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Dauthendey, Max
Gedichte
Ultra Violett. Einsame Poesien
Reliquien. Gedichte
Singsangbuch. Liebeslieder
Max Dauthendey
Reliquien
Gedichte
1
[Auf deinem Haupt schmolz eine goldenrote Krone]
[Nie sangen die Vögel so lüstern]
[Meine Haare fliegen]
[Sammle mir in meiner Stille]
[Möchte von deinem langen goldenbleichen Haar]
[Überschüttet von deiner Glut]
[Sieh die hundert kleinen Menschen]
[Laß mich in deinem stillen Auge ruhen]
[Bäche zittern silbern]
[Mein Zimmer duftet königlich fein]
[Am süßen lila Kleefeld vorbei]
[Das keimend junge Frühlingsgold]
[Die Nacht ist heute so wonnig reich]
[Maimond über dem Dach]
[Ich liege im Kaiserkleide]
[Sie singt]
[In mein leeres, nächtiges Zimmer]
[An deinen Brüsten die Stunden]
[Deine Küsse, deine Brüste, deine Arme]
[Zersticht das Alter dein Gesicht]
[Hab' in der Nacht ein Mädchen gesehen]
[Du gabst mir deinen kleinen, weichen Leib]
[Bist aus dem Kalten zu mir geflattert]
[Eine dicke, dumme Fliege summt]
[Deine traumweichen Hände]
[Grasschatten säumen den Weg]
[In meinem Zimmer Nachtstille]
[Dein Auge fliegt jach auf in die Nacht]
[In manchen Stunden]
[Sonne sank still in die Wälder]
[Alle Bäume stehen, schweigen, - dunkle Riesen]
[Blau schwebt der Garten]
[Die kleinen gelben Blumen glittern]
[Ich küsse die Luft]
[Ich habe sogar zum Himmel gerufen]
[Kreuzspinnen kauern auf meiner Stirn]
[Draußen über dem Wiesengrün]
[Habe im Feld bei den Kräutern gesessen]
[Die Winde verhallen]
[Nun wieder Nacht]
[Die Luft so schwer]
[Winde quälen die Bäume]
[Graue Engel gehen um mich]
[Ich sitze am Wasser]
[Greise sinnen]
[Im Schilf das weiße, eisige Zischen]
[Und jede Pore, die einst für dich brannte]
[Lange rote Abendstreifen]
[Silberne Winde rasseln im Laub]
[Solch ein lauer weißer Tag]
[Die Wolken fliegen schmetternd, zerkrachen]
[Silberwollige Disteln am Wege]
[Nun stehen die Tage grau, lässig, still]
[Schwarz schleichen die Wälder]
[Ich will meine Augen versteinern]
[Als alles schlief]
[Das Laub, das im Sommer so rauschend sang]
[Die Gedanken werden kalt und steif]
[Unsere Augen so leer]
[Winde fressen im Birkenlaub]
[Graue Winde schütteln den Wald]
[Regen gittert alle Fenster]
[Öde Wolken hangen]
[Unter mir liegt das Meer]
[Moderdunkle Augenhöhlen]
[In deinem blauen Auge]
[Meine Augen voll Asche]
[Weißer Winterhimmel]
[Die Nacht rauscht so wirr, rauscht so fremd]
[Als ich glücklich war]
[Einst kniete ein Mensch vor dir nieder]
[Ich liege still im dunkeln Krankenbett]
[Draußen rinnen die weißen Flocken]
[Weißer Schnee, weiße Gräber]
[Tritte will ich der Erdkugel geben]
[Die Nacht lastet hart]
[Nun kreisen wieder die Möwen]
[Noch Märzschnee auf Birken]
[Wer rief]
[Der graue Tag]
[Erster Mai]
[In meinen dunkeln Gartengründen]
[Heut habe ich Lust]
[Die Amseln haben Sonne getrunken]
[Du breitest um mich einen Himmel, tiefblau]
[In deinem Angesicht]
[Stille weht in das Haus]
[Deine Brüste an meiner Brust]
2
[Gerne liege ich im Grase horchend]
[Die verlassnen, sonnenleeren Bäume]
[Die Sommernacht, und andachtvoll der dunkle Garten]
[Ich sehe den Berg, den breit schwebenden]
[Ich gehe durch verwirrte, lärmgefüllte Gassen]
[Allein in hoher Wohnung lebte ich mit meiner Laute]
[Von den Dunkelheiten und den Nöten]
Das Geisterhaus
Quelle:
Max Dauthendey: Gesammelte Werke in 6 Bänden, Band 4: Lyrik und kleinere Versdichtungen, München 1925.
Lizenz:
Gemeinfrei
Kategorien:
Literatur
·
Deutsche Literatur
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ISBN-13 9783518019832
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Achmatowa, Anna
Gedichte
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