[217] 19. Gevatter Tod.

Vgl. Grimm Nr. 44 und die in den Anmerkungen dazu angeführten, denen man noch hinzufüge Schönwerth III, 12, Widter-Wolf Nr. 3, Wolf's Z. I, 358 (aus der Bukowina), Gaal-Stier Nr. 4, beide letztgenannte mit eigenthümlichen Ausgängen, und Gucullette's Erzählung im Cabinet des Fées XXI, 455, wo die Lebenslichter fehlen. In einem slavischen M. in Wolf's Z. I, 262 ist der Tod, wie im sicilianischen, als Gevatterin gedacht. Nur zum Theil hierher gehörig sind Vernaleken Nr. 42 und Grundtvig II, 13. In dem spanischen M. von Juan Holgado und dem Tode (Caballero Cuentos S. 83; F. Wolf, Beiträge S. 70) ist das M. vom Gevatter Tod mit dem von den Boten des Todes (Grimm Nr. 177) verschmolzen, und dabei sind die Gevatterschaft des Todes und die Lebenslichter weggefallen.

Das sicilianische M. ist unvollständig, da darin fehlt, daß der Tod seinen Gevatter oder seinen Pathen zu einem Arzt macht. Eigenthümlich ist ihm auch das Motiv, daß der Tod zum Gevatter genommen wird, um den Gevatter und dessen Frau und den Pathen zu verschonen.

Man vergl. auch in Bezug auf das M. vom Gevatter Tod Grimm, D. Myth., S. 812 und Benfey, Pantschatantra I, 525.

Quelle:
Gonzenbach, Laura: Sicilianische Märchen. Leipzig: Engelmann 1870, S. 217.
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