Tonbäder

[556] Tonbäder und Tonfixierbäder, Lösungen, welche hauptsächlich Salze der Edelmetalle (Gold, Platin u.s.w.) neben andern Chemikalien enthalten. Kommt eine solche Lösung mit sein verteiltem Silber oder Silbersubsalzen in Berührung, so erfolgt eine Abscheidung des Edelmetalles (Gold, Platin u.s.w.). Man benutzt diese Reaktion, um den Silberbildern auf photographischen Kopierpapieren, welche beim Fixieren (d.i. Behandlung mit unterschwefligsauerm Natrium) sonst eine gelbrote Farbe annehmen würden, eine schönere Färbung, die sich beim Fixieren nicht mehr verändert, und eine größere Haltbarkeit zu erteilen (Tonen der Kopien).

Die Goldtonbäder werden in zwei Gruppen geteilt: 1. in Tonbäder, welche keine fixierende Wirkung besitzen (getrennte Goldtonbäder) und 2. in solche, bei deren Gebrauch ein teilweises oder vollkommenes Fixieren erfolgt. Zur letzteren Klasse gehören die Rhodangoldbäder und Tonfixierbäder.


Literatur: Eder, J.M., Ausführliches Handbuch der Photographie, Bd. 4, 2. Aufl., Halle a. S. 1899; Ders., Rezepte und Tabellen für Photographie und Reproduktionstechnik, 7. Aufl., Halle a. S. 1908; Valenta, Ed., Die Behandlung der für den Auskopierprozeß bestimmten Emulsionspapiere, Halle a. S. 1896; Schmidt, F., Kompendium der Photographie, Karlsruhe 1903; Sedlacek, Tonungsverfahren von Entwicklungspapieren, Halle a. S. 1906.

Novak.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 8 Stuttgart, Leipzig 1910., S. 556.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien: