Viertes Kapitel.

[237] Madame Fitz Patricks Geschichte.


Nach einem Stillschweigen von einigen Augenblicken holte Madame Fitz Patrick einen tiefen Seufzer und begann ihre Geschichte folgendermaßen: »Dem Unglücklichen ist es natürlich, eine geheime Beklemmung zu fühlen, wenn er sich der Zeiten seines Lebens erinnert, welche für ihn die angenehmsten waren. Das Andenken an vergangene Freuden erfüllt uns mit einer Art von sanfter Melancholei, gleich jener, welche uns der Abschied von Freunden verursacht, und die Idee von beiden schwebt sozusagen wie ein abgeschiedener Geist um unsre Imagination.

Aus dieser Ursache gedenke ich niemals ohne Kummer an jene Tage (bei weitem die glücklichsten meines Lebens), die wir miteinander zubrachten, als wir beide bei meiner Tante von Western erzogen wurden. Ach! wo sind Fräulein Feierlich und Fräulein Schwindlich geblieben! Sie erinnern sich gewiß noch der Zeit, wo wir uns noch bei keinem andern Namen nannten! Sie hatten freilich[237] nur zu viel Recht, mir die letzte Benennung beizulegen; ich habe seitdem genug erfahren, wie sehr ich sie verdiente. Sie, meine Sophie, hatten beständig in allen Dingen den Vorzug vor mir und ich hoffe herzlich, daß Sie solchen auch in Ihrem Glücke haben sollen. Ich werde den weisen und fast matronenhaften Rat in meinem Leben nicht vergessen, den Sie mir einst gaben, als ich mich über das Unglück beklagte, daß mir ein Ball rückgängig geworden war, ob Sie gleich dazumal noch keine vierzehn Jahr alt sein konnten. – O, meine Sophie, wie höchst glücklich mußte meine Lage sein, da mir eine so kleine mißlungne Freude ein Unglück scheinen konnte und wirklich das größte war, das mich noch jemals betroffen hatte!«

»Und dennoch, meine teure Henriette,« antwortete Sophie, »war es damals für Sie eine sehr ernsthafte Sache. Trösten Sie sich also mit dem Gedanken, daß alles dasjenige, worüber Sie jetzt zu klagen Ursache zu haben glauben, Ihnen mit der Zeit ebenso unwichtig und unbedeutend scheinen kann, als jetzt jener mißlungne Ball.«

»Ach, meine Sophie,« erwiderte die andre, »Sie selbst werden von meiner gegenwärtigen Lage anders denken: denn dieses weichfühlende Herz müßte sich mächtig geändert haben, wenn meine Widerwärtigkeiten Ihnen nicht manchen Seufzer, ja manche Thräne entlockten. Diese Ueberzeugung sollte mich vielleicht abhalten, Ihnen dasjenige zu erzählen, was Sie, wie ich gewiß weiß, nicht wenig rühren wird.« – Hier schwieg Madame Fitz Patrick, und Sophie mußte sie zu wiederholten Malen bitten, ehe sie weiter fortfuhr:

»Sie müssen gewiß viel von meiner Verheiratung gehört haben, weil aber die Sachen wohl nicht nach aller Treue erzählt sein können, so will ich meine Erzählung gleich beim ersten Anfang meiner unglücklichen Bekanntschaft mit meinem jetzigen Ehemann anheben, welche zu Bath begann, bald nachdem Sie meine Tante verlassen hatten und wieder zu Ihrem Herrn Vater gereist waren.

Unter den muntern jungen Herrn, welche sich die damalige Brunnenzeit über zu Bath befanden, war auch Herr Fitz Patrick. Er war hübsch, ungezwungen, äußerst galant und kleidete sich besser, als fast alle übrigen. Kurz, meine Beste, wenn Sie so unglücklich wären, ihn jetzt zu sehen, so kann ich ihn nicht besser beschreiben, als wenn ich Ihnen sage, er war damals in allen Stücken das Gegenteil von dem, was er jetzt ist: denn er hat so lange Zeit in Feldern und Wäldern verlebt, daß er am Ende ein völlig wilder Irländer geworden ist. Um aber in meiner Geschichte fortzufahren, so empfahlen ihn die Eigenschaften, welche er zu der Zeit besaß, dermaßen, daß, obgleich damals der höchste Adel seine intimen[238] Gesellschaften für sich hatte, wovon alle übrigen ausgeschlossen waren, dennoch Herr Fitz Patrick in solche Zutritt hatte. Es war vielleicht überhaupt schwer ihn zu vermeiden; denn bei ihm bedurfte es wenig oder gar keiner Einladung, und weil er hübsch und einschmeichelnd war, so fand er es ziemlich leicht, sich bei den Damen angenehm und beliebt zu machen. Da er nun auch verschiedenemal seinen Degen gezogen hatte, so mochten ihn auch die Herren nicht gern öffentlich beleidigen. Wär' es nicht dieser Umstand gewesen, so glaub' ich, würde er von den Mannspersonen bald ausgedrängt worden sein, denn er hatte gewiß nicht das geringste Recht, vor dem niedern englischen Adel einen Vorzug zu begehren, und sie schienen auch nicht geneigt, ihm eine vorzügliche Achtung zu bezeigen. Hinter seinem Rücken hielten sie sich alle über ihn auf, welches aber wohl aus Neid geschehen mochte, denn das Frauenzimmer nahm ihn sehr wohl auf und begegnete ihm mit vorzüglicher Gewogenheit.

Meine Tante, ob sie gleich nicht zu dem höchsten Adel gehörte, war doch mit in seine Gesellschaften gezogen worden, weil sie allezeit am Hofe gelebt hatte; denn auf was Weise man auch in diese vornehmen Zirkel gelangt, wenn man einmal darin ist, so ist es Verdienst genug, daß man darin ist. Diese Bemerkung haben Sie, so jung als Sie waren, kaum umhin können über meine Tante zu machen, welche freundlich oder vornehm und steif mit den Leuten war, je nachdem sie mehr oder weniger von diesem Verdienste besaßen.

Und dieses Verdienst, glaub' ich, war es, welches Herrn Fitz Patrick hauptsächlich ihrer Gewogenheit empfahl. Er war darin so glücklich, daß er sich beständig bei ihren kleinen Partieen befand. Er ließ sich's auch sehr angelegen sein, ihr diese Distinktion zu erwidern, denn sein Betragen gegen sie war sehr bald so auszeichnend und unterscheidend, daß der Skandalklub darüber seine Anmerkungen zu machen begann und gutherzigere Personen sie miteinander verheirateten. Für mein Teil, ich gesteh' es, zweifelte ich keineswegs, daß er, nach der gewöhnlichen Redensart, die ehrlichsten Absichten hätte, das heißt vermittelst einer Heirat einem Frauenzimmer ihr Vermögen zu stehlen. So viel sah ich wohl, daß meine Tante weder jung noch schön genug wäre, um gewisse zügellose Neigungen einzuflößen, aber an Ehestandsreizen besaß sie einen großen Ueberfluß.

Ich ward in dieser Meinung noch mehr durch die außerordentliche Ehrerbietung bestärkt, welche er mir selbst von dem ersten Augenblicke unsrer Bekanntschaft an bezeigte. Dies nahm ich auf als Bemühungen, dadurch er womöglich die Abneigung verringern wollte, die mir in seinen Gedanken mein Eigennutz gegen seine vorhabende Verbindung einflößen möchte. Und gewissermaßen that es[239] auch diese Wirkung; denn weil ich mir an meinem eigenen Vermögen genügen ließ und weniger als irgend ein Mensch in der Welt mich von eigennützigen Absichten beherrschen ließ, so konnte ich auch eben keine große Feindin von einem Manne sein, mit dessen Betragen in Absicht meiner ich höchst vergnügt war, um so mehr da ich die einzige war, welcher er eine solche Ehrerbietung bezeigte, denn er betrug sich zu gleicher Zeit gegen verschiedene Damen vom höchsten Range so, daß er ihnen auch nicht einen Schatten von Hochachtung bezeigte.

So angenehm mir dies war, so verwandelte er es doch bald in eine andre Art von Betragen, welche es vielleicht noch mehr wurde. Er zeigte sich jetzt mit großer Sanfmut und Zärtlichkeit und schmachtete und seufzte ohne Unterlaß. Zuweilen freilich wohl, war es Kunst oder Natur, das will ich nicht entscheiden, ließ er seinem Scherz und seiner Fröhlichkeit den gewöhnlichen freien Lauf; das geschah aber allemal wenn wir in großer Gesellschaft beisammen und andre Frauenzimmer dabei waren, denn selbst bei den Reihetänzen, wenn er nicht mein Tänzer war, ward er ernsthaft und seine Blicke wurden nur alsdann im höchsten Grade sanft und mild, wenn er sich mir näherte. In der That war sein Benehmen gegen mich so auffallend unterscheidend, daß ich hätte blind sein müssen, um es nicht zu bemerken, und, und, und« – »Und das machte Ihnen immer mehr Vergnügen, meine liebe Henriette!« rief Sophie. »Sie brauchen sich nicht zu schämen,« setzte sie mit einem Seufzer hinzu, »denn es ist nur zu wahr, es liegen unwiderstehliche Reize in der Zärtlichkeit, welche so viele Mannspersonen die Kunst besitzen gegen uns zu zeigen, ohne daß sie solche selbst empfinden.« – »Sehr wahr!« antwortete ihre Kousine; »Männer, welche bei allen übrigen Vorfällen kaum gewöhnlichen Menschenverstand zeigen, sind wahre Machiavells in der Kunst zu lieben. Ich wünschte, ich hätte davon keinen Beweis. Gut, die bösen Zungen fingen jetzt an, ebensosehr über mich herzufahren, als es vorher über meine Tante geschehen war, und es gab einige gute Damen, welche sich kein Gewissen daraus machten, zu behaupten, Herr Fitz Patrick hätte einen Liebeshandel mit uns allen beiden.

Was aber noch erstaunlicher scheinen mag, meine Tante sah nichts, noch schien sie im geringsten zu argwöhnen, was doch, wie ich glaube, an unser beider Betragen sichtbar genug war. Man sollte wirklich fast glauben, die Liebe beraube ein altes Frauenzimmer gänzlich der Augen. In der That verschlingen sie die verliebten Reden, die ihnen vorgesagt werden, mit solcher Gier, daß sie, wie ein ekelhafter Vielfraß, keine Zeit haben auf das zu achten, was unter den andern vorgeht, die mit ihnen an eben dem Tische sitzen. Dies hab' ich bei mehr Fällen als meinem eignen bemerkt, und dies[240] ward bei meiner Tante so nachdrücklich bewährt, daß, ob sie uns gleich oft zusammen fand, wenn sie vom Brunnensaale nach Hause kam, sein unbedeutendstes Geschwätz von Ungeduld über ihre Abwesenheit oder so etwas allen ihren Argwohn völlig erstickte. Eine List that bei ihr bewundernswürdige Wirkung; diese bestand darin, daß er mit mir umging wie mit einem Kinde und mich in ihrer Gegenwart niemals anders nannte, als artiges Jettchen. Dies gereichte ihm nun freilich bei Ihrer demütigen Dienerin eben nicht zur größten Empfehlung, allein ich sah doch bald hindurch, besonders da er mir, wenn sie nicht dabei war, wie ich vorher schon gesagt habe, ganz anders begegnete. Ob mir nun gleich eine Aufführung, deren Absicht ich entdeckt hatte, eben nicht sehr unangenehm war, so zog sie mir doch nicht wenig Mißvergnügen zu, denn meine Tante glaubte wirklich, ich sei nichts weiter als das, wofür mich ihr Liebhaber (denn dafür hielt sie ihn) zu nehmen schien, und sie behandelte mich in allem Betracht wie ein bloßes Kind. Und wirklich wundr' ich mich noch, daß sie nicht darauf bestand, mich wieder in Flügelkleider zu stecken.

Endlich dünkte es meinem Liebhaber (denn das war er) Zeit zu sein, mir auf eine feierliche Weise ein Geheimnis zu entdecken, das ich lange schon gewußt hatte. Er setzte nunmehr alle Liebe, die er gegen meine Tante vorgegeben hatte, auf meine Rechnung. Er beklagte es in sehr rührenden Ausdrücken, daß sie ihn so mißverstanden und ihm solche Aufmunterungen gegeben hätte, und machte sich ein großes Verdienst aus den langweiligen Stunden, die er bei ihr hätte aushalten müssen. Was soll ich Ihnen sagen, meine teure Sophie! Ich will nur die Wahrheit bekennen! Mir gefiel der Mann, mir gefiel meine Eroberung; meine Tante auszustechen, entzückte mich und es bezauberte mich, so manches andre Frauenzimmer noch nebenher zu demütigen. Kurz, ich besorge, mein Betragen war schon bei der ersten Liebeserklärung nicht so, wie es hätte sein sollen. Ich wünschte, ich hätt' ihm nicht eine fast zuverlässige Gewißheit gegeben, ehe wir voneinander schieden. Die ganze Gesellschaft zu Bath sprach nun laut, ich möchte fast sagen sie erhob ein Geschrei über mich. Verschiedene junge Damen ließen sich's geflissentlich merken, daß sie meine Bekanntschaft vermieden, nicht sowohl vielleicht wegen eines wirklichen Verdachts, als weil sie mich aus einer Gesellschaft zu entfernen wünschten, in welcher sich ihr Günstling zu viel mit mir zu schaffen machte. Und hier kann ich nicht umhin, dem Herrn Nash meine Dankbarkeit für die Güte zu bezeigen, womit er sich meiner annehmen wollte, denn ich wäre ein glückliches Mädchen gewesen, wenn ich den Rat befolgte, den er mir gab, als er mich eines Tages auf die Seite nahm und zu mir sagte: ›Liebes[241] Fräulein, es thut mir leid, daß ich den vertrauten Umgang sehe, den Sie einem Menschen gestatten, der Ihrer völlig unwürdig ist, und der, wie ich fürchte, Ihr Verderben sein wird. Was Ihre alte stinkende Tante betrifft, so sollte mir's, wofern es nicht zu Ihrem und der lieben Sophie Western (ich versichere Sie, ich wiederhole seine eigenen Worte) Schaden und Nachteil wäre, herzlich lieb sein, wenn sich der Mensch in den Besitz alles des Ihrigen setzte. Für alte Weiber habe ich keinen Rat, denn wenn die sich's einmal in den Kopf setzen, dem Satan in den Rachen zu rennen, so ist es ebenso unmöglich, als es der Mühe wert ist sie zurückzuhalten. Unschuld und Tugend und Schönheit sind eines bessern Schicksals wert und die möcht' ich aus seinen Klauen befreien. Verwerfen Sie also meinen Rat nicht, mein teuerstes Fräulein, und erlauben Sie diesem Menschen niemals mehr die geringste Vertraulichkeit.‹ Er sagte mir noch viel mehr dergleichen, was ich jetzt vergessen habe und worauf ich auch wirklich damals nur sehr wenig achtete, denn meine Neigung widersprach alle demjenigen, was er sagte, und überdem auch konnt' ich mich nicht bereden lassen, daß Damen vom ersten Range sich herablassen würden mit einer Person, wie er mir den Mann beschrieb, auf einem vertrauten Fuß zu leben.

Aber ich fürchte, meine Beste, ich mache Ihnen Langeweile, wenn ich Ihnen so viele kleine Umstände erzähle. Um es also kürzer zu fassen, denken Sie sich's, daß ich verheiratet bin, denken Sie sich's, wie ich mit meinem Ehemanne zu den Füßen meiner Tante kniee, und dann denken Sie sich die rasendste Frau in einem Tollhause, welche eben ein Anfall von Tobsucht anwandelt, und Ihre Einbildung kann Ihnen nichts Aergeres vorstellen, als was damals wirklich vorging.

Gleich den folgenden Tag verließ meine Tante den Ort, teils um zu vermeiden, den Herrn Fitz Patrick und mich zu sehn, und vielleicht ebensosehr, um weiter niemand mehr zu sehen; denn ob man mir gleich gesagt hat, daß sie nachher alles gradezu ableugnen wollen, so glaub' ich doch war sie damals über ihre mißlungene Hoffnung in nicht geringer Verwirrung. Seit der Zeit hab' ich ihr verschiedene Briefe geschrieben, aber niemals eine Antwort erhalten können, und das deucht mich um so härter zu sein, weil sie, obgleich ohne ihren Willen, die Ursache aller meiner Leiden ist; denn wäre es nicht unter dem Vorwande seiner verliebten Besuche bei ihr geschehen, so würde Herr Fitz Patrick niemals die erforderliche Gelegenheit gefunden haben mein Herz zu gewinnen, welches unter andern Umständen, wie ich mir noch bis auf diese Stunde schmeichle, für einen solchen Menschen keine so leichte Eroberung gewesen sein würde. Ich glaube wirklich, ich würde mich in meiner Wahl nicht[242] so gröblich geirrt haben, wenn ich mich auf mein eignes Urteil verlassen hätte, aber ich verließ mich völlig auf die Meinung andrer und höchst thörichterweise hielt ich die Verdienste eines Mannes für ausgemacht, den ich bei allen Frauenzimmern durchgängig so gut angeschrieben sah. Woran liegt das, meine Beste, daß wir, die wir so viel Verstand haben als die Größten und Weisesten unter dem männlichen Geschlecht, doch so oft die einfältigsten Gimpel zu unseren Gefährten und Günstlingen wählen? Mein Aerger steigt bis zum höchsten Grade, wenn ich an die große Anzahl von verständigen Weibern denke, die sich von Gecken haben ins Unglück führen lassen.« Hier machte sie eine kleine Pause, da aber Sophie nicht antwortete, fuhr sie weiter fort, wie im folgenden Kapitel steht.

Quelle:
Fielding, Henry: Tom Jones oder die Geschichte eines Findelkindes. Stuttgart [1883], Band 2, S. 237-243.
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