Gaslichtpapiere

[248] Gaslichtpapiere, photographische Entwicklungspapiere mit Chlorbromsilber oder Chlorjodsilbergelatine von geringerer Empfindlichkeit als Bromsilbergelatinepapiere, gehören zu den meistverbreiteten Kopierpapieren, weil sie keine Gold- oder Platinsalze zur Tonung benötigen und schöne schwarze oder braune Bilder liefern, die brillanter als Bromsilberbilder sind. Sie werden bei Gaslicht oder elektrischem Glühlicht kopiert. Charakteristisch ist der Chlorsilbergehalt und ihre geringere Lichtempfindlichkeit gegenüber Bromsilbergelatine; sie besitzen nur 1/500 bis 1/1000 der Lichtempfindlichkeit von rapiden Bromsilbergelatineplatten, geben aber sattere Schwärzen. Vgl. a. Photographie.

J.M. Eder.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 1 Stuttgart, Leipzig 1920., S. 248.
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