Hurerei

1. Hurerei ist bald gelernt.

Die Russen: Hurerei erlernt sich von selbst, sie braucht nicht in Schulen gelehrt zu werden. – Der Huren Handwerk ist leicht geübt, schwerer ist das Amt der Keuschen. (Altmann VI, 422 u. 468.)


2. Hurerei und Kuppelei enden meist in Bettelei. – Lohrengel, 381.


3. Hurerei und Mord bleiben nicht verborgen.

Dän.: Hoor og mord kand ey dølges. (Prov. dan., 299.)

Span.: Puteria ni hurto nunca se encubren mucho. (Bohn I, 242.)


4. Hurerei vnd Liebe machen manchen zum Diebe. – Petri, II, 386; Henisch, 694, 63.


5. Hurerei, Wein vnd Most machen toll. – Petri, II, 386.


6. Was auss Hurerei gepflantzet wird, wurtzelt nicht tieff. – Petri, II, 586.

Böhm.: Smilstvo jako louže: neodteče, ale vyschne. (Čelakovsky, 122.)


7. Wer in der Hurerey begrünet, der begrawet auch drinnen. – Petri, II, 723.


[Zusätze und Ergänzungen]

8. Hurerey ist der Jugend Verderben, des Leibes Marterbank und der Seele Todtschlägerin.


9. Hurerey macht die Weisen toll, die Starken schwach, die Gesunden krank und die Lebendigen todt. – Harssdörffer, 1834.


Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 2. Leipzig 1870.
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