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Ich kenn' ein Hauß nach dieser Zeit
Das heist die selig' Ewigheit,
Die Vater-Stadt der Frommen,
In welche sie
Aus aller Müh
Nach diesem Leben kommen.
Sie darff des Sonnen-Scheines nicht,
Gott selber ist ihr helles Licht
Das gläntzt ohn maß und Ende,
Gold und Cristall
Sind überall
Da Pfosten, Thür' und Wände.
Da wird des Lammes schöne Braut
Dem Bräutgam heimgeführt geschaut,
Der sie von Hertzen liebet
Als seine Zier
Vnd gantz sich jhr
Selbs zu geniessen giebet.
Ihr allerbestes Ehren-Kleid
Ist Vnschuld und Gerechtigheit,
Nur hiemit wil sie prangen,
Dies ist ihr gnug,
Kein ander Schmuck
Kann jhren Liebsten fangen.
Vnd also wird das Hochzeit-mal
Hoch in der Ewigkeiten-Sal
Mit höchster Pracht gehalten,
Da Spiel, Gesang
Vnd Seiten-Klang
Vnd Frewden ewig walten.
Die Engel selbs sind hoch erfrewt
Von wegen unsrer Seligkeit,
Da wiederfährt den Frommen
Was nimmermehr
Vns zu Gehör
Noch in das Hertz ist kommen.
Da sehn' ich hertzlich mich hinauff,
Wer endet mir den Lebens-Lauff?
Ich wil befreyet werden:
Komm, Jesu, bald,
Mein Auffenthalt,
Vnd nimm mich von der Erden!
Doch mach mich von der Sünd erst rein,
Nur diese kömpt bey dir nicht ein:
Denn draussen sind die Hunde,
Gefall' ich dir,
Nichts wünsch ich mir
Alß eine selge Stunde!
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