Nickelproben

[611] Nickelproben. Nickelverbindungen färben die Boraxperle in der Hitze braunviolett, in der Kälte rotbraun oder rotgelb, während die Kobaltverbindungen vor dem Lötrohr mit Borax ein smalteblaues Glas geben (Kobaltprobe). Beim Erhitzen mit Soda auf der Kohle geben die Nickelverbindungen weiße, glänzende Metallflitter, welche sich in Salpetersäure mit grüner Farbe lösen. Sehr kleine Mengen Nickel werden noch an der Rotfärbung erkannt, welche Zink in der Lösung von Kaliumnickelcyanid hervorruft. Quantitativ wird das Nickel als Oxydul bestimmt, welches als solches oder nach seiner Reduktion zu Metall im Wasserstoffstrom gewogen wird. Zweckmäßiger jedoch scheidet man das Nickel als Metall elektrolytisch aus Nickelammoniumsulfat- oder Nickelammoniumoxalatlösung ab.

(W. Kerp) Rathgen.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 6 Stuttgart, Leipzig 1908., S. 611.
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