Wilbrand, J. C. A. A. Hermann

[1852] Wilbrand, J. C. A. A. Hermann, Augenarzt in Hamburg, jüngster Bruder des Vorigen, geb. zu Giessen 22. Mai 1851, studierte daselbst, in Strassburg u. Breslau, beschäftigte sich an letzterer Univ., besonders auf Foerster's Anregung, mit der Augenheilkunde, promovierte 1875, war 1876 Assistent an der Augenklinik in Marburg bei Laquer, 1878 Assistent bei Foerster in Breslau, Augenarzt am alten allg. Krankenhause daselbst, und liess sich 1879 als Augenarzt in Hamburg nieder. Folgende Arbeiten rühren von ihm ausser den schon im alten Lexikon zitierten her: »Das optische Wahrnehmungscentrum und die hemianopischen Gesichtsfeldformen« (Wiesb.) – »Untersuchungen über eine Conjunctivitisepidemie« (Jahrb. d. Hamb. Staatskrankenanstalten 1891) – »Ueber Sehstörungen bei functionellen Nervenleiden« (Leipzig 1892) – »On perimetry and its clinical value« (in System of diseases of the eye, Philadelphia 1897, II) – »Das hemianopische Prismenphaenomen« (Z. f. A. von Kuhnt und Michel) – »Die Erholungsausdehnung des Gesichsfeldes unter normalen und pathol. Bedingungen« (Wiesbaden 1895) – »Förster's Fall von doppelseitiger Hemianopsie. Erklärung« (Festschrift zu Förster's 70. Geburtstag 1895, A. f. A.) – »Ueber das Dunkelperimeter« (Vierteljahrsschrift für Psychiatrie 1896) – »Ueber Sehstörungen in der Frühperiode der Syphilis« (Jahrb. d. Hamb. Staatskrankenanstalten 1896) – »Die Neurologie des Auges« (4 Bde. im Verein mit Saenger, Wiesbaden 1899).

Quelle:
Pagel: Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. Berlin, Wien 1901, Sp. 1852.
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