Sättigungsdefizit

[551] Sättigungsdefizit, diejenige in Quecksilberdruck gemessene Dampfmenge, die der Luft zu ihrer Sättigung mit Wasserdampf fehlt.

Bezeichne em die der Lufttemperatur entsprechende Maximalspannung des Wasserdampfes, e die Spannung des in der Luft enthaltenen Wasserdampfes, in der Meteorologie absolute Feuchtigkeit oder Dunstspannung genannt, r die sogenannte relative Feuchtigkeit, so ist das Sättigungsdefizit s = em – e, r = e/em und s = (1 – r) e : r. Diese letzte Beziehung läßt das Sättigungsdefizit aus e und r im einzelnen Fall berechnen, nicht aber für den Fall, daß e und r als Monatsmittel auftreten; vgl. Meyer, Hugo, Anleitung zur Bearbeitung meteorolog. Beobachtungen für die Klimatologie, Berlin 1891.

Großmann.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 7 Stuttgart, Leipzig 1909., S. 551.
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