Schlängelchen

Schlängelchen

[10] Schlängelchen zum Teufel kam,

Ganz still und bescheiden.

Und der Teufel das Schlängelchen nahm

Und es streichelte.

Mochte es gut leiden.


Kam ein Schlängelchen

Zu einem Engelchen,

Neigte sich und wollte wieder scheiden.

Engelchen mochte das Schlängelchen

Gut leiden,

Sagte fromm:

»Komm!«

Quelle:
Joachim Ringelnatz: Das Gesamtwerk in sieben Bänden. Band 2: Gedichte, Zürich 1994, S. 9-10.
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