Im Abendrot

[234] Wir sind durch Not und Freude

Gegangen Hand in Hand,

Vom Wandern ruhn wir beide

Nun überm stillen Land.


Rings sich die Täler neigen,

Es dunkelt schon die Luft,

Zwei Lerchen nur noch steigen

Nachträumend in den Duft.


Tritt her, und laß sie schwirren,

Bald ist es Schlafenszeit,

Daß wir uns nicht verirren

In dieser Einsamkeit.


O weiter, stiller Friede!

So tief im Abendrot

Wie sind wir wandermüde –

Ist das etwa der Tod?


Quelle:
Joseph von Eichendorff: Werke., Bd. 1, München 1970 ff., S. 234.
Lizenz:
Kategorien:
Dieser Text als Ebook
Joseph von Eichendorff
EAN 9783843002455, 187 Seiten

Kostenlos für Kindle!
Gedichte (Ausgabe 1841)
Ausgewählte Ausgaben von
Gedichte (Ausgabe 1841)
Gedichte
Schläft ein Lied in allen Dingen: Gedichte
Sämtliche Gedichte und Versepen
Sämtliche Gedichte und Versepen
Gedichte: In chronologischer Folge (insel taschenbuch)
Empfehlung

Meyer, Stephenie

Eclipse\Bis(s) zum Abendrot, englische Ausgabe

Eclipse\Bis(s) zum Abendrot, englische Ausgabe
Import; Atom Books, 2007. 628 p., 1904233902, 13,95 €.
Stephenie Meyer ist es gelungen, dem guten alten Vampir-Mythos neue Seiten abzugewinnen - und damit neues Leben einzuhauchen. Der dritte Teil der ... weiterlesen