Billican

[812] Billican, Theobald, eigentlich Gerlach, geb. zu Bolligheim in der Unterpfalz, studirte in Heidelberg u. wendete sich seit 1518 der Reformation zu, er mußte deshalb 1522 Heidelberg verlassen u. ging erst nach Weil u. dann nach Nördlingen, wo er die Reformation einführte. In dem Abendmahlsstreit schlug er sich auf die Seite Luthers. 1535 kehrte er nach Heidelberg zurück u. hielt hier juristische Vorlesungen bis 1544, wo er Professor der Rhetorik u. Lehrer der Geschichte in Marburg wurde u. 8. Aug. 1554 daselbst starb. Er schr.: Scholia in prophetam Micham; De communione sub utraque; Epitome dialecticae et annotationes in libros Physicorum et Meteorologicorum Aristotelis.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 19. Altenburg 1865, S. 812.
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