[165] Löwenzahn (Leontodon Taraxacum).

[165] (Der frisch ausgepresste Saft der ganzen, noch nicht völlig blühenden Pflanze, mit gleichen Theilen Weingeist gemischt.)


Auch diese Pflanze ist, wie viele andere, bloss aus theoretischen Voraussetzungen, in ungeheurer Menge bei Krankheiten gemissbraucht worden, als ein allgemeiner, alltäglicher Scherwenzel.

Nämlich in allen Krankheiten, von denen der Alles, selbst das Innere der kranken Natur durchschauen zu können, sich vermessende, sogenannte praktische Blick nicht sah, was er aus ihnen machen sollte, so wie in allen denen, welche zu irgend einem Namen in der Pathologie nicht passen wollten, wurden zähe, verdickte Säfte und Verstopfungen der feinen, namenlosen Gefässe im Innern des Körpers, die Niemand sehen konnte, theoretisch postulirt, um nach dieser phantastischen Annahme den allbeliebten Löwenzahn verordnen zu können, von welchem man schon wegen seines Milchsaftes theoretisch vorausgesetzt hatte, er müsse wie eine Seife wirken, und wie diese allerlei Substanzen im Geschirre chemisch auflöst, so müsse auch der Löwenzahn im Innern des lebenden Körpers auflösen, was man nur für Zähigkeiten, Verdickungen und Verstocktheiten im kranken Menschen zu erträumen für gut finden würde.[166]

Wären aber je die reinen Kräfte des Löwenzahns in Veränderung des menschlichen Befindens geprüft und so in Erfahrung gebracht worden, welche besondern, krankhaften Zustände er eigenthümlich zu erzeugen fähig sey, und hätte man dann einen reinen, auch nur therapeutischen Versuch mit dieser Pflanze gemacht und sie in irgend einem Krankheitsfalle, allein gebraucht, schnell und dauerhaft heilend gefunden, so würde man bei Vergleichung des vollständig mit allen seinen Symptomen aufgezeichneten Bildes der durch dieses Mittel geheilten Krankheit mit den Krankheits-Symptomen, welche Löwenzahn im gesunden Körper zu erregen pflegt, eingesehen und sich überzeugt haben, dass diess Kraut einzig wegen seiner, dem Krankheitsfalle ähnlichen Symptomen helfen und ihn daher nach dem ewigen, homöopathischen Naturgesetze nicht ungeheilt lassen konnte, eben deshalb aber auch in solchen Krankheitszuständen nicht helfen könne, deren ähnliche der Löwenzahn von selbst hervorzubringen nicht fähig ist.

Diese einleuchtende Erscheinung würde sie von ihrer erträumten Indication eines angeblichen Auflösens innerer, nicht vorhandener, pathologischer Verstopfungs-Ungeheuer bekehrt haben, wenn sie zu bekehren wären.

Etwas werden beigehende, reine Krankheits-Symptome des, hiemit immer noch nicht ausgeprüften, Löwenzahns zu einer solchen Bekehrung von diesem pathologisch-therapeutischen Selbstbetruge beitragen können. Sie werden noch mehr vermögen, nämlich im voraus uns lehren, in welchen Krankheitsfällen dieser Pflanzensaft ein gewiss helfendes[167] Heilmittel seyn werde und seyn müsse, um die Kranken, für welche er unpassend (unhomöopathisch) ist, nicht, wie bisher, vergeblicher und schädlicher Weise mit seinem Gebrauche in grossen Gaben quälen zu dürfen.

Wo dieses Kraut mit homöopathischer Aehnlichkeit passt, bedarf man kaum eines einzigen Tropfens des angegebenen Saftes zur Gabe, um Heilung zu bewirken, des Saftes, sage ich, welcher nicht, wie oft das fabrikmässig bereitete Extract, durch vieles Rühren im kupfernen Kessel mit diesem Metalle verunreinigt ist.[168]

Löwenzahn.
Beobachtungen Andrer.

Schwindel beim Gehen im Freien, wie trunken; bald fiel der Kopf auf die linke, bald auf die rechte Seite zu (n. 21/4 St.) (Chr. Fr. Langhammer, in zwei Aufsätzen).

Beim Gehen im Freien, unfester Tritt und Schwindel, als wolle er vor sich hinfallen (n. 10 St.) (Ders. a.a.O.).

Beim Gehen im Freien, grosse Benommenheit und Duseligkeit des Kopfs; wie schwindlicht deuchtet er sich zu taumeln (Carl Franz, in einem Aufsatze).

Bald Zusammenziehen und Wirbeln über der Nase in der Stirne, wie Schwindel, bald Empfindung, als würde das Gehirn hier und da ausgedehnt, schmerzlos (Ders. a.a.O.).

(5) Empfindung im Kopfe, als würde das Gehirn von allen Seiten durch einen weichen Druck zusammengeschnürt (Ders. a.a.O.).

Beim Gehen im Freien, drückend krabbelnder Schmerz in der Stirne, der sich von der Mitte derselben weiter ausbreitet, als wenn etwas Lebendiges darin wäre (n. 4 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Eine aus Drücken und Jücken zusammengesetzte Empfindung im Kopfe (Salom. Gutmann, in einem Aufsatze).

Drücken tief unten im Hinterkopfe und Schwere desselben (n. 91/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Kopfschwere mit Hitze und Röthe des Gesichts (Ders. a.a.O.).[169]

(10) Im Vorderkopfe, drückender Schmerz nach der Stirne heraus (Ders. a.a.O.).

Drückend betäubender Schmerz an der Stirne, wie nach einem Rausche (n. 1 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Drückender Schmerz in der rechten Schläfe (n. 35 St.) (Gutmann, a.a.O.).

Aufwärts gehender, brennend drückender Kopfschmerz (Ders. a.a.O.).

Drückender Kopfschmerz von innen nach aussen (n. 21/2 St.) (Ders. a.a.O.).

(15) Schwere im Hinterkopfe, welche jedesmal beim Bücken vergeht und sich beim Aufrichten und Geradehalten des Kopfs erneuert und dann am schlimmsten ist (Ders. a.a.O.).

Im Sitzen, drückend betäubender Schmerz in der ganzen Stirne, so dass er beim Lesen unbesinnlich ward und nicht wusste, wo er war, verbunden mit Uebelkeit; nur an der freien Luft ward's ihm besser (n. 13/4 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Anhaltend drückender Schmerz auf der Stirne (n. 4 St.) (Gutmann, a.a.O.).

Ziehend drückender Kopfschmerz in der Schläfe (Franz, a.a.O.).

Im Stehen, ziehend drückender Schmerz auf dein Stirnbeine (Ders. a.a.O.).

(20) Beim Sitzen, ziehender Schmerz an der linken Schläfe, der im Gehen und Stehen aufhört (n. 5 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Im Gehen, reissender Schmerz im Hinterhaupte, welcher beim Stillstehen vergeht (Franz, a.a.O.).

Beim Gehen, Reissen am Hinterkopfe, äusserlich (Ders. a.a.O.).

Stechendes Reissen im Hinterhaupte, hinter dem rechten Ohre (Ders. a.a.O.).

Schnell auf einander folgende, reissende Stiche an der linken Stirnseite (Langhammer, a.a.O.).[170]

(25) Ein anhaltender Stichschmerz in der linken Seite des Kopfs (6 Stunden lang) (Rosazewsky, in einem Aufsatze).

Beim Sitzen, Nadelstiche in der linken Schläfe, welche im Stehen aufhören (n. 11/2 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Beim Gehen im Freien, ein heftiger, anhaltender Stich in der linken Schläfegegend, welcher beim Stehen nachliess (n. 38 St.) (Ders. a.a.O.).

Scharfe Stiche, links, äusserlich auf der Stirne, welche beim Befühlen nicht nachlassen (n. 13 St.) (Ders. a.a.O.).

Stumpf stechender Druck auf der Stirne (n. 1/2 St.) (Gutmann, a.a.O.).

(30) Ein Blüthchen auf dem Haarkopfe rechter Seite, über der Schläfe, welches bei Berührung schmerzt, als ob die Stelle unterköthig wäre (n. 15 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Die vordere Haut des Haarkopfs spannt, als wenn sie straff auf den Scheitel befestigt wäre (Ernst Kummer, in einem Aufsatze).

Ein Blüthchen in der Mitte der Haare der linken Augenbraue, bei Berührung drückend schmerzend (n. 27 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Verengerte Pupillen (n. 4 St.) (Ders. a.a.O.).

Erweiterte Pupillen (n. 26 St.) (Ders. a.a.O.).

(35) Früh beim Erwachen, von Eiter zugeklebte Augenlider, mehre Tage lang (Kummer, a.a.O.).

Eine Art Augenentzündung; die Augen vertragen das Augenlicht nicht und sind beständig wässerig, mit einem Drucke am rechten obern Augenlide, als ob da etwas sey, was er wegzuwischen sich vergebens bemüht (Ders. a.a.O.).

Augenbutter mehr früh, als am Tage (Ders. a.a.O.).

Brennen im linken Augapfel (n. 111/2 St.) (Gutmann, a.a.O.).

Heftiges Brennen im rechten Augapfel nach dem innern Winkel zu (Ders. a.a.O.).[171]

(40) Brennendes, feines Sticheln in beiden linken Augenlidern (n. 1/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Stechend brennender Schmerz im linken Augapfel (n. 20 St.) (Ders. a.a.O.).

Ein brennendes Stechen im linken Augapfel, nach dem äussern Winkel zu (n. 1/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Scharf stechender Schmerz im rechten Auge (Ders. a.a.O.).

Scharfes Drücken, wie von einem Sandkorne, im rechten innern Augenwinkel, mit Empfindung, als wären da die Augenlider geschwollen (Franz, a.a.O.).

(45) (Abends, Schwerhörigkeit; es liegt ihm vor den Ohren; er hört nur dumpf) (Ders. a.a.O.).

Einwärts-Drücken im Innern des linken Ohres (Gutmann, a.a.O.).

Zirpen im linken Ohre, wie von Grashüpfern (n. 33 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Im äussern Gehörgange, Reissen, und hinter dem Aste des Unterkiefers, scharfes Drücken (Franz, a.a.O.).

Stiche hinter dem Ohre, mit Reissen an der Seite des Halses herab (Ders. a.a.O.).

(50) Im rechten Ohre, ein Stechen von innen heraus, was jedesmal wieder einwärts wich (Gutmann, a.a.O.).

Jückend brennendes Stechen im rechten Ohre (Ders. a.a.O.).

Ziehender Schmerz am äussern Ohre (n. 5 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Ein scharfer Druck in der rechten Wange (n. 1/2 St.) (Gutmann, a.a.O.).

Ein drückender Stich im Backen (Ders. a.a.O.).

(55) Ein eiterndes Blüthchen oben am linken Backen, mit rothem Umfange, was beim Berühren nagend schmerzt (n. 24 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Ein eiterndes Blüthchen am rechten Nasenflügelwinkel (n. 8 St.) (Ders. a.a.O.).[172]

Zweimaliges Nasenbluten aus dem linken Nasenloche, Mittags vor dem Essen (n. 30 St.) (Ders. a.a.O.).

Die Oberlippe springt in der Mitte auf (n. 6 St.) (Kummer, a.a.O.).

Ein eiterndes Blüthchen am rechten Mundwinkel (n. 49 St.) (Langhammer, a.a.O.).

(60) Plötzliches Jücken unter dem Kinne (n. 1 St.) (Ders. a.a.O.).

In der Gegend der untern Ohrdrüse und an den Halsmuskeln und vom Brustbeine bis zum Zitzfortsatze, ein empfindlicher Schmerz bei Bewegung des Kiefers und des Halses (Kummer, a.a.O.).

Zucken unten, auf der Seite des Halses (n. 15 St.) (Gutmann, a.a.O.).

Scharfe, bohrende Stiche in der linken Seite des Halses von innen heraus, einige Minuten lang (sogleich) (Ders. a.a.O.).

Drückendes Zucken in den Nackenmuskeln, hinter dem linken Ohre (n. 31/2 St.) (Ders. a.a.O.).

(65) Stechen links im Nacken, wie von einer etwas stumpfen Nadel, beim Stehen, was beim Niedersetzen verging (n. 11/2 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Drückendes Stechen im Nacken (Gutmann, a.a.O.).

Drückender Schmerz, wie Stösse, in zwei Schneidezähnen, mehr in der Krone (Ders. a.a.O.).

Aus den hohlen Zähnen der rechten Seite fliesst Blut (was sauer schmeckt) (Kummer, a.a.O.).

Beim Kauen der Speisen, Gefühl in den Zähnen, als wären sie von sauerm Obste abgestumpft (n. 37 St.) (Langhammer, a.a.O.).

(70) Ziehender Schmerz in den hohlen Zähnen der rechten Seite, welcher sich an dem Backen heraufzieht bis an den Augenbraubogen (Kummer, a.a.O.).

Brennendes Stechen in der linken Seite der Zunge (n. 9 St.) (Gutmann, a.a.O.).[173]

Weiss belegte Zunge (n. 23/4 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Weiss belegte Zunge, welche sich stellenweise nach und nach abschält (n. 111/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Die Zunge wird überzogen mit einer weissen Haut, unter Rohheits-Empfindung daran, worauf sie sich stückweise abschält und dunkelrothe, zarte, sehr empfindliche Stellen zurücklässt (n. 34 St.) (Ders. a.a.O.).

(75) Früh, beim Erwachen, eine ganz trockne, braun belegte Zunge (Kummer, a.a.O.).

Zusammenfluss des Speichels im Munde, und Gefühl, als würde der Kehlkopf zugedrückt (n. 31 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Schweres Schlingen; eine Art Drücken, wie von innerer Geschwulst im Halse (Gutmann, a.a.O.).

Scharfes Drücken an die vordere Wand des Schlundes und Kehlkopfs, ausser dem Schlingen, welches zum Husten reizt, aber beim Schlingen vergeht (Franz, a.a.O.).

Im Munde läuft Wasser zusammen von säuerlichem Geschmacke (Kummer, a.a.O.).

(80) Der ausgeracksete Schleim schmeckt ganz sauer und stumpft die Zähne (n. 3, 4 St.) (Ders. a.a.O.).

Trockenheit und Stechen im Halse (Franz, a.a.O.).

Trockenheits-Empfindung im Rachen und ein bitterer Schleim daselbst, welcher die Sprache heiser macht (Ders. a.a.O.).

Die Butter schmeckt an der Zungenspitze widerlich, salzigsauer; am Gaumen aber schmeckt sie wie gewöhnlich (Kummer, a.a.O.).

Das Fleisch, besonders aber die Bratenbrühe, schmeckt ihm ganz sauer, wenn sie mit der Zungenspitze in Berührung kommt (Ders. a.a.O.).[174]

(85) Vor dem Essen, bitterlicher Geschmack im Munde; die Speisen aber schmecken natürlich (Langhammer, a.a.O.).

Ein bittrer Geschmack steigt im Schlunde zu dem Munde heran (Franz, a.a.O.).

Der Rauchtabak schmeckt nicht, macht Brennen im Halse, fast wie Soodbrennen, und versetzt den Athem; durch Trinken vergeht es wieder (Kummer, a.a.O.).

Bittres Aufstossen und Schlucksen (Franz, a.a.O.).

Leeres Aufstossen, welches mehre Tage anhielt und vorzüglich nach Trinken kam (n. 1/2 St.) (Kummer, a.a.O.).

(90) Uebelkeit, mit Aengstlichkeit verbunden, im Sitzen, welche im Stehen vergeht (n. 21/2 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Uebelkeit, wie von Ueberladung mit fetten Speisen; er glaubte, sich erbrechen zu müssen, bei drückend betäubendem Schmerze in der Stirne – nur an der freien Luft ward es ihm besser (n. 13/4 St.) (Ders. a.a.O.).

Weichlichkeit und Uebelkeit im Schlunde (n. 23/4 St.) (Ders. a.a.O.).

Nach dem Essen, grosse Frostigkeit, und vorzüglich nach dem Trinken (Franz, a.a.O.).

Unschmerzhafte Bewegung und Knurren im Unterleibe (Kummer, a.a.O.).

(95) Kollern in der Nabelgegend, nach der linken Seite zu (Gutmann, a.a.O.).

Eine schnell entstehende, anhaltende Bewegung im Unterbauche, als wenn Blasen darin entständen und zerplatzten (n. 51/2 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Spannen in der Herzgrube und Druck auf den Schwerdknorpel, beim Bücken (Franz, a.a.O.).

Drücken unter den Ribben der linken Seite (Gutmann, a.a.O.).

Drückender Schmerz in der linken Seite des Unterleibes (Ders. a.a.O.).[175]

(100) Kneipen im Bauche (n. 11/4 St.) (Ders. a.a.O.).

Bauchweh: Kneipen im Unterleibe, darauf Blähungsabgang (n. 3, 16 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Anhaltend drückende Stiche in der linken Bauchseite, (n. 24, 30 St.) (Gutmann, a.a.O.).

Von innen heraus bohrender Schmerz in der Gegend des Nabels, nach der rechten Seite zu (Ders. a.a.O.).

Spannend drückende Stiche in der rechten Bauchseite (Ders. a.a.O.).

(105) Einzelne, heftige und scharfe Stiche theils im linken Oberbauche, theils in der linken oder rechten Bauchseite, theils auch im Unterbauche (n. 14, 31 St.) (Ders. a.a.O.).

Ein starker Stich in der Bauchseite, eine Minute lang anhaltend (Rosazewsky, a.a.O.).

Brennende Stiche im linken Unterbauche, nach den Geschlechtstheilen zu (n. 25 St.) Gutmann, a.a.O.).

Druck in der linken Lendengegend von innen nach aussen (Ders. a.a.O.).

Jückend stechender Schmerz in den rechten Bauchmuskeln (Ders. a.a.O.).

(110) Schmerzloses Gluckern in den Muskeln des linken Unterbauchs (Ders. a.a.O.).

Schmerzgefühl im linken Schoosse beim Gehen, wie verrenkt, was beim Stehen und Berühren sich etwas vermindert (n. 6 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Kitzelndes Jücken am Mittelfleische, zwischen dem After und den Schamtheilen, was zum Kratzen nöthigt (n. 14 St.) (Ders. a.a.O.).

Wohllüstiges Jücken am Mittelfleische, was zum Kratzen nöthigte, worauf ein fressender Schmerz an dieser Stelle entstand, viele Stunden lang dauernd (n. 32 St.) (Ders. a.a.O.).[176]

Zum zweiten Male, den ersten Tag, ein schwierig und mit vielem Pressen erfolgender, nicht harter Stuhl (n. 81/2 St.) (Ders. a.a.O.).

(115) Zum dritten Male, den ersten Tag, mit vielem Pressen abgehender, weniger harter Stuhl (n. 16 St.) (Ders. a.a.O.).

Stuhl früher, als gewöhnlich und breiicht; das Drängen zum Stuhlgange dauerte aber fort, ohne dass weiter etwas abging (Franz, a.a.O.).

Harndrang ohne Schmerzen (n. 1 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Häufiges Drängen zum Harnen, mit vielem Urinabgange1 (n. 3 St.) (Ders. a.a.O.).

Häufiger Drang zum Harnen, mit wenigem Urinabgange2 (n. 25 St.) (Ders. a.a.O.).

(120) Kitzel an der Vorhaut, welcher zum Reiben nöthigt (n. 71/2 (Ders. a.a.O.).

In der Eichel ein anhaltend bohrender Schmerz (Gutmann, a.a.O.).

Ein feiner Stich im linken Hoden (Ders. a.a.O.).

Brennendes Stechen im rechten Hoden (Ders. a.a.O.).

Samenergiessung eine Nacht um die andre (Kummer, a.a.O.).

(125) Langdauernde, unwillkürliche Erectionen (n. 9 Tagen).[177]


Beim Gehen im Freien öfteres Niessen (n. 4, 28 St.) Langhammer, a.a.O.).

Kitzelnder Reiz zum Hüsteln, in der Gegend des Halsgrübchens, dessen Anfall er jedesmal einige Secunden vorher gewahr ward, was er aber nicht unterdrücken konnte (n. 40 St.) (Ders. a.a.O.).

Ein bohrender und wühlender Schmerz in der rechten Brust, stärker und anhaltender beim Gehen (n. 3 St.) (Gutmann, a.a.O.).

Druck in der linken Brustseite unter der Achselgrube (Ders. a.a.O.).

(130) In der rechten Seite der Brust, von der Lebergegend bis in die Brust herauf, auf einer mehr als handgrossen Fläche, ein Drücken von innen an den Ribben, beim Ausathmen, im Stehen ( Franz, a.a.O.).

Brennendes Drücken im Brustbeine, beim Ausathmen heftiger, als beim Einathmen (n. 1/2 St.) (Gutmann, a.a.O.).

Ein drückender Stich in der rechten Brust, welcher beim stärkern Ein- und Ausathmen verging; da er aber auf die Stelle drückte, kam er heftiger wieder und verbreitete sich weiter, als ein fortgesetzter Stichschmerz (n. 2 St.) (Ders. a.a.O.).

Ein Stich in die rechte Brustseite (n. 4 St.) (Ders. a.a.O.).

Stumpfes Stechen in der linken Brust (n. 1 St.) (Ders. a.a.O.).

(135) Stechen in der linken Brustseite, nach dem Rücken zu (Ders. a.a.O.).

Im Stehen, einwärts gehende Stiche in der Brust, beim Einathmen (Franz, a.a.O.).[178]

Beim Gehen, anhaltendes Stechen in der rechten Brustseite (Gutmann, a.a.O.).

Heftiges Stechen im Brustbeine (n. 6 St.) (Ders. a.a.O.).

Stich in der rechten Brust, gleich unter der Achselgrube (n. 11/2 St.) (Ders. a.a.O.).

(140) Unter der letzten Ribbe der linken Seite, nach hinten zu, drei heftige Stiche, bei jedem Athemzuge einer (Kummer, a.a.O.).

Ein starker Stich in der Gegend der sechsten Ribbe (Ders. a.a.O.).

Heftiges Stechen in der linken Brustseite, an der untersten Ribbe (Gutmann, a.a.O.).

Stechen in der rechten Seite des Zwergfells, beim Liegen auf dieser Seite (Ders. a.a.O.).

Am Schulter-Ende des rechten Schlüsselbeins, ein bohrend stechendes Ziehen (Front, a.a.O.).

(145) Zucken in den linken Ribbenmuskeln (Gutmann, a.a.O.).

Zucken in den rechten Ribbenmuskeln (n. 14 St.) (Ders. a.a.O.).

Beim stärkern Einathmen, spannender Schmerz in der Gegend des Zwergfells (n. 11 St.) (Ders. a.a.O.).

Drücken im Kreuze (Ders. a.a.O.).

Weicher Druck im Kreuze, beim Stehen (Franz, a.a.O.).

(150) Unschmerzhaftes Laufen im Kreuze (Gutmann, a.a.O.).

Spannendes Stechen im Rücken, nach der rechten Seite zu (Ders. a.a.O.).

Drückend stechender Schmerz im ganzen Rückgrate, nach der rechten Seite zu, beim Liegen, mit erschwertem Athmen – besonders heftig im Kreuze (Ders. a.a.O.).

Ein anhaltender stumpfer Stich im rechten Schulterblatte, von innen nach aussen (n. 21 St.) (Ders. a.a.O.)

[179] Kollern und Gluckern im rechten Schulterblatte (Ders. a.a.O.).

(155) Pulsirendes Klopfen auf der linken Achsel, eine Minute lang (Kummer, a.a.O.).

Zucken in der linken Schulterhöhe (Gutmann, a.a.O.).

Unschmerzhaftes Kollern auf der linken Schulter, mit Frost über und über (Ders. a.a.O.).

Zucken in den linken Oberarm-Muskeln, äusserer Seite (n. 4 St.) (Ders. a.a.O.).

Fippern im Oberarme (Ders. a.a.O.).

(160) Innerhalb am Oberarme pulsirendes Klopfen, absatzweise (Kummer, a.a.O.).

Drückender Schmerz in den linken Oberarm-Muskeln (n. 30 St.) (Gutmann, a.a.O.).

Drückender Schmerz auf der innern Seite des linken Arms (Ders. a.a.O.).

Schmerz, wie electrische Schläge auf der äussern Seite des linken Oberarms (Ders. a.a.O.).

Stechender Schmerz auf der innern Seite des linken Oberarms (Ders. a.a.O.).

(165) Scharfes Stechen an der äussern Seite des linken Arms (Ders. a.a.O.).

Hinten am Oberarme, eine Reihe empfindlicher, zum Theil heftiger Nadelstiche, die durch Reiben vergehen (Kummer, a.a.O.).

Absetzende Stiche an der äussern Seite zwischen den Ellbogen und der Mitte des rechten Oberarms, in der Ruhe (Franz, a.a.O.).

Stechen im rechten Ellbogengelenke (Gutmann, a.a.O.).

Feinstechen im linken Vorderarme, in Ruhe und Bewegung (n. 13 St.) (Langhammer, a.a.O.).

(170) Scharfe Stiche im rechten Vorderarme, welche bei Berührung vergehen (n. 13 St.) (Ders. a.a.O.).

Zucken in den linken Vorderarm-Muskeln (n. 10 St.) (Gutmann, a.a.O.).[180]

Brennen im rechten Vorderarme (Ders. a.a.O.).

Drückender Schmerz auf der innern Seite des rechten Vorderarms (Ders. a.a.O.).

Im Vorderarme, oft wiederkehrende, ziehende Schmerzen (Kummer, a.a.O.).

(175) Im linken Handgelenke ein reissendes Ziehen, was sich bis in die drei letzten Finger erstreckt (Ders. a.a.O.).

An den Händen, ein Blüthen-Ausschlag, besonders an den Seiten der Finger, auch auf dem Handrücken, mit einigem Jücken (Ders. a.a.O.).

Brennender Schmerz im dritten und vierten Finger der linken Hand (Gutmann, a.a.O.).

Stechender Schmerz im vierten Finger der linken Hand (Ders. a.a.O.).

Drückender Schmerz in den drei letzten Fingern der rechten Hand (Ders. a.a.O.).

(180) Die Fingerspitzen sind eiskalt (n. 6 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Zucken in den linken Gesässmuskeln nach unten zu (Gutmann, a.a. O).

Jücken in den linken Gesässmuskeln (Ders. a.a.O.).

Fippern in den obern Muskeln des Oberschenkels (n. 2 St.) (Ders. a.a.O.).

Stechender Schmerz im ganzen linken Oberschenkel (n. 91/2 101/2 St.) (Ders. a.a.O.).

(185) Im Sitzen, bohrendes Stechen an der innern Seite des Oberschenkels (Franz, a.a.O.).

Ganz oben, vorne, am Oberschenkel schmerzt eine Stelle wie zerschlagen, mehr beim Befühlen, als beim Gehen (Kummer, a.a.O.).

Drücken an der innern Seite des rechten Oberschenkels, beim Sitzen und Stehen, aber nicht beim Gehen (n. 2 St.) (Gutmann, a.a.O.).[181]

Fressendes Jücken am linken Oberschenkel, zum Kratzen nöthigend (n. 71/2 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Reissen in der Kniekehle, an der äussern Senne derselben, im Sitzen (Franz, a.a.O.).

(190) Ziehend stechender Schmerz an der Aussenseite des rechten Kniees, in Ruhe und Bewegung (n. 3 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Ein im ganzen Kniegelenke verbreiteter, stechender Schmerz (Gutmann, a.a.O.).

An der äussern Seite des Kniees, scharfes Drücken, wenn er den Unterschenkel biegt (Franz, a.a.O.).

Brennender Schmerz in der linken Kniescheibe (Gutmann, a.a.O.).

Ein anhaltend brennender Schmerz vorne im rechten Knie (Ders. a.a.O.).

(195) Brennender Schmerz an der äussern Seite des rechten Unterschenkels (Ders. a.a.O.).

Brennender Schmerz unten am rechten Unterschenkel (Ders. a.a.O.).

Brennen vorne am Schienbeine (Ders. a.a.O.).

Im rechten Unterschenkel, ein von unten herauf ziehendes, heftiges Feinstechen beim Stehen, welches im Sitzen verging (n. 30 St.) (Langhammer, a.a.O.).

An der äussern Seite des linken Unterschenkels, heraufziehende Nadelstiche, im Stehen, welche beim Sitzen vergehen (n. 31 St.) (Ders. a.a.O.).

(200) Ziehende Schmerzen in den Unterschenkeln, im Sitzen und beim Gehen (Kummer, a.a.O.).

Mattigkeit der Unterschenkel, besonders beim Treppensteigen (Ders. a.a.O.).

Der rechte Unterschenkel ist beim Gehen schwächer, als der linke, und dennoch ist's, als ob seine Muskeln mehr angespannt wären (Ders. a.a.O.).

Fressend nagender Schmerz am rechten Unterschenkel[182] (beim Stehen) (n. 11/2 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Reissender Schmerz am äussern Rande des linken Unterschenkels (im Stehen (n. 2 St.) (Ders. a.a.O.).

(205) Pochende, stumpfe Stiche auf der rechten Wade, gleich unter der Kniekehle (Franz, a.a.O.).

Stechen in der rechten Wade (Gutmann, a.a.O.).

Anhaltend brennende Stiche in der Wade (beim Sitzen) (Ders. a.a.O.).

Drückender Schmerz in der linken Wade (n. 3/4 St.) (Ders. a.a.O.).

Zuckender Schmerz in der rechten Wade, welcher beim Anfühlen schnell vergeht (n. 1 St.) (Langhammer, a.a.O.).

(210) Heftiges Jücken an der linken Wade, Abends beim Niederlegen, welches zum Kratzen nöthigt, nach dem Kratzen aber fortjückt; dann ward die Stelle roth und nässete (n. 17 St.) (Ders. a.a.O.).

Ein Stich im linken Fussrücken, nach der grossen Zehe zu (n. 37 St.) (Gutmann, a.a.O.).

Ein Stich im innern Knöchel des rechten Fusses, im Sitzen (n. 32 St.) (Ders. a.a.O.).

Jückendes Stechen am innern Fussknöchel (Ders. a.a.O.).

Im Stehen, ein ziehender Schmerz auf dem rechten Fussrücken, welcher im Sitzen verging (n. 1 St.) (Langhammer, a.a.O.).

(215) Im Stehen ein drückend ziehender Schmerz im linken Fussrücken (n. 3/4 St.) (Ders. a.a.O.).

Im linken Fussgelenke, ein reissendes Ziehen (Kummer, a.a.O.).

Brennender Schmerz im rechten Unterfusse, auswärts (Gutmann, a.a.O.)[183]

Brennendes Ziehen auf dem Rücken des linken Fusses (n. 37 St.) (Ders. a.a.O.).

Drücken auf dem rechten Fussrücken, im Sitzen (n. 22 St.) (Ders. a.a.O.).

(220) Jücken auf dem Rücken des rechten Unterfusses, was durch Kratzen verging (n. 13/4 St.) (Ders. a.a.O.).

Auf dem Fussrücken, einige Bläschen, welche jücken (Kummer, a.a.O.).

Stiche vom Fussrücken in die Fusssohle hinein (n. 11/2 St.) (Gutmann, a.a.O.).

Bohrender Schmerz in der rechten Fusssohle (Ders. a.a.O.).

Brennendes Bohren in der linken Fusssohle nach der kleinen Zehe zu (Ders. a.a.O.).

(225) Theils heftig, theils feinstechender Schmerz in der rechten Fusssohle, von innen nach aussen, im Sitzen (n. 10, 21 St.) (Ders. a.a.O.).

Jückendes Stechen in der rechten Fusssohle (n. 32 St.) (Ders. a.a.O.).

Brennend drückender Schmerz in der rechten Fusssohle, nach den Zehen zu, im Sitzen (Ders. a.a.O.).

Ein fortgehender Zug aus der kleinen Zehe, am Schienbeine heran, im Sitzen (Franz, a.a.O.).

Anfälle von Brennen in den Zehen, besonders oben auf der rechten grossen Zehe, (Gutmann, a.a.O.).

(230) Stechen in der rechten grossen Zehe, nach der zweiten Zehe zu (Ders. a.a.O.).

Brennendes Stechen in der rechten grossen Zehe, beim Gehen (n. 9 St.) (Ders. a.a.O.).

Reissende Stiche in den Zehen (Franz, a.a.O.).

Heftiges Jücken auf der vierten Zehe beider Füsse (n. 25 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Zwischen den Zehen viel Schweiss, besonders am rechten Fusse (Kummer, a.a.O.).[184]

(235) Alle Glieder bewegen sich zwar leicht, es ist ihm aber dabei, als ob die bewegenden Kräfte in einem gebundenen Zustande wären (Franz, a.a.O.).

Schwächegefühl im ganzen Körper; ein Hinschmachten aller Kräfte, dass er sich immer legen oder setzen möchte, wo er sich dann in einem Zwischenzustande von Bewusstseyn und Unbewusstseyn, wie beim Einschlafen, befindet (Ders. a.a.O.).

Inneres Gefühl, als sey er sehr krank; alle Glieder schmerzen bei Berührung und in unrechter Lage (Ders. a.a.O.).

Fast alle Beschwerden kommen bloss im Sitzen; beim Gehen verschwinden sie fast alle (Gutmann, a.a.O.).

Beim Sitzen häufiges Gähnen, als ob er nicht ausgeschlafen hätte (n. 51/2 St.) (Langhammer, a.a.O.).

(240) Tagesschläfrigkeit (beim Lesen); es schlossen sich sogar die Augen zu, dass er sich wirklich legen musste; bei Bewegung verging die Schläfrigkeit (n. 5 St.) (Ders. a.a.O.).

Unüberwindliche Schläfrigkeit nach Tische; beim Erwachen drängte es ihn zum Harnen mit etwas Brennen, doch bloss vor und nach dem Abgange des Harns (Kummer, a.a.O.).

Beim Anhören wissenschaftlicher Dinge schläft er, aller Gegenanstrengungen ungeachtet, ein, und es entstanden sogleich lebhafte Traumbilder (Ders. a.a.O.).

Aengstliche, lebhafte, unerinnerliche Träume (Ders. a.a.O.).

Lebhafte, unerinnerliche Träume (Langhammer, a.a.O.).

(245) Die Nacht, Träume voll Zänkerei (Ders. a.a.O.).

Wohllüstige Träume (Ders. a.a.O.).

Oefteres Aufwachen aus dem Schlafe, mit häufigem Herumwerfen im Bette; er konnte nirgend Ruhe finden (Ders. a.a.O.).[185]

Oefteres Erwachen aus dem Schlafe, wie ausgeschlafen (Ders. a.a.O.).

Beim Erwachen aus dem Schlafe, gelinder Schweiss über den ganzen Körper, der Beissen in der Haut über und über erregt, welches zum Kratzen reizt (n. 23 St.) (Ders. a.a.O.).

(250) Beim Einschlafen, Abends im Bette, schwitzte er sogleich über den ganzen Körper und so die ganze Nacht hindurch; früh befand er sich munter (Ders. a.a.O.).

Gleich beim Einschlafen fing er an, über und über zu schwitzen, so dass er öfters darüber aufwachte, wo er dann jedesmal eine Hitze am ganzen Körper, eine weit bedeutendere, glühende Hitze aber in den Wangen fühlte; vom Schweisse ward er ganz nass, war aber früh munter (Ders. a.a.O.).

Gelinder Schweiss über den ganzen Körper (n. 22 St.) (Ders. a.a.O.).

Beim Gehen im Freien, plötzliche Wärme des Gesichts, wie auch am übrigen Körper, ohne Durst (n. 37 St.) (Ders. a.a.O.).

Hitzempfindung und Hitze im Gesichte, mit Röthe (n. 11/2 St.) (Ders. a.a.O.).

(255) Gesicht, Hände und der übrige Körper sind heiss, ohne Durst (n. 61/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Ein Frösteln durch den ganzen Körper (n. 26 St.) (Ders. a.a.O.).

Frost, etliche Stunden, mit anhaltendem, drückendem Kopfschmerze (Gutmann, a.a.O.).

Beim Gehen im Freien, heftiger Frostschauder über den ganzen Körper, wie ein Fieberanfall, ohne Durst und ohne Hitze darauf (n. 21/2 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Unentschlossenheit und Scheu vor Arbeit, ob sie gleich gut von Statten geht, sobald er nur angefangen hat (Franz, a.a.O.).

(260) Ohne Beschäftigung ist er ganz düster; er weiss[186] sich nirgend zu lassen, und kann sich dennoch zu nichts entschliessen (Ders. a.a.O.).

Früh, missvergnügt und zu Geschäften, wie zum Sprechen unaufgelegt (n. 25 St.) (Langhammer, a.a.O.).

Sehr zum Lachen geneigt (Ders. a.a.O.).

Redeseeligkeit und unaufhaltbare Schwatzhaftigkeit (Ders. a.a.O.).

Religiöser, getroster Muth, Fröhlichkeit, Zufriedenheit mit sich selbst und seiner Lage (Ders. a.a.O.).

Fußnoten

1 Man sieht aus diesen beiden Symptomen, wovon ersteres die Erstwirkung, das zweite aber die Nachwirkung, oder bleibende Gegenwirkung des Organismus ist, wie verkehrt die gewöhnliche Praxis verfährt, wenn sie durch Löwenzahn langwierige Geschwulsten mit verminderter Harnabsonderung heilen will. Bringet er auch seiner Natur nach anfänglich mehr Harnabgang hervor, so verringert er ihn doch nur um desto mehr in der bleibenden Nachwirkung. Eher würde er dagegen in übrigens zu Löwenzahn passenden Arten von krankhaftem Harnflusse (diabetes) homöopathische Dienste leisten, wo kein miasmatisches Siechthum dem Uebel zum Grunde liegt – wie freilich oft.

2 Man sieht aus diesen beiden Symptomen, wovon ersteres die Erstwirkung, das zweite aber die Nachwirkung, oder bleibende Gegenwirkung des Organismus ist, wie verkehrt die gewöhnliche Praxis verfährt, wenn sie durch Löwenzahn langwierige Geschwulsten mit verminderter Harnabsonderung heilen will. Bringet er auch seiner Natur nach anfänglich mehr Harnabgang hervor, so verringert er ihn doch nur um desto mehr in der bleibenden Nachwirkung. Eher würde er dagegen in übrigens zu Löwenzahn passenden Arten von krankhaftem Harnflusse (diabetes) homöopathische Dienste leisten, wo kein miasmatisches Siechthum dem Uebel zum Grunde liegt – wie freilich oft.


Quelle:
Samuel Hahnemann: Reine Arzneimittellehre. Bd. 5, Dresden, Leipzig 21826, S. 165-187.
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