Ütlibergbahn

[10] Ütlibergbahn (1875 eröffnet) ersteigt den Berg, an dessen Fuß Zürich liegt und der sich 399 m über die Stadt erhebt, mittels einfacher Ausnutzung der Reibung.

Die 9∙13 km lange Bahn ist normalspurig, hat 70 größte Neigung und 135 m kleinsten Krümmungshalbmesser. Die Baukosten betrugen Ende 1915 1,619.634 Fr. Wegen der andauernd ungünstigen finanziellen Ergebnisse wurde der Betrieb der Ü. 1921 eingestellt. Eine gründlichere Sanierung als die mit einem Kostenaufwande von 8–900.000 Fr. in Erwägung gezogene Elektrisierung bezweckt der Plan einer Seilbahn, die den Fuß des Berges unmittelbar mit der Ütliberg-Gratstraße verbindet (Länge 1∙423 km, Höchststeigung 50%).

Literatur: Die Eisenbahn, Bd. II, S. 133. Zürich 1875; Bd. IV, S, 191, 205 und 246. Zürich 1876. – Tobler, Die Ütlibergbahn. Zürich 1876 (s. auch Bergbahnen).

Dietler.

Quelle:
Röll, Freiherr von: Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, Band 10. Berlin, Wien 1923, S. 10.
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