117. An Otto Bassermann

[77] 117. An Otto Bassermann


Wiedensahl d. 29 Juni 1872


Lieber Baßermann!

Ich will wünschen, daß dein Formular gehörig feßelt. Aber 6 Wochen ist eine lange Zeit, eine Pause, die um so bedenklicher, als sie mit Bade= und Reisezeit zusammenfällt. Es freut mich, daß du bereits daran denkst, für die Winterzeit gerüstet zu sein. Kann denn der ganze Satz nicht gleich stehen bleiben?[77]

»Bilder zur Jobsiade«, mein ich, läßt du so stehen. Es weiß kein Mensch, daß es noch einen zweiten und dritten Theil giebt. Ich habe es auch erst erfahren, als ich mich näher damit beschäfftigen mußte. Sie sind auf Bestellung des Verlegers gemacht worden.

Könntest du was anfangen mit einem kleinern politisch=satyrischen Dinge von etwa 20 Seiten? Könntest du es sofort drucken und schneiden laßen, sobald ich damit fertig? Schrift und Papier, die dafür nicht apart zu sein brauchten, müßten doch gleich zu haben sein. Adelmann wäre auch durchaus überflüßig.

Herzl. Gr. Willem.


Die Bücher von der Bibliothek sollen bald zurück kommen.

Quelle:
Busch, Wilhelm: Sämtliche Briefe. Band I: Briefe 1841 bis 1892, Hannover 1968, S. 77-78.
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