Rote Gluten

[203] Die Sonne taucht in rote Gluten

Und goldenes Leuchten Wald und Feld,

Dein Haupt ruht eng an meiner Schulter,

Mein Arm dich fest umschlungen hält.


Es brechen lauter goldene Lichter

Und rote Flammen aus dem Wald,

Du schaust hinein mit großen Augen

Und suchst an meinem Herzen Halt.


Die letzten Gluten sind verglommen,

Vorüber ist die Abendpracht,

Es kündete das Flammen und Glühen

Uns eine goldene Sonnennacht.

Quelle:
Hermann Löns: Sämtliche Werke, Band 1, Leipzig 1924, S. 203.
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Empfehlung

Polt-Heinzl, Evelyne / Schmidjell, Christine (Hgg.)

Rote Gedichte

Rote Gedichte
Reclam, Ditzingen, 2006. 128 S., 3150184223, 3,60 €.
Rot ist die Liebe - und beileibe nicht nur die: Lippen sind es, und der Wein, Rosen und Mohn, Kirschen und Herbstlaub, Rotkäppchen und Marienkäfer, ... weiterlesen
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