Zehntes Kapitel

[445] In Braunschweig war in dieser Messe ein heftiges Gedränge, großer Verkehr und Handel; auch die Warwölfin machte treffliche Geschäfte und trieb den Handel mit hölzernem Geschirr ins große. Kuriose Dinge waren zu sehen und zu hören und wurden hell ausgeschrien vor dem Granitpostament, auf welchem nun bald die ehernen Füße Gotthold Ephraim Lessings ruhen sollten, und viel Weisheit und Verstand wurde hin und her ausgegeben unter den Topfweibern rund um den alten Löwen vor der Burg Dankwarderode und unter den Glocken von Sankt Blasius. Aber guter Rat war auch in Braunschweig auf der Messe teuer und rar, und als die Jane aus Hüttenrode auf der Heimkehr nach ihren Harzbergen abermals durch Krodebeck zog, da war die schöne Marie schon tot, und der beste Rat wäre in dieser Hinsicht zu spät gekommen, was das Kind der schönen Marie anbetraf, so verließ sich die Warwölfin immer mehr auf den Ritter, legte nur einen preußischen Taler auf den Tisch des Siechenhauses und versprach, von neuem wieder vorgucken zu wollen, wenn die Umstände und der Handel mit hölzernen Löffeln, Mulden und Quirlen es gestatten würden. Sie hatte nicht einmal die Zeit, das Grab Marie Häußlers, welches doch so dicht neben der Tür des Siechenhauses lag, aufzusuchen. Die blauen Berge zogen sie nach dem Staub und Spektakel der Ebene zu heftig und verlockend an, und wir haben nicht das geringste Recht, der Alten darum gram zu werden, denn sie war[445] eine brave Frau und tat und sagte zu jeder Zeit, was sich schickte.

Die schöne Marie war tot und begraben. Hanne Allmann hatte großen Besuch im Siechenhause gehabt, denn das halbe Dorf war gekommen, um die Leiche zu sehen, und alle hatten ihre Bemerkungen leiser oder lauter darüber gemacht.

Die einen sagten, es sei kein Schaden, daß das so schnell abgemacht sei, und die anderen meinten, es sei ein Glück. Die geistlichen und weltlichen Behörden, das Pfarramt und der Ortsvorsteher Klodenberg trugen das Nötigste schriftlich über den Fall ein, und die Ernte des Jahres nahm ihren gesegneten Fortgang. Am Begräbnis nahm nur der Lauenhof teil, und zwar durch den Chevalier von Glaubigern; die Gutsfrau hatte das Leichentuch gern hergeschenkt, aber weiter keine Zeit gehabt, sich um die traurige Geschichte zu kümmern. Adelaide Klotilde Paula von Saint-Trouin schenkte nichts her und erschien auch nicht in Person, um ihrem früheren Schützling die letzte Ehre zu geben. Sie schloß sich an dem Begräbnistage in ihrem Gemache ein und beschränkte ihre Bedürfnisse auf ein gebratenes Hühnchen, Kaffee und die Lektüre von Hufelands »Makrobiotik«; noch am folgenden Morgen aber war sie recht grämlich, bissig und unliebenswürdig und verlangte, daß man ihre Gefühle schone und die »unselige Person« in ihrer Gegenwart fürs erste nicht erwähne oder gar zum Thema der Unterhaltung mache. »Schämen Sie sich, Frölen Trine!« sagte die gnädige Frau ziemlich kurz.

Der Herr von Glaubigern erschien feierlich und in Gala am Sarge und am Grabe und zwang durch seine Erscheinung auch den Pastor, sich herzubemühen, welcher jedoch nicht offiziell kam, sondern höchst ungern und sehr verlegen. Die Grabrede hielt auch der Chevalier, und zwar ganz in der tiefsten Stille seines Herzens; sie mußte wohl sehr vortrefflich gewesen sein, denn sie rührte ihn selber und wurde von Hanne Allmann bis in die feinsten Abschattungen verstanden.

Ein Leichenmahl wurde nicht gehalten, denn diesmal erregten die Tränen den Appetit nicht, wie dies nach dem Wort Jane[446] Warwolfs häufig der Fall sein soll. Aber der Ritter hatte noch ein langes Gespräch im Siechenhause mit der Hanne über die kleine Antonie Häußler, und da wurde verabredet, daß das Kind für jetzt in dem Siechenhause unter der Pflege der Frau vom Siechenhause verbleiben und daß der Ritter Karl von Glaubigern zwischen dem Kinde und dem Dorf Krodebeck und der übrigen Welt stehen solle. Jane Warwolf aus Hüttenrode war eben ein kluges Weib, welches ziemlich genau wußte, wie sich die Dinge auf Erden ineinander zu schicken pflegen!

Der Ritter von Glaubigern stellte sich, wie es ihm beliebte; aber das Fräulein von Saint-Trouin nahm gleichfalls seinen besondern Standpunkt ein und behauptete denselben mit großer Charakterfestigkeit. Es übertrug seine Abneigung ohne Abzug von der schönen Marie auf die kleine Antonie und suchte in allem, was das Wohl der letzteren anbetraf, dem Chevalier so hinderlich als möglich zu sein, jedoch ohne alle Auffälligkeit. Zugleich zog es die Zügel seines Einflusses auf den Junker Hennig von Lauen fest an und erlaubte sich immer rücksichtslosere Eingriffe in den Teil der Erziehung des Jungen, welchen der Ritter sich fest gesichert hielt. Es fand die humane Bildung des Schlingels grenzenlos vernachlässigt und hielt den alten Comenius weniger als je für einen Ersatz für das Mangelnde. Es führte den Junker häufiger als je zwischen seinem Pompadour und dem Hündlein Peccadillo spazieren und lehrte ihn Weisheit und Tugend auf seine Art. »Was endlich daraus werden wird, soll mich doch wundern, Glaubigern!« seufzte ärgerlich die gnädige Frau; aber der Chevalier zuckte nur ganz leise mit den Achseln und sagte:

»Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, daß wir uns nicht allzusehr zu ängstigen brauchen; der Junge ist kein Genie, und es würde schwerhalten, selbst für das Fräulein, ihm den Kopf derartig zu verdrehen, daß sein Standpunkt als Gentleman dadurch in Gefahr geriete. Der Lauenhof war immer ein braver, nahrhafter Ort; man lebt zu gut darauf, um seine Ungereimtheiten weit über die Feldmark hinauszureiten.«

»Und ich hoffe, so soll es immer verbleiben, lieber Alter!«[447] rief die Frau Adelheid, treuherzig dem Ritter die Hand schüttelnd.

Der Junker Hennig sträubte sich oft heftig, wenn ihn die kalte Hand der ihre Pflicht kennenden Byzantinerin packte, um ihn zwischen den Hecken von Krodebeck und in ihren Idealen spazierenzuführen; aber auch Adelaide von Saint-Trouin fuhr oft heftig zusammen, wenn es hinter diesen Büschen raschelte und rauschte, die Zweige auseinandergezogen wurden und das Kind der schönen Marie ihr neugierig-furchtsam daraus entgegensah. Sie benutzte die Gelegenheit jedesmal aufs beste, den Zögling von neuem auf die Gemeinheit, Ekelhaftigkeit und Nichtsnutzigkeit der Welt jenseits ihrer Ideale hinzuweisen, und jedenfalls zeigte sie als das Erste und Selbstverständliche der kleinen Antonie ein Gesicht, vor welchem diese schnell genug in die Büsche zurückfuhr. Wie dann endlich der Junker Hennig sich zu diesen Lehren und der kleinen Antonie Häußler stellte, das kam an einem absonderlichen Tage des Spätherbstes zum Vorschein und zeigt, wie mißlich das höchste Ideal, die edelste, zarteste, feinsinnigste An- und Absicht dieser schlechten, gemeinen, nichtsnutzigen und ekelhaften, aber wirklichen Welt gegenüber stets und immerdar gestellt ist.

Es war ein Tag im Spätherbst des Jahres. Der Wald war bunt und der Himmel grau, sehr grau. An diesem Tage hatte sich der Ritter dem Fräulein zum Begleiter auf dem gewohnten Nachmittagsspaziergang angeboten, und das Fräulein hatte mit der gewöhnlichen grämelnden, süßlichen Miene die Begleitung angenommen. Verdrossen und mit hängendem Kopfe ging Hennig in der Mitte der beiden, und verdrossen, mit hängendem Kopfe folgte ihnen Peccadillo dicht auf dem Fuße so waren sie abgezogen vom Hofe und hatten sich den Hügeln zugewendet.

Es war kein Tag, es war kein Wetter für die beiden alten Herrschaften. Ein unheimlich am Boden hinkriechender Wind trieb ein mattes Spiel mit den welken Blättern, und wenn Johann von Brienne plötzlich aus dem Boden aufgestiegen wäre, um den letzten Sprößling seines erlauchten Hauses dringend vor Rheumatismen und heftigem Gliederweh zu warnen, so[448] würde dieses zwar sehr freundlich von ihm gewesen sein, hätte aber nur bei Leuten, die durch verwandtschafliche Liebe und Affektion nicht verwöhnt waren, Staunen erregen können.

Es war kein Tag und kein Wetter überhaupt für alte Menschen. Auch der Herr von Glaubigern fühlte sich gedrückter und durch den engen Horizont befangener als sonst. Beide, das heißt der Ritter und das Fräulein, schritten langsam, erschienen dem Junker sehr langweilig und sprachen ihre Meinung und Absicht dahin aus, daß man nur bis zum Rande des nächsten Gehölzes gehen, sodann still, sittsam und vorsichtig umkehren und den Abend nützlich und anregend hinter den Wänden und hinter den Fensterscheiben des Lauenhofes verbringen wolle, welches letztere gleicherweise dem Junker durchaus nicht interessant und erfreulich erschien, denn es schloß mancherlei unausdrückbaren Jammer für ihn in sich.

Weiterhin auf dem Wege wurde Fräulein Adelaide recht gesprächig, doch stimmten Färbung und Stoff ihrer Unterhaltung leider ganz und gar zu der Witterung. Düster und lebenssatt schritt die hohe Dame dahin, mißgelaunt sowohl gegen die Vorsehung im allgemeinen wie gegen ihr Schicksal im besondern und gegen ihr Schicksal auf dem Krodebecker Burghof im allerbesondersten. Sie, die sonst so stattlich auf ihrer Einbildungskraft zu Roß saß, sie zog diese selbe Einbildungskraft wie einen müden Gaul am Zügel hinter sich her. Das närrische, aber doch glänzende Wellenspiel ihrer Phantasie hatte sich augenblicklich in ein bleigraues Gewoge verwandelt; die tollen Wolken ihres Gehirns hatten den letzten goldnen und silbernen Anhauch von ihren Säumen verloren. Adelaide von Saint-Trouin sah die Welt heute ebenso nüchtern an wie Adelheid von Lauen, wenn dieser ein Unglück in der Milchkammer passierte, wenn ein Viehsterben eintrat oder ein unvermuteter Abschlag der Fruchtpreise einfiel.

Ein jeglicher hat solche Tage, an welchen ihn alle Illusionen verlassen, an welchen der Pomp, die Pracht und das Vergnügen seines Daseins stückweise von ihm abfallen, Tage, an welchen er zwar nicht minder sich täuschen läßt, jedoch nicht durch den[449] lachenden Schein und das behagliche Blendwerk, durch welches für gewöhnlich gütige Götter seinen Pfad bunt machen und verkürzen. Und alle schönen Illusionen hatten heute die Erbin des griechisch-lateinischen Kaiserstuhls im Stiche gelassen. Die Spinne hing ihr Gewebe in dem armen Gehirn Adelaides auf; die funkelnden Kuppeln von Byzanz versanken im Nebel, selbst der Papst Honorius der Dritte verlor seinen Reiz. Tyrus und Malta versanken wie Byzanz, und mit der Grafschaft von Paidiac löste sich die Grafschaft von Valcroissant in Nebel und Dunst auf. Zu ganz gewöhnlichem, mißtönigem Krodebecker Rabengekrächz war der Klang der Jagdhörner des großen Louis geworden, und was neben der Landstraße im Walde rauschte, das waren nicht die schönen Damen, die Marquis, Grafen und Herzöge von Versailles, sondern das war einfach und höchst ärgerlich das winterliche Blasen vom alten langweiligen Brocken und der Heinrichshöhe her.

Nun wußte der Chevalier freilich, daß die gnädige Frau sich von ihren ökonomischen Anfechtungen stets sehr bald erholte, obgleich auch sie von ihrem guten Humor immer auf Niewiedersehen Abschied nahm, und daß auch dem gnädigen Fräulein die alte närrische Herrlichkeit schnell von neuem anschießen werde. So konnte er die trübe Gegenwart mit ziemlich weiser Gelassenheit tragen, was der Junker von Lauen nicht vermochte. Der stieg zwischen den beiden Alten immer mürrischer hügelan und verspürte von Schritt zu Schritt immer größere Lust, etwas zu tun, was dem Fräulein diesen Nachmittag für seine ganze spätere Lebenszeit unvergeßlich mache und sein eigenes Rachebedürfnis wenigstens fürs erste befriedige.

Was ging es aber auch ihn an, daß doch eigentlich nichts mehr in der Welt auf dem rechten Flecke stehe und daß die Hoffnung, daß alles wieder auf diesen richtigen Fleck zurückgestellt werde, nun doch wohl zuletzt von den glaubenstreuesten Seelen aufgegeben werden müsse?! Was ging es ihn an, zu erfahren, daß es gar keine Freude sei, in einer so schlechten, gemeinen, plebejischen, demagogischen Judenwelt leben zu müssen? Was ging es ihn an, daß selbst diese miserable, nichtsnutzige Welt[450] noch erbärmlicher und niederträchtiger werden könne und in der Tat von Tag zu Tag werde? Was endlich ging es den Stammhalter des Lauenhofes an, daß es den Fürsten von Tyrus und Kaiser von Konstantinopel, Johann von Brienne, nicht im Traume eingefallen war, seine verwandtschaftliche Pflicht zu erfüllen, und daß die Erbin seines Thrones nun wirklich ein bedenkliches rheumatisches Ziehen von Schulterblatt zu Schulterblatt verspürte?

Herr Hennig von Lauen litt bis jetzt noch nicht an Rheumatismus. Der graue Tag brachte ihm keine Weltuntergangsgedanken, und was die Verschlechterung im sozialen Wesen betraf, so fühlte er, wie schon bemerkt wurde, heute selber ein Gelüst, als ein Rebell gegen dasselbe in seinen edelsten Inkarnationen aufzustehen und der Madame de Genlis, der Madame de Campan und so mancher anderen Madame und adeligen weiblichen Autorität was man nennt einen Esel zu bohren oder gar einen Tritt zu geben. Er war eben ganz unvermerkt und trotz aller zarten Sorgfalt und scheuen Vorsicht des Fräuleins auf jenem Standpunkt angelangt, auf welchem er die Gesellschaft und die Ansichten der Bauernjungen von Krodebeck bei weitem dem großen Louis, der Königin Marie Antoinette, dem alten Amos Comenius und sogar dem Herzog Wittekind, dem Liebling des Herrn von Glaubigern, vorzog, und gerade heute war der Tag und die Stunde, die eine ganze Epoche seines Daseins zum Abschluß brachten.

Die Lustwandelnden waren, bis jetzt ziemlich geschützt vor dem Winde, zu dem Walde emporgestiegen. Jetzt erreichten sie die Höhe, und der Wind kroch nicht mehr am Boden, zu ihren Füßen, sondern er faßte sie sehr rücksichtlos ganz und gar, kümmerte sich in Hinsicht auf das Fräulein nicht im geringsten um das Dekorum, wirbelte es einen Augenblick höchst frech und unanständig im Kreise umher und drehte es sodann ruckartig mit der verdrießlichen Nase gegen das Tal und Dorf zurück, als wolle er sagen: »So, jetzt marsch nach Hause – bis hierher und nicht weiter! Für heute haben wir genug von Ihnen!«[451]

Den Peccadillo hob dieser Wind fast von den Füßen; der kluge Hund drehte ohne weitere Notiz kurz um und ging in wackelndem Trabe heim. Der Chevalier griff mit beiden Händen nach seiner Fuchspelzmütze, um sie tiefer über die Ohren zu ziehen.

Was den Junker anbetraf, so wendete sich dieser wie alle übrigen und sah mit tränenden Augen zurück. Da schlängelte sich der graue, steinige Feldweg hinab, da lag das Dorf, wo die Dreschflegel taktmäßig auf den Tennen klappten; da erhoben sich die spitzen Dächer und Giebel des Lauenhofes, und den Junker Hennig überkam plötzlich ein Widerwillen gegen alles das und ein noch heftigerer Ekel gegen die Heimkehr mit den alten Freunden und gegen die stillen Vergnügungen des Abends im Kreise derselben sowie der arbeitsseligen Mutter und der anderen Haus- und Stubengenossen.

Mit einemmal schien dem Jungen ein Licht darüber aufzugehen, wieviel vom Leben er infolge seiner trefflichen Erziehung bereits verloren habe. In einem langanhaltenden dummen Geschrei machte er plötzlich seiner Entrüstung darüber Luft, tat einen Sprung über den Graben, lief den Abhang hinauf dem Walde zu und war verschwunden, ehe der Ritter und das Fräulein im geringsten fähig wurden, den Dämon, welcher ihren Zögling ergriffen hatte, zu begreifen und zu würdigen. Ehe sie sich sogar von dem ersten Schrecken erholt hatten, befand sich der sittsame Knabe schon so tief im Gebüsch unter den wild geschüttelten Eichen, daß die Rufe, die ihm endlich nachgesendet wurden, nur einen schwächlichen Eindruck auf seine Ohren machen konnten und bereits im nächsten Augenblick gänzlich verlorengingen in dem Sausen des Windes und dem Rauschen der Blätter. Hennig war allein, vielleicht zum ersten Male in seinem Leben wirklich allein, und fand keinen andern Ausdruck für das Gemisch von Furcht, Schauder und Wonne, welches ihn ob seiner Freimachung ergriff, als einen abermaligen ziemlich tierischen Schrei, den er so lange stets von neuem ertönen ließ, bis er braunrot im Gesicht und vollständig außer Atem war.

Dazu lief er immer fort – blind und rein besessen –, bis auch[452] dazu seine Kräfte nicht mehr ausreichten. Keuchend vor geistiger und körperlicher Aufregung, hielt er inne und horchte.

Das Rauschen und Sausen war nun ganz in den Baumkronen. Am Fuße der hohen Stämme war die Luft still und ziemlich warm; man merkte hier erst recht, wie nahe der Regen war, an welchem die ganze Woche gebrauet hatte.

Draußen vor dem Walde war das Fräulein außer sich; aber der Chevalier rieb sich verstohlen die Hände und vermochte nicht ganz ein Lächeln der Befriedigung zu verbergen. Hätte er den vollen Gewinn des Knaben geahnt, seine Befriedigung würde sich noch heller und deutlicher Luft gemacht haben, aller Wehklage und saueren Bosheit der verzweifelnden Adelaide zum Trotz. Hätte er sich indessen vollkommen klargemacht, wie wenig doch auch bei diesem Gewinn zuletzt herauskommen werde, so würde er zwar auf die Lamentationen des Fräuleins nicht mehr geachtet haben, allein eine große Freudigkeit hätte er sicherlich weder in Mienen noch in Gesten offenbart.

Der im Wohlleben aufgewachsene Hennig besaß jenes animalische Gefühl für die Behaglichkeit des Lebens, welches man auch Gemütlichkeit zu nennen pflegt, im hohen Grade. Den Genuß, faul und fett am Fenster oder am warmen Ofen zu sitzen, wenn die Nebel von den Bergen niederstiegen, wenn die Blätter und der Wind und Regen rauschten, kannte er sehr wohl; und nun riß ihn an diesem dunklen Nachmittag ein anderer Geist zum erstenmal über diese bequemen Stimmungen hinaus.

Die Wolken, die ihm über dem Kopf schnell hinglitten, verwandelten sich in Rosse, welche ihn weit fort von Krodebeck und aus der engen Welt seines väterlichen Hauses hinwegtrugen. In dem Winde klang eine muntere Stimme, die nicht an nasse Füße, Schnupfen, Rhabarber und Kamillentee mahnte. Zum erstenmal packte den Knaben das Robinson-Crusoe-Gefühl, das Gefühl der Abenteurer, Entdecker und Eroberer. Noch einmal trug ihm ein Windstoß den schrillen Ruf der Chevalière von Malta herüber, und grinsend warf der Taugenichts seine Mütze in den nächsten Baum und lachte laut auf, erschrak jedoch[453] trotz aller Tollmütigkeit nicht wenig, als dieses Lachen ein helles, fröhliches Echo fand.

Schnell und scheu blickte er umher, sah jedoch niemand, was seinen Mut und seine Sicherheit grade nicht erhöhte. In demselben Augenblick aber flog ihm seine Mütze aus den unteren Zweigen einer verkrüppelten Buche ins Gesicht. Auf leicht ersteigbarem bequemem Sitz in diesem untern Gezweig des gebogenen Baumes saß das schöne Kind der schönen Marie und lachte zum zweitenmal den Knaben hell an und der geschickt geworfenen Mütze nach.

Es ist schon gesagt worden, wie sich das Fräulein von Saint-Trouin den ganzen Sommer hindurch bemüht hatte, seinem Zögling einen gehörigen Abscheu vor der kleinen Vagabundin einzuflößen, und wie viele treffliche Lehren und Folgerungen sich für ihn an dieses winzige, zierliche Persönchen knüpften. Also war es kein Wunder, daß der Junker ziemlich dumm zu dem Vöglein auf dem Ast emporsah und eine nicht kleine Sehnsucht nach dem schützenden Rock des Fräuleins verspürte. Allein noch schlug das Herz zu hoch in der jungen Freiheit, als daß nicht auch dieses Unbehagen überwunden werden konnte.

»Guten Tag, Hennig! Komm herauf, hier ist Platz für mehr Leute!« rief Antonie Häußler. »Eh, eh, er fürchtet sich, und er kann nicht klettern, und die gelbe Frau leidet's nicht. Hu, wie kommst du in den Wald, wenn's regnen will, und ohne die gelbe Frau? Komm herauf, oder ich komme herunter und fliege mit dir fort, daß du in deinem Leben nicht wieder in dein Dorf den Weg zurückfindest.«

»Untersteh dich!« rief der Knabe, sehr bestürzt und hastig einen dürren Ast vom Boden aufgreifend.

»Er fürchtet sich wirklich!« jauchzte das kleine Mädchen. »Soll ich dir auf den Kopf fallen, dummer Junge?«

»Ich fürchte mich nicht!« schrie der Knabe, mit Tränen in den Augen den Stock fortwerfend. »Ich will mich nicht fürchten! Komm herunter, du; ich tue dir auch nichts, und das Frölen ist weit genug, vor dem brauchst du dich auch nicht zu fürchten.«

Einen kurzen Moment zögerte das Kind, dann stand es auf[454] seinem Aste leicht auf den Füßen, und im nächsten Augenblick glitt und trat es blitzschnell von dem knorrigen Stamm hinunter und stand vor dem Junker von Lauen in seinem flatternden Röckchen, dessen Stoff aus der Plunderkammer der gnädigen Frau stammte und dessen Zuschnitt und solide Arbeit der alten Frau vom Siechenhause alle Ehre machten.

Um diese Jahreszeit fängt der Rehbock an, sein Gehörn abzuwerfen, und ein solches Gehörn zog die Kleine hervor und bot es gleichsam als Friedensunterpfand dem Knaben an.

»Das findet man im Holze, und ich schenke es dir.«

»Das ist nichts Großes, aber gib es nur her, du kannst es doch nicht gebrauchen«, sagte Hennig. »Wir haben zu Hause einen Saal mit Geweihen von Hirschen, einen ganzen Saal voll, die solltest du einmal sehen!«

»Ich frage nichts danach!« war die Antwort, und das Gespräch stockte bedenklich, bis Hennig es zu letzt von neuem in Gang brachte, und zwar durch die schlaue Frage:

»Bist du immer im Walde? Was tust du im Walde? Bist du immer allein im Walde?«

Antonie lachte wieder ganz lustig.

»Ich denke mir was dabei; aber das geht dich nichts an, Schafskopf! Hab ich dich gefragt, weshalb du hierherkommst?«

Nun hätte die Unterhaltung füglich wieder zu Ende sein können und diesmal mit vollem Recht; allein der gegenseitige Reiz, sie fortzuführen, war doch zu groß.

»Was schimpfst du?« fragte der Knabe. »Habe ich dich geschimpft?«

»Nein. Ich sage auch nur, was mir einfällt; aber mich schimpfen sie in der Schule und im Dorf, und ich mache mir nichts daraus. Mach du dir auch nichts daraus!«

»Du, Tonie Häußler, weshalb will Frölen Trine nichts von dir wissen? Weshalb schimpft sie dich und fürchtet sich vor dir?«

»Ich weiß nicht. Frage deinen guten Herrn, den Herrn Ritter. Frag meine Pflegemutter, die alte Frau im Armenhause. Du weißt ja, daß ich im Armenhause wohne, wenn ich nicht im Walde bin.«[455]

»Das weiß ich. Ich habe dich selbst mit den andern hingebracht, als du in Krodebeck ankamst, und ich habe mit dem Fräulein Adelaide vor der Tür gewartet, bis der Herr von Glaubigern mit der kranken Frau und dir drinnen fertig war.«

»Meine Mutter ist tot, und ich wohne im Siechenhause, und ich wünsche mir kein besser Leben. Fürchtest du dich vor mir, dummer Junge?«

»Nein – du gefällst mir!«

»So laß uns laufen. Ich laufe gern. Ich laufe gern mit dem Winde um die Wette. Horch, da oben geht er in den Wipfeln und ruft uns hier unten am Erdhoden. Husch – he, weshalb hast du deinen alten Herrn nicht mitgebracht? – Der liefe mit uns und lachte wie ich über die gelbe, lange Frau.«

»Ich bin ihnen weggelaufen!« sprach Hennig mit kuriosem Selbstgefühl.

»Dem mürrischen Fräulein? Hussa, das ist recht! Da, komm, du bist kein dummer Junge. Das wirst du nun noch öfters tun!«

»Läufst du oft weg, Tonie?«

»Jeden Tag, denn sie sind an jedem Tag hinter mir her, sobald die Schule zu Ende ist. Sie machen es schon arg in der Schule, wenn der Kantor den Rücken wendet; aber auf dem Kirchhof sind sie sehr schlimm. Ich habe keinen, der mir hilft, und deshalb laufe ich – laufe immerzu, immerzu. O ich kann schnell laufen, ich habe es gelernt.«

»Von jetzt an will ich dir helfen!« sprach Hennig von Lauen, und das kleine Mädchen knickste so zierlich, daß selbst die Haute-Justicière von Valcroissant ihre Freude darüber hätte haben müssen.

»Ich bedanke mich, junger Herr von Lauen.«

Beide Kinder fühlten deutlich die Ausnahmestellung, in der sie sich befanden. Der Zögling des Chevaliers und der Chevalière und die Pflegebefohlene Hanne Allmanns standen seltsamerweise gar nicht so weit voneinander, wie es zuerst den Anschein haben mochte; denn sie standen beide allein und im vollen Gegensatz zu den gesellschaftlichen Verhältnissen von Krodebeck. Zwischen beiden und der Dorfkinderwelt lag die[456] Dorfschule, welcher Antonie Häußler zwar gleichfalls angehörte, die aber denn doch nicht das geringste von ihr wissen wollte, in der sie heute nachmittag noch auf Erbsen gekniet hatte, um nachher auf dem Kirchplatz der ganzen jungen, in geordneten tausendjährigen Verhältnissen aufgewachsenen Bande als Spielzeug und Uhu zu dienen, ohne daß die Erwachsenen sich große Mühe gaben, der Quälerei des armen Kindes ein Ende zu machen. Wie der Junker zur Dorfschule stand, wissen wir, da wir die Ehre haben, Adelaide von Byzanz schon jetzt genauer zu kennen, als sie wahrscheinlicherweise sich selber kannte.

»Jetzt laß uns laufen, damit sie weder dich noch mich finden!« rief Tonie. »Ich habe dir das Horn vom Hirsch gegeben; wenn sie kommen, mußt du dich damit wehren. O es ist schön im Wald, und ich finde mancherlei darin. Aber die meisten Vogelnester waren schon leer, als ich hierherkam, jetzt sind sie alle leer. – Du, frage mal deinen guten Herrn, wohin die Vögel ziehen. Ich möchte es gar zu gern wissen; denn ich möchte mit ihnen gehen; aber die alte Mutter im Siechenhause weiß nichts davon; wenn einer davon weiß, so ist's dein guter Herr. Eßt ihr auch Heidelbeeren auf dem vornehmen Hofe? Ich hab mich satt daran gegessen. Hui, jetzt ist nur der Wind da; aber auch der ist gut; ich jage mich immer mit ihm, und niemand hat mir was zu befehlen. Der Wald gehört mir, daß du es nur weißt – deiner Mutter gehört er nur auf der Landkarte; aber mir gehört er, weil ich darin zu Hause bin. Hörst du den Wind, willst du ihn mit mir jagen? Ich tu dir nichts, fürchte dich nicht; – kannst du klettern?«

Sie hatte die Hand des Knaben ergriffen und zog ihn mit sich fort. Er ließ sich willig fortziehen. Das Zünglein stand ihr nicht einen Augenblick still; es mußte alles heraus, was sich in der aufgezwungenen Stille und Einsamkeit im Köpfchen und Herzchen angesammelt hatte.

»Wärst du früher gekommen – als der Wald noch grün war –, so hätt ich dir Dinge zeigen können‹ Das steht in keinem Buch; davon weiß der Herr Kantor nichts. Fürchtest du[457] dich auch vor dem Herrn Pastor? Das darf man nicht; weißt du, es ist Sünde. Lustig! Die Blätter tanzen im Winde, der Wald ist nicht mehr grün; aber den Fuchs vor seinem Bau sollst du noch sehen; aber du mußt auf den Zehen schleichen, ganz leise, wenn wir vor seine Tür kommen.«

»Das hab ich hundertmal gesehen«, sagte Hennig. »Ich bin ein Jäger, und der Herr von Glaubigern lehrt mich das Schießen mit der Pistole.«

»Davor fürcht ich mich!« rief Tonie Häußler. »Es steht auch geschrieben: Du sollst nicht töten!«

»Du bist ein Mädchen und kannst sagen, was du willst. Ich bin ein Junge und ziehe in den Krieg, wenn ich groß bin. Der Ritter ist auch drin gewesen – in mancher Schlacht! – Du sollst seinen Säbel sehen und seinen Helm. Er hat auch zu Tod auf dem Felde gelegen, und die Reiterei ist über ihn weggegangen. Das wäre mir eins; alle meine Vorväter sind in den Schlachten gewesen, mit dem Alten Fritz und noch weiter hinauf, daß man es gar nicht mehr weiß.«

»Vielleicht ist es schön; aber ich weiß nicht«, meinte Tonie nachdenklich. »Sieh, da hättest du auf der Nase gelegen, wenn ich dich nicht gehalten hätte!« rief sie dann lachend; und munter, den Augenblick um den Augenblick vergessend, sprangen beide Kinder weiter, ohne darauf zu achten, daß die Wollen immer dunkler wurden und der Abend immer sturmvoller herandrang.

Sie kamen vor die Tür des Fuchses, trafen jedoch leider den Herrn nicht zu Hause; dagegen fanden sie manche Spuren – abgenagte Knöchelchen, Federn und Pfoten, welche bezeugten, daß er wohlauf sei und sich an seinem Leibe nichts abgehen lasse.

»Siehst du, albernes Ding, der kümmert sich auch nichts darum, daß geschrieben steht: Du sollst nicht töten!« lachte der Junker, und das kleine Mädchen sagte noch nachdenklicher:

»Vielleicht ist es recht; aber ich weiß nicht.«

Malepartus war in einem engen Tälchen gelegen, in welchem bereits fast vollkommene Dämmerung herrschte. Die beiden[458] Kinder, nachdem sie die Wohnung Meister Reinekes betrachtet, die Knöchelchen mit den Füßen hin und her gewendet und einige der Federn aufgehoben hatten, folgten dem Zuge dieses Tälchens, das sie noch tiefer in den Wald führte. Aus den Eichen- und Buchenbeständen gelangten sie jetzt in einen Tannenschlag, und hier sah Hennig von Lauen zum erstenmal seit seiner Flucht bedenklich auf und beklommen um sich.

Der Tannenwald hat das an sich mit seinem Duft, seinen regelmäßigen fahlen Stämmen und seinem toten glatten Boden, daß er den Lustigsten ernster stimmt, selbst am sonnigsten, glanzvollsten Sommertage. An diesem düstern Spätherbsttage herrschte vollständige Nacht unter den Tannen, und das fröhliche Rauschen in der Höhe war zum unheimlichen, gespenstischen Zischen in den Nadeln geworden.

Mehr als eine Stunde war vergangen, seit das Fräulein von Saint-Trouin dem Junker nachzeterte, und weinerlich rief der Junker jetzt:

»Du, ich will nach Haus! Ich weiß gar nicht mehr, wo ich bin. Weißt du es, Tonie?«

»Fürchtest du dich? Weshalb hast du deine gelbe Frau und deine Pistole nicht mitgebracht? Hast du schon einmal einen toten Menschen gesehen?«

»Nein, nein! O ich will jetzt umkehren!«

»Horch, jetzt kommt der rechte Sturmwind. Hast du schon einmal die Wilde Jagd gesehen? Hier in eurem Lande fährt sie, und die Tutursel fliegt voran; frage nur die alte Mutter im Siechenhause. Du brauchst dich nicht zu fürchten, der Hackelberg fährt nur bei Nacht, sagt die Mutter Hanne. Sei lustig! Sieh nur, wie die Welt sich schüttelt!«

»O Frölen, o Frölen, ich will in meinem Leben nicht wieder Frölen Trine sagen!« schrie der Knabe, fest den Arm seiner kleinen Gefährtin packend. »Frölen Trine, ich will es in meinem ganzen Leben nicht wieder tun!«

»Das hier ist der Mordgrund: da hat ein toter Mensch gelegen, und dort unten haben sie ihn gefunden. Ich habe schon zwei tote Menschen gesehen; hier in Krodebeck meine Mutter[459] und in der Stadt, die Hamburg heißt, ein kleines, ganz kleines Kind, das schwamm in dem großen Wasser. Bist du schon in Hamburg gewesen, Hennig?«

»Nein, o nein, und ich will auch nur nach Haus; ich will nach Hause. O bitte, bitte, laß uns umkehren; ich schenke dir zwei weiße Kaninchen, dann hast du nach vier Wochen einen ganzen Stall voll, und ich schenke –«

Das Schlucken und Schluchzen des tapfern Junkers wurde zu arg und erstickte ihm die übrigen Versprechungen in der Kehle; aber auch das Mädchen wurde natürlich von seiner Zaghaftigkeit angesteckt und drängte sich dichter an ihn heran und blickte scheu hinter sich.

»O du! Du wolltest mir ja überall beistehen!« rief es.

»Unter den Menschen; – aber hier sind keine Menschen, und es wird immer dunkler – sieh!«

Da nahm Antonie Häußler von neuem ihren Mut zusammen, lachte wieder und rief:

»Ja guck, das ist mir noch gar nicht eingefallen, daß man sich vor dem Walde und vor dem Winde fürchten könne; ich habe mich immer nur vor den Menschen gefürchtet. Jetzt sei still und heule nicht; ich bringe dich schon heim. Komm! Du mußt mich nur nicht auch bange machen mit deinem Geschrei. Es schadet deiner Jacke nichts, wenn sie auch ein wenig naß wird, jetzt laufen wir wieder und lassen die Wölfe und Gespenster hinter uns und sind bald aus dem Dickicht und sind im Dorfe, und dann magst du gehen und mich bei deiner vornehmen Dame verklagen.«

Sie liefen wirklich. Das landfremde Kind der schönen Marie wußte in der Tat besser Bescheid in den Wäldern von Krodebeck als der erbangesessene Herr des Grund und Bodens. Es hielt die Hand des Knaben und zog ihn hinter sich drein, und er folgte täppisch, mit dem Ärmel der Jacke sich die strömenden Tränen abwischend.

Sie kamen über Waldblößen, auf denen der Sturm sie schon tüchtig schüttelte und schwere Regentropfen sie trafen. Sie standen hinter große Stämme gedrückt und suchten den verlorenen[460] Atem wiederzugewinnen. Immer zierlich und behende wand und schmiegte sich das Mädchen durch das Gestrüpp, immer täppischer tappte der Knabe ihr nach und zerstieß sich die Knie und ließ sich die Nase von den Dornenzweigen zerkratzen. Endlich fanden sie sich wieder auf der Landstraße, eine Stunde von Krodebeck, und zwar gerad in dem Augenblick, als die Wolken sich öffneten und der Platzregen, vom Sturmwind gepeitscht, auf Wald und Straße niederfuhr. Wasser, Staubgewölk und gelbe wirbelnde Blätter fegten auf die beiden kleinen Wanderer hinein und machten sie für die ersten Minuten vollständig blind. Beide Kinder schrien hell auf und stürzten sodann der Mütze des Junkers nach, welche munter auf der Landstraße vor ihnen her tanzte.

Quelle:
Wilhelm Raabe: Ausgewählte Werke in sechs Bänden. Band 4, Berlin und Weimar 1964–1966, S. 445-461.
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Li Gi - Das Buch der Riten, Sitten und Gebräuche

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Die vorliegende Übersetzung gibt den wesentlichen Inhalt zweier chinesischer Sammelwerke aus dem ersten vorchristlichen Jahrhundert wieder, die Aufzeichnungen über die Sitten der beiden Vettern Dai De und Dai Schen. In diesen Sammlungen ist der Niederschlag der konfuzianischen Lehre in den Jahrhunderten nach des Meisters Tod enthalten.

278 Seiten, 13.80 Euro

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Romantische Geschichten III. Sieben Erzählungen

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Romantik! Das ist auch – aber eben nicht nur – eine Epoche. Wenn wir heute etwas romantisch finden oder nennen, schwingt darin die Sehnsucht und die Leidenschaft der jungen Autoren, die seit dem Ausklang des 18. Jahrhundert ihre Gefühlswelt gegen die von der Aufklärung geforderte Vernunft verteidigt haben. So sind vor 200 Jahren wundervolle Erzählungen entstanden. Sie handeln von der Suche nach einer verlorengegangenen Welt des Wunderbaren, sind melancholisch oder mythisch oder märchenhaft, jedenfalls aber romantisch - damals wie heute. Nach den erfolgreichen beiden ersten Bänden hat Michael Holzinger sieben weitere Meistererzählungen der Romantik zu einen dritten Band zusammengefasst.

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