Ankersteine

[218] Ankersteine, besonders bearbeitete Werkstücke, die vermöge ihrer Form und Gestalt Steine untereinander oder mit der Hintermauerung so verbinden, daß durch eine äußere Kraft die Bewegung der so »verankerten« Steine nur nach Zerstörung der Verbindungsstelle oder nach Herausreißen des Ankersteins selbst möglich ist, wie dies die Fig. 13 veranschaulichen. Die Anordnung der Fig. 2 erfordert spitzwinklige Steine und ist daher nicht so zweckentsprechend als die in Fig. 3 dargestellte Verankerung. Derartige Verbindungen werden namentlich bei solchen Bauten, die bedeutenden Angriffen durch Wellenschlag und Eisgang ausgesetzt sind, angewendet, z.B. bei Leuchttürmen und Brückenpfeilern, bei denen man außerdem des Rostens wegen auf Eisenverbindungen verzichten muß. S.a. Quaderverband.

L. v. Willmann.

Fig. 1.
Fig. 1.
Fig. 2., Fig. 3.
Fig. 2., Fig. 3.
Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 1 Stuttgart, Leipzig 1904., S. 218.
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