Zweiunddreißigstes Kapitel

[230] Handelt von dem glücklichen Leben, das Oliver bei seinen gütigen Freunden zu führen begann.


Anfangs hatte Oliver nicht wenig zu leiden. Zu den Schmerzen seiner Wunde kam noch ein heftiges Fieber als Folge der Kälte und Nässe, der er in jener Nacht ausgesetzt gewesen. Viele Wochen mußte er im Bett liegen, aber allmählich genas er und war imstande, wenn es die Gelegenheit ergab, mit schlichten, aber tiefgefühlten Worten auszudrücken, wie sehr ihm die Liebe und Güte seiner Wohltäterinnen[230] zu Herzen ging, und wie inbrünstig er hoffe, ihnen seine Dankbarkeit bald durch die Tat zu beweisen, wenn er erst wieder zu Kräften gelangt und wieder gesund sein würde. Er wolle ihnen, soweit dies ihm als Kind möglich sei, beweisen, welche Liebe er zu ihnen empfände, wo sie ihn doch von Elend und Tod gerettet hätten.

»Armes Kind,« sagte Miß Rose, als Oliver eines Tages mit bleichen Lippen ihr Worte des Dankes zu stammeln versuchte. »Du wirst schon Gelegenheit finden, uns erkenntlich zu sein, wenn du willst. Wir gehen aufs Land, und meine Tante hat vor, dich mitzunehmen. Die Ruhe des Landes, die reine Luft und die Freuden und die Schönheit des Frühlings werden dich bald ganz gesund machen, und wir wollen dir hundert kleine Geschäfte auftragen, wenn du nur erst die Mühe dafür auf dich nehmen kannst.«

»Die Mühe!« sagte Oliver. »Ach, wenn ich nur immer für Sie arbeiten und Ihnen Freude machen könnte, – vielleicht, indem ich Ihnen Ihre Blumen begösse, – Ihre Vögel fütterte, oder den ganzen Tag für Sie hin und her laufen könnte! Wie froh wäre ich, wenn ich es nur erst imstande wäre.«

»Du wirst mir damit mehr Freude bereiten, als ich dir sagen kann,« erwiderte die junge Dame. »Ich bin jetzt schon so unsäglich froh, daran zu denken, daß meine liebe, gute Tante ein Werkzeug in der Hand der Vorsehung gewesen ist, ein Kind aus so einer entsetzlichen Lage errettet zu haben, wie du sie uns beschrieben hast. Wie erst wird sie sich freuen, zu hören, daß ihr kleiner Schützling dankbar und liebevoll gegen sie ist; und das macht mich weit glücklicher, als du dir vorstellen kannst. Verstehst du mich, Oliver?« fragte sie, des Kindes nachdenkliches Gesicht betrachtend.

»O ja! ja, ich verstehe Sie sehr gut, aber es fiel mir nur ein, daß ich jetzt undankbar wäre.«

»Gegen wen denn?«

»Gegen den gütigen alten Herrn und die gute alte Frau, die damals so besorgt um mich gewesen waren,« erwiderte Oliver. »Sie würden sich bestimmt mit mir freuen, wenn Sie wüßten, wie glücklich ich jetzt bin.«[231]

»Ganz sicher,« antwortete Miß Rose, »und Doktor Losberne ist bereits so freundlich gewesen, mir zu versprechen, dich zu Ihnen zu führen, wenn du nur erst so weit erholt sein wirst, um die Reise überstehen zu können.«

»Hat er Ihnen das versprochen!« rief Oliver vor Freude strahlend. »Ich weiß gar nicht, was ich täte vor Entzücken, wenn ich ihre gütigen Gesichter noch einmal sehen könnte.«

Bald war Oliver so weit hergestellt, daß er die Anstrengung einer Fahrt nach London überstehen konnte. Eines Morgens bestieg Doktor Losberne mit ihm einen kleinen Wagen, der Mrs. Maylie gehörte, und sie fuhren in die Stadt. Als sie an der Chertseybrücke ankamen, wurde Oliver leichenblaß und stieß einen lauten Schrei aus.

»Was ist dir?« rief der Doktor wie gewöhnlich voll Lebhaftigkeit. »Siehst du etwas? Hörst du etwas? Fühlst du etwas? Ist dir etwas? Was ist es?«

»Dort, Sir!« rief Oliver und deutete aus dem Wagenfenster. »Das Haus dort!«

»Ja doch, was? – was ists mit dem Haus? Kutscher bleiben Sie stehen. Halten Sie dort vor dem Haus!« rief der Doktor. »Also, was ist es mit dem Haus, mein Junge?«

»Die Diebe, – das ist das Haus, wohin sie mich geschleppt haben,« flüsterte Oliver.

»Das ist doch unerhört,« schrie der Doktor. »Hallo, Kutscher, stehen bleiben!«

Ehe der Mann noch vom Bock heruntersteigen konnte, war er aus dem Wagen hinausgestürzt, rannte zu dem verödeten Hause und fing an, wie toll mit Händen und Füßen gegen die Türe zu hämmern.

»Teufel, was ist das,« schimpfte ein kleiner häßlicher Buckliger und öffnete die Türe so plötzlich, daß Doktor Losberne beinahe in den Flur hineingefallen wäre.

»Was los ist?« rief Doktor Losberne und packte den Buckligen ohne Umstände am Kragen. »Sehr viel ist los, Sie Kerl, Sie! Ein Einbruch ist geschehen.«

»Meinetwegen, was gehts mich an,« erwiderte der Bucklige kaltblütig. »Lassen Sie mich sofort los, verstanden?«[232]

»Jawohl, ich verstehe Sie sehr gut,« erwiderte der Doktor und schüttelte den Menschen am Kragen. »Wo ist er? Wie heißt der verdammte Halunke? Ja, richtig, Sykes. Wo steckt der Kerl?«

Der Bucklige machte ein wütendes und scheinbar erstauntes Gesicht, dann entwand er sich dem Griffe des Doktors, stieß eine Flut schrecklicher Verwünschungen aus und trat ins Haus zurück. Ehe er jedoch die Türe schließen konnte, war bereits Doktor Losberne in die Wohnstube eingedrungen. Er sah sich neugierig um, aber nichts war zu sehen. Kein einziges Stück Hausrat und nicht einmal die Lage der Wandschränke entsprach der Beschreibung, die Oliver gegeben hatte.

»Was soll das bedeuten, daß Sie so in mein Haus eindringen,« fragte der Bucklige, den Doktor scharf beobachtend. »Haben Sie vielleicht die Absicht, mich zu berauben oder zu ermorden, was?«

»Haben Sie schon einmal gesehen, daß ein Mensch, der derlei vorhat, zweispännig vorfährt, Sie albernes Scheusal?« schimpfte der Doktor gereizt.

»Also, was wollen Sie dann?« fragte der Bucklige. »Augenblicklich schauen Sie, daß Sie hinauskommen, sonst geschieht ein Unglück.«

»Ich werde gehen, wann es mir paßt, früher nicht,« sagte Doktor Losberne und spähte in die Nebenstube hinein, die ebenso wie die erste in keiner Weise mit der Schilderung Olivers übereinstimmte. »Warten Sie nur, ich werde Ihnen schon auf Ihre Schliche kommen.«

»So! Glauben Sie!« höhnte der Krüppel boshaft. »Wenn Sie mich jemals brauchen, können Sie mich immer hier treffen. Ich lebe nicht umsonst fünfundzwanzig Jahre hier. Glauben Sie nur nicht, daß ich mich von Ihnen ins Bockshorn jagen lasse. Sie werden mir alles das schon büßen!« Und der mißgestaltete Zwerg stieß ein Geheul aus und tanzte wie besessen im Zimmer herum.

»Dummes Zeug, Albernheit,« brummte der Doktor vor sich hin. – »Der Junge muß sich geirrt haben. Hier, da haben Sie! Stecken Sie das ein und halten Sie den Mund,« dabei warf er dem Buckligen ein Geldstück zu und kehrte zu dem Wagen zurück.[233]

Der Krüppel folgte ihm, immerwährend Verwünschungen und Flüche vor sich hinschreiend, bis zur Wagentüre. Während Doktor Losberne ein paar Worte mit dem Kutscher wechselte, warf der Krüppel einen Blick in den Wagen hinein und faßte Oliver eine Sekunde fest ins Auge – mit einem Blick, so haßerfüllt und giftig, daß ihn der arme Junge nach Monaten noch weder im Schlaf noch im Wachen vergessen konnte. Als der Wagen bereits weiterfuhr, konnte er sehen, wie der Bucklige, schäumend vor Wut, auf den Boden stampfte und sich in wirklicher oder geheuchelter Raserei die Haare raufte.

»Ich bin ein Esel,« sagte der Doktor nach längerem Stillschweigen. »Hast du das schon gewußt, Oliver?«

»Nein, Sir.«

»Dann vergiß es fürs nächstemal nicht. Jawohl, ich bin ein Esel,« rief der Doktor wieder und immer wieder. »Selbst wenn es das richtige Haus war, was hätte ich als einzelner Mensch, falls die Verbrecher drin gewesen wären, gegen sie ausrichten können; und selbst wenn ich Beistand gehabt hätte, was hätte es mir genützt! Wie oft habe ich mich schon in Verlegenheit dadurch gebracht, daß ich der ersten Eingebung folgte.«

Bald fand der alte Herr seine gute Laune wieder, und da er sah, daß Olivers Antworten auf seine Fragen immer klar, bestimmt und zusammenhängend und offenbar aufrichtig und wahrheitsgetreu gegeben wurden, nahm er sich fest vor, ihm künftighin in allen Dingen festen Glauben zu schenken.

Oliver kannte den Namen der Straße, in der Mr. Brownlow sein Haus hatte, und sie konnten daher leicht ohne Aufenthalt hinfahren. Als der Wagen in die Straße einbog, schlug Oliver das Herz so heftig, daß er kaum atmen konnte.

»Nun, mein Junge, welches Haus ist es?« fragte Doktor Losberne.

»Dieses dort,« antwortete Oliver und zeigte eifrig über die Straße. »Das weiße Haus dort. Ach, bitte, fahren Sie, so schnell Sie können, ich glaube, ich muß sterben vor Aufregung.«

»Nur Ruhe, nur Ruhe,« besänftigte ihn der gute[234] Doktor und klopfte ihm auf die Schulter. »Du wirst sie ja gleich sehen, und sie werden außer sich vor Freude sein, daß du wieder gesund und munter bist.«

»O hoffentlich, hoffentlich,« rief Oliver. »Sie waren so gut zu mir; so freundlich und gut.«

Der Wagen rasselte weiter. Dann hielten sie.

Es war ein falsches Haus. »Also, die nächste Türe.« Wieder hielt der Wagen. Oliver blickte zu den Fenstern hinauf, und Tränen freudiger Erwartung liefen ihm übers Gesicht.

Doch, o Gott, das weiße Haus war leer, und am Fenster hing ein Zettel, darauf standen die Worte: »Zu vermieten«.

»Klopfen wir an der nächsten Türe,« sagte Doktor Losberne und nahm Olivers Arm in den seinen. »Wissen Sie, Mädchen, wohin Doktor Brownlow gezogen ist?«

Das Dienstmädchen wußte keine Auskunft zu geben; machte sich aber erbötig, nachzufragen. Nach einer Weile kam sie zurück und sagte, Mr. Brownlow habe all seinen Besitz verkauft und sei nach Westindien gefahren, vor ungefähr sechs Wochen.

Oliver schlug die Hände vors Gesicht und sank zusammen.

»Ist seine Wirtschafterin auch mitgefahren?« forschte Doktor Losberne nach einer Pause.

»Jawohl, Sir,« war die Antwort. »Der alte Herr, die Haushälterin und ein Herr, der mit Mr. Brownlow befreundet ist. Alle drei sind sie nach Westindien.«

»Dann umkehren und heimfahren!« befahl Doktor Losberne dem Kutscher. »Und gib den Pferden nicht früher Rast, bevor wir aus dieser vermaledeiten Stadt heraus sind.«

»Und der Buchhändler, Sir! Wollen wir nicht zu ihm?« fragte Oliver schüchtern. »Ich weiß, wo er wohnt. Ach, bitte, reden Sie doch mit ihm, Sir. Suchen wir ihn auf.«

»Du armer Junge, für einen Tag haben wir gerade genug Enttäuschung erlebt,« sagte der Doktor. »Wenn wir zu dem Bücherladen gehen, werden wir[235] bestimmt erfahren, daß der Mann gestorben ist, oder ihm das Haus niedergebrannt ist, oder daß er auf und davon ist. Nein, fahren wir wieder nach Hause.«

Diese bittere Enttäuschung verursachte Oliver viel Kummer selbst mitten in seinem Glück, denn oft während seiner Krankheit hatte er sich voll Freude ausgemalt, was wohl Mr. Brownlow und Mrs. Bedwin sagen würden, und wie er ihnen erzählen wollte, wie oft er an sie gedacht und wie bitter ihm die Trennung von ihnen gewesen war. Dann: die Hoffnung sich in ihren Augen zu rechtfertigen und ihnen zu erzählen, wie man ihn gewaltsam entführt hatte, und wie das Dankgefühl ihnen gegenüber ihn in so mancher schweren Stunde aufrecht erhalten habe. Der Gedanke, daß sie nun fern im Ausland seien und immer noch glauben mußten, er sei ein Betrüger oder Dieb, – ein Verdacht, den er vielleicht in diesem Leben niemals mehr würde entkräften können, – alles das lastete wie eine unerträgliche Qual auf ihm.

Seine nunmehrigen Wohltäter blieben nach wie vor liebevoll zu ihm. Nach ein paar Wochen, als der Frühling bereits ziemlich vorgeschritten war und jeder Baum und jede Blume Blätter und Blüten trieben, trafen sie Vorbereitungen, ihr Haus in Chertsey auf einige Monate zu verlassen.

Das Silberzeug deponierten sie in einer Bank, übergaben das Haus der Obhut Mr. Giles' und dem andern Diener und zogen dann mit Oliver in ein Landhaus, ziemlich weit von Chertsey entfernt.

Die Freude und Wonne, der seelische Frieden und die Ruhe des Landes waren eine ununterbrochene Quelle des Entzückens für Oliver.

Es war ein reizender Ort, wohin sich die beiden Damen mit Oliver begeben hatten. Der arme Junge, dessen Lebenstage bisher in der entsetzlichsten Umgebung und in Last und Kummer verstrichen waren, lebte förmlich auf in der friedvollen Landschaftsszenerie. Kletterrosen und Geißblatt rankten sich an den Wänden des Häuschens hinauf. Efeu umzog die Baumstämme, und die Blumen im Garten tränkten die Luft mit süßem Wohlgeruch. Dicht in der Nähe lag ein kleiner Friedhof[236] voll niedriger mit frischem Rasen und Moos bedeckter Erdhügel, darunter die alten toten Dorfbewohner lagen und den ewigen Schlaf schliefen. Oft wanderte Oliver dorthin und träumte von dem armseligen Grab, in dem seine Mutter ruhte, und weinte und schluchzte, ohne daß es jemand sah. Wenn er aber die Augen zu dem blauen Himmelszelt über seinem Haupte erhob, dann flossen wohl seine Tränen immer noch, doch der Schmerz in seinem Herzen wich einer stillen Ruhe.

Es waren Tage, friedvoll und heiter, und die Nächte nicht wie sonst voll Furcht und Sorge. Jeder Tag brachte andre freundliche und glückliche Gedanken. An jedem Morgen begab sich Oliver zu einem silberhaarigen Greis, der unweit der kleinen Kirche wohnte und ihm Unterricht im Lesen und Schreiben erteilte und sich solche Mühe mit ihm gab, daß Oliver gar nicht genug tun konnte, sich zu bemühen, ihm Freude zu machen. Dann wieder ging Oliver mit Mrs. Maylie und Miß Rose spazieren und lauschte, wenn sie von Büchern sprachen, oder hörte zu, wenn die junge Dame ihrer Tante vorlas; und kam der Abend, arbeitete er fleißig und ausdauernd in seinem kleinen Stübchen, das hinaus in den Garten ging, an seinen Schulaufgaben, bis es späte Dämmerung wurde und die Damen wieder ausgingen und ihn mitnahmen. Wenn es dann finster geworden war und sie heimkehrten, setzte sich Miß Rose ans Klavier und spielte und sang mit leiser holder Stimme ein altes Lied, das ihre Tante gern hörte. Zu solchen Stunden wurden niemals Lichter angezündet, und dann saß Oliver an einem Fenster und lauschte verzückt der süßen Musik. Früh morgens pflegte Oliver schon gegen sechs auf den Beinen zu sein, durchstreifte die Felder und durchsuchte die Hecken nach Feldblumen, die er sorgfältig geordnet als Zierde auf den Frühstückstisch stellte. So verflossen drei Monate – drei Monate, die selbst im Leben eines vollkommen Glücklichen schön zu nennen gewesen wären, für Oliver aber nach den unruhigen trüben Jahren, die er verlebt, ungemischte Seligkeit bedeuteten. Milde und Güte auf der einen Seite, wahrhaft innige Dankbarkeit auf der andern, konnte es nicht wundernehmen, daß Oliver nach Verlauf[237] dieser kurzen Zeit bei den beiden Damen so beliebt war, daß sie mit Stolz und Freude die inbrünstige Anhänglichkeit seines jungen empfindsamen Herzens voll Liebe vergalten.

Quelle:
Dickens, Charles: Oliver Twist. München 1914, S. 230-238.
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