Verkaufe teuer! Verkaufe nicht billig!

[212] Es war einmal ein großer Kaufmann und sehr reich, und er war des Sultans Wesir. Er lebte seinem Geschäfte und hatte einen Sohn mit Namen Ali. Als[212] dieser 25 Jahre alt war, starb der Vater. Ali erbte sein Vermögen und vergeudete es schnell. Als er damit zu Ende war und die Armut ihn drückte, wollte ihn niemand in der Stadt mehr kennen, weder von seinen Freunden, noch von denen seines Vaters. Er war aber noch ein junger Mann und schlenderte in der Stadt umher.

Jeder, der ihn sah, pflegte ihn zu fragen: »Ali, was hast du mit deinem Vermögen angefangen, daß du es so schnell verloren hast? Dein Vater hat dir doch großen Reichtum hinterlassen, und wenn du klug gewesen wärst, würdest du ihn noch besitzen.« Darauf erwiderte Ali: »Wer nicht weiß, was das bedeutet, dem wird es auch nicht gesagt.« Diese Antwort gab er regelmäßig jedem, der ihn so fragte, bis die ganze Stadt wußte, daß Ali auf die Frage nach dem Verbleib seines Reichtums zu antworten pflegte: »Wer es nicht weiß, was das bedeutet, dem wird es auch nicht gesagt.«

Die Kunde davon drang auch zum Sultan. Die Leute erzählten ihm: »Ali, der Sohn deines Wesirs, hat sich zu Grunde gerichtet, und wenn man ihn fragt, wie es komme, daß er mit dem großen Reichtum, den ihm sein Vater hinterlassen, so schnell zu Ende gekommen sei, so pflegt er jedesmal zu antworten: Wer es nicht weiß, was das bedeutet, dem wird es auch nicht gesagt.«

Und der Sultan sprach: »Ruft mir den Ali, damit ich ihn frage, ob es wahr ist, was die Leute von ihm sagen, oder ob man ihn verleumdet.« Und der Kadi sprach zum Sultan: »Jawohl, Herr, die Sache ist wahr!« Und er sandte einen Soldaten aus, um ihn zur öffentlichen Audienz herbeizuholen, und ließ dabei die Leute[213] auffordern, zur Audienz zu kommen, um zu hören, wie die Sache stände.

Ali ging nun hin und borgte sich von einem armen Manne einen zerlumpten alten kanzu1, denn niemand wollte ihm seine Kleider anvertrauen, und auch diesen kanzu bekam er nur durch vieles Bitten und Betteln.

So kam er denn zum Sultan. Die Audienzhalle war voll von Leuten, und der Sultan hielt Audienz. Als er eintrat, stand der Sultan auf, rief ihn zu sich und sprach: »Ali, ich habe gehört, daß du dein Vermögen verloren hast, und daß du, wenn die Leute dich danach fragen, ihnen antwortest: Wer nicht weiß, was das bedeutet, dem wird es nicht gesagt.«

Und er sprach: »Ja, Herr, ich teilte das Vermögen in vier Teile; einen warf ich ins Meer, den andern ins Feuer, den dritten lieh ich aus und werde ihn nicht wieder erhalten, und mit dem vierten bezahlte ich eine Schuld und bin ihrer noch nicht ledig.«

Da sprach der Sultan: »Ali, verkaufe teuer, verkaufe nicht billig!« Und Ali antwortete: »Jawohl, Herr!« Darauf ging er seines Weges.

Da stand des Sultans Wesir auf und sprach: »Herr, ich weiß die Bedeutung dieser Worte.« Und der Sultan antwortete und sprach: »Wenn du ihre Bedeutung kennst, ohne den Ali zu fragen, nur aus deiner eigenen Einsicht, will ich, der Sultan, dir meine Herrschaft geben, und meine Habe sei dein, so lebend wie tot. Weißt du aber ihre Bedeutung nicht aus eigenem Verstande, so nehme[214] ich dir all dein Eigentum. Den Ali aber darfst du keinesfalls fragen.«

Und der Wesir stand auf und ging nach Hause und saß und überlegte und schlug in Büchern nach, deren er eine große Zahl besaß. Aber so viel er auch suchte, in keinem fand er die Erklärung für Alis Worte. So saß er denn und grübelte: »Ich habe dem Sultan gesagt, daß ich aus eigenem Verstande diese Worte verstehen würde, und nun habe ich überlegt und nachgedacht und kann nicht dahinterkommen.«

Und er rief: »Juma! Wo wohnt der junge Mann, der Ali?« Dieser antwortete: »Welcher Ali, Herr?«

Er sprach: »Jener junge Mann, der so großen Reichtum besaß, der Sohn des verstorbenen Wesirs Hassan, der sich zu Grunde gerichtet hat. Weißt du nicht, wo er wohnt? Bitte, führe mich zu ihm, ich möchte ihn etwas fragen. Laß es aber niemand wissen. Zum Lohne für deine Verschwiegenheit will ich dir deine Freiheit geben.«

Juma sprach: »Ich weiß wohl, wo er wohnt. Ganz am Ende der Stadt, nahe am Strande, ist eine kleine Hütte, da wohnt er mit einem einäugigen Bettler, der sein Freund ist. Das ist seine einzige Zufluchtsstätte.«

Und der Wesir stand um Mitternacht auf, da alle Welt schlief, und ging mit seinem treuen Sklaven zu Ali. Er klopfte an die Thür und rief »Ali, Ali!« Der aber war erschrocken und antwortete nicht. Und der Wesir rief wieder. Da weckte er seinen Freund. Der frug ihn: »Was giebt's?« Er antwortete: »Es klopft jemand an unsere Hütte, entweder ist es ein Trunkener oder ein Dieb. Aber wir sind Bettler und besitzen nichts.[215] Vielleicht will er uns Übles thun und uns das Leben nehmen.« Und er fuhr fort: »Ich meine, wir warten noch ein wenig und horchen. Klopft er ein drittes Mal an unsere Thür, so wollen wir ihm antworten, vielleicht erkennen wir seine Stimme.« Und sein Freund sprach: »Wie kannst du so thöricht sein, Ali! Da kommt jemand mitten in der Nacht, wir wissen nicht, woher er kommt, und sind nicht gewohnt, daß Leute nachts an unsere Thür klopfen. Was kann der Mann wünschen? Ich kann mir nur dreierlei den ken.« Ali fragte: »Und welches sind nach deiner Meinung diese drei Möglichkeiten? Sag mir die erste!«

Er antwortete: »Entweder will er stehlen, oder er will uns umbringen, oder endlich denkt er vielleicht, sein Weib oder eine seiner Sklavinnen sei hier. Das ist meine Ansicht. Aber alles, was von Gott kommt, ist gut.«

Ali sprach: »Wenn er jetzt klopft, werde ich ihm antworten. Tötet er mich, so mag es geschehen; läßt er mich in Frieden, so ist's auch gut. Aber antworten muß ich ihm.«

Der Wesir klopfte und rief: »Ali!« Und er antwortete: »Hier bin ich! Wer bist du, der du mich in der Nacht rufst und noch dazu um Mitternacht?« Er sprach: »Ich habe ein Geschäft mit dir.« Ali antwortete: »Herr, ich kenne dich nicht.« Der Wesir sprach: »Fürchte dich nicht, ich komme in guter Absicht.« Ali erwiderte: »Herr, laß mich zu dir in dein Haus kommen und erwarte mich morgen früh.« Der Wesir aber sprach: »Ich kann nicht eine Minute warten. Ich merke wohl, daß du Ausflüchte suchst und bitte dich, komm heraus und höre, was ich dir zu sagen habe.«[216]

Er antwortete: »Gut, Herr, ich will mein Ohr an die Thür legen. Sag mir deinen Namen. Wenn ich dich kenne, werde ich Vertrauen haben hinauszukommen.«

Da sprach der Wesir: »Ich bin es, des Sultans Wesir, ich bitte dich herauszukommen. Ich habe dir etwas im Vertrauen zu sagen.«

Ali begab sich wieder zu seinem Freunde und erzählte ihm alles: »Ich bin von des Sultans Wesir gerufen worden. Wer es ablehnt, einem Rufe zu folgen, der lehnt auch das ab, weswegen er gerufen wird.« Sein Freund riet ihm zu und meinte, er könnte sein Glück machen. Als Ali die Thür öffnete, sah er den Wesir und seinen Sklaven und bot ihnen guten Abend. Und der Wesir sprach zu ihm: »Laß uns zu meinem Hause gehen,« und er war's zufrieden.

So kamen sie denn zum Hause des Wesirs. Als sie die Treppe hinaufstiegen, schlug es ein Uhr. Und der Wesir rief seine Sklavin Mrashi und hieß sie eine Mahlzeit bereiten. Als sie zurückkam, sprach er zu ihr: »Mrashi, öffne die Truhe und bringe einen Turban und eine weiße gestickte Mütze, einen seidenen kanzu und ein Lendentuch mit bunter Kante. Ich habe alles in ein rotes Tuch gebunden, bringe es schnell her.«

Und der Wesir stand auf und sprach zu Ali: »Ich habe dich in guter Absicht gerufen. Versprich, niemandem von der Sache etwas zu sagen, sondern sie für dich zu behalten.« Ali sprach: »Herr, wie könnte ich deine Angelegenheiten verraten!«

Und der Wesir sprach: »Ich bitte dich, Ali, erkläre[217] mir die Worte, die du zum Sultan sprachst und die Antwort des Sultans.«

Ali sprach: »Der Sultan sagte mir: Verkaufe teuer, verkaufe nicht billig!«

»Ali, Ali, ich bitte dich, erkläre mir die Worte! Warum sprichst du zu mir: der Sultan sagte mir: Verkaufe teuer, verkaufe nicht billig? Sieh, ich will dir meine Plantage geben.«

Und er sprach: »Der Sultan sagte mir: Verkaufe teuer, verkaufe nicht billig!«

»Ali, nimm alle meine Läden und Warenlager in der Stadt.«

»Der Sultan sagte mir: Verkaufe teuer, verkaufe nicht billig!«

»Ali, nimm alle meine Plantagen.«

»Der Sultan sagte mir: Verkaufe teuer, verkaufe nicht billig!«

»Ali, nimm all meinen Besitz.«

»Der Sultan sagte mir: Verkaufe teuer, verkaufe nicht billig!«

Und der Wesir sprach: »Nimm meine gesamte tote und lebende Habe und erkläre mir jene Worte.«

»Der Sultan sagte mir: Verkaufe teuer, verkaufe nicht billig!«

Da stand der Wesir auf und sprach: »Ich will dir mein ganzes Haus geben, darin ich wohne, und alles, was darin ist, außer meinem Weibe.«

Und Ali sprach: »Wohlan denn, schreibe mir eine Schrift von deiner Hand!« Und er gab sie ihm, und da es gerade die Gebetsstunde war, verrichteten sie ihre[218] Andacht. Darauf sagte Ali: »Daß ich jedermann antwortete: ›Wer nicht weiß, was das bedeutet, dem wird es auch nicht gesagt‹, das habe ich deswegen gethan, weil ein Mann, der keinen Verstand hat, es auch nicht verstehen würde, wenn ich es ihm sagte. Daher sprach ich zu jedem, der mich fragte: Wer nicht weiß, was das bedeutet, dem wird es auch nicht gesagt. Als der Sultan mich fragte, antwortete ich ihm nicht so, denn er besitzt Einsicht. Und was er mir erwiderte, war: ›Verkaufe teuer, verkaufe nicht billig!‹ Da hast du nun die Worte.«

»Gut, und nun erkläre mir den Verlust deines Vermögens!«

Und Ali sprach: »Ich teilte mein Vermögen in vier Teile. Einen Teil warf ich ins Meer, den zweiten Teil ins Feuer, den dritten lieh ich aus und werde ihn nicht wieder erhalten, und mit dem vierten bezahlte ich eine Schuld und bin ihrer noch nicht ledig.«

»Sag mir, Ali, was bedeutet das, wenn du sagst, du habest einen Teil ins Meer versenkt?«

Und Ali sprach zu dem Wesir: »Verzeihe mir alles, was ich sagen werde, und habe Nachsicht mit mir! Im Meere liegt der Teil meines Eigentums, den ich mit Weibern durchbrachte. Er ist verloren, und ich werde ihn nicht wieder bekommen, wie wenn ich ihn ins Meer versenkt hätte, das nichts wieder herausgiebt, was es verschlungen hat.«

»Und was heißt es, daß du einen Teil ins Feuer geworfen hast?«

Ali sprach: »Ich aß viel und kleidete mich reich und[219] verstreute Geld mit vollen Händen. Ich werde es nicht wieder erhalten, wie wenn es verbrannt wäre.«

»Und der dritte Teil, wie ist's mit dem?«

Und er sprach zu dem Wesir: »Das ist wie wenn ein Mann seiner Frau eine Morgengabe giebt, die er nicht wiedererhält.«

»Und was ist's mit der Bezahlung der Schuld, deren du noch nicht ledig bist?«

Und er sprach zu dem Wesir: »Denke dir, daß ein Mann seiner Mutter etwas von seinem Reichtum giebt, um ihr Freude zu machen. Aber ich, ihr Sohn, weiß doch nicht, ob ich meiner Mutter Seele erfreut habe, mit dem, was ich ihr gab, und so denke ich bei mir, meine Mutter ist noch nicht zufrieden mit meiner Gabe. Das ist die bezahlte und doch noch nicht ganz bezahlte Schuld.«

Und der Wesir sprach: »Ich danke dir, Ali, ich habe deine Worte verstanden.«

Und die Sonne ging auf, und es hatte schon sechs Uhr geschlagen. Und der Wesir war vergnügten Sinns und dachte bei sich: »Heute werde ich des Sultans Herrschaft bekommen, denn ich habe es durch eigenen Verstand herausgebracht.« Und er wartete bis neun Uhr, wo der Sultan Audienz hielt. Als er sein Haus verließ, besaß er nichts mehr als den Kanzu, den er auf dem Leibe hatte, aber er war vergnügten Sinns. Als die Leute und die Soldaten, die in der Halle waren, ihn kommen sahen, waren sie sehr erstaunt und sprachen: »Wie! Der Großwesir, der alle Geschäfte des Sultans in Händen hat, kommt nur mit einem Kanzu bekleidet und hat nicht[220] einmal Sandalen an den Füßen?« Aber niemand wußte sich's zu erklären, und die Leute meinten, er habe vielleicht seine Frau verloren. Darauf kam der Sultan, und der Wesir grüßte ihn und der Sultan erwiderte: »Allah schenke dir einen guten Morgen.« Darauf setzte er sich und sprach: »Was giebt es Neues?« Der Wesir sprach: »Gute Neuigkeiten! Ich bin gekommen, dir die Worte zu erklären, worüber wir ein Abkommen gemacht haben. Ich habe ihre Bedeutung durch eigene Einsicht herausbekommen.«

Der Sultan sprach: »Erkläre mir das erste!«

Und er antwortete: »Wenn die Leute den Ali fragten, warum sein Vermögen verloren gegangen sei, so sagte er ihnen: ›Wer nicht weiß, was das bedeutet, dem wird es auch nicht gesagt.‹ Er wollte nämlich unwissenden Leuten nicht Rede stehen, da sie ihm doch nicht würden antworten können. War es also nicht besser, ihnen überhaupt nichts zu sagen? Denn wer jemandem etwas sagt, will doch gern eine Antwort haben. Darum sagte er ihnen nichts.«

Und der Sultan sprach: »Fürwahr, du hast recht gesprochen. Nun erkläre mir die Bedeutung der vier Teile des Vermögens.« Und er sagte ihm alles, was er von Ali gehört hatte.2 Und als er geendet hatte, stand der Sultan von seinem Throne auf, und die Halle war gefüllt mit Menschen. Und er rief einen Offizier und sprach zu ihm: »Geh auf die Festung und laß die[221] Trommeln rühren. Mein Wesir ist heute Sultan geworden und ich sein Wesir, und ihr Soldaten und alle, die ihr in der Stadt seid, Araber, Suaheli und Komorenleute, gehorcht dem Sultan!«

So übernahm der Wesir die Herrschaft. Nach zwei Tagen ging ein Mann an dem früheren Hause des Wesirs vorüber, sah Ali aus dem Fenster gucken und hörte ihn dem Reitknecht auftragen, ein Pferd zu satteln, er wolle ausreiten. Der Araber fragte ihn: »Was thust du in diesem Hause?« Ali antwortete: »Hat mir der Sultan nicht gesagt: ›Verkaufe teuer, verkaufe nicht billig?‹ Nun, ich habe teuer verkauft.«

Der Araber war erstaunt: »Wie kommt Ali zu dem Hause des Großwesirs? Nun, es macht nichts.« Und er wartete.

Wieder kam ein Araber vorüber, sah ihn unten im Empfangssalon und fragte ihn: »Wie kommt es, Ali, daß ich dich hier finde?« Er antwortete: »Nun, es ist mein Haus.« Der Araber fragte ihn: »Wie kommst du zu diesem Hause?« »Der Sultan sagte mir: ›Verkaufe teuer, verkaufe nicht billig!‹ Nun, ich habe teuer verkauft, hörst du?«

Der Araber machte sich auf und ging zum Sultan: »Herr, Gebieter, ich habe deinen Sklaven Ali im Hause des Großwesirs getroffen,« und er erzählte dem Sultan alles.

Der Sultan war erstaunt: »So also hat der Wesir an mir gehandelt, während wir einander doch versprochen hatten, Ali nicht zu fragen! Ist er dennoch hingegangen und hat den Ali gefragt und sein ganzes Vermögen[222] darum gegeben. Nun, so hat er doppelt eingebüßt, sein Vermögen und auch die Herrschaft.« Und er ließ den Ali rufen und fragte ihn über die Sache. Und er antwortete ihm: »Ja, Sultan, du selbst hast mir geraten, teuer zu verkaufen. Hier ist die Verschreibung des Wesirs, woran du erkennen wirst, daß ich die Wahrheit rede.«

Der Sultan nahm die Verschreibung, las sie und sprach: »Es ist wahr, Ali, du hast teuer verkauft.«

Und er begab sich in die Audienzhalle und sprach zu dem Volke: »Ihr, die ihr in der Halle seid, Groß und Klein, Banyanen, Araber, Schihiri, Komorenleute, Suaheli und alle Leute im Lande! Nunmehr sage ich: Hinweg mit ihm! Er sei hinfort weder Sultan noch Wesir, sondern wie der geringste Bürger in der Stadt. Den Ali aber mache ich zu meinem Großwesir.«

1

Eine Art Rock.

2

Im Original wird hier alles noch einmal ausführlich wiederholt.

Quelle:
Seidel, A. (Hg.): Geschichten und Lieder der Afrikaner. Berlin: Verein der Bücherfreunde, Schall & Grund, 1896, S. 212-223.
Lizenz:
Kategorien:

Buchempfehlung

Lessing, Gotthold Ephraim

Miß Sara Sampson. Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen

Miß Sara Sampson. Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen

Die tugendhafte Sara Sampson macht die Bekanntschaft des Lebemannes Mellefont, der sie entführt und sie heiraten will. Sara gerät in schwere Gewissenskonflikte und schließlich wird sie Opfer der intriganten Marwood, der Ex-Geliebten Mellefonts. Das erste deutsche bürgerliche Trauerspiel ist bereits bei seiner Uraufführung 1755 in Frankfurt an der Oder ein großer Publikumserfolg.

78 Seiten, 4.80 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Geschichten aus dem Biedermeier II. Sieben Erzählungen

Geschichten aus dem Biedermeier II. Sieben Erzählungen

Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Michael Holzinger hat für den zweiten Band sieben weitere Meistererzählungen ausgewählt.

432 Seiten, 19.80 Euro

Ansehen bei Amazon