Zweite Szene

[798] London.


Eine andre Straße.


König Heinrichs VI, Leiche wird in einem offnen Sarge hereingetragen, Edelleute mit Hellebarden begleiten sie; hierauf Prinzessin Anna als Leidträgerin.


ANNA.

Setzt nieder eure ehrenwerte Last, –

Wofern sich Ehre senkt in einen Sarg, –

Indessen ich zur Leichenfeier klage

Den frühen Fall des frommen Lancaster.

Du eiskalt Bildnis eines heil'gen Königs!

Des Hauses Lancaster erblichne Asche!

Blutloser Rest des königlichen Bluts!

Vergönnt sei's, aufzurufen deinen Geist,

Daß er der armen Anna Jammer höre,

Die Eduards Weib war, deines Sohns, erwürgt

Von jener Hand, die diese Wunden schlug.

In diese Fenster, die sich aufgetan,

Dein Leben zu entlassen, träufl' ich, sieh!

Hülflosen Balsam meiner armen Augen.

Verflucht die Hand, die diese Risse machte!

Verflucht das Herz, das Herz hatt', es zu tun!

Verflucht das Blut, das dieses Blut entließ!

Heilloser Schicksal treffe den Elenden,

Der elend uns gemacht durch deinen Tod,

Als ich kann wünschen Nattern, Spinnen, Kröten

Und allem giftigen Gewürm, das lebt.

Hat er ein Kind je, so sei's mißgeboren,

Verwahrlost und zu früh ans Licht gebracht,

Des greulich unnatürliche Gestalt

Den Blick der hoffnungsvollen Mutter schrecke;

Und das sei Erbe seines Mißgeschicks!

Hat er ein Weib je, nun, so möge sie

Sein Tod um vieles noch elender machen

Als mich mein junger Eh'gemahl und du! –

Kommt nun nach Chertsey mit der heil'gen Last,

Die von Sankt Paul wir zur Bestattung holten,[798]

Und immer, wenn ihr müde seid, ruht aus,

Derweil ich klag' um König Heinrichs Leiche.


Die Träger nehmen die Leiche auf und gehen weiter. Gloster tritt auf.


GLOSTER.

Halt! Ihr der Leiche Träger, setzt sie nieder!

ANNA.

Welch schwarzer Zaubrer bannte diesen Bösen

Zur Störung frommer Liebesdienste her?

GLOSTER.

Schurken, die Leiche nieder! Bei Sankt Paul,

Zur Leiche mach' ich den, der nicht gehorcht!

ERSTER EDELMANN.

Mylord, weicht aus und laßt den Sarg vorbei!

GLOSTER.

Schamloser Hund! Steh du, wenn ich's befehle;

Senk' die Hell'barde nicht mir vor die Brust,

Sonst, bei Sankt Paul, streck' ich zu Boden dich

Und trete, Bettler, dich für deine Keckheit.


Die Träger setzen den Sarg nieder.


ANNA.

Wie nun, ihr zittert? Ihr seid all' erschreckt?

Doch ach! Ich tadl' euch nicht: ihr seid ja sterblich,

Und es erträgt kein sterblich Aug' den Teufel. –

Heb' dich hinweg, du grauser Höllenbote!

Du hattest Macht nur über seinen Leib,

Die Seel' erlangst du nicht: drum mach' dich fort!

GLOSTER.

Sei christlich, süße Heil'ge, fluche nicht!

ANNA.

Um Gottes willen, schnöder Teufel, fort!

Und stör' uns ferner nicht! Du machtest ja

Zu deiner Hölle die beglückte Erde,

Erfüllt mit Fluchgeschrei und tiefem Weh.

Wenn deine grimm'gen Taten dich ergötzen,

Sieh diese Probe deiner Metzgerei'n. –

Ihr Herrn, seht, seht! des toten Heinrichs Wunden

Öffnen den starren Mund und bluten frisch. –

Erröte, Klumpe schnöder Mißgestalt!

Denn deine Gegenwart haucht dieses Blut

Aus Adern, kalt und leer, wo kein Blut wohnt;

Ja, deine Tat, unmenschlich, unnatürlich,

Ruft diese Flut hervor, so unnatürlich. –

Du schufst dies Blut, Gott: räche seinen Tod![799]

Du trinkst es, Erde: räche seinen Tod!

Laß, Himmel, deinen Blitz den Mörder schlagen!

Gähn', Erde, weit und schling' ihn lebend ein,

Wie jetzo dieses guten Königs Blut,

Den sein der Höll' ergebner Arm gewürgt!

GLOSTER.

Herrin, Ihr kennt der Liebe Vorschrift nicht,

Mit Gutem Böses, Fluch mit Segen lohnen.

ANNA.

Bube, du kennst kein göttlich, menschlich Recht;

Das wild'ste Tier kennt doch des Mitleids Regung.

GLOSTER.

Ich kenne keins, und bin daher kein Tier.

ANNA.

O Wunder, wenn ein Teufel Wahrheit spricht!

GLOSTER.

Mehr Wunder, wenn ein Engel zornig ist! –

Geruhe, göttlich Urbild eines Weibes,

Von der vermeinten Schuld mir zu erlauben

Gelegentlich bei dir mich zu befrein.

ANNA.

Geruhe, gift'ger Abschaum eines Manns,

Für die bekannte Schuld mir zu erlauben

Gelegentlich zu fluchen dir Verfluchtem.

GLOSTER.

Du, schöner als ein Mund dich nennen kann!

Verleih' geduld'ge Frist, mich zu entschuld'gen!

ANNA.

Du, schnöder als ein Herz dich denken kann!

Für dich gilt kein Entschuld'gen, als dich hängen.

GLOSTER.

Verzweifelnd so, verklagt' ich ja mich selbst.

ANNA.

Und im Verzweifeln wärest du entschuldigt

Durch Übung würd'ger Rache an dir selbst,

Der du unwürd'gen Mord an andern übtest.

GLOSTER.

Setz', ich erschlug sie nicht.

ANNA.

So wären sie nicht tot;

Doch tot sind sie, und, Höllenknecht, durch dich.

GLOSTER.

Ich schlug nicht Euren Gatten.

ANNA.

Nun wohl, so lebt er noch.

GLOSTER.

Nein, er ist tot, und ihn schlug Eduards Hand.

ANNA.

Du lügst in deinen Hals; Margreta sah

In seinem Blut dein mörd'risch Messer dampfen,

Das du einst wandtest gegen ihre Brust,

Nur deine Brüder schlugen es beiseit.

GLOSTER.

Ich war gereizt von ihrer Lästerzunge,

Die jener Schuld legt' auf mein schuldlos Haupt.[800]

ANNA.

Du warst gereizt von deinem blut'gen Sinn,

Der nie von anderm träumt' als Metzgerei'n.

Hast du nicht diesen König umgebracht?

GLOSTER.

Ich geb' es zu.

ANNA.

Zugibst du's, Igel? Nun, so geb' auch Gott,

Daß du verdammt seist für die böse Tat!

Oh, er war gütig, mild und tugendsam.

GLOSTER.

So taugt er, bei des Himmels Herrn zu wohnen.

ANNA.

Er ist im Himmel, wo du niemals hinkommst.

GLOSTER.

Er danke mir, der ihm dahin verholfen:

Er taugte für den Ort, nicht für die Erde.

ANNA.

Du taugst für keinen Ort als für die Hölle.

GLOSTER.

Ja, einen noch, wenn ich ihn nennen darf.

ANNA.

Ein Kerker.

GLOSTER.

Euer Schlafzimmer.

ANNA.

Verbannt sei Ruh' vom Zimmer, wo du liegst!

GLOSTER.

Das ist sie, Herrin, bis ich bei Euch liege.

ANNA.

Ich hoff' es.

GLOSTER.

Ich weiß es. – Doch, liebe Lady Anna,

Um aus dem raschen Anlauf unsers Witzes

In einen mehr gesetzten Ton zu fallen:

Ist, wer verursacht den zu frühen Tod

Der zwei Plantagenets, Heinrich und Eduard,

So tadelnswert als der Vollzieher nicht?

ANNA.

Du warst die Ursach' und verfluchte Wirkung.

GLOSTER.

Eu'r Reiz allein war Ursach' dieser Wirkung,

Eu'r Reiz, der heim mich sucht' in meinem Schlaf,

Von aller Welt den Tod zu unternehmen

Für eine Stund' an Eurem süßen Busen.

ANNA.

Dächt' ich das, Mörder, diese Nägel sollten

Von meinen Wangen reißen diesen Reiz.

GLOSTER.

Dies Auge kann den Reiz nicht tilgen sehn;

Ihr tätet ihm kein Leid, ständ' ich dabei.

Wie alle Welt sich an der Sonne labt,

So ich an ihm: er ist mein Tag, mein Leben.

ANNA.

Nacht schwärze deinen Tag und Tod dein Leben.

GLOSTER.

Fluch', hold Geschöpf, dir selbst nicht: du bist beides.[801]

ANNA.

Ich wollt', ich wär's, um mich an dir zu rächen.

GLOSTER.

Es ist ein Handel wider die Natur,

Dich rächen an dem Manne, der dich liebt.

ANNA.

Es ist ein Handel nach Vernunft und Recht,

Mich rächen an dem Mörder meines Gatten.

GLOSTER.

Der dich beraubte, Herrin, deines Gatten,

Tat's, dir zu schaffen einen bessern Gatten.

ANNA.

Ein beßrer atmet auf der Erde nicht.

GLOSTER.

Es lebt wer, der Euch besser liebt als er.

ANNA.

Nenn' ihn.

GLOSTER.

Plantagenet.

ANNA.

So hieß ja er.

GLOSTER.

Derselbe Name, doch bei beßrer Art.

ANNA.

Wo ist er?

GLOSTER.

Hier.


Sie speit nah ihm.


Warum speist du mich an?

ANNA.

Wär' es doch tödlich Gift, um deinethalb!

GLOSTER.

Niemals kam Gift aus solchem süßen Ort.

ANNA.

Niemals hing Gift an einem schnödern Molch.

Aus meinen Augen fort! Du steckst sie an.

GLOSTER.

Dein Auge, Herrin, hat meins angesteckt.

ANNA.

Oh, wär's ein Basilisk, dich tot zu blitzen!

GLOSTER.

Ich wollt' es selbst, so stürb' ich auf einmal,

Denn jetzo gibt es mir lebend'gen Tod.

Dein Aug' erpreßte meinen salze Tränen,

Beschämt' ihr Licht mit kind'scher Tropfen Fülle,

Die Augen, nie benetzt von Mitleids-Tränen:

Nicht als mein Vater York und Eduard weinten

Bei Rutlands bangem Jammer, da sein Schwert

Der schwarze Clifford zückte wider ihn;

Noch als dein tapfrer Vater wie ein Kind

Kläglich erzählte meines Vaters Tod

Und zehnmal innehielt, zu schluchzen, weinen,

Daß, wer dabei stand, naß die Wangen hatte,

Wie Laub im Regen: in der traur'gen Zeit

Verwarf mein männlich Auge niedre Tränen,

Und was dies Leid ihm nicht entsaugen konnte,[802]

Das tat dein Reiz und macht' es blind vom Weinen.

Ich flehte niemals weder Freund noch Feind,

Nie lernte meine Zunge Schmeichel-Worte:

Doch nun dein Reiz mir ist gesetzt zum Preis,

Da fleht mein stolzes Herz und lenkt die Zunge.


Sie sieht ihn verächtlich an.


Nein, lehr' nicht deine Lippen solchen Hohn

Zum Kuß geschaffen, Herrin, sind sie ja.

Kann nicht verzeihn dein rachbegierig Herz,

So biet' ich, sieh! dies scharfgespitzte Schwert;

Birg's, wenn du willst, in dieser treuen Brust

Und laß die Seel' heraus, die dich vergöttert:

Ich lege sie dem Todesstreiche bloß

Und bitt', in Demut knieend, um den Tod.


Er entblößt seine Brust, sie zielt mit dem Degen nach ihm.


Nein, zögre nicht: ich schlug ja König Heinrich,

Doch deine Schönheit reizte mich dazu.

Nur zu! Denn ich erstach den jungen Eduard:


Sie zielt wieder nach seiner Brust.


Jedoch dein himmlisch Antlitz trieb mich an.


Sie läßt den Degen fallen.


Nimm auf den Degen, oder nimm mich auf!

ANNA.

Steh, Heuchler, auf! Wünsch' ich schon deinen Tod,

So will ich doch nicht sein Vollstrecker sein.

GLOSTER.

So heiß' mich selbst mich töten, und ich will's.

ANNA.

Ich tat es schon.

GLOSTER.

Das war in deiner Wut.

Sag's noch einmal, und gleich soll diese Hand,

Die deine Lieb' aus Lieb' erschlug zu dir,

Weit treuere Liebe dir zu Lieb' erschlagen;

Du wirst an beider Tod mitschuldig sein.

ANNA.

Kennt' ich doch nur dein Herz!

GLOSTER.

Auf meiner Zunge wohnt's.

ANNA.

Vielleicht sind beide falsch.[803]

GLOSTER.

Dann meint' es niemand treu.

ANNA.

Nun wohl, steckt ein das Schwert.

GLOSTER.

Gewährst du Frieden mir?

ANNA.

Das sollt Ihr künftig sehn.

GLOSTER.

Darf ich in Hoffnung leben?

ANNA.

Ich hoffe, jeder tut's.

GLOSTER.

Tragt diesen Ring von mir.

ANNA.

Annehmen ist nicht geben.


Sie steckt den Ring an.


GLOSTER.

Sieh, wie der Ring umfasset deinen Finger,

So schließt dein Busen ein mein armes Herz;

Trag' beide, denn sie sind ja beide dein.

Und wenn dein treuster Diener eine Gunst

Erbitten darf von deiner gnäd'gen Hand,

So sicherst du sein Glück ihm zu für immer.

ANNA.

Was ist es?

GLOSTER.

Daß ihr dies traur'ge Werk dem überlaßt,

Der größre Ursach' leidzutragen hat,

Und Euch sogleich nach Crosby-Hof begebt;

Wo ich, nachdem ich feierlich bestattet

In Chertsey-Münster diesen edlen König

Und reuevoll sein Grab genetzt mit Tränen,

Mit aller schuld'gen Ehr' Euch will besuchen.

Aus mancherlei geheimen Gründen, bitt' ich.

Gewährt mir dies.

ANNA.

Von ganzem Herzen; und es freut mich sehr,

Zu sehn, daß Ihr so reuig worden seid. –

Tressel und Berkley, kommt, begleitet mich.

GLOSTER.

Sagt mir Lebwohl!

ANNA.

's ist mehr, als Ihr verdient.

Doch weil Ihr Euch zu schmeicheln mich gelehrt,

So denkt, ich sagte schon Euch Lebewohl!


Prinzessin Anna mit zwei Edelleuten ab.


GLOSTER.

Nehmt auf die Leich', ihr Herrn.

ZWEITER EDELMANN.

Nach Chertsey, edler Lord?

GLOSTER.

Nein, zu den Karmelitern; dort erwartet mich.


Der Zug mit der Leiche ab.[804]


Ward je in dieser Laun' ein Weib gefreit?

Ward je in dieser Laun' ein Weib gewonnen?

Ich will sie haben, doch nicht lang' behalten.

Wie? Ich, der Mörder ihres Manns und Vaters,

In ihres Herzens Abscheu sie zu fangen,

Im Munde Flüche, Tränen in den Augen,

Der Zeuge ihres Hasses blutend da;

Gott, ihr Gewissen, all dies wider mich,

Kein Freund, um mein Gesuch zu unterstützen,

Als Heuchlerblicke und der bare Teufel,

Und doch sie zu gewinnen! Alles gegen nichts!

Ha!

Entfiel so bald ihr jener wackre Prinz,

Eduard, ihr Gatte, den ich vor drei Monden

Zu Tewksbury in meinem Grimm erstach?

Solch einen holden, liebenswürd'gen Herrn,

In der Verschwendung der Natur gebildet,

Jung, tapfer, weis' und sicher königlich,

Hat nicht die weite Welt mehr aufzuweisen:

Und will sie doch ihr Aug' auf mich erniedern,

Der dieses Prinzen goldne Blüte brach

Und sie verwitwet' im betrübten Bett?

Auf mich, der nicht dem halben Eduard gleichkommt?

Auf mich, der hinkt und mißgeschaffen ist?

Mein Herzogtum für einen Bettler-Pfennig,

Ich irre mich in mir die ganze Zeit:

So wahr ich lebe, kann ich's gleich nicht finden,

Sie find't, ich sei ein wunderhübscher Mann.

Ich will auf einen Spiegel was verwenden

Und ein paar Dutzend Schneider unterhalten,

Um Trachten auszusinnen, die mir stehn.

Da ich bei mir in Gunst gekommen bin,

So will ich's auch mich etwas kosten lassen.

Doch schaff' ich den Gesellen erst ins Grab

Und kehre jammernd dann zur Liebsten um.

Komm, holde Sonn', als Spiegel mir zu statten

Und zeige, wenn ich geh', mir meinen Schatten!


Ab.[805]


Quelle:
William Shakespeare: Sämtliche Werke in vier Bänden. Band 3, Berlin: Aufbau, 1975, S. 798-806.
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