Fünfter Aufzug

[1066] Kirchhof von Götzendorf. Drei Vierteile des Mittelgrundes durch das hereinragende Haus des Küsters geschlossen, mit einem Glockenturm daran. Vorposten des böhmischen Heers. Ein Wachfeuer, Krieger herumgelagert. Ottokar sitzt hinter demselben auf einer Erhöhung, das Kinn auf beide Hände und diese auf den Knopf seines Schwertes gestützt. Rechts im Vorgrunde Milota und Füllenstein, am Boden liegend. Vor Tagesanbruch. Dunkel.

Ein Bote tritt rechts im Vorgrunde auf.


BOTE.

Ist hier der König?

MILOTA.

Ja, was gibts?

BOTE halblaut.

Kumanen

Und Ungarn von des Kaisers Heere streifen

Die March hinauf im Rücken unsrer Stellung;

Bei Drösing hat man ihrer schon gesehn.

Soll ichs dem König melden?

MILOTA.

Laßt nur sein!

Der König ist schon übellaunig sonst;

Auch stehn die Russen dort und meine Leute,

Die werden sie den Rückweg suchen lehren.

BOTE.

Nun, wenn ihr meint –

MILOTA.

Geht nur, gleich komm ich selbst.


Bote ab.


FÜLLENSTEIN halblaut.

Das ewge Zaudern, ewige Bedenken!

Und immer rückwärts! Ei, verdamm es Gott!

Der König hat sein Wesen ausgezogen.

Schon früher ging nicht alles, wie es sollte,

Die Flucht der Königin gab ihm den Rest.

Und wärs nicht, daß mich freut das Kriegeshandwerk,

Ich wäre längst gewichen von dem Heer.

Erst stürmt er vierzehn Tage Drosendorf

Und läßt dem Kaiser Zeit, die Macht zu sammeln;

Und als man endlich denkt: jetzt schlägt er los,

Als wir gerüstet stehn und fertig vor Marchegg,

Da heißts: zurück! und Weiden, Weikendorf,

Und Anger, Stillfried, alle Stellungen

Am Hasenberg, am Weidenbach und an der Sulz

Läßt er dem Feind, beinah ohn einen Schwertschlag.[1066]

MILOTA.

Bald muß es sich entscheiden; sei getrost!

FÜLLENSTEIN.

Er nennt das Vorsicht; Zagheit nenn ichs eher!

Sonst war das anders, ei, da galt noch Fechten.

Jetzt sind wir Memmen!

MILOTA.

Schweig, der König regt sich!

FÜLLENSTEIN.

Zeit wär es!

OTTOKAR am Feuer.

Gestern war ein schlimmer Tag!

Der Feind gewinnet Boden. Doch was tuts?

Ich habe Drosendorf; der Rücken ist gesichert.

FÜLLENSTEIN laut.

Beinah der Rücken sichrer als die Brust!

OTTOKAR.

Dir tu ich nicht zu Danke, Füllenstein!

FÜLLENSTEIN.

Nein, Herr, ich kanns nicht leugnen. Sonst wars anders.

OTTOKAR.

Du hättest bei Marchegg schon losgeschlagen?

FÜLLENSTEIN.

So tat ich, Herr, und ihr, ihr tatets auch

Noch vor zwei Jahren. In der Ungerschlacht,

Am selben Ort habt ihr nicht lang gezweifelt.

Ei, Schwert heraus und in den Feind! Da gings.

OTTOKAR.

Es ging, weil es der Zufall günstig meinte.

Ei, damals war ich ein verwegner Tor,

Wie du noch jetzt bist. Reife bringt die Zeit.

FÜLLENSTEIN.

Herr, als noch bei Marchegg der Kaiser stand,

Da zählt' er tausend Streiter, und nicht mehr.

Jetzt ist er an die dreißigtausend stark.

OTTOKAR.

Allwissend ist nur Gott! – Was ist die Uhr?

DIENER.

Drei Uhr nach Mitternacht.

OTTOKAR.

Die Schlacht ist unvermeidlich!

Wir sind am Feind. Der heutge Tag entscheidet.

Wie heißt der Ort hier?

DIENER.

Götzendorf, mein König.

OTTOKAR.

Der Bach?

DIENER.

Die Sulz.

OTTOKAR.

Ich dacht, ich wär in Stillfried.

DIENER.

Wir ritten gestern durch in dunkler Nacht.

Jetzt liegt der Kaiser drinnen.

OTTOKAR.

Nun, Gott walts!

DIENER.

Ihr solltet dort ins Haus gehn, gnädger Herr![1067]

OTTOKAR.

Und daß mir niemand angreift, bis ichs sage!

Ich hab ihn hergelockt in diese Berge

Mit vorgespiegelter, verstellter Flucht.

Dringt er nun vor: die Mitte weicht zurück,

Die Flügel schließen sich – dann gute Nacht, Herr Kaiser!

Ich hab ihn, wie die Maus im Loch! Ha, ha!


Er bricht in ein heiseres Lachen aus, das sich in ein Husten verliert. Er reibt die Hände.


's ist kalt! Hat niemand einen Mantel?

Vor Sonnenaufgang weht die Luft am schärfsten.


Man gibt ihm einen Mantel.


Ist das 'ne Sommernacht? Noch stehn die Stoppeln

Und schon so kalt! Sonst war der Sommer warm,

Der Winter Frost; jetzt tauschen sie das Amt.

Die Zeiten ändern sich und wir mit ihnen!

Hat man nicht Nachricht, wo die Königin

Sich hingewandt?

DIENER.

Man weiß es nicht, mein König!

OTTOKAR.

Und Zawisch ist bei ihr?

DIENER.

Ja, gnädger Herr!

OTTOKAR.

Ich denke sie zu seiner Zeit zu treffen!

Wills noch nicht tagen?

DIENER.

Überhin der March

Beginnts zu graun. Der Tag bricht an.

OTTOKAR ist aufgesprungen.

Ich grüße dich, verhängnisvolle Sonne!

Eh du zu Rüste gehst, hat sichs entschieden,

Ob Fried in Waffen, ob im Grabe Frieden.


Er wirft den Mantel weg.


Löscht aus die Feuer, laßt die Hörner tönen!

Bereitet euch zum Kampf, es gilt das Letzte!

BOTE kommt.

Herr, Drösing brennt!

OTTOKAR.

Im Rücken meines Heers?

Dort stehen eure Leute, Milota!

MILOTA.

Versprengte Haufen von Kumanen, Herr!

Auch glaub ichs nicht!

OTTOKAR.

Ist hier herum kein Hügel?[1068]

Daß man des Feuers Richtung könnte sehn.

DIENER.

Der Glockenturm.

OTTOKAR.

Steig einer schnell hinauf.


Es pochen einige ans Tor.


OTTOKAR.

Wie kommen Ungarn mir nach Drösing? Gottes Feuer!

Wer des die Schuld trägt, hängt! – Wirds bald?

DIENER.

Herr König,

Man weigert uns den Eintritt.

OTTOKAR.

Weigert? Wer?

DIENER.

Sind Damen drin im Haus.

OTTOKAR.

Was, Damen! Possen!

KÜSTER der aus dem Hause getreten ist.

Herr, das Gefolg der Königin von Böhmen.

OTTOKAR ihn anfassend.

Der Königin von Böhmen? – Das Gefolg?

Wohl auch sie selbst? – Ha, Schurk! – und Zawisch auch?

Es soll mir wohl tun, meinen Zorn zu kühlen!

KÜSTER.

Bedenk eur Hoheit!

OTTOKAR.

Fort!

KÜSTER.

Ach Herr!

OTTOKAR.

Hinein!


Er dringt ins Haus, der Küster ihm nach.


MILOTA.

Wenn er den Zawisch trifft, ist der verloren!

Ich muß ihn retten, gälts das Äußerste!

Zieht euch zurück, und ruf ich aus dem Fenster,

So dringt ins Haus und tut, was ich euch sage;

Der König ist sein selbst nicht Herr im Zorn!


Er geht ins Haus, die andern ziehen sich zurück.

Kurzes Zimmer, durch einen gotischen Bogen geschlossen, von dem ein dunkler Vorhang bis zur Erde herabhängt.

Ottokar, dem Frau Elisabeth in den Weg tritt, stürzt herein.


OTTOKAR.

Fort, Kupplerin! Wo hast du deine Kunden?

ELISABETH.

Ach, gnädger Herr, gönnt ihr doch jetzt die Ruh!

OTTOKAR.

Der Vorhang dort, er deckt wohl das Geheimnis?

Lieb Täubchen, komm! Auf, Decke! Vorhang auf!


Er reißt den Vorhang auf und prallt zurück.

Auf einer schwarzbedeckten Erhöhung, von Lichtern umstellt, liegt Königin Margarethe tot im Sarge. Das Wappen von Östreich zu ihren Füßen.
[1069]

OTTOKAR im Vorgrunde dumpf.

Das ist die Königin von Böhmen nicht!

ELISABETH.

Sie wars!

OTTOKAR.

Margrethe ists von Österreich,

Mein Weib einst; doch verwandt im vierten Grad,

Und drum geschieden nach der Kirche Recht.

– Gott geb ihr ewge Ruh!

ELISABETH.

Ach, Amen, Amen!

OTTOKAR.

Wann starb sie?

ELISABETH.

Gestern morgens, gnädger Herr!

OTTOKAR.

Wie kommt sie hieher?

ELISABETH.

Aus dem Sitz von Krems

Vertrieben von den Streifern eures Heers,

Hat nach Marchegg zum Kaiser sie gewollt,

Da übereilte sie der Tod.

OTTOKAR.

Warum zum Kaiser?

ELISABETH.

Herr, sie sagt' es nicht;

Doch, denk ich, war es, Frieden zu vermitteln.

OTTOKAR.

Sie war Vermittlerin! Und woran starb sie?

ELISABETH.

Man pflegts zu nennen: am gebrochnen Herzen;

Denn weinend Tag und Nacht –

OTTOKAR.

Genug! Genug!

Wo aber wollt ihr hin?

ELISABETH.

Wir wollen warten,

Bis sich der Krieg so oder so entschieden –

OTTOKAR.

So oder so!

ELISABETH.

Und dann nach Lilienfeld,

Sie zu begraben in der Ahnen Gruft,

Wo Herzog Leupold ruht, der Selgen Vater,

Und, der der Babenberger Mannstamm schloß,

Ihr Bruder Friedrich, den sie Streitbar nennen.

OTTOKAR.

Das tu! – Und diesen Ring –

MILOTA kommt.

Der Feind rückt an!

OTTOKAR.

Ich komme gleich, Geht nur!


Milota ab.


OTTOKAR.

Und diesen Ring

Leg du von mir der Selgen in das Grab.

ELISABETH.

Ach Herr![1070]

OTTOKAR.

Und wenn der Krieg sich hat entschieden,

Und ich es überleb, so komm nach Prag,

Daß ich die Treu dir lohn an deiner Frau.

Jetzt muß ich fort!


Er geht auf die Türe zu.


ELISABETH die sie ihm öffnet.

Gott segn euch!

OTTOKAR bleibt an der Türe stehen.

Margarethe,

So bist du tot und hast mir nicht verziehn?


Er kommt zurück.


Bist hingegangen, treue, fromme Seele,

Mit dem Gefühl des Unrechts in der Brust,

Und stehst wohl jetzt vor Gottes Richterstuhl

Und klagst mich an, rufst Rache wider mich!

O, tus nicht, Margaretha, tu es nicht!

Du bist gerächt. Um was ich dich und alles gab,

Gefallen ists von mir, wie Laub im Herbst.

Was ich gesammelt, ist im Wind zerstoben,

Der Segen fort, der fruchtend kommt von oben,

Und einsam steh ich da, von Leid gebeugt,

Und niemand tröstet mich und hört mich!


Er tritt näher.


Sie haben schlimm an mir getan, Margrethe!

Der Undank hob sein Haupt auf gegen mich.

Die mir die Nächsten, haben mich verraten,

Die ich gehoben, haben mich gestürzt.

Das Weib, um das ich hingab deinen Wert,

Sie hat das Herz im Busen mir zerspalten,

Die Ehre mein verkauft an meinen Knecht;

Und als ich blutend heimkam aus der Schlacht,

Goß sie mir Gift, statt Balsam, in die Wunden.

Mit Hohn und Spott hat sie mich aufgestachelt,

Daß blind ich rannte in das Todesnetz,

Das nun zusammenschlägt ob meinem Scheitel.


Er kniet am Sarge.


Du hast mich oft getröstet; tröste nun!

Streck aus die kalte Hand und segne mich.

Denn eines fühl ich wohl: es kommt zu sterben;[1071]

Der heutge Tag kann Ottokar verderben,

Drum segne mich, wie du gesegnet bist!


Er legt sein Haupt auf die Kissen.


ELISABETH.

Er betet, glaub ich. Nun, du guter Gott,

Verzeih ihm auch! Und ach, der großen Freude

Für die hochselge Frau! Sagt ichs nicht immer?

Er kehrt zurück. Nun seid ihr doch beisammen,

Siehst du?


Gegen Himmel blickend.


VON AUSSEN.

Ist hier der König?

ELISABETH zur Tür hinaussprechend.

Ei, er will allein sein!

Sie sollen ihn nicht stören!


Sie läßt die Vorhänge herab.


Streit und Hader,

Dazu findt so ein Herr wohl immer Zeit.

Die Zeit zum Beten aber kommt nicht immer.

Schon wieder Lärm, ei, daß euch Gott, ihr Heiden!


Neuer Lärm von außen. Sie geht, mit dem Finger auf dem Mund Stillschweigen gebietend, leise zur Türe hinaus.

Platz vor dem Hause, wie zu Anfang des Aufzuges.

Milota führt einen Knappen vor. Die andern im Hintergrunde. In Zwischenräumen Trompeten und Lärm von außen.


MILOTA.

Wie? Zawisch Rosenberg, er sendet dich?

KNECHT.

Ja Herr!

MILOTA.

Er ist im kaiserlichen Lager?

KNECHT.

Wohl.

MILOTA.

Wo ist sein Brief?

KNECHT.

Ich habe keinen Brief,

Er hieß mich nur – es klingt fast lächerlich –

Er hieß mich an das Liedchen euch erinnern:

»Der Winter kehrt zurück, die Rosen welken.«

MILOTA.

Was will er damit? – Rosen – Rosenberg!

Sag ihm: die Rosen mögen immer blühn,

Der Schnee zergeht, der Winter kehrt nicht wieder!


Knecht ab.


FÜLLENSTEIN kommt.

Wo ist der König?

MILOTA.

Oben.[1072]

FÜLLENSTEIN.

Teufel auch!

Es geht schon hitzig her!

EIN RITTER tritt eilig auf.

Ist hier der König?

Die Vorhut wird zurückgedrängt. Schickt Hilfe!

MILOTA.

Er säumt noch immer!

FÜLLENSTEIN.

Siehe da, er kommt!


Ottokar kommt mit dem Küster aus dem Hause. Frau Elisabeth folgt.


OTTOKAR zum Küster.

Man wird eur Haus verschonen, wie nur möglich.

Gehabt euch wohl und schließt mich ins Gebet.

Herbott, wie stehts?

FÜLLENSTEIN.

Sie sind schon handgemein.

OTTOKAR.

Gebt mir den Helm!

FÜLLENSTEIN.

Der Gaul von einem Dienstmann

Des Erzbischofs von Salzburg wurde scheu

Und riß ihn fort, die andern sprengten nach.

OTTOKAR hat den Helm auf und zieht das Schwert.

Nun denn, mit Gott!

KÜSTER.

Er segn euch, gnädger Herr!

ELISABETH.

Zu tausendmal! Und führ euch glücklich heim!

OTTOKAR.

Wir wollen hoffen!


Trompeten von außen.


Nun, wir kommen schon!

Wo sind die Pferde?

FÜLLENSTEIN.

Dort am Gittertor!

OTTOKAR gehend.

Voran!

ELISABETH.

Gott segn eur Hoheit.


Zugleich mit dem Küster.


Glück und Heil!


Alle ab.

Freie Gegend an der March. Es ist ein heller Tag.

Kaiser Rudolf mit seinen Söhnen, in Begleitung österreichischer und anderer Ritter mit Fahnen, tritt auf.


RUDOLF.

Die Sonne steigt aus Nebeln herrlich auf;

Es wird ein schöner Tag! Mein Sohn, du trittst

Zum erstenmal auf österreichschen Boden,

Sieh um dich her, du stehst in deinem Land![1073]

Das Feld, das rings sich breitet, heißt Marchfeld,

Ein Schlachtfeld, wie sich leicht kein zweites findet,

Doch auch ein Erntefeld, Gott sei gedankt!

Und dafür soll es immerdar dir gelten!

Dort fließt die March; dort, wo noch Nebel ringt,

Liegt Wien, die Stadt, die Donau blinkt daneben,

Von vielen Inseln mannigfach geteilt.

Dort wirst du wohnen, gibt uns Gott den Sieg.

Doch gilts zu kämpfen erst, das sollst du auch.

Die Rennfahn geb ich dir, die sollst du führen,

Mir vor sie tragen glorreich durch die Schlacht.


Er gibt ihm die Fahne.

Zu seinem jüngeren Sohne.


Dein junger Arm führt noch zu schwach den Stahl,

Du bleibst bei mir, in deines Vaters Hut.

Ihr, Markgraf Hochberg, führt des Reiches Adler;

Und wie der Adler lebend Wild nur beutet,

Trefft den, der kämpft, und schonet des, der flieht.


Er gibt ihn.


Dir, Konrad Haslau, ob schon altergrau,

Vertrau ich Östreichs flatterndes Panier,

Das du in zwanzig Schlachten rühmlich trugst.

Ihr bleibt ihm nah, Herr Heinrich Lichtenstein,

Und wahrt des Manns und dessen, was er trägt.

Ha, wohl verwahrt! Sucht ich nach einem Schützer

Für dies mein Haupt, ich wüßte keinen bessern,

Als einen Lichtenstein! Wohlan, ihr Herrn,

Nehmt das Panier und tragt es allen vor;

Den edlen weißen Strich von Österreich;

Und wie er glänzend geht durchs rote Feld,

So will ich sehen Östreichs weiße Zeichen

Die Gasse ziehn durch blutgefärbte Leichen.

Nun vor, mit Gott! Und: Christus, sei der Schlachtruf.

So wie er starb für uns am blutgen Holz,

So wollen wir auch sterben für das Recht,

Ob auch das Unrecht Güter böt und Leben.

Ehrwürdger Herr von Basel, geht voran,

Stimmt uns das Schlachtlied an: Maria reine Maid![1074]

DIENER kommt.

Die Königin von Böhmen, gnädger Herr!

RUDOLF.

Wie kommt sie her zu mir?


Kunigunde und Zawisch auftretend, hinter ihnen wird Bertha geführt, mit Begleitern, die zurückbleiben.


KUNIGUNDE.

Hier bin ich selbst!

Um Schutz zu flehn, komm ich in euer Lager.

RUDOLF.

Schutz, edle Frau, bei eures Gatten Feind?

KUNIGUNDE.

Weil mir der Feinde grimmigster mein Gatte!

Er rast, zumeist gen die, so ihm am nächsten,

Und fliehend nur erhielt ich fast mein Leben.

RUDOLF.

Gar viel Vertraun schenkt ihr mir, Königin!

Denn Frauen kenn ich, sonst wohl hohen Muts,

Die aber lieber tot von Gattenhand,

Als daß sie flöhn zu denen, die ihn töten.

Doch mögt ihr immer dort in meinen Zelten

Des Ausgangs harren, der euch wohl versöhnt.


Zu einem Begleiter.


Bringt die erlauchte Frau in Sicherheit!

KUNIGUNDE.

Ich dank eur Hoheit – Zawisch kommt mit mir


Ab.


RUDOLF.

Ihr, Herr, steht nicht bei eures Königs Fahnen?

ZAWISCH.

Der König hat mich hoch und schwer beleidigt.

RUDOLF.

Beleidigt, Herr? und des gedenkt ihr jetzt?

Wo er vielleicht dem Tod entgegengeht?

Dankt Gott, Herr, daß ihr nicht mein Untertan,

Ich wollt euch das Kapitel sonst erklären!

Folgt eurer Königin, die euch statt eines Königs.


Zawisch ab.


RUDOLF.

Noch eins, eh wir zur Schlacht! Ich hab erfahren,

Daß unter denen, die ich gestern abends

Zu Rittern schlug, und die ob einer Unbild

Dem Böhmenkönig abhold, oder sonst,

Vor allem aus den österreichschen Landen,

Ein Bund besteht, ihn in der Schlacht zu suchen,

Und daß ihn jener töte, der ihn fand:

Den Bund vernicht ich hier, als euer Kaiser,

Und jedem untersag ich, Hand zu legen[1075]

An König Ottokar zu dieser Frist;

Den einzgen Fall der Notwehr ausgenommen.


Zu Seyfried Merenberg, der neben ihm steht.


Habt ihr verstanden, Herr? Und so mit Gott!

ES STÜRZT EINER HEREIN.

Die Böhmen nahn!

RUDOLF.

Die Österreicher sind schon da!

Wir werden uns doch wohl nicht fürchten sollen?

Ein einzler Haufe; schließt euch an, ihr Herrn!


Herbott von Füllenstein mit einem Haufen.


FÜLLENSTEIN hereinstürzend.

Wo ist der Kaiser? Nur den Kaiser such ich!

RUDOLF.

Hier ist er, Freund!

FÜLLENSTEIN.

Bald heißt es wohl: er war.

RUDOLF.

Das frägt sich noch. Ei, laßt ihn nur, ihr Herrn.

Das Fechten möcht ich doch nicht ganz verlernen!

Komm an, mein Freund!

FÜLLENSTEIN.

Ihr folgt und schlagt sie tot!


Gefecht. Alle ab.

Ein anderer Teil des Schlachtfeldes. Links im Vorgrunde das Ende eines Hügels, auf die Bühne hereinlaufend, daneben steht ein Baum.

Ottokar kommt, auf einen Knecht gestützt; zwei andere und Milota folgen.


OTTOKAR.

Herr Milota, eur Haufe greift nicht an!

Wo bleiben eure Mährer, Tod und Teufel?

Ich fürcht, ihr seid ein Schurk, Herr Milota!

Und seid ihr es, Herr, weil ich euch vertraut,

Seid ihr es zehn – und hundertfach!

Sie haben mir das Pferd erstochen unterm Leib;

Das Bein schmerzt noch vom unversehnen Sturz.

Geh hin und such ein Pferd; ich weile hier!


Einer ab.


Ihr, Milota, jagt hin zu euren Mährern!

Doch nein! Bleibt da! Geh du und sag der Nachhut:

Sie sollen auf den Feind, sonst will ich, Pest! auf sie!


Der zweite ab.


Seht mir ins Antlitz, Milota! Daß Gott!

Ihr schaut mit Grimm. Ich hoff, das gilt dem Feind;[1076]

Denn gält es mir, auf eurem Todbett, Herr,

Würd euch ein Milota genüber stehn,

Und also schaun in euer brechend Aug.

Steigt dort auf jenen Hügel, Herr, und forscht

Nach Füllenstein und wie das Treffen geht.


Milota ab.


Du leite mich zu jenem Baume hin,

Daß ich mich halte, bis ein Pferd zur Hand,

Und sieh dich um und sags, wenn Feinde nahn.


Er steht am Baume und hält sich mit der Hand an einem niedrigen, dürren Zweige.


Die Böhmen fechten matt, wie man wohl ficht

Für einen Ungeliebten, notgedrungen.

Die Östreichsmänner und die Steirer aber,

Die sonst nur träg mir ihren Dienst erwiesen,

In Todesengel scheinen sie verwandelt,

Und jeder ist ein Held nun wider mich.

Der Zahltag ist erschienen und sie zahlen!

Ich hab nicht gut in deiner Welt gehaust,

Du großer Gott! Wie Sturm und Ungewitter

Bin ich gezogen über deine Fluren.

Du aber bists allein, der stürmen kann,

Denn du allein kannst heilen, großer Gott.

Und hab ich auch das Schlimme nicht gewollt,

Wer war ich, Wurm? daß ich mich unterwand,

Den Herrn der Welten frevelnd nachzuspielen,

Durchs Böse suchend einen Weg zum Guten!

Den Menschen, den du hingesetzt zur Lust,

Ein Zweck, ein Selbst, im Weltall eine Welt –

Gebaut hast du ihn als ein Wunderwerk,

Mit hoher Stirn und aufgerichtem Nacken,

Gekleidet in der Schönheit Feierkleid,

Und wunderbar mit Wundern ihn umringt.

Er hört und sieht und fühlt und freut sich.

Die Speise nimmt er auf in seinen Leib,

Da treten wirkende Gewalten auf

Und weben fort und fort mit Fasern und Gefäß

Und zimmern ihm sein Haus; kein Königsschloß

Mag sich vergleichen mit dem Menschenleib![1077]

Ich aber hab sie hin zu Tausenden geworfen,

Um einer Torheit, eines Einfalls willen,

Wie man den Kehricht schüttet vor die Tür.

Und keiner war von den Gebliebnen allen,

Den seine Mutter nicht, als sie mit Schmerz geboren,

Mit Lust gedrückt an ihre Nährerbrust,

Der Vater nicht als seinen Stolz gesegnet

Und aufgezogen, jahrelang gehütet.

Wenn er am Finger sich verletzt die Haut,

Da liefen sie herbei und bandens ein

Und sahen zu, bis endlich es geheilt.

Und 's war ein Finger nur, die Haut am Finger!

Ich aber hab sie schockweis hingeschleudert

Und starrem Eisen einen Weg gebahnt

In ihren warmen Leib. – Hast du beschlossen,

Zu gehen ins Gericht mit Ottokar,

So triff mich, aber schone meines Volks!

Geblendet war ich, so hab ich gefehlt,

Mit Willen hab ich Unrecht nicht getan!

Doch einmal, ja! – und noch einmal: O Gott,

Ich hab mit Willen Unrecht auch getan!

Es ist nicht Todesfurcht, was so mich reden läßt.

Der du die Herzen aller kennst,

Du weißt, ob dieses Herz die Furcht bewegt?

Doch wenn dich eines Mannes Reu erfreut,

Den nicht die Strafe, den sein Unrecht schreckt;

So sieh mich hier vor deinem Antlitz knien,


Er kniet.


Und hör mich beten wie ich jetzo bete:

Geh als ein Gott der Gnade zu Gericht!


Er senkt sein Haupt.

Seyfried von Merenberg tritt, ganz gerüstet, im Hintergrunde auf.


SEYFRIED.

Ottokar!

OTTOKAR.

Wer ruft?

SEYFRIED hinten stehen bleibend.

Wo hast du meinen Vater?

OTTOKAR steht auf.

Wer bist du? – Merenberg!

SEYFRIED.

Wo hast du meinen Vater?[1078]

OTTOKAR dumpf vor sich hin.

Als Gott den Kain fragte, sagte der:

Mir hast du ihn zu hüten nicht gegeben!

SEYFRIED.

Ich gab ihn dir, ja wohl, mein eigner Unsinn!

Und jetzt steh ich vor dir, in Stahl gekleidet,

Und fordr ihn wieder: gib mir meinen Vater!

OTTOKAR.

Du weißt wohl, wo er ist.

SEYFRIED.

Wohl weiß ichs: tot!

OTTOKAR.

Er büßte wie Verräter!

SEYFRIED.

Er, Verräter!

Er war dir nur zu treu, dir, mir, der ganzen Welt.

Um meinen Dienst beim Kaiser wußt er nicht.

Der Brief, den er mir gab, enthielt nur Bitten

Für dein verstoßnes Weib.

OTTOKAR.

So hat ihn Gott!

SEYFRIED.

Er hat ihn, ja! Empfiehl ihm deine Seele!


Stürzt mit dem Schwerte auf ihn los.

Emerberg tritt auf.


EMERBERG.

Seyfried, was tust du?

SEYFRIED.

Sieh, er mahnt mit Recht!

Der Kaiser hat verboten, dich zu töten

Mit Waffen; doch ich will, ein Basilisk,

Versuchen, mit den Augen dich zu töten.

Sieh her nach mir und höre: Merenberg!

Der Hölle Ruf dereinstens: Merenberg!

OTTOKAR.

Gebt Raum, ich muß zu meinem Heer!

SEYFRIED.

Du bleibst!

Du warst mir Lehrer, warst mir Muster, Beispiel,

Ich habe dich geehrt, wie niemand sonst;

Der Erde Ruhm ging mir in dir zu Grabe.

Der Erde Glück in meines Vaters Haupt.

Gib das Vertrauen mir auf Menschen wieder,

Den Vater wieder, den ich selbst geliefert,

Ich selbst in deine Hand. Vorschneller Würger,

Sieh mir ins Antlitz; es ist Merenbergs.

Komm, töt ihn noch einmal in seinen Zügen!

OTTOKAR.

Schließ deinen Helm, dann sei des Kampfs gewährt.[1079]

SEYFRIED.

Nicht also! Nein! Ficht, König, mit den Toten!

Hei, tapfrer Ottokar, mit eins so feig?


Ottokars Knecht kommt zurück.


KNECHT.

Herr Milota, zu Hilfe! Feinde! Feinde!

SEYFRIED zu Emerberg.

Halt den zurück! Er muß sich mein erwehren!

Daß ich dem Kaiser sagen möge: Herr,

Ich schlug ihn nicht, er selber fiel mich an;

Den Fall der Notwehr habt ihr ausgenommen!


Emerberg ficht mit dem Knecht.


KNECHT.

Herr Milota!

EMERBERG.

Entweich!

KNECHT.

Ach Gott! ach Gott!


Er fällt getroffen zu des Königs Füßen.


OTTOKAR sein Schwert aufnehmend.

So seis!


Milota kommt.


OTTOKAR.

He, Milota, hilf deinem König!

SEYFRIED.

Freund oder Feind?

MILOTA.

Nicht euer Feind, ihr Herrn!

Geht hier der Weg nach Mähren?

OTTOKAR.

Milota!

MILOTA.

Mein Bruder, Benesch Diedicz, läßt euch grüßen,

Er ist gestorben als ein Sinnberaubter,

Und Muhme Bertha rast an seinem Sarg.

Gebt Raum, ihr Herrn! Glück auf! ich stör euch nicht.


Geht in seinen Mantel gehüllt vorüber und ab.


OTTOKAR.

Verläßt du mich, und kann ich dich nicht schelten?

Und doch war ich dein Herr, drum Schurke du auf ewig!

SEYFRIED.

Gib dich!

OTTOKAR.

Vermeinst du, Ottokarn zu fangen?

Es gilt zu fechten!


Er tritt hart auf den verletzten Fuß.


Trage, Fuß,

Jetzt ist nicht Zeit zu schmerzen! Ihr, gebt Raum!

EMERBERG.

Du bist verloren, sieh, die Deinen fliehn!


Fliehende Böhmen bedecken den Hintergrund.


OTTOKAR.

Du lügst, kein Böhme flieht! Zu ihnen! Fort![1080]

BEIDE mit vorgehaltenen Schwertern.

Du bleibst!


Heinrich von Lichtenstein tritt mit einer Schar verfolgend im Mittelgrunde auf und eilt nach hinten, das Banner von Östreich in der Hand.


LICHTENSTEIN.

Die Feinde fliehn! Hoch Österreich!

OTTOKAR.

Steht, Memmen, steht!

Und ihr gebt Raum.

SEYFRIED.

Im Grabe.

Sonst nicht!

OTTOKAR einen Hieb führend.

Hier Böhmen!

SEYFRIED ebenso.

Und hier Österreich!

OTTOKAR mit einem neuen Hiebe.

Hier Ottokar!

SEYFRIED.

Hier Merenberg und Gott!


Er haut ihn nieder.

Ottokar stürzt nieder, rafft sich schnell wieder auf, taumelt einige Schritte und fällt dann tot neben der Hügelerhöhung hin.


EMERBERG.

Was tatst du? Das Gebot verletzt des Kaisers!


Merenberg steht, die Hände hinabgesunken, unbeweglich da.


HEINRICH VON LICHTENSTEIN kommt zurück.

Sieg, Sieg! Die Feinde fliehn! Hoch, Österreich!


Rudolf tritt auf mit Gefolge.


RUDOLF.

Halt ein mit Töten! Schont der Überwundnen!

Was ist hier? Was hat dich zu Eis verwandelt?

Ha, Ottokar, am Boden, blutend, tot!

Du hasts getan! Flieh, wie der erste Mörder,

Und laß dich nimmer sehn vor meinem Blick!


Merenberg entflieht.


Die Böhmen sollen ruhig heimwärts ziehn,

Für den sie stritten, ruft es aus! ist tot.

FRAU ELISABETH hinter der Szene.

Gewalt, Gewalt!

RUDOLF.

Wer ruft?

ELISABETH kommt und wirft sich dem Kaiser zu Füßen.

Ach, gnädger Kaiser!

Sie plündern drin im Haus, sie zünden an[1081]

Und gönnen selbst den Toten nicht die Ruh!

Ach schützt uns, Herr!

RUDOLF.

Man soll zu Hilfe sehn!

Wer bist du?

ELISABETH.

Ach, der Königin Margrethe

Von Österreich getreue Kämmerin,

Und die dort tragen meiner Frauen Leiche.


Vier Männer, von schwarzgekleideten Frauen begleitet, tragen den Sarg herein.


RUDOLF.

Sieh dort die Leiche deines Herrn!

ELISABETH.

Ach Gott!

So starb er! Grade, da er sanft geworden!

Du armer Herr! Setzt hin dort unsre Leiche,

So liegen sie im Tode doch vereint.


Der Sarg wird auf eine Erhöhung zu Ottokars Häupten gesetzt.

Kunigunde kommt, hinter ihr Zawisch und Bertha.


KUNIGUNDE.

Der König ist gefangen, wird gesagt.

RUDOLF.

Hier, Weib, hier liegt dein Mann!


Kunigunde sinkt mit einem Ausruf bebend in die Kniee. Zawisch steht mit gesenktem Haupte.


RUDOLF fortfahrend.

Zu seines Weibes Füßen,

Denn daß sies blieb, hat sie im Tod erprobt.

BERTHA ist hinter dem Sarge auf die Erhöhung getreten und lehnt mit dem Ellenbogen darauf, jetzt pocht sie an den Sarg und sagt.

Mach auf, Margrethe, sieh, dein Mann ist da!


Mit mehreren Gefangenen ist der Kanzler hereingebracht worden, er stürzt hin.


KANZLER.

O Herr! Du mein verirrter, wackrer Herr!


Er nimmt Ottokars Haupt in seinen Schoß.


RUDOLF.

So liegst du nackt und schmucklos, großer König,

Das Haupt gelegt in deines Dieners Schoß,

Und ist von deinem Prunk und Reichtum allen

Nicht eine arme Decke dir geblieben,

Als Leichentuch zu hüllen deinen Leib.

Den Kaisermantel, dem du nachgestrebt,

Ich nehm ihn ab und breit ihn über dich,


Er tut es.


Daß als ein Kaiser du begraben werdest,

Der du gestorben wie ein Bettler bist.[1082]

Bringt ihn nach Laa und stellt ihn fürstlich aus,

Bis man ihn holt zur Ruhstatt seiner Ahnen.


Er entblößt das Haupt und betet still, die andern tun dasselbe. Kunigunde verhüllt sich, Zawisch blickt starr vor sich.

Pause.


BERTHA noch immer auf den Sargdeckel gelehnt.

Und vergib uns, als auch wir vergeben!

Und führ uns nicht in Versuchung!

RUDOLF.

Nicht führ uns in Versuchung, großer Gott!

Und nun, mein Sohn, im Angesicht der Leiche,

Vor diesem Toten, der ein König war,

Belehn ich dich mit Östreichs weitem Erbe.


Auf seinen Wink knieen seine beiden Söhne nieder. Er spricht immer vorzugsweise zu dem ältern.


Sei groß und stark, vermehre dein Geschlecht,

Daß es sich breite in der Erde Fernen

Und Habsburgs Name glänze bei den Sternen!

Du steh in allem deinem Bruder bei!

Doch solltet ihr je übermütig werden,

Mit Stolz erheben euren Herrscherblick,

So denk an den Gewaltigen zurück,

Der jetzt nur fiel in Gottes strenge Hände,

An Ottokar, sein Glück und an sein Ende!

Steh auf! und du! Und niemals kniee wieder,

Ich grüße dich als dieses Landes Herrn.

Und ihr auch grüßt ihn, laßt es laut erschallen,

Daß weit es sich verbreite, donnergleich:

Dem ersten Habsburg Heil in Österreich!

ALLE.

Heil! Heil!

Hoch Österreich!

Habsburg für immer!


Indem alle unter Trompeten und Jubelgeschrei niederknien, um die Huldigung zu leisten, fällt der Vorhang.


Ende.


Quelle:
Franz Grillparzer: Sämtliche Werke. Band 1, München [1960–1965], S. 1066-1083.
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