So mag es sein!

[124] Um meine Gondel kos't der Wind,

Und macht die Wellen spielend schäumen.

Sein Geisterhauch umweht mich lind,

Ich denke: Also muß ein Kind

In seiner Wiege ruh'n und träumen.


Die Gondel trägt mich weit hinaus

Nach mondbeglänzten Meeresräumen,

Und bei der Fluthen leisem Braus

Denk' ich: So mag's im letzten Haus,

Im Sarg' sich wonnig ruh'n und träumen.

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Betty Paoli: Neue Gedichte. Pest 21856, S. 124-125.
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