Heckenmünzen

[150] Heckenmünzen, 1) Münzen, welche weit unter ihrem angeblichen Werth Ende des 16. u. Anfang des 17. Jahrh. von einzelnen deutschen Reichsfürsten u. Städten dem Reichstagsbeschluß entgegen, welcher Prägung in einer approbirten Kreismünze vorschrieb, auf deren eignem Territorium geschlagen wurden; sie waren häufig nur versilbertes Kupfer u. trugen auch oft die Stempel fremder Münzen, falsche Jahrzahlen etc.; 2) die Münzstätten, worin diese Münzen geschlagen wurden, u. Heckenmünzer diejenigen, welche dieselben schlugen.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 8. Altenburg 1859, S. 150.
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