Kurrénde

[865] Kurrénde (v. lat. currere, »laufen«), früher Name des Singchors Bedürftiger, der unter Leitung eines ältern Schülers (des Präfekten) gegen Geldgaben auf den Straßen vor den Häusern, bei Begräbnissen etc. geistliche Lieder sang. Die Kurrendaner oder Kurrendschüler trugen kleine schwarze Radmäntel und flache Zylinderhüte und haben sich in Thüringen und Sachsen bis in das 19. Jahrh. hinein gehalten. – Außerdem ist K. auch soviel wie Umlaufschreiben, Zirkular.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 865.
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