, im Sitzen (n. 11/2 St.) (Franz, a.a.O.).

Die Fussgelenke schmerzen beim Gehen wie vertreten, wenn er vorher im Sitzen die Unterfüsse so weit rückwärts gestreckt hatte, dass sie auf dem Rücken der Zehen zu liegen kamen, Abends (n. 15 St.) (Franz, a.a.O.).

Kurz stechende Schmerzen an den Zehen des rechten Fusses, beim Stehen, zwei Stunden lang (n. 14 St.) (Becher, a.a.O.).

Im Sitzen ein heftiger Stich im Hühnerauge des linken Fusses (n. 14 St.) (Franz, a.a.O.).

Wundheitsschmerz im Hühnerauge, wenn er den Fuss so erhebt, dass er nur auf den Zehen zu stehen kommt, Abends (n. 15 St.) (Franz, a.a.O.).[362]

(290) Beim Gehen fühlt er eine Unbeholfenheit und Schwere in den Füssen und Knieen (Stapf, a.a.O.).

Die Arme und Füsse sind ihm immer wie eingeschlafen, auch beim Liegen (n. 8 St.) (Teuthorn, a.a.O.).

Hitze und Kriebeln im ganzen Körper bis in die Spitzen der Finger und Zehen (Greding, a.a.O.S. 83.).

Ein Jücken auf den Armen und Füssen, als wenn Ausschlag kommen wollte, doch ohne Röthe (n. 2 St.) (Stapf, a.a.O.).

Abschuppung der Oberhaut (Smetius, Misc. med. S. 265.).

(295) Brennende Empfindung (Kalm, a.a.O.).

Ausstreckung (tensio) der Glieder (Ledelius, a.a.O.).

In den Gliedern krampfhaftes Heranziehen über den Gelenken, bei Bewegung (n. 10, 12 St.) (Franz, a.a.O.).

Zuckungen in den Gliedern und starker Schweiss; dann Kopfweh, Schwindel und viel Trinken (Greding, a.a.O.S. 71.).

Krampf, Convulsionen (Muralto, – Winter, – Rödder, – Ledelius, – Lorry, a.a.O.).

(300) Epileptische Krämpfe7 (Lentilius, a.a.O.).

Zittern in allen Gliedern, grausame Herzensangst und Neigung zu Ohnmacht (Alberti, Jurispr. med. Tom. VI. S. 718.).

Mattigkeit über den ganzen Körper, als wenn er sehr weit gegangen wäre (n. 2 St.) (Teuthorn, a.a.O.).

Hinfälligkeit und Schwäche des ganzen Körpers, besonders der Arme und Hände, so dass es ihm unmöglich ward, auch ein nicht schweres Buch frei vor sich hin zu halten (Becher, a.a.O.).

Er kann durchaus nicht aufstehen, acht Stunden lang, sondern muss entweder sitzen oder liegen; steht er auf, so quält ihn eine schreckliche Angst,[363] wobei die Stirne mit kaltem Schweisse bedeckt ist und es ihm übel zum Erbrechen wird (n. 3 St.) (Teuthorn, a.a.O.).

(305) Beim Liegen schwieg die Mattigkeit nicht, sonst aber alle Beschwerden, und erneuerten sich nur beim Aufstehen; im Sitzen schwiegen sie auch, nur das Kopfweh blieb zugegen (Teuthorn, a.a.O.).

Höchste Schwäche (Benivenius, – Smyth, – Vicat, a.a.O.).

Er befürchtet Ohnmacht (Lorry, a. a O.).

Ohnmacht (Forest, a.a.O.).

Schlagfluss (Dobolewsky, in Eph. Nat. Cur. Dec. I. ann. 2. S. 279.).

(310) Fast verlöschender Puls (Vicat, a.a.O.).

Unmerklicher Puls (Rödder, a.a.O.).

Der Puls von gewöhnlicher Zahl, doch ganz schwach und fast unmerkbar (n. 8 St.) (Becher, a.a.O.).

Nach dem Mittagschlafe, Gähnen und Dehnen (Stapf, a.a.O.).

Gähnen, oft so stark, dass ein Brausen in den Ohren davon entstand (Becher, a.a.O.).

(315) Wiederholtes Gähnen und Dehnen, bei Schwäche und Zerschlagenheit in den Gelenken, als hätte er nicht recht ausgeschlafen (früh) (Franz, a.a.O.).

Allgemeine Kraftlosigkeit des Körpers, als hätte er nicht ausgeschlafen, bei übrigens lebhaftem Geiste (früh) (Franz, a.a.O.).

Er konnte wegen allzu grosser Lebhaftigkeit des Geistes vor Mitternacht nicht einschlafen, zwei Nächte hintereinander; dabei ein unleidliches Hitzgefühl im Bette (er suchte sich zu entblössen) mit unruhigem Hin- und Herwerfen (Stapf, a.a.O.).

Er schläft spät ein (Stapf, a.a.O.).

Langer, ununterbrochener Schlaf (Greding, a.a.O.S. 43.).

(320) Drei Tage langer Schlaf, selbst während der epileptischen Anfälle8 (Greding, a.a.O.S. 32.).

Ruhiger Schlaf, mit Durst und Harnfluss (Greding, a.a.O.S. 49.).[364]

Er schlief mit halbem Bewusstseyn auf dem Stuhle sitzend ein (Stapf, a.a.O.)

Unterbrechung des Schlafs durch Angst und Gemüthsverstörung, unter Klagen, dass das Blut in allen Adern, besonders des Kopfs, brenne und Krampf von der Brust nach dem Halse zu steige, bei vorzüglicher Hitze des Kopfs und der Hände; Hitze und Angst verschwanden aber in der freien Luft und es folgte öfteres Gähnen darauf (Greding, a.a.O.S. 82.).

Undeutliche Träume; früh wacht er ungewöhnlich zeitig auf (Franz, a.a.O.).

(325) Schreckhafte Träume, und dann Erbrechen sehr zähen, grünen Schleims (Greding, a.a.O.S. 45.).

Nachts, fürchterlich ängstliche Träume, z.B. ein Hund biss ihn, und er konnte nicht entrinnen (Becher, a.a.O.).

Nachts, zänkische Träume (Teuthorn, a.a.O.).

Kälte des ganzen Körpers (Vicat, a.a.O.).

Kälte und Kältegefühl am ganzen Körper (n. 11 Minuten) (Becher, a.a.O.).

(330) Ueberlaufen von Kälte durch den ganzen Körper, bald auf's Einnehmen (Becher, a.a.O.).

Innere Frostempfindung durchlief ihn vom Kopfe bis in die Fusszehen beider Füsse zugleich, mit Dürste (gleich nach der Einnahme) (Becher, a.a.O.).

Frost am ganzen Körper (Rödder, a.a.O.).

Früh, Frost und Schauder (Greding, a.a.O.S. 60.).

Beständiges Frostschaudern im Rücken und über die Arme (Stapf, a.a.O.).

(335) Den ganzen Tag Frost und Schauder und ziehender Schmerz am Halse und im Rücken (Greding, a.a.O.S. 87.).

Frost in den Gliedern und ziehender Schmerz darin (Greding, a.a.O.S. 87.).

Früh gleich nach dem Aufstehen, während des Ankleidens, Fieberfrost (Becher, a.a.O.).

Frost und Hitze von Zeit zu Zeit abwechselnd, dabei Schwindel, immerwährende Aengstlichkeit und Brecherlichkeit (Greding, a.a.O.S. 81.).[365]

Jählinge Abwechslung von völliger Gesichtsblässe mit Hitze und Röthe des Gesichts (Greding, a.a.O.S. 37.).

(340) Früh, Fieberfrost und Kälte mit Durst, eine halbe Stunde lang, ohne nachfolgende Hitze, mit Mattigkeit in den Gliedern, vorzüglich den Oberschenkeln (n. 24 St.). (Becher, a.a.O.).

Viel Durst auf kaltes Getränk (sogleich) (Fr. Hahnemann).

Nachmittags und Abends, viel Durst (Becher, a.a.O.).

Hitze und Feuern der Backen mit Röthe derselben, bei verengerten Pupillen und kalten Füssen (n. 10 St.) (Franz, a.a.O.).

Innere Hitze, und er versagt doch das Getränk (Grassius, a.a.O.).

(345) Hitze über den ganzen Körper und allgemeiner Schweiss, ohne Durst, mit blassem Gesichte (n. 2 St.) (Teuthorn, a.a.O.).

Abends, bei langsamen Gehen im Freien, Hitze im Rücken, als sollte Schweiss ausbrechen (Stapf, a.a.O.).

Schweiss blos an den Händen (Greding, a.a.O.S. 45.).

Sehr starker Schweiss über den ganzen Körper gegen Morgen (Fr. Hahnemann).

Bitterlich riechender Schweiss gegen Morgen (Fr. Hahnemann).

(350) Kalter Schweiss (Reimann, – Rödder, a.a.O.).

Sobald er vom Sitze aufsteht, kommt kalter Schweiss vor die Stirne (Teuthorn, a.a.O.).

Kalter Schweiss am ganzen Körper (Vicat, a.a.O.).

Es bricht kalter Schweiss am ganzen Kopfe und am Rumpfe aus (Benivenius, a.a.O.).

Saurer Schweiss (Greding, a.a.O.).

(355) Starker, saurer Schweiss (Greding, a.a.O.S. 77.).

Unter dem Schweisse, ein Brennen in der Haut (J.F. Müller, in Hufel. Journ. XII. 1.).

Langdauernder Nachtschweiss (Greding, a.a.O.S. 51.).

Starker, anhaltender Schweiss bei langem Schlafe (Greding, a.a.O.S. 58.).

Heftiger Schweiss, bei grossem Durste und gutem Appetite (Greding, a.a.O.S. 80.).

(360) Beim Schweisse, ungeheurer Durst (Greding, a.a.O.S. 87.).[366]

Aengstlichkeit (Muralto, a.a.O. – Reimann, a.a.O. – Lorry, a.a.O. – Rödder, a.a.O.).

Aengstlichkeit und Schwindel (Greding, a.a.O.S. 87.).

Abends und nach dem Mittagsessen, höchste Angst, so dass er nicht weiss, wo er sich hinwenden soll (Greding, a.a.O.S. 83.).

Die ganze Nacht hindurch, grosse Angst (Greding, a.a.O.S. 58. 59.).

(365) Früh, grosse Angst (Greding, a.a.O.S. 58.).

Leichtes Delirium (Grassius, a.a.O.).

Er lärmt sehr, will entfliehen und kann kaum zurückgehalten werden (Greding, a.a.O.S. 66.).

Fluchen und Lärmen die ganze Nacht, und klagt, dass ihm so dumm sei, bei Kopfweh und Speichelflusse (Greding, a.a.O.S. 78.).

Stampft mit den Füssen (bei Appetitlosigkeit) (Greding, a.a.O.S. 67.).

(370) Bei anhaltender Wuth, grosse Hitze des Körpers (Greding, a.a.O.S. 69.).

Wuth: zerreisst die Kleider, und redet nicht (Greding, a.a.O.S. 69.).

Er zerbeisst seine Schuhe und verschluckt die Stücke (Greding, a.a.O.S. 42.).

Er verschlingt seinen eignen Koth (Greding, a.a.O.S. 43.).

Er kennt seine Anverwandten nicht (Greding, a.a.O.S. 41.).

(375) Wahnsinn: er giebt sich für einen Jäger aus (Greding, a.a.O.S. 35.).

Er giebt sich für einen Fürsten aus, und thut stolz darauf (Greding, a.a.O.S. 43.).

Er giebt vor, taub und blind zu seyn und den Krebs zu haben (Greding, a.a.O.S. 42.).

Sie giebt vor, Geburtswehen zu haben (Greding, a.a.O.S. 54.).

Sie rühmt sich, schwanger zu seyn (Greding, a.a.O.S. 49.).

(380) Sie giebt eine baldige Niederkunft vor (Greding, a.a.O.S. 45.).

Sie küsst jeden, der ihr vorkommt, ehe die Monatreinigung ausbricht (Greding, a, a.O.S. 45.).

Hohe Röthe und Hitze des Gesichts mit fortwährendem Lachen (Greding, a.a.O.S. 51.).[367]

Lachen mit Winseln abwechselnd (Greding, a.a.O.S. 86.).

Er singt ganz fröhlich und trällert, die Nacht (Greding, a.a.O.S. 69.).

(385) Sie klatscht die Hände über den Kopf zusammen und singt; dabei Husten mit sehr zähem Schleime auf der Brust (Greding, a.a.O.S. 60.).

Oeftere Anfälle; Herumlaufen in der Stube bis zum Niedersinken (Greding, a.a.O.S. 60.).

Schreien und Umherlaufen, mit dunkelblauem Gesichte (Greding, a.a.O.S. 61.).

Gemüthsunruhe, Beklommenheit und Beängstigung (n. 1 St.) (Becher, a.a.O.).

Aengstlichkeit, Schreien und Umherlaufen (Greding, a.a.O.S. 61.).

(390) Schreien und Umherlaufen, mit Gesichtsblässe und Furchtsamkeit (Greding, a.a.O.S. 61.).

Furchtsamkeit, die sich mit öfterm Aufstossen endigt (Greding, a.a.O.S. 61.).

Schreckhaftigkeit und Furchtsamkeit (Greding, a.a.O.S. 76.).

Schwatzhaftigkeit (Greding, a.a.O.S. 76.).

Stillschweigen: es grauet ihm ein Wort zu reden, das Reden wird ihm sauer, er spricht leise und mit schwacher Stimme (Stapf, a.a.O.).

(395) Leidet nicht, dass man ihn anredet (Greding, a.a.O.S. 76.).

Er wird seht ärgerlich, jede Kleinigkeit bringt ihn auf (n. 1 St.) (Stapf, a.a.O.).

Bei der geringsten Veranlassung ärgerlich, und dabei Aengstlichkeit und Herzklopfen mit schnellem, hörbaren Athem (Becher, a.a.O.).

Fröhlichkeit, Scharfsinnigkeit (Gesner, a. a, O.).

Wenn er beschäftigt ist, ist der Kopf heiter, aber wenn er nichts zu thun hat, ist er wie verdutzt, kann nicht recht denken und ist still und in sich gekehrt (n. 2, 15 St.) (Franz, a.a.O.).

(400) Geschäftige Unruhe; er nimmt vielerlei vor, wird's aber immer gleich überdrüssig, und es gelingt nichts (Stapf, a.a.O.).

Den ganzen Tag eine gewisse Gleichgültigkeit, so dass er öfters die Stirne rieb, um sich deutlich zu besinnen und seine Gedanken zu fassen (Becher, a.a.O.).

Fußnoten

1 Tussilago petasites.

2 Das Erbrechen liess sich mit Trinken kalter Milch stillen, aber es erfolgte im Bette ein erstaunlicher Frost darauf.

3 Einige Tage hindurch von einer allzu grossen Gabe.

4 Eisen schien sie aufzuheben.

5 Ich habe es zuweilen Abends, zuweilen früh beobachtet.

6 Dabei hatte das Blut eine Entzündungshaut.

7 Allgemeine Krämpfe scheinen bei der Weissniesswurzel fast nie, als kurz vor dem Tode, sich zu ereignen und ein ihre Unmacht andeutender Antagonism der Natur zu seyn.

8 Eines epileptischen Kranken.


Quelle:
Samuel Hahnemann: Reine Arzneimittellehre. Bd. 4, Dresden, Leipzig 21825.
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