[82] Kapsikum (Capsicum annuum).

[82] (Die reifen Samenkapseln nebst dem Samen gepülvert und mit Weingeiste, im Verhältnisse von 20 Gran des Pulvers zu 400 Tropfen Weingeiste, ohne Wärme, binnen einer Woche, unter täglich zweimaligem Umschütteln zur Tinktur ausgezogen, wovon dann zwanzig Tropfen einen Gran Kapsikum-Kraft enthalten.)


In den beiden Indien, wo der spanische Pfeffer (Piper indicum, s. hispanicum), wie man ihn nennt, einheimisch ist, ward er grösstentheils bloss als Gewürz angewendet, welches man in England, Frankreich und Italien nachahmte, bis er zuletzt auch in Deutschland als Gewürz zu Tütsch-Brühen (Sauçen) für den Hochgeschmack leckerer Tafeln eingeführt ward (wofür man auch oft den gepülverten Samen des noch schärfern Capsicum baccatum, Cayennepepper nahm), um den Gaumen zu widernatürlich starker Esslust zu reizen und so – die Gesundheit zu untergraben.

Vom arzneilichen Gebrauche dieser heftigen Substanz hörte man indess wenig. Bloss Bergius (Mat. med. S. 147.) versichert, mehre alte Wechselfieber mit drei zweigranigen Gaben Kapsikum geheilt zu haben, doch auch nicht mit ihm allein; denn die alte Erbsünde des bisherigen Arztthums, die Mischgierde verleitete auch ihn,

Lorbeeren dazu zu setzen im[83] Verhältnisse der letztern zu ersterm, wie 20 zu 3. Auch beschreibt er die damit geheilten Wechselfieber nach der Gesamtheit ihrer Symptome nicht, sondern lässt es bei dem Namen »alte Wechselfieber« bewenden, wie die übrige Zunft seiner Kollegen, so dass die virtus ab usu des Gemisches zu dieser Absicht im Dunkeln bleibt.

Unendlich zweifelloser und sichrer schreitet dagegen der homöopathische Arzt zu Heilungen mit Kapsikum, indem er nach dem Vorgange der eigenthümlichen, reinen Krankheits-Zustände, welche von dieser kräftigen Arzneisubstanz in gesunden Körpern erregt wird (deren mehre ich hier vorlege), nur solche natürliche Krankheiten damit zu heben unternimmt, deren Symptomen-Inbegriff in den Symptomen des Kapsikums in möglichster Aehnlichkeit enthalten ist.

Man findet solche durch Kapsikum heilbare Krankheiten bei Personen von straffer Faser seltener.

Einen sehr kleinen Theil eines Tropfens der trillionfach verdünnten Tinktur – jedes Verdünnungsglas nur zweimal geschüttelt – habe ich als Gabe zu jedem homöopathischen Heilgebrauche völlig hinreichend gefunden, so wie zur Minderung allzu starker Wirkung einer Kapsikum-Gabe bei einigen sehr reizbaren Personen das Riechen an eine gesättigte Kampher-Auflösung als Antidot.[84]

Kapsikum.

Berauschung.

Wenn er aus dem Schlafe erwacht, ist ihm der Kopf so dumm, als wenn er sich selbst nicht kennte.

Früh, beim Erwachen, düselig im Kopfe.

Bei Fieberfrost und Kälte zugleich Aengstlichkeit, Taumlichkeit und Dummheit im Kopfe, wie eine Unbesonnenheit und Ungeschicklichkeit, so dass sie überall anstiess.

5. Schwindel, Schwanken von einer Seite zur andern.

Alle Sinne sind schärfer.1

Bei Bewegung des Kopfs und beim Gehen, Kopfweh, als wenn die Hirnschale zerspringen sollte.

Klopfendes, pochendes Kopfweh in einer der beiden Schläfen.

Pochendes Kopfweh in der Stirne.

10. Ein klopfend pochender Kopfschmerz.

Drückendes Kopfweh in den Schläfen.

Drückender Kopfschmerz in der Stirne, als wenn es vom Hinterhaupte vor zur Stirne heraus drückte, mit einem Schneiden vom Hinterkopfe her (sogleich).

Ein immerwährend drückendes Kopfweh in der Stirne, über der Nasenwurzel und mitunter einige Stiche durch das Ohr und über das Auge.[85]

Ein halbseitiger, drückend stechender Kopfschmerz, wie eine hysterische Migräne, welcher bei Aufhebung der Augen und des Kopfs, oder durch Vorbücken des Kopfs sich erhöhet und mit Vergesslichkeit und Uebelkeit begleitet ist.

15. Ein stechender Kopfschmerz.

Ein mehr stechender, als reissender Kopfschmerz, welcher in der Ruhe schlimmer, bei Bewegung aber gemässigter ist.

Ein ausdehnender Kopfschmerz, oder als wenn das Gehirn zu voll wäre.

Ein von einander treibender Kopfschmerz in der Stirne.

Ein ziehender Kopfschmerz in der Stirne.

20. (Reissendes Kopfweh.)

Auf dem Haarkopfe, ein fressendes Jücken, wie von Ungeziefer, welches zum Kratzen nöthigte; nach dem Kratzen thaten die Haarwurzeln und die Kopfhaut so weh, als wenn die Haare ausgerauft würden.

Gesichtsschmerzen theils als Knochenschmerz, durch äussere Berührung erregbar, theils als feine, die Nerven durchdringende Schmerzen, welche beim Einschlafen peinigen.

(An der linken Gesichtsseite, Blüthen mit salzbeissiger Empfindung.)

Im Gesichte, rothe Punkte und an der Stirne, eine Flechte mit fressendem Jücken (n. 2 und 24 St.).

25. Sehr erweiterte Pupillen.

Zum Kopfe herausgetretene Augen mit Gesichtsblässe (n. 16 St.).

Ein drückender Schmerz in den Augen, wie von einem fremden Körper.

Früh, ein Brennen in den Augen, welche roth sind und thränen.

Feinstechender Schmerz in den Augen.2[86]

30. Augen-Entzündung.

Früh, eine Trübsichtigkeit, als wenn eine fremde Substanz auf der Hornhaut schwämme und sie verdunkelte, so dass man durch Reiben des Auges die Helligkeit auf einige Augenblicke wieder herstellen kann.

Alle Gegenstände erscheinen schwarz vor den Augen.

Sehkraft fast gänzlich erloschen, wie Blindheit.

Reissen in der Ohrmuschel.

35. Ein jückender Schmerz ganz tief im Ohre (n. 16 St.).

Ein drückender Schmerz ganz tief im Ohre (n. 1 und 8 St.).

Am Felsenbeine hinter dem Ohre, eine bei Berührung schmerzhafte Geschwulst.

Ein Schmerz unter dem Ohre.

(Ein Jücken mit Stichen untermischt in der Nase.)

40. Nasenbluten früh im Bette und dann mehres Blutschneuzen.

Blutiger Nasenschleim.

Schmerzhafte Blüthchen unter den Nasenlöchern.

Geschwüriger Ausschlag an den Lippen – nicht in den Winkeln –, der nur bei Bewegung dieses Theils schmerzt.

Geschwollene Lippen.

45. Schülfrige Lippen.

Schrunden in der Lippe, aufgesprungene Lippen.

Zahnfleisch-Geschwulst.

Ziehender Schmerz im Zahnfleische.

Ein ziehender Schmerz im Zahne, welcher sich jedoch weder beim Befühlen des Zahns, noch beim Essen vermehrt.

50. Die Zähne deuchten ihm wie verlängert und erhöhet, und wie stumpf.

Blüthen-Ausschlag am Innern der Backen.

Auf der Zungenspitze, Blüthchen, welche, wenn sie berührt werden, stechend schmerzen.

Speichelfluss.

[87] Schmerz im Schlucken, wie bei Hals-Entzündung, aber ausser dem Schlingen, ein ziehender Schmerz im Schlunde.

55. Schmerz im obern Theile des Schlundes, ausser dem Schlucken, als wenn die Theile wund wären und krampfhaft zusammen gezogen würden, wie beim Würmerbeseigen.

Bloss beim Husten, ein einfacher Schmerz im Rachen.

In der Gaumdecke, ein Schmerz, als wenn sie von etwas Hartem gedrückt oder geknippen würde, anfangs mehr ausser dem Schlingen, nachgehends mehr während des Schlingens (n. 11/2 St.).

Krampfhafte Zusammenziehung des Schlundes,

Trockenheit im Munde.

60. Vorne auf der Zunge, ein Trockenheits-Gefühl, ohne Durst, früh (n. 8 St.).

Durstlosigkeit.

Zäher Schleim im Munde (n. 2 St.).

Geschmack im Munde, wie von verdorbnem (faulen) Wasser.

Fader, lätschiger, erdhafter Geschmack (z.B. der Butter).

65. Wässeriger, fader Geschmack im Munde, dann Soodbrennen.

Soodbrennen.

Aufstossen aus dem Magen bloss beim Gehen, und bei jedem Aufstossen, ein Stich in der Seite; beim Sitzen kein Aufstossen, daher auch kein Stich.

Ein herber, säuerlicher Geschmack im Munde.

Saurer Geschmack im Munde.

70. Saurer Geschmack der Fleischbrühe (n. 2 St.).

Lätschigkeit im Magen (n. 1 St.).

Eine Kälte im Magen: ein Gefühl, als wenn kaltes Wasser darin wäre – hierauf Empfindung, als wenn er zitterte.

Mangel an Hunger, Appetitlosigkeit.

Wenn er essen will, muss er sich dazu zwingen; er hat gar keinen Appetit, ob ihm gleich, die Speisen richtig schmecken.[88]

75. Nach dem Essen, häufiges Gähnen.

Verlangen nach Kaffee (n. 8 St.).

Brecherliche Uebelkeit und Speichelspucken nach Kaffeetrinken.

Brecherlichkeit.

Wabblichkeit und Brecherlichkeit in der Herzgrube, früh und nach Mittage (n. 24 St.).

80. Drücken in der Herzgrube, mit Brecherlichkeit.

Nach dem Essen, Vollheit und Aengstlichkeit in der Brust; hierauf saures Aufstossen, oder Soodbrennen – endlich dünner Stuhlgang.

Nach dem Essen (Mittags), sogleich Stuhlgang, mit Röthe der Wangen (n. 6 St.).

Gleich nach dem Essen, Mittags und Abends, ein Brennen über der Herzgrube.

Ein Brennen im Magen bis in den Mund, nach dem Frühstücke.

85. Tief im Unterleibe, ein mehr brennender als stechender Leibschmerz – zugleich mit Schneiden in der Nabelgegend – beim Bewegen, vorzüglich beim Bücken und Geben, mit Unmuth über den Schmerz und Unzufriedenheit und Weinerlichkeit über leblose Sachen (nicht über Menschen oder moralische Gegenstände) und bei der Aergerlichkeit, eine Art Bänglichkeit mit Schweiss im Gesichte.

Eine drückende Spannung im Unterleibe, besonders der epigastrischen Gegend, zwischen der Herzgrube und dem Nabel, welche vorzüglich durch Bewegung sich vermehrt, zugleich mit einer drückenden Spannung im Untertheile des Rückens.

Aufgetriebenheit des Unterleibes, zwei Stunden nach dem Essen; hernach ein nach dem Hinterhaupte zu schiessendes Kopfweh und häufiger Schweiss.

Ein spannender Schmerz von dem Unterleibe nach der Brust zu, wie von Auftreibung des Unterleibes.[89]

Aufgetriebenheit und Härte des Unterleibes; sie konnte keine fest anliegenden Kleider vertragen.

90. Gefühl, als wenn der Unterleib bis zum Zerplatzen aufgetrieben wäre, wodurch der Athem bis zum Ersticken gehemmt wird.

Ein auf- und niederwärts gehendes Kollern im Unterleibe.

Knurren im Leibe von Blähungen (n. 1 St.).

Kneipen im Oberbauche.

Ein Drücken unter den kurzen Ribben und in der Herzgrube.

95. Ein fest drückender, fast stechender Schmerz auf einer kleinen Stelle im linken Unterbauche (n. 1 St.).

Ein Drücken hie und da im Unterleibe.

Drückend kneipendes Bauchweh gleich nach dem Essen, und eingesperrte Blähungen.

Leibweh, wie von Blähungen im Unterbauche.

Die Blähungen gehen schmerzhaft im Bauche herum.

100. Unter schneidendem, sich um den Nabel windendem Bauchweh, durchfälliger Abgang zähen, zuweilen mit schwarzem Blute untermischten Schleimes; nach jedem Stuhlgange, Durst und nach jedem Trunke, Schauder.

Ein Ziehen und Umwenden im Unterleibe, ohne und mit Durchfall.

Es tritt ein Windbruch mit Gewalt aus dem Bauchringe schmerzhaft hervor.

Nach einiger Blähungskolik im Unterbauche, kleine, öftere Stuhlgänge, welche aus Schleime zuweilen mit Blut untermischt bestehen und Stuhlzwang erregen.

Schleimige Diarrhöe mit Tenesmus.

105. Sogleich, Durchlauf und gleich drauf, leerer Stuhlzwang.

Kleine Stuhlgänge, die aus lauterm Schleime bestehen.[90]

Kleine Stühle blutigen Schleims.

Stuhlzwang.

Leibverstopfung, als wenn zu viel Hitze im Unterleibe wäre.

110. Brennender Schmerz im After (n. 3, 4, 8 St.).

Jücken im After (n. 3, 4, 8 St.).

Beissend stechender Schmerz im After, beim durchfälligen Stuhle.

Blinde Hämorrhoiden, Aderknoten am After, welche beim Stuhlgange heftig schmerzen.

Blutader-Knoten am After, welche zuweilen jücken.

115. Blut-Abfluss aus dem After, vier Tage lang.

Harnzwang, Tenesmus des Blasenhalses; es treibet ihn zu öfterm, fast vergeblichem Harnen (n. 4, 8 St.).

Harn geht nur mit grosser Mühe tröpfelnd und schubweise ab (sogleich und lange Zeit hindurch).

Oefterer Drang zum Harnlassen, am meisten im Sitzen, nicht im Gehen (n. 42 St.).

Harnbrennen.

120. Nach dem Harnen, ein brennend beissender Schmerz in der Harnröhre (n. 7 Tagen).

Ein Brennen in der Mündung der Harnröhre gleich vor, während und eine Minute nach dem Uriniren.

Schmerz in der Harnröhre, vorzüglich Vormittags.

Gleich nach dem Uriniren, ein Feinstechen in der Harnröhrmündung.

Ausser dem Uriniren, Stechen wie mit Nadeln im vordern Theile der Harnröhre (n. 8 St.).

125. Ausser dem Uriniren, starke Stiche in der Harnröhrmündung.

Ausser dem Uriniren, ein schneidender Schmerz in der Harnröhre, rückwärts (n. 6 St.).

Die Harnröhre ist beim Befühlen schmerzhaft (n. 7 Tagen).

Der Urin setzt einen weissen Bodensatz ab.

Ein immerwährendes Drücken und Brickeln3 in der Eichel, vorzüglich früh und Abends.[91]

130. Früh, beim Erwachen, Kälte des Hodensacks.

Kälte des Hodensacks und männliches Unvermögen.

Samen-Ergiessung, die Nacht.

Ein ziehender Schmerz im Samenstrange und ein klemmender Schmerz im Hoden während des Harnens und einige Zeit hernach (n. 48 St.).

Erektion, Vormittags, Nachmittags, Abends.

135. Steifheit des männlichen Gliedes, früh im Bette, ohne verliebte Gedanken.

Heftige Erektion, früh beim Aufstehn, bloss durch kaltes Wasser zu dämpfen.

Bei verliebten Tändeleien, ein unbändiges Zittern des ganzen Körpers (n. 24 St.).

Eiteriger Harnröhrfluss, eine Art Tripper.

(Der Tripper wird gelb und dick) (n. 7 Tagen).

140. Während des monatlichen Blutflusses, Drücken in der Herzgrube mit Brecherlichkeit.


Kriebeln und Kitzeln in der Nase, wie bei Stockschnupfen.

Stockschnupfen.

Heiserkeit.

Schleim im obern Theile der Luftröhre, welcher von Zeit zu Zeit durch Kotzen und freiwilliges Hüsteln ausgeworfen seyn will (n. 3 St.).

145. Sehr häufiges Hüsteln.

Trocknes, öfteres Hüsteln.

Husten, vorzüglich gegen Abend (von 5 bis 9 Uhr).

Abends, nach dem Niederlegen, ein Kriebeln und Kitzeln im Luftröhrkopfe und trocknes Hüsteln.

Husten, vorzüglich nach Kaffeetrinken.

150. Schmerzhafter Husten.

Bloss beim Husten, ein Schmerz im Halse, wie von einer einfach schmerzenden Geschwulst.

Bloss beim Husten-Anfalle, ein drückender Schmerz im Halse, als wenn da ein Geschwür aufgehn wollte.

[92] Beim Husten, Kopfweh, als wenn die Hirnschale zerspringen sollte.

Der Husten erregt Brecherlichkeit.

155. Nachmittägige Hustenanfälle (um die fünfte Stunde), welche Brecherlichkeit und Erbrechen erregen.

Bei jedem Mal Husten, ein drückender Schmerz im Ohre, als wenn da ein Geschwür aufgehn wollte.

Beim Husten, ein ziehender Schmerz in der Seite der Brust bis nach dem Halse.

Beim Husten, ein tief eindrückender Schmerz an der Seite des Oberschenkels bis in's Knie.

Vom Husten und Niessen fährt ein Schmerz in dieses oder jenes Glied.

160. Der Hauch aus der Lunge, beim Husten, erregt einen fremden, widrigen Geschmack im Munde.

Der Husten stösst einen übelriechenden Athem aus der Lunge.

Schmerz der Ribben und des Brustbeins beim Athemholen.

Schmerz an der Brust, unter dem rechten Arme, wenn er die Stelle anfühlt, oder den Arm aufhebt.

(Einfacher Schmerz an einer Ribbe, auf einer kleinen Stelle, welcher am ärgsten beim Befühlen ist, aber weder durch Athmen noch durch Husten erregt wird.)

165. Beim Husten, Schmerz wie Stechen in der Seite der Brust und im Rücken.

Beim Athmen, ein stechender Schmerz zwischen den Schulterblättern und in der Gegend des Magens, und einzelne Stiche in der Seite des Unterleibes, am schwerdförmigen Knorpel und im Brustbeine – Schmerzen, welche jedoch nicht einzudringen, sondern nur oberflächlich zu seyn scheinen.

Beim Athmen, während des Gehens, ein Stich in der Seite der Brust; beim Sitzen nicht.[93]

In der Gegend des Herzens, mehre starke Stiche, dass er hätte schreien mögen.

Aengstlichkeit, die ihn tief zu athmen nöthigt.

170. Ein unwillkürliches, starkes Athem-Ausstossen.

Er muss oft einen einzigen, recht tiefen Athemzug holen, wodurch er sich in Allem, was ihn beschwert, Erleichterung zu verschaffen wähnt.

Tiefes Athmen, fast wie ein Seufzer.

Ein Schmerz in der Brust beim Sitzen, als wenn die Brust zu voll und nicht Raum genug darin wäre.

Engbrüstigkeit selbst in der Ruhe, mit Steifigkeit des Rückens, welcher beim Vorbücken weh thut, wobei von Zeit zu Zeit ein seufzerartiges tief Athmen und trockner Husten statt findet.

175. Asthma, Gefühl von Vollheit der Brust.

Engbrüstigkeit, welche aus dem Magen zu kommen scheint.

Von Tage zu Tage leichteres Athmen.4

Engbrüstigkeit, mit Gesichtsröthe, Aufstossen, und Empfindung, als wenn die Brust aufgetrieben wäre.

Engbrüstigkeit bei Ruhe und Bewegung.

180. Er kann nur mit aufgerichtetem Körper Odem holen – Orthopnöe.

Schmerz, als wenn die Brust zusammengeschnürt wäre, welcher den Odem beengt und sich, selbst bei geringer Bewegung, vermehrt.

Ein Schmerz, wie Drücken auf der Brust, beim tief Athmen und Wenden des Körpers.

Engbrüstigkeit beim Gehen.

Ein klopfender Schmerz in der Brust.

185. Ein drückender Schmerz in der Seite der Brust, auf welcher sie liegt.

Im Kreuze, ein herabziehender Schmerz im Stehen und Bewegen, mit Zerschlagenheits-Schmerz.[94]

Rücken-Schmerz beim Bücken.

Ziehender Schmerz im Rücken.

Ziehend drückender Schmerz im Rücken.

190. Steifigkeit im Nacken, welche durch Bewegung sich mindert.

Schmerzhafte Steifigkeit im Nacken, die man nur bei Bewegung desselben spürt.

Ein zuckender Schmerz im Nacken.

Ein Schmerz äusserlich am Halse.

Schweiss unter der Achsel (n. 8 St.).

195. Das Achselgelenk schmerzt, wie ausgerenkt.

(Ziehend lähmiger Schmerz über und unter dem Ellbogengelenke.)

Feinstechender Schmerz in der Haut der Handwurzel.5

Kühler Schweiss in den Händen (n. 3 St.).

Ein ziehender Schmerz im Hüftgelenke (ein Schmerz wie beim steifen Genicke), welcher sich durch Berührung und beim Zurückbiegen des Rumpfes vermehrt.

200. Vom Hüftgelenke bis zu den Füssen, ein stechend reissender Schmerz, vorzüglich beim Husten.

In den Oberschenkel-Muskeln, Schmerz, wie Drücken und verrenkt.

Spannender Schmerz im Knie.

Strammen in den Waden beim Gehen.

(Zerschlagenheitsschmerz des Ferseknochens, als wenn die Ferse durch einen grossen Sprung erböllt und zerstossen wäre, zuweilen in ein Reissen übergehend, anfallsweise (n. 2 St.).

205. Stechen zu den Spitzen der Zehen heraus.

Vielstündige, überhin gehende, ziehende Schmerzen hie und da in den Gliedern, im Rücken, im Genicke, in den Schulterblättern und in den Händen, welche durch Bewegung erregt werden.

Knacken und Knarren der Gelenke der Kniee und Finger.[95]

In allen Gelenken, Empfindung von Steifheit und einfacher Schmerz, im Anfange der Bewegung am schlimmsten, durch fortgesetzte Bewegung aber gemildert – bei einem Katarrhe zähen Schleims in der Luftröhre.

Früh, beim Aufstehn, ist er in allen Gelenken wie gerädert, ein lähmiger Steifigkeits-Schmerz beim Anfange der Bewegung, besonders in den Knieen und Fussgelenken, bei fortgesetzter Bewegung gemindert (n. 10 St.).

210. Wenn er gelegen hat, sind alle Gelenke wie steif, und früh beim Aufstehn aus dem Bette ist er in allen Gelenken, wie gerädert, vorzüglich ist die Lähmung in den Knieen und Fussgelenken nach der Ruhe weit stärker, als wenn er in Bewegung ist.

Alle Gelenke schmerzen wie ausgerenkt, mit der Empfindung, als wenn sie geschwollen wären.

Klamm zuerst im linken Arme und dann im ganzen Körper; die Arme waren steif, sie konnte sie nicht grade machen, auch waren die Füsse, nach dem Sitzen, beim Aufstehn, steif, wie eingeschlafen und kriebelnd.

Bald in diesem, bald in jenem Theile, überhin gehend drückende Schmerzen.

Ein Krabbeln hie und da in der Haut des Körpers, wie von einer Fliege.

215. Empfindung über den ganzen Körper, als wenn alle Theile einschlafen wollten.6

Kriebelnde Empfindung in den Armen und Beinen vom Fusse an bis in den Schlund.

Ein Jücken hie und da in der Haut, am meisten aber im Gesichte und an der Nase.

(Jücken bloss nach dem Anrühren der Stelle.)

Jücken in den Haaren auf dem Kopfe und auf kleinen Punkten am übrigen Körper, welches durch gelindes Kratzen vergeht.

220. (Rothe, runde Flecke am Unterleibe und an den Dickbeinen.)[96]

Eine im Körper auf- und niederwärts fahrende, schmerzlose Empfindung, bei Röthe auf den Backen.

Lässigkeit in den Gliedern, doch mehr in der Ruhe und beim Sitzen.

Grosse, doch nicht zum Schlafe einladende Müdigkeit (n. 2 St.).

Früh, grössere Müdigkeit, als Abends.

225. Zitternde Schwäche in den Füssen.

Gänzliche Abspannung der Kräfte.

Er scheut alle Bewegung.

Traumvoller Schlaf.

Träume trauriger Art aus der Vergangenheit; er wusste beim Erwachen nicht, ob es Wirklichkeit gewesen sey, oder nicht.

230. Träume voll Hindernisse.

Schlaf, von Schreien und Aufschrecken unterbrochen, als wenn er von der Höhe herab fiele.

Im Schlafe schnarcht er beim Einathmen durch die Nase, als wenn er durch dieselbe keine Luft kriegen könnte und es ihm den Athem versetzte (n. 1 St.).

Er wacht nach Mitternacht mehrmal auf.

Volles Erwachen nach Mitternacht, und später.

235. Er ist in der Nacht munter und kann nicht schlafen (n. 5, 9 St.).

Der Widerwillen gegen Alles und die Verdriesslichkeit vergehen durch den Schlaf.7

Gähnen, fast ununterbrochen (n. 1/2 St.).

Kühle Luft, und vorzüglich Zugluft, ist ihm zuwider, er kann sie nicht vertragen (n. 12 St.).

Allmälig verminderte Wärme des Körpers.

240. Kälte am ganzen Körper; die Gliedmassen sind kalt, ohne Schauder.

So wie die Kälte des Körpers zunimmt,8 nimmt[97] auch die Missmüthigkeit und die Verengerung der Pupillen zu.

Nach jedesmaligem Trinken, Schauder und Frostschütteln.

Abends, nach dem Niederlegen, ungemeiner Frost, worauf Schnupfen folgte (n. 72 St.).

Abendfrost.

245. Er friert bei geringem Lüften des Bettes.

Beim Gehen in freier Luft, Gefühl an den Oberschenkeln, als ob sie mit kaltem Schweisse überzogen wären (wie wenn kalte Luft einen schweissigen Theil berührt) und doch schwitzten die Oberschenkel nicht.

Er zittert vor Schauder.

Abends, Schauder und Frost im Rücken, worauf keine Hitze, kein Durst, wohl aber gelinder Schweiss folgte.

(Fieberschauder, Abends, mit Durst (ohne Hitze und ohne Gähnen oder Dehnen), mit grosser Mattigkeit, kurzem Athem, Schläfrigkeit und Verdriesslichkeit; bei der kleinsten Bewegung, Schauder, ohne Kälteempfindung und ohne kalt zu seyn – doch war es ihm auch in einer heissen Stube nicht zu warm.)

250. Die erste Nacht, Frost und Kälte; die folgende Nacht, Schweiss über und über.

Früh, Schweiss über und über.

Nach allgemeiner Hitze und Schweiss, ohne Durst, welches etliche Stunden dauerte, Schauder des Abends 6 Uhr, mit Schütteln und Zähneklappen – dabei war er durstig und kalt über und über, unter Aengstlichkeit, Unruhe, Unbesinnlichkeit und Unleidlichkeit des Geräusches – gleicher Schauder, Frostschütteln und Kälte, mit Durste, den folgenden Abend, um 7 Uhr.

Hitze, und zugleich Schauder, mit Wasserdurst.

Hitze im Gesichte und Röthe, mit Zitterigkeit der Glieder (sogleich).

255. Mittags, nach dem Essen, glühende Wangen, bei kalten Händen und Füssen, ohne Schauder – zwei Tage um dieselbe Zeit wiederkehrend.[98]

Rothe Backen.

Abwechselnd ist das Gesicht bald blass, bald, nebst den Ohrläppchen, roth, mit einer Empfindung von Brennen, ohne dass man jedoch mit der Hand besondre Hitze fühlt.

(Brennen an den Händen, Füssen und Backen, welche letztere geschwollen sind.)

Heisse Ohren und heisse, rothe Nasenspitze, gegen Abend.

260. (Innere Hitze, mit kaltem Stirnschweisse.)

Er ist still in sich gekehrt.

Er ist gegen alles gleichgültig.

Er ist still, mürrisch und hartnäckig.

Widerwillen und Verdriesslichkeit.

265. Widerstreben, mit Heulen (n. 3 St.).

Er macht Vorwürfe und nimmt die Fehler Andrer hoch auf; er nimmt Kleinigkeiten übel und tadelt sie.

Mitten im Spassen nimmt er die geringste Kleinigkeit übel.

Er kann sich sehr leicht erzürnen.

Eine unruhige Uebergeschäftigkeit.

270. Schreckhaftigkeit (n. 2 St.).

Launen; bald immerwährendes Lachen, bald wieder Weinen.

Spässe, Witzeleien.

Er ist zufriedenen Gemüths, ist spasshaft und trällert und ist dennoch, bei der mindesten Veranlassung, geneigt, böse zu werden (n. 4 St.).

Zufriedenheit.9

275. Standhafter, kummerloser Sinn.10[99]

Beobachtungen Andrer.

Benebelung des Kopfs (J. Ch. Hartung, in einem Aufsatze).

Leerheit und Dummheit im Kopfe (n. 12 St.) (Gust. Ahner, in einem Aufsatze).

Düsterheit und Eingenommenheit des Kopfs (Ders. a.a.O.).

Drückender Schmerz in der Schläfegegend (Hartung, a.a.O.).

(5) Ziehend reissende Schmerzen im Stirnbeine, mehr rechter Seite (n. 6, 7 St. und n. 3 Tagen) (Ahner, a.a.O.).

Ziehend reissender Schmerz in der linken Kopfseite (n. 17, 48 St.) (Ders. a.a.O.).

Heftiges, tief eindringendes Stechen im Scheitel (Ders. a.a.O.).

Leiser Schauder über den behaarten Theil des Kopfs, worauf ein brennendes Jücken der Kopfbedeckungen folgt, welches nach dem Kratzen sich zwar mindert, dann aber mit verstärkter Kraft zurückkehrt (n. 2 St.) (Hartung, a.a.O.).

Ungewöhnliche Röthe des Gesichts, ohne Hitze, nach einer halben Stunde aber, ein elendes, blasses Ansehn (n. 3 St.) (Ders. a.a.O.).

(10) Auf der Stirne, Schweiss (Ahner, a.a.O.).

Grosse Erweiterung der Pupillen (Ders. a.a.O.).

Es drückt ihn auf die Augen, so dass er sie nicht weit genug öffnen kann (Ders. a.a.O.).

Reissender Schmerz hinter dem linken Ohre (n. 6 St.) (Ders. a.a.O.).

Zusammenziehend zuckende Schmerzen in der linken Nasenseite, über das linke Auge hin (n. 5 St.) (Ders. a.a.O.).

(15) Brennend spannende Empfindung am linken Nasenloche, als wollte da ein Blüthchen entstehn (Th. Mossdorf, in einem Aufsatze).

Brennen in den Lippen (Ders. a.a.O.).

Schmerzen auf der linken Seite des Unterkiefers, wie von einer Beule oder einem Geschwüre, 3/4 Stunden lang (Ahner, a.a.O.).

[100] Zuckend reissender Schmerz in den rechten Halsdrüsen (Ahner, a.a.O.).

Feine, schnelle Stiche in der Herzgrube (n. etlichen Min.) (W.E. Wislicenus, in einem Aufsatze).

(20) Drückender Schmerz auf die Herzgrube (Ahner, a.a.O.).

In der Herzgrube, ein kneipender, nach aussen bohrender Schmerz, vorzüglich beim Krummsitzen, 8 Minuten stark anhaltend (n. 11/2 St.) (Ders. a.a.O.).

Ungewöhnlich starkes Pulsiren der Blutgefässe des Unterleibes (Hartung, a.a.O.).

Erhöhete innere Wärme des Darmkanals (Ders. a.a.O.).

Unschmerzhaftes Kollern im Unterleibe (Ders. a.a.O.).

(25) Viel Blähungen (Ahner, a.a.O.).

Bei drückendem Schmerze auf die Eingeweide, treibt es ihn zum Stuhle; aber er ist hartleibig (Ders. a.a.O.).

Stuhlzwang (Browne, bei Murray, Appar. Medic. I., Edit. sec. S. 703.).

Nach Trinken muss er, bei aller Hartleibigkeit, zu Stuhle; es geht aber nur Schleimiges fort (Ahner, a.a.O.).

Sobald er etwas getrunken hat, ist es ihm, als sollte Durchfall kommen; es geht aber jedesmal nur wenig fort (Ders. a.a.O.).

(30) Brennen am After (Browne, a.a.O.).

Krampfhaftes Zusammenziehn, mit schneidendem Schmerze, am Blasenhalse – nicht eben als Drang zum Harnen – zuweilen aussetzend, zuweilen wiederkehrend, früh im Bette; durch Lassen des Urins scheint es etwas beschwichtiget zu werden (n. 24 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Ein feines, jückendes Stechen an der Eichel, wie Mückenstich (Ahner, a.a.O.).[101]

Harnröhr-Tripper11 (Fordyce, bei Murray, App. Med. I., Edit. sec. S. 704.).


Brennendes Kriebeln in der Nase, mit starkem Niessen und Schleim-Ausflusse12 (sogleich) (Wislicenus, a.a.O.).

(35) Heftiges, erschütterndes Niessen mit Ausfluss dünnen Schleims aus der Nase (sogleich) (Mossdorf, a.a.O.).

Gefühl von Rauhheit im Halse, fast zwei Tage lang (Ders. a.a.O.).

Kitzelnde Empfindung in der Luftröhre, so dass er einige Male heftig niessen muss (Ahner, a.a.O.).

Anhaltende Stiche im Halse, in der Gegend des Kehldeckels, welche trocknen Husten erregen, ohne dass sie dadurch vergehen (Mossdorf, a.a.O.).

Während des Hustens und einige Zeit nachher, ein Pressen nach der Blase zu und einige von innen nach aussen zu gehende Stiche in der Gegend des Blasenhalses (Ders. a.a.O.).

(40) Ein einzelner Stich in der linken Brustseite, zwischen der dritten und vierten Ribbe, wie mit einer stumpfen Nadel (Ahner, a.a.O.).

Stiche in der linken Seite, bei der fünften und sechsten Ribbe (n. 1 St.) (Ders. a.a.O.).

Einzelne Stiche in der linken Brustseite, zwischen der zweiten und dritten Ribbe (n. 5 St.) (Ders. a.a.O.).

Stechen in der linken Seite, was ihm den Athem versetzt (n. 10 St.). (Ders. a.a.O.).[102]

Stechen in der linken Brustseite, beim Athemholen, zwischen der dritten und vierten Ribbe (Ahner, a.a.O.).

(45) Ziehend reissender Schmerz in und neben dem Rückgrate (Ders. a.a.O.).

Plötzlich, ziehend stechender Schmerz in der Mitte des Rückgrates (Ders. a.a.O.).

Gefühl von Schwäche über den ganzen Nacken, als sey er belastet (n. 4 St.) (Hartung, a.a.O.).

Ziehend reissender Schmerz, der sich vom rechten Schlüsselbeine über den ganzen rechten Arm bis in die Fingerspitzen erstreckt, 3 Minuten lang (Ahner, a.a.O.).

Stechen im linken Ellbogengelenke, welches bis in die Hand mit fliegender Hitze fuhr, wovon dann der Arm wie eingeschlafen war (Ders. a.a.O.).

(50) Dröhnender Schmerz im linken Unterarme (Ders. a.a.O.).

Zuckend fippernde, schmerzhafte Empfindung in der linken hohlen Hand (n. 8 St.) (Ders. a.a.O.).

Zusammenziehender Schmerz im linken Zeigefinger (Ders. a.a.O.).

Heftige, tiefe Stiche im Ballen des linken kleinen Fingers (Hartung, a.a.O.).

Zerschlagenheitsschmerz im rechten Oberschenkel, beim Gehen verschwindend, in der Ruhe aber zurückkehrend (Ahner, a.a.O.).

(55) Verrenkungsschmerz im rechten Oberschenkel; wenn er den Schenkel mehr nach aussen streckt, so ist der Schmerz heftig da, sonst aber nicht (Ders. a.a.O.).

Konvulsives Rucken und Zucken bald des Oberschenkels, bald des Unterarms (Hartung, a.a.O.).

Reissender Schmerz an der innern Seite des linken Oberschenkels (Ahner, a.a.O.).

Ziehend stechend wühlender Schmerz in der Mitte der hintern Fläche des linken Oberschenkels, durch Bewegung vergehend (Ders. a.a.O.).[103]

Ein innerlicher, aus Ziehen und Stechen zusammengesetzter Schmerz im linken Unterschenkel (Hartung, a.a.O.).

(60) Einzelne Stiche in der rechten grossen Zehe, durch Stampfen des Fusses aufhörend (Ahner, a.a.O.).

Aetzendes Brennen an mehren, zarten Theilen (Lippen, Mund, Nase, Nasenspitze, Nasenflügeln, Augenlidern, u.s.w.)13 (Wislicenus, a.a.O.).

Stechend brennendes Jücken über den ganzen Körper, am meisten aber auf der Brust und im Gesichte (Hartung, a.a.O.).

Mattigkeit und Schwere der Gliedmassen, worauf Zittern der Obergliedmassen und Kniee erfolgte; die Hände versagten ihm zum Schreiben ihre Dienste (n. 7 St.) (Ders. a.a.O.).

(Glucksendes Schnell-Klopfen in einigen grossen Adern (n. 24 St.) (Ders. a.a.O.).

(65) Hitze in den Händen, aber nicht an den übrigen Theilen des Körpers (Ahner, a.a.O.).

Die Füsse sind, bis über die Knöchel herauf, kalt und lassen sich gar nicht erwärmen, bei übrigens gewöhnlicher Körperwärme, des Morgens (n. 12 St.) (Wislicenus, a.a.O.).

Angst und Bangigkeit bis zum Sterben (Pelargus, Obs. Tom. II. S. 206.).

Unlust zu arbeiten und zu denken (Hartung, a.a.O.).

Ruhige Stimmung des Gemüths14 (Ders. a.a.O.).

Fußnoten

1 Gegenwirkung der Lebenskraft des Organism's, Nachwirkung, Heilwirkung.

2 Vom Dunste.

3 Als Diminutiv von Brechen wohl eher so, und nicht Prickeln, zu schreiben.

4 Rückwirkung der Lebenskraft des Organism's, Nachwirkung, Heilwirkung.

5 Von Dunste.

6 Eingeathmeter Schwefeldampf half schnell davor.

7 Gegenwirkung der Lebenskraft des Organism's, Heilwirkung.

8 Ich habe sie von Kapsikum 11 Stunden lang steigen sehn, wo sie dann wieder 12 Stunden brauchte zum Abnehmen und völligen Verschwinden.

9 Heilwirkungen, Gegenwirkung des Organism's.

10 Heilwirkungen, Gegenwirkung des Organism's.

11 Vom Tragen eines mit dem Pulver der Samen des capsicum baccatum angefüllten, leinenen Beutels auf dem blossen Unterleibe.

12 Vom Dunste.

13 Vom Dunste.

14 Gegenwirkung des Organism's, Heilwirkung.


Quelle:
Samuel Hahnemann: Reine Arzneimittellehre. Bd. 6, Dresden, Leipzig 21827, S. 82-104.
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