Das fünffte Capitel.

[179] Rom ist der Tebel hohl mer auch eine wackere Stadt, nur immer und ewig Schade ists, daß dieselbe von aussen keinen prospect hat. Sie ist gebauet in lauter Rohr und Schilff und ist mit einem Wasser, welches der Tiber-Fluß genennet wird, rings umher umgeben und fliesset die Tyber mitten durch Rom und über den Marckt weg. Denn auff den Marckte kan kein Mensche zu Fusse nicht gehen, sondern wenn Marckt-Tag da gehalten wird, so müssen die Bauers-Leute ihre Butter und Käse oder Gänse und Hüner in lauter Dreck-Schüten feil haben. O sapperment! was giebt es täglich vor unzehlich viel Dreck-Schüten auff dem Römischen Marckte zu sehen! Wer auch nur eine halbe Mandel Eyer in Rom verkaufen will, der bringet sie auf einer Dreck-Schüte hinein zu Marckte geschlept. Daß auch manchen Tag etliche tausend Dreck-Schüten auff der Bauer Reihe dort halten und keine vor der andern weichen kan.

Vortreffliche Fische gibts des Marckt-Tages immer in Rom zu verkaufen und absonderlich, was Häringe anbelanget, die gläntzen auch der Tebel hohl[179] mer flugs von Fette wie eine Speck-Swarte und lassen sich überaus wohlessen, zumahl, wenn sie mit Bomolie brav fett begossen werden.

Nun ist es zwar kein Wunder, daß es so fette Häringe da gibt, denn es ist der Tebel hohl mer ein über allemaßen guter Härings-Fang vor Rom auff der Tyber und wegen der Häringe ist die Stadt Rom in der Welt weit und breit berühmt. Es mag auch eine Härings-Frau in Teutschland sitzen, wo sie nur wolle, und mag auch so viel Häringe haben als sie nur immer will, so sind sie der Tebel hohl mer alle auff der Tyber bey Rom gefangen, denn der Härings-Fang gehöret den Pabste, und weil er immer nicht wohl zu Fusse ist und es selbst abwarten kan, so hat er denselben etlichen Schiffern verpachtet, die müssen dem Pabste jährlichen viel Tribut davon geben.

Wie ich nun mit meinen grossen Kober zu Pferde vor Rom angestochen kam, so konte ich wegen der Tyber nicht in die Stadt Rom hinein reuten, sondern muste mich mit meinen grossen Kober und Pferde auff eine Dreck-Schüte setzen und da lassen biß in die Stadt Rom hinein fahren.

Als ich nun mit meinen grossen Kober zu Pferde auff der Dreck-Schüte glücklich angelangete, so nahm ich mein Qvartir bey einem Sterngucker, welcher in der Härings-Gasse, nicht weit von dem Nasch-Marckte wohnete. Dasselbe war der Tebel hohl mer ein überaus braver Mann und seiner Sternguckerey halber fast in der gantzen Welt bekant. Absonderlich[180] was den Fix-Stern anbelangete, aus denselben kunte er er schreckliche Dinge prophezeyen, denn wenn es nur ein klein wenig regnete und die Sonne sich unter trübe Wolcken versteckt hatte, so kunte ers einem gleich sagen, daß der Himmel nicht gar zu helle wäre. Derselbe Stern-Gucker führete mich nun in der gantzen Stadt Rom herum und zeigete mir alle Antiquitäten, die da zu sehen seyn, daß ich auch von dergleichen Zeige so viel gesehen habe, daß ich mich ietzo auff gar keines mehr besinnen kan. Letzlich so führete er mich auch bey der St. Peters-Kirche in ein groß steinern Hauß, welches mit Marmorsteiner Ziegeln gedeckt war, und wie wir da hinein und oben auff einen schönen Sahl kamen, so saß dort ein alter Mann in Peltz-Strümpffen auff einen Groß-Vater Stuhle und schlieff. Zu demselben muste ich mich auff Befehl des Sternguckers sachte hinschleichen, ihn die Peltz-Strümpfe ausziehen und hernach die Füsse küssen.

Nun kan ichs der Tebel hohl mer nicht sagen, wie dem alten Kerle die Knochen so sehre stuncken – ich will wetten, daß er sie wol in einem halben Jahr nicht hatte gewaschen gehabt! Da ich ihn nun die stinckichten Knochen geküsset hatte, so wolte ich ihn immer auffwecken und fragen, warum er sich denn nicht alle Abend die Magd ein Faß mit Wasser bringen liesse und die Beine wüsche, wenn man ihn (weils so die Mode wäre) die Füsse küssen müste. So aber winckte mir der Sterngucker, daß ich ihn nicht aus dem Schlaffe verstöhren sol und sagte gantz sachte zu mir: Ich solte Ihrer Heiligkeit die Peltz-Strümpffe wieder anziehe[n]. O sapperment! als ich von der[181] Heiligkeit hörete, wie zauete ich mich, daß ich ihn die Peltz Strümpffe wieder an die Knochen brachte und mit dem Sterngucker wider zum Saale hinunter und zum Hause hinaus marchirete! Vor der Hauß-Thüre sagte mirs nun der Sterngucker erstlich recht, daß es Ihre Päbstl. Heiligkeit gewesen wären, den ich die Füsse geküsset hätte und meynte auch diß dabey: Wer von Frembden Teutschen nach Rom käme und küssete dem Pabste die Füsse nicht, der dürffte sich hernachmahls nicht rühmen (wenn er wieder in Teutschland käme), daß er zu Rom gewesen wäre, wann er solches nicht gethan hätte.

Und also kan ichs mit gutem Rechte sagen, daß ich zu Rom bin gewesen – es wäre denn, daß mir der Sterngucker aus den Fixste[r]ne eine blaue Dunst vor die Nase gemacht und daß es sonst etwan ein alter Boten-Läuffer, dem die Knochen so gestuncken hätten, gewesen wäre. Wenn ich aber drauff schweren solte, daß es der Pabst, welchen ich die Füsse geküsset gehabt, gewiß gewesen wäre, so könte ichs der Tebel hohl mer nicht mit gutem Gewissen thun, denn der Sternseher kam mir für, als wenn er mehr als Brodt fressen könte, weil er sein Hertze so sehr an den Fix-Stern gehangen hatte; sobald er auch nur an den Fixstern gedachte, so wuste er schon, was in den Calender vor Wetter stunde.[182]

Derselbe Stern-Gucker war ein vortreflicher Calendermacher, er lernete mir dieselbe Kunst auch. Ich habe auch sehr viel Calender gemacht, welche noch alle geschrieben unter der Banck liegen und treffen doch der Tebel hohl mer noch bisweilen ziemlich ein. Solte ich wissen, daß Liebhaber darzu möchten gefunden werden, wolte ich mit der Zeit etwan einen herfürsuchen und zur Probe heraus geben. Doch kommt Zeit, kömmt Rath.

Damit ich aber wieder auff meinen vorigen Discurs komme und erzehle, wohin mich der Sterngucker weiter geführet, als ich den Pabste die Füsse geküsst hatte. Flugs an der St. Peters-Kirche war ein gantz enge Gäßgen, durch dasselbe führte mich der Sterngucker und immer vor biß an den Marckt. Wie wir nun an den Marckt kamen, so fragte er mich, ob ich Lust und Belieben hätte, mich in eine Dreck-Schüte zu setzen und ein wenig mit nach den Härings-Fange spatziren zu fahren? Ich sagte hierzu gleich Tob. Darauf satzten wir uns beyde in eine Dreck-Schüte und fuhren da, weil wir guten Wind hatten, immer auff der Tyber übern Marckt weg und unten bey dem Härings-Thore zu einem Schlauchloche hindurch und nach dem Härings-Fange zu.

Wie wir nun mit unserer Dreck-Schüte an den Hä rings-Fang kamen – O sapperment! was war vor ein gelamentire von den Schiffleuten, welche den Härings-Fang gepachtet hatten! Da ich nun fragte, was es wäre? so erzehleten sie mir mit weinenden Augen, wie daß ihnen der See-Räuber Barth mit der stumpichten[183] Nase grossen Abbruch an ihrer Nahrung gethan und ihnen nur vor einer halben Viertel Stunde über 40 Tonnen frische Häringe mit etlichen Capers Schelmische Weise weggenommen hätte. O sapperment! wie lieff mir die Lauß über die Leber, als ich von Hanß Barthens stumpichter Nase hörete! Da dachte ich gleich, daß es derselbe Kerl seyn müste, welcher mich mit so erschrecklich viel Capers weyland auff der Spanischen See ohne Raison in Arrest genommen und dadurch dasselbe mahl zum armen Manne gemacht hatte. Ich war flugs hierauff her und fragte die Schiff-Leute: Wo der Galgenvogel mit den Härings-Tonnen zu gemarchiret wäre? Da sie mir nun sagten und zeigten, daß er noch auff der Tyber mit seinen Caper-Schiffe, worauff er die 40 Donnen frische Häringe gepackt hatte, zu sehen wäre, so setzte ich ihn geschwind mit etlichen Dreck-Schüten nach, und weil so vortrefflich guter Wind war, so ergatterte ich ihn noch mit dem Stern-Gucker und etlichen Schiffleuten eine halbe Meile von den Härings-Fange.

O sapperment! wie fiel dem Hanß Barthe das Hertze in die Hosen, da er mich nur von ferne kommen sahe! Er wurde wie ein Stück Käse so roth im Angesichte und mochte sich wohl flugs erinnern, daß ich der und der wäre, welcher seiner Nase vormals so einen erschrecklichen Schand-Flecken angehänget hätte. Als wir nun auff unsern Dreck-Schüten Hanß Barthen mit den 40 gestohlenen Härings-Donnen einholeten, so fieng ich gleich zu ihn an: Höre doch, du Kerl, wilst du die Häringe wieder her geben, welche du den armen Schiffleuten abgenommen hast[184] oder wilstu haben, daß ich dir deine krumme stumffichte Habichts-Nase vollends herunter sebeln soll? Der Hanß Barth gab mir hierauff zur Antwort und sagte: Er wolte sich eher sein Leben nehmen lassen, ehe er in Güte einen Schwantz nur von einem Häring wieder geben. Hierauff so rückte ich mit meiner Dreck-Schüte an sein Caper-Schiff hinan und kriegte meinen langen Stoß-Degen heraus. Nun, da hätte man schön fuchteln gesehen, wie ich den Hanß Barth auff sein Caper-Schiffe exercirte! Er wehrete sich zwar auch mit seinen Capers, allein sie kunten mir nichts anhaben. Denn wenn sie gleich nach mir hieben oder stachen, so war ich wie ein Blitz mit meiner Dreck-Schüte auf der Seite, den Hans Barth aber jagte ich der Tebel hohl mer immer um die 40 Härings-Donnen, welche er auff sein Schiff geladen hatte, herum und hieb wie Kraut und Rüben auff ihn hinein. Endlich [war ich] so sehr auff den Galgenvogel erbittert, daß ich mich gantz nahe mit meiner Dreck-Schüte an sein Caper-Schiff machte und ehe er sichs versahe, bey seinen diebischen Federn zu fassen kriegte, aus den Caperschiffe heraus zoge und plump in die Tyber hinein tauchte!

O sapperment! da hätte man schön schreyen gesehen, wie der Hans Barth schrie! Er bat mich fast ums Himmels willen, ich solte ihn wieder heraus helffen, daß er nicht ersöffe, er wolte den Schiffleuten ihre 40 Härings-Donnen hertzlich gerne wieder geben. Als ich dieses von Hanß Barthen hörete, so gab ich gleich den Schiffleuten Befehl, das Caper-Schiff zu plündern und hielt ihn so lange im Wasser bey den Ohren, biß sie die Härings-Donnen wieder[185] hatten. Hernach ließ ich ihn mit seinen leeren Caper-Schiffe hinfahren, wo er wolte.

O Sapperment! was war da vor ein Jubel-Geschrey unter den Schiffleuten, welche den Häringsfang gepachtet hatten, daß die durch mich zu ihren Tonnen-Heringen wieder gekommen waren! Sie baten mich auch alle miteinander, ich solte ihr Härings-Verwahrer werden. Sie wolten mir jährlich zehen tausend Pfund Sterlings geben – allein ich hatte keine Lust darzu. Wie wir nun auff unsern Dreck Schütten mit den 40 Donnen Häringen bey den Härings-Fange wieder angelangeten, so verehrten mir zum Trinckgelde die Herings-Pachter eine Donne von den besten Häringen, die lud ich in meine Dreck-Schütte und fuhr damit nebst den Stern-Gucker wieder in die Stadt Rom hinein.

Als ich nun zum Stern-Gucker ins Qvartier kam, so ließ ich die Donne aufschlagen und probirete einem, wie er schmackte. Nun kan ichs der Tebel hohl mer nicht sagen, wie fett dieselben Häringe waren, daß man auch ohne Saltz (da sie doch in Einlegen schon scharff gesaltzen waren) nicht fressen kunte. Weil ich nun wuste, daß meine Frau Mutter eine grosse Liebhaberin von einem frischen Heringe war, so packte ich die geschenckte Tonne Häringe in meinen grossen Kober und schickte ihr dieselben durch einen eigenen Bothen nach Schelmerode in Teutschland zu, schrieb ihr auch einen sehr artigen Brieff darzu, welcher folgendes Innhalts war:
[186]

Mit Wündschung gutes und liebes zuvor


Erbare und Ehrenveste Frau Mutter!


Wenn die Frau Mutter noch fein frisch und gesund ist, so wird mirs der Tebel hol mer eine rechte Freude seyn; ich meines Theils bin itzo ein prav Kerl wieder geworden und lebe zu Rom, allwo ich bey einem Stern-Gucker logire, welcher mir das Calendermachen gelernet hat. Die Fr. Mutter hat auch durch diesen Boten in meinem grossen Kober frische Häringe zu empfangen, welche mir von den Härings-Pachtern zu Rom seyn verehret worden. In übrigen wird der Bote meinen gantzen Zustand mündlich berichten. Die Frau Mutter lebe wohl und schicke mir in meinem grossen Kober ein Fäßgen gut Klebe-Bier mit zurücke und schreibe mir, wie es ihr gehet und ob sie den kleinen Vetter noch bey sich hat. So werde ich allezeit verbleiben


Der Erbahren und Ehrenvesten Fr. Mutter


Rom den 1. April im Jahr nach Erbauung

der Stadt Rom. 090


allezeit Reisebegierigster eintziger lieber Sohn

Signor von Schelmuffsky.


Diesen Brieff schickte ich nun nebst meinem Kober voll frischen Häringen durch einen eigenen Bothen zu Fuß meiner Fr. Mutter in Teutschland zu. Es giengen nicht 14 Tage ins Land, so brachte mir der[187] Bothe in meinen grossen Kober von meiner Fr. Mutter folgendes zur Antwort wieder:


Erbarer und namhaffter Junggeselle vom

Schelmmuffsky, mein lieber Soh[n]!


Ich habe deinen grossen Kober mit den frischen Häringen empfangen und habe auch deinen Brieff gelesen und hat mir der Bothe auch deinen gantzen Zustand erzehlet, worüber ich mich sehr erfreuet habe. Was mich anbelanget, so bin ich itzo sterbenskranck und wenn du mich noch einmahl sehen wilst, so komm geschwinde nach Hause; dein kleiner Vetter lässet dich grüssen und deine Jungfer Muhmen lassen dir einen guten Tag sagen und lassen dich auch bitten, du mögtest doch geschwinde heim kommen. Lebe wohl und halt dich nicht lange in der Frembde auff. Ich verharre dafür Lebenslang


deine liebe Fr. Mutter

in Teutschland,

wohn- und säßhafftig

zu Schelmeroda.


Schelmerode den 1. Januarii

1621.


PS. Das klebebier ist ietzo alle sauer,

sonst hätte ich dir hertzlich gerne

was mit geschickt.


Als ich meiner Fr. Mutter ihren Brieff nun gelesen – O sapperment! wie packte ich alles in meinen grossen[188] Kober zusammen, sattelte mein Pferdt, nahm von dem Sterngucker Abschied, satzte mich mit mei nem Pferde in der Stadt Rom auff öffentlichen Marckte wieder in eine Dreck-Schüte und fuhr da immer per postae bey d[e]m Härings-Thore unten zu einem Schluffloche hinaus. Vor dem Thore so stieg ich nun von der Dreck-Schüte ab, satzte mich mit meinen grossen Kober auff mein Pferd und marchirete immer nach Teutschland zu.

Ich nahm meinen Weg durch Pohlen und ritte auf Nürnberg zu, allwo ich des Nachts über in der göldenen Gans logirete. Von dar so wolte ich meinen Weg durch den Schwartzwald durch nehmen, welches 2 Meile Weges von Nürrenberg liegt. Ich war kaum einen Büchsen-Schuß in den Schwartz-Wald hinein geritten, so kamen mir unverhoffter weise 2 Buschklepper auff den Hals, die zogen mich der Tebel hohl mer reine aus und jagten mich im blossen Hembde mit einen Buckel voll Schläge von sich. O sapperment! wie war mir da zu Muthe – daß mein Pferdt, meine Kleider, meine 1000 Ducaten und mein grosser Kober mit allerhand Mobilien fort war!

Da war der Tebel hohl mer Lachen zu verbeissen. Ich kunte mir aber nicht helffen, sondern muste sehen, wie daß ich mich aus dem Schwartzwalde heraus fande. Und von dar mit Gelegenheit mich vollends nach Schelmerode bettelte. Wie ich nun in blossen Hembde zu Hause bey meiner krancken Fr. Mutter bewillkommet wurde und wie mich mein kleiner Vetter auslachte, dasselbe wird entweder künfftig[189] im dritten Theile meiner gefährlichen Reisebeschreibung oder in meinen curiösen Monaten, wovon ich in der Vorrede gedacht, sehr artig auch zu lesen seyn. Weßwegen denn ietzo ein iedweder mit mir sprechen wolle:

Schelmuffskys anderer Theil seiner gefährl. Reisebeschreibung hat nun auch ein


ENDE.[190]

Quelle:
Christian Reuter: Schelmuffskys kuriose und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und Lande. Stuttgart 1979, S. 179-191.
Lizenz:
Kategorien:
Ausgewählte Ausgaben von
Schelmuffskys kuriose und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und Lande
Schelmuffskys wahrhaftige, kuriose und sehr gefaehrliche Reisebeschreibung zu Wasser und zu Lande

Buchempfehlung

Stifter, Adalbert

Der Condor / Das Haidedorf

Der Condor / Das Haidedorf

Die ersten beiden literarischen Veröffentlichungen Stifters sind noch voll romantischen Nachklanges. Im »Condor« will die Wienerin Cornelia zwei englischen Wissenschaftlern beweisen wozu Frauen fähig sind, indem sie sie auf einer Fahrt mit dem Ballon »Condor« begleitet - bedauerlicherweise wird sie dabei ohnmächtig. Über das »Haidedorf« schreibt Stifter in einem Brief an seinen Bruder: »Es war meine Mutter und mein Vater, die mir bei der Dichtung dieses Werkes vorschwebten, und alle Liebe, welche nur so treuherzig auf dem Lande, und unter armen Menschen zu finden ist..., alle diese Liebe liegt in der kleinen Erzählung.«

48 Seiten, 3.80 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Große Erzählungen der Hochromantik

Große Erzählungen der Hochromantik

Zwischen 1804 und 1815 ist Heidelberg das intellektuelle Zentrum einer Bewegung, die sich von dort aus in der Welt verbreitet. Individuelles Erleben von Idylle und Harmonie, die Innerlichkeit der Seele sind die zentralen Themen der Hochromantik als Gegenbewegung zur von der Antike inspirierten Klassik und der vernunftgetriebenen Aufklärung. Acht der ganz großen Erzählungen der Hochromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe zusammengestellt.

390 Seiten, 19.80 Euro

Ansehen bei Amazon