Karch

Karch (s. Karre).


1. Ein verbrochener Karch1 weret offt lenger als ein newer.Lehmann, 431, 4.

1) So viel wie Karre. Das Wort ist aber von jeher auf das westliche Deutschland beschränkt, besonders im mittlern wie obern Rheinland heimisch. (Vgl. Grimm, V, 208.)


2. Es wird einer offt aussen Karch an ein Wagen gespant. (S. Karren 47.) – Lehmann, 81, 38.


3. Man braucht auch zu zeiten ein Karch mit drey Rädern.Gruter, III, 65; Lehmann, II, 407, 3.


4. Wann der Karch gefallen ist, muss man jhn auffheben. (S. Karren 24 und Wagen.) – Lehmann, 85, 36.


5. Wer nicht kan mit einem Karch fahren, mag mit einem Rad fahren. (S. Wagen.) – Lehmann, 371, 110.


6. Wer sich vom Karch hat aussgespannt, der sucht sein ruh.Lehmann, 589, 5.


7. Wer zuvor hat am Karch gezogen, der muss offtermal hernach am Wagen ziehen.Lehmann, 715, 6.

Sein Zustand verschlimmert, die Ansprüche an ihn steigern sich, man legt ihm grössere Lasten auf. (S. Karre 47.)

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 2. Leipzig 1870, Sp. 1141.
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