Vierzehntes Kapitel.
Ein Kapitel, zu lesen, wenn die liebe Sonne in den Steinbock tritt.

[110] Wir haben da einige sehr lange Kapitel gemacht, aber wir hatten auch von großen Genies zu reden, dergleichen man nicht alle Tage findet. Wer da glaubt, wir hätten uns hierbey einige überflüßige Weitläuftigkeit zu Schulden gebracht, dem mögten wir, ohne ihm übrigens zu widersprechen, im Vertrauen sagen, daß wir dieser Leutlein schier noch fürder bedürfen könnten, wo nicht in diesem Büchlein, doch in einem der nächsten, die wir ichtwa gebähren mögten, wenn der Himmel unsre rechte Hand bewahret, und welches diesem hier, traun! das seyn soll, was der Speck dem Kohl ist. Wenn das denn geschehen sollte, wie es gar leicht geschehen kann, so könnte uns wohl daran liegen, daß der geneigte Leser im Stande sey, die drey Genies auf tausend Schrit und weiter hin zu kennen.

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Johann Gottfried Müller: Siegfried von Lindenberg. Hamburg 1779, S. 110.
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Siegfried von Lindenberg. Komischer Roman