Lauten

1. Das lautet, wenn man gerade zugeht, sagte jener Schäfer. – Mathesy, I, 20a.


2. Dat laut, sagt Spiess, hiess einer sein Vater ein Dieb vnd seine Mutter eine Hure. – Latendorf II, 8.


3. Dat lud ferdäiweld, sied de Haufnagel. (Iserlohn.) – Frommann, III, 256, 56.

Das lautet verteufelt. Däiwil = Teufel; liuen = lauten; ludde, lud.


[1831] *4. Das lautet, als wenn man einen Kuhdreck mit Ruthen hauet. – Grimmelshausen, Teutscher Michel.


*5. Dat lud, as wan de Zî'e (Ziege) oppen Bréäd küeteld. – Frommann, V, 165, 109.


*6. Dat lud gerade, as wan de Kau innen leärnen Emmer schit. (Iserlohn.) – Frommann, V, 165, 109.

Es lautet, als wenn die Kuh in einen ledernen Eimer scheisst.


[1832]

*7. Es laut eben, wie jhener Bawer sagt: alles was wol schmeckt, das ess ich gern, sonder (ausgenommen) wecke Milch, die esse ich auch gern. – Nigrinus, Inquisition.


Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 2. Leipzig 1870.
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