Priameln

[153] De Knecht un de Magd,

De Schriwer un de Vagt,

De Brenner un Brur

Holt tosam vun Natur.


En Anstriker un en Maler,

En Preußen un en Daler,

En Bartschęr un en Putzbütel,

En Opsnider un en Windbütel,

En Slöpendriwer un en Sleef,

En Spitzbov un en Deef,[153]

Aptheker un en Plasterkaker,

En Koppschoster un en Hotmaker,

En Tapperduv un en Prüker,

En Nœs un en Rüker,

En Egg un en Ei:

Dat is twee un twee enerlei.


Smucke Diern un niet Kleed,

Helle Stimm un nett Leed,

Vęl Dörst un gut Drinken,

Gröne Arfen un rogen Schinken,

Grawen Klutz un glatten Kil,

Hart Holt un scharp Bil,

Raschen Smid un glöni Isen,

Bösen Krieg un gut Avisen,

Ole Juden un lütten Kram:

Dat paßt twee bi twee gut tosam.


En Klock de ni geit,

En Putt de ni steit,

En Daler de ni gellt,

En Hund de ni bellt,

En Diern de ni fęgt,

En Hęhn de ni leggt,

En Katt de ni mus't:

De letts du bęter buten Hus'.[154]


Gedürli Herr un ehrli Knecht,

En Zeitung de de Wahrheit seggt,

En junge Docter de en Christ,

Ol Jümfer de ni wranti is,

Avcaten de an Warkdag' będt,

En Prester de man Sünndags rędt,

Twee Festdag' un keen Æwerdruß,

Vęl Fründschop un keen Larm int Hus,

Keen falschen Schüllink mank sin Geld,

Keen branntig Ahr int Wetenfeld,

Un keen Kantüffel mit en Muk,

Keen Unfall un en Kellerluk,

Fri Wort un gar keen blauen Dunst,

De rechte Moth un echte Kunst,

Rum Hart, klar Og un sunn Verstand:

Dat Krut is rar in jede Land.

Quelle:
Klaus Groth: Quickborn. Volksleben in plattdeutschen Gedichten, Berlin 1968, S. 153-155.
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Klaus Groth's Gesammelte Werke: Erster band. Quickborn
Quickborn: Volksleben in Plattdeutschen Dichtungen Ditmarscher Mundart, Volume 2 (German Edition)

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