Heidenhain, Lothar

[705] Heidenhain, Lothar, in Worms a. Rh., als Sohn des Vorigen zu Breslau 8. Sept. 1860 geb., studierte in Freiburg i. B., Breslau und Halle; war in der Chirurgie Schüler von K. v. Volkmann, E. Küster, Helferich, Dr. med. 1886, approbiert 1884, war von 1886 bis 90 Assistent von Küster in Berlin, von 1890 bis 97 Prof. e. o. der Chir. und Sekundararzt der chir. Klinik in Greifswald und wirkt seit 1897 als Direktor des städt. Krankenhauses Worms. H. veröffentlichte: »Über die Ursachen d. lokalen Krebsrecidive nach Amputatio mammae« (v. Langenb. Arch. Bd. 49 1889) worin z. 1. Male der Versuch gemacht wurde, die lokale Ausbreitung eines Krebses mikroskopisch zu verfolgen und danach die Grenzen der Operation zu bestimmen. In dieser Arbeit findet sich auch die erste Beschreibung und Abbildung der embolischen Infektion der Lymphdrüsen durch eingeschwemmte Krebszellen (von den Vasis afferent, aus) und verschiedene kleinere Abhandlungen.

Quelle:
Pagel: Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. Berlin, Wien 1901, Sp. 705.
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