Pallas [1]

[366] Pallas (Gr. M.), Tochter des Triton, des Erziehers der Minerva, war eine Gespielin dieser Göttin und ward mit ihr in allen kriegerischen Künsten geübt; einst riss bei einer solchen Uebung der Eifer sie so hin, dass sie ernstlich mit einander kämpften, und P. im Begriff war, der Minerva eine Verwundung beizubringen; da hielt Jupiter zum Schutze seiner Tochter jener die furchtbare Aegis vor, worüber sie erschrak, zurückwich und nun von Minerva getödtet wurde. Diess betrübte nachher die Göttin so tief, dass sie sich ein Bild ihrer Freundin schnitzte, welches jedoch von Electra, einer gezwungenen Geliebten Jupiters, entweiht wurde, indem dieselbe zu diesem Bilde floh, Schutz vor dem Gewaltigen suchend. Minerva, zürnend über diesen Frevel, warf das Bild vom Olymp herab, worauf es vor dem Zelt des Ilus niederfiel und, von ihm Palladium genannt, das wichtigste Heiligthum der Stadt Troja wurde. - P. ist sonst auch Name der Minerva.

Quelle:
Vollmer, Wilhelm: Wörterbuch der Mythologie. Stuttgart 1874, S. 366.
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Stielau-Pallas, Alfred R.

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Pallas, 2001. 174 S., 3936521069, 14,90 €.
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