Ordensleute

1. Die meisten Ordensleute gehen nach Maulbronn ins Kloster. – Klosterspiegel, 61, 6.


2. Die Ordensleute fangen die Frühmette an mit Husten und das Nachtessen mit Trinken. – Klosterspiegel, 70, 5.


3. Ordensleute fangen an im Geist und enden im Fleisch.

»Der Zettel ist Geist, der Intrag Fleisch, ist Dirdendes, halb linnen halb wullen.« (Klosterspiegel, 28, 5.)


4. Ordensleute sollen Engel sein; wenn aber ein Engel zum Teufel wird, so gibt's einen bösen Teufel. – Klosterspiegel, 57, 10.


[1147] 5. Wer Ordensleuten den Puls will greifen, der muss subtile Finger haben, sagte der Mönch, als er sollte Abt im Kloster Sanct- Florenzen sein. – Klosterspiegel, 76, 12.


6. Wie gern würden wir Ordensleute die Pflichten der Männer erfüllen, predigte der Augustiner. – Klosterspiegel, 47, 21.


7. Wo Ordensleute und Blattläuse am Kraut sitzen, da hilft der Segen Gottes nichts. – Klosterspiegel, 80, 9.


8. Zwei Ordensleut' in einer Zell', zwei Narren unter einem Dach und zwei Töpfer in einem Dorf vertragen sich nicht. – Klosterspiegel, 12, 6.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3. Leipzig 1873, Sp. 1147-1148.
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