Appelliren

*[1.] Er appellirt.

Vom Betrunkenen.


[Zusätze und Ergänzungen]

zu1.

Sich übergeben, kotzen, vomiren, ein sehr üblicher Euphemismus, der auch in dem bekannten Verse vorkommt: Hier ist das Oberlandsgericht, wo jeder Arsch sein Urtheil spricht; und wer dagegen appellirt, dem wird das Maul voll Dreck geschmiert.


2. Appelliren vnd Bettlen stehet jedermann frey. – Henisch, 92, 52.

In unsern Tagen da, wo öffentliche Ordnung herrscht, nicht mehr.


3. Wohl appellirt und übel geurtheilt. – Graf, 478, 645; Zinkgref, II, 134.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 5. Leipzig 1880, Sp. 786.
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