Spielraum

[186] Spielraum muß zwischen gegenseitig bewegten Maschinenteilen gegeben werden, wenn sonst Klemmungen zu befürchten sind, auch zwischen ruhenden Teilen mit Rücklicht auf Wärmeausdehnungen. – S.a. Meßwerkzeuge.

Da der Spielraum zwanglose Bewegungen zuläßt, daher auch Stöße veranlaßt, beschränkt man ihn möglichst nach Maßgabe der Genauigkeit der Ausführung; z. B. verschwindet er bei Kreuzkopfführungen gegenüber den Führungen an Aufzügen sowie bei sorgfältig geschnittenen Verzahnungen gegenüber unbearbeitet bleibenden Zähnen. Für die Schmiere (an Zapfen) beträgt der Zwischenraum etwa 0,05–0,10 mm. – Ueber Stöße im Kurbelgetriebe als Folge des Zapfenspielraumes s. Zeitschr. d. Ver. deutsch. Ing. 1893, S. 10–14.

Lindner.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 8 Stuttgart, Leipzig 1910., S. 186.
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